Viscum album subsp. album im Garten pflanzen
Einrichtungsbeispiele mit Laubholzmistel

Wissenswertes zu Viscum album subsp. album (Laubholzmistel)
Die Laubholzmistel ist eine in Europa heimische Mistel und stellt eine Unterart der Weißen Mistel, Viscum album, dar. Sie lebt als immergrüner Halbschmarotzer auf verschiedenen Laubbäumen und ist besonders in Kulturlandschaften und Streuobstgebieten verbreitet.
Herkunft
Die Laubholzmistel ist in weiten Teilen Europas heimisch. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet reicht von West- und Mitteleuropa über Süd- bis nach Südosteuropa. Sie kommt bevorzugt in Regionen mit gemäßigtem Klima vor und ist eng an das Vorkommen geeigneter Wirtsbäume gebunden.
Aussehen
Charakteristisch ist der kugelige, dicht verzweigte Wuchs, der Durchmesser von bis zu einem Meter erreichen kann. Die Pflanze besitzt ledrige, gegenständig angeordnete Blätter mit ganzrandigem Blattrand und einer gelblich-grünen Färbung. Die kleinen, unscheinbaren Blüten erscheinen im zeitigen Frühjahr. Im Spätherbst entwickeln sich daraus die typischen weißen, klebrigen Beeren. Im Unterschied z.B. zur Eichenmistel bleibt die Laubholzmistel auch im Winter vollständig belaubt.
Standort
Die Viscum album subsp. album wächst ausschließlich auf Laubbäumen. Besonders häufig werden Apfelbäume, Pappeln, Linden, Ahorn, Weiden und Birken besiedelt. Bevorzugt werden lichte Standorte, an denen der Wirtsbaum ausreichend Sonnenlicht erhält, da auch die Mistel selbst photosynthetisch aktiv ist.
Pflegehinweise
Die Mistel entzieht ihrem Wirtsbaum Wasser und gelöste Nährstoffe, stellt jedoch keine vollständige parasitische Abhängigkeit her. Bei sehr starkem Befall kann es zu einer Schwächung des Wirts kommen, weshalb in Obstbeständen gelegentlich regulierende Maßnahmen erfolgen.
Vermehrung
Die Vermehrung erfolgt über Samen, die in den klebrigen Beeren enthalten sind. Diese werden vor allem durch Vögel verbreitet, die die Früchte fressen und die Samen anschließend auf Ästen ausscheiden oder abstreifen. Der Samen keimt direkt auf der Rinde des Wirtsbaums und bildet eine Senkerwurzel aus, die in das Leitgewebe eindringt.
Nutzen
Ökologisch stellt die Laubholzmistel eine wichtige Nahrungsquelle für verschiedene Vogelarten dar, insbesondere im Winter. Darüber hinaus spielt sie in der traditionellen Heilkunde eine Rolle, wobei vor allem Blätter und junge Triebe verwendet werden. Ihre Anwesenheit erhöht zudem die Strukturvielfalt in Baumkronen.
Schädlinge und Krankheiten
Die Laubholzmistel ist vergleichsweise robust und wird nur selten von spezifischen Schädlingen oder Krankheiten befallen. Gelegentlich können Pilzinfektionen auftreten, diese haben jedoch meist keinen nennenswerten Einfluss auf den Bestand.
Deutsche und alternative Bezeichnungen
Die Bezeichnung „Laubholzmistel“ verweist auf ihre klare Bindung an Laubbäume als Wirte. Der Name „Mistel“ selbst geht vermutlich auf althochdeutsche Begriffe zurück, die auf Zweige oder Astgabeln Bezug nehmen.
Ihre wissenschaftliche Bezeichnung ist Viscum album subsp. album.