Lebens(t)räume für Menschen, Tiere & Pflanzen
Gestaltungsbeispiele für naturnahe Lebensräume
Einrichtungsbeispiele.de-Logo
Neu
Login
Wir werden unterstützt von:

Viscum album subsp. album im Garten pflanzen

Einrichtungsbeispiele mit Laubholzmistel

Lesezeit: ca. 3 Minuten
Viscum album subsp. album im Garten pflanzen (Einrichtungsbeispiele mit Laubholzmistel)
Viscum album subsp. album (Laubholzmistel) - Bildquelle: Das Bild stammt von der freien Enzyklopädie Wikipedia. Lizenzhinweise: Yuliya Krasylenko, Infestation of the European mistletoe (Viscum album subsp. album L.) on the poplar (Populus sp.) host tree drone view, CC BY-SA 4.0

Wissenswertes zu Viscum album subsp. album (Laubholzmistel)

Die Laubholzmistel ist eine in Europa heimische Mistel und stellt eine Unterart der Weißen Mistel, Viscum album, dar. Sie lebt als immergrüner Halbschmarotzer auf verschiedenen Laubbäumen und ist besonders in Kulturlandschaften und Streuobstgebieten verbreitet.

Herkunft

Die Laubholzmistel ist in weiten Teilen Europas heimisch. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet reicht von West- und Mitteleuropa über Süd- bis nach Südosteuropa. Sie kommt bevorzugt in Regionen mit gemäßigtem Klima vor und ist eng an das Vorkommen geeigneter Wirtsbäume gebunden.

Aussehen

Charakteristisch ist der kugelige, dicht verzweigte Wuchs, der Durchmesser von bis zu einem Meter erreichen kann. Die Pflanze besitzt ledrige, gegenständig angeordnete Blätter mit ganzrandigem Blattrand und einer gelblich-grünen Färbung. Die kleinen, unscheinbaren Blüten erscheinen im zeitigen Frühjahr. Im Spätherbst entwickeln sich daraus die typischen weißen, klebrigen Beeren. Im Unterschied z.B. zur Eichenmistel bleibt die Laubholzmistel auch im Winter vollständig belaubt.

Standort

Die Viscum album subsp. album wächst ausschließlich auf Laubbäumen. Besonders häufig werden Apfelbäume, Pappeln, Linden, Ahorn, Weiden und Birken besiedelt. Bevorzugt werden lichte Standorte, an denen der Wirtsbaum ausreichend Sonnenlicht erhält, da auch die Mistel selbst photosynthetisch aktiv ist.

Pflegehinweise

Die Mistel entzieht ihrem Wirtsbaum Wasser und gelöste Nährstoffe, stellt jedoch keine vollständige parasitische Abhängigkeit her. Bei sehr starkem Befall kann es zu einer Schwächung des Wirts kommen, weshalb in Obstbeständen gelegentlich regulierende Maßnahmen erfolgen.

Vermehrung

Die Vermehrung erfolgt über Samen, die in den klebrigen Beeren enthalten sind. Diese werden vor allem durch Vögel verbreitet, die die Früchte fressen und die Samen anschließend auf Ästen ausscheiden oder abstreifen. Der Samen keimt direkt auf der Rinde des Wirtsbaums und bildet eine Senkerwurzel aus, die in das Leitgewebe eindringt.

Nutzen

Ökologisch stellt die Laubholzmistel eine wichtige Nahrungsquelle für verschiedene Vogelarten dar, insbesondere im Winter. Darüber hinaus spielt sie in der traditionellen Heilkunde eine Rolle, wobei vor allem Blätter und junge Triebe verwendet werden. Ihre Anwesenheit erhöht zudem die Strukturvielfalt in Baumkronen.

Schädlinge und Krankheiten

Die Laubholzmistel ist vergleichsweise robust und wird nur selten von spezifischen Schädlingen oder Krankheiten befallen. Gelegentlich können Pilzinfektionen auftreten, diese haben jedoch meist keinen nennenswerten Einfluss auf den Bestand.

Deutsche und alternative Bezeichnungen

Die Bezeichnung „Laubholzmistel“ verweist auf ihre klare Bindung an Laubbäume als Wirte. Der Name „Mistel“ selbst geht vermutlich auf althochdeutsche Begriffe zurück, die auf Zweige oder Astgabeln Bezug nehmen.

Ihre wissenschaftliche Bezeichnung ist Viscum album subsp. album.

Verwandte Arten

  • Viscum album

    Viscum album (Mistel)

    Die Mistel (Viscum album) gehört zur Familie der Sandelholzgewächse (Santalaceae). Sie ist eine immergrüne, halbparasitäre Pflanze, die hauptsächlich in gemäßigten Zonen Europas, Asiens und Nordafrikas vorkommt.

  • Viscum album subsp. abietis

    Viscum album subsp. abietis (Tannen-Mistel)

    Die Tannen-Mistel ist eine in Europa vorkommende Unterart der Weißen Mistel, Viscum album. Sie lebt als immergrüner Halbschmarotzer nahezu ausschließlich auf Tannen und ist deutlich stärker spezialisiert als beispielsweise die Laubholzmistel.

  • Viscum album subsp. austriacum

    Viscum album subsp. austriacum (Kiefern-Mistel)

    Die Kiefern-Mistel (Viscum album subsp. austriacum) ist eine wärmeliebende Unterart der Weißen Mistel, Viscum album. Sie ist als immergrüner Halbschmarotzer spezialisiert auf Kiefern und kommt innerhalb Europas deutlich seltener vor als die Laubholz- und Tannen-Mistel.

Änderungen vorschlagen

Du hast nicht alle wichtigen Infos zu Viscum album subsp. album gefunden? Du kannst uns helfen, weitere Details zu ergänzen? Dann schreib uns dein Feedback!