Lebens(t)räume für Menschen, Tiere & Pflanzen
Gestaltungsbeispiele für naturnahe Lebensräume
Einrichtungsbeispiele.de-Logo
Neu
Login
Wir werden unterstützt von:

Viscum album subsp. abietis im Garten pflanzen

Einrichtungsbeispiele mit Tannen-Mistel

Lesezeit: ca. 2 Minuten
Viscum album subsp. abietis im Garten pflanzen (Einrichtungsbeispiele mit Tannen-Mistel)
Viscum album subsp. abietis (Tannen-Mistel) - Bildquelle: Das Bild stammt von der freien Enzyklopädie Wikipedia. Lizenzhinweise: Bernd Haynold, Viscum album subsp abietis 300314, CC BY-SA 3.0

Wissenswertes zu Viscum album subsp. abietis (Tannen-Mistel)

Die Tannen-Mistel ist eine in Europa vorkommende Unterart der Weißen Mistel, Viscum album. Sie lebt als immergrüner Halbschmarotzer nahezu ausschließlich auf Tannen und ist deutlich stärker spezialisiert als beispielsweise die Laubholzmistel.

Herkunft

Das natürliche Verbreitungsgebiet der Tannen-Mistel liegt vor allem in Mittel- und Südeuropa. Sie kommt schwerpunktmäßig in montanen und submontanen Regionen vor, in denen Weißtannen bestandsbildend sind. Ihr Auftreten ist daher enger begrenzt als das anderer Mistelunterarten.

Aussehen

Der Wuchs ist ebenfalls kugelig bis halbkugelig, bleibt jedoch meist etwas kompakter als bei der Laubholzmistel. Die Triebe sind gelenkig verzweigt, die immergrünen Blätter schmal-lanzettlich und gelblich grün gefärbt. Blüten erscheinen im zeitigen Frühjahr und sind unscheinbar. Die weißen, klebrigen Beeren reifen im Spätherbst und bleiben oft bis in den Winter hinein erhalten. Wie alle Unterarten der Weißen Mistel behält auch die Tannen-Mistel ihr Laub ganzjährig.

Standort

Die Tannen-Mistel wächst fast ausschließlich auf Weißtannen (Abies alba). Andere Nadelbäume werden in der Regel nicht besiedelt. Bevorzugt werden gut belichtete Kronenbereiche, da auch diese Mistelunterart zur eigenen Photosynthese auf ausreichendes Licht angewiesen ist.

Pflegehinweise

Die Viscum album subsp. abietis entzieht der Tanne Wasser und gelöste Mineralstoffe, bleibt jedoch auf deren Assimilate nicht vollständig angewiesen. Bei sehr starkem Befall kann es zu Wachstumsdepressionen und erhöhter Anfälligkeit des Wirtsbaums kommen, weshalb forstlich mitunter regulierend eingegriffen wird.

Vermehrung

Die Vermehrung erfolgt über Samen, die durch Vögel verbreitet werden. Nach dem Absetzen auf geeigneten Ästen keimen die Samen direkt auf der Rinde. Die junge Pflanze bildet ein Haftorgan aus, das in das Leitgewebe der Tanne eindringt und so die Versorgung sicherstellt.

Nutzen

Die Tannen-Mistel stellt eine wichtige ökologische Ressource dar, insbesondere für Vögel, die ihre Beeren im Winter nutzen. In der Naturheilkunde wird sie deutlich seltener verwendet als die Laubholzmistel, spielt jedoch regional eine gewisse Rolle.

Schädlinge und Krankheiten

Spezifische Schädlinge oder Krankheiten treten selten auf. Die Pflanze gilt als widerstandsfähig, wobei extreme Umweltbedingungen oder ein geschwächter Wirt ihre Vitalität beeinflussen können.

Deutsche und alternative Bezeichnungen

Der Name "Tannen-Mistel" beschreibt die enge Bindung dieser Unterart an Tannen als Wirtsbäume. Die wissenschaftliche Unterartbezeichnung abietis leitet sich vom lateinischen Gattungsnamen der Tannen (Abies) ab und verweist eindeutig auf diese Spezialisierung.