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Bombus terrestris im Garten

Einrichtungsbeispiele mit Erdhummel

Lesezeit: ca. 3 Minuten
Bombus terrestris im Garten (Einrichtungsbeispiele mit Erdhummel)
Bombus terrestris (Erdhummel)

Wissenswertes zu Bombus terrestris (Erdhummel)

Die Erdhummel, wissenschaftlich Bombus terrestris, gehört zur Familie der Echten Bienen (Apidae) und zur Gattung der Hummeln (Bombus). Sie zählt zu den bekanntesten Hummelarten in Europa und zeichnet sich durch ihre robusten Körperbau und ihr charakteristisches Brummen aus. Wie alle Hummeln ist sie ein wichtiger Bestäuber und ein unverzichtbarer Teil vieler Ökosysteme.

Herkunft und Lebensraum

Ursprünglich ist die Erdhummel in Europa und Teilen Nordafrikas beheimatet, hat sich aber durch menschliche Einflussnahme in andere Regionen verbreitet. Sie bevorzugt offene Landschaften wie Wiesen, Gärten, Felder und Waldränder. Oft nistet sie in verlassenen Mäusehöhlen oder unterirdischen Hohlräumen, daher der Name „Erdhummel“. Auch unter Steinhaufen oder in Vogelnistkästen findet sie geeignete Brutplätze.

Aussehen

Erdhummeln sind mit 11 bis 23 mm Länge und ihrem stämmigen, pelzigen Körper leicht zu erkennen. Ihr Thorax ist meist schwarz mit einer gelben Querbinde, der Hinterleib trägt eine weitere gelbe Binde und endet in einer weißen Spitze. Die Königin ist deutlich größer als die Arbeiterinnen und Drohnen, die sich durch kleinere Größen und weniger ausgeprägte Färbung unterscheiden.

Verhalten und Ernährung

Erdhummeln sind soziale Insekten, die in Kolonien mit bis zu 500 Individuen leben. Ihr Brummen entsteht durch die Vibration ihrer Flügelmuskulatur, mit der sie auch Pollen von Blüten lösen können. Ihre Nahrung besteht aus Nektar, den sie zur Energiegewinnung nutzen, und Pollen, der als Eiweißquelle dient.

Erdhummeln sind friedfertige Insekten, die nur in Bedrängnis angreifen. Ihre Stiche sind schmerzhaft und können Schwellungen und Rötungen verursachen. Der Stachel bleibt nicht in der Haut stecken, sodass sie mehrmals stechen können. Das Gift ist für Menschen in der Regel harmlos, außer bei Allergien, wo es zu starken Reaktionen kommen kann.

Es ist ein häufiger Irrtum, dass Hummeln beißen anstatt zu stechen: Hummeln nutzen ihre Beißwerkzeuge lediglich dazu Blüten aufzubeißen oder Nistmaterial zu bearbeiten. Bisse sind richten sich selten gegen Menschen und sind nicht giftig.

Fortpflanzung

Die Kolonie wird von einer einzigen Königin gegründet, die im Frühjahr einen geeigneten Nistplatz sucht. Nach der Eiablage kümmern sich die ersten Arbeiterinnen um Brutpflege und Nahrungssuche, während die Königin weitere Eier legt. Im Spätsommer schlüpfen Drohnen und Jungköniginnen. Nach der Paarung sterben die alten Königinnen und Drohnen, während die Jungköniginnen in Winterstarre gehen und im nächsten Jahr neue Kolonien gründen.

Nutzen

Erdhummeln spielen eine zentrale Rolle bei der Bestäubung zahlreicher Nutz- und Wildpflanzen. Sie sind besonders effektive Bestäuber, da sie auch bei kühleren Temperaturen und schlechtem Wetter aktiv bleiben, wenn andere Bienenarten weniger fliegen. In der Landwirtschaft werden sie gezielt zur Bestäubung von Tomaten, Beeren und anderen Pflanzen eingesetzt.

Natürliche Feinde

Zu den natürlichen Feinden der Erdhummel zählen Vögel, Spinnen und Parasiten wie Wachsmotten, die ihre Nester befallen. Auch der Mensch bedroht sie durch Lebensraumverlust, den Einsatz von Pestiziden und intensive Landwirtschaft.

Bekämpfung und Schutzstatus

Erdhummeln sind in Deutschland durch das Bundesnaturschutzgesetz geschützt. Maßnahmen wie die Anlage von Blühwiesen, der Verzicht auf chemische Schädlingsbekämpfungsmittel und das Bereitstellen von Nisthilfen unterstützen ihren Schutz. Sollte ein Hummelnest an einer ungünstigen Stelle entstehen, etwa in einem Gartenhaus, sollte ein Fachmann kontaktiert werden, um es umsiedeln zu lassen – eine eigenhändige Entfernung ist verboten.

Alternative Bezeichnungen

Neben dem Namen „Erdhummel“ sind auch regionale Bezeichnungen wie „Erdhummelchen“ oder „Pelzhummel“ geläufig.

Verwandte Arten

  • Bombus alpinus

    Bombus alpinus (Alpenhummel)

    Die Alpenhummel, wissenschaftlich bekannt als Bombus alpinus, ist eine der weniger bekannten, aber ökologisch äußerst bedeutenden Hummelarten Europas. Diese Art gehört zu den wahren Spezialisten der Berg- und Alpenregionen, wo sie ein unverzichtbarer Teil des Ökosystems ist. Für Gartenliebhaber, die Wert auf Biodiversität und naturnahe Gärten legen, ist die Alpenhummel nicht nur interessant, sondern auch eine Bereicherung, da sie aktiv zur Bestäubung zahlreicher Pflanzen beiträgt.

  • Bombus confusus

    Bombus confusus (Samthummel)

    Die Samthummel, wissenschaftlich als Bombus confusus bekannt, gehört zu den weniger bekannten, aber ökologisch äußerst wertvollen Hummelarten Europas. Für Gartenliebhaber, die ihren Garten naturnah gestalten und einen aktiven Beitrag zum Erhalt der Biodiversität leisten möchten, ist diese Art von besonderem Interesse. In den letzten Jahrzehnten ist sie in vielen Regionen seltener geworden, weshalb ihr Schutz und die Förderung geeigneter Lebensräume eine wichtige Rolle spielen.

  • Bombus cryptarum

    Bombus cryptarum (Heide-Erdhummel)

    Die Heide-Erdhummel, wissenschaftlich als Bombus cryptarum bekannt, ist eine faszinierende und zugleich wenig bekannte Wildbienenart, die in Europa heimisch ist. Für Gartenliebhaber ist sie besonders interessant, weil sie sowohl ein wichtiger Bestäuber für Wild- und Kulturpflanzen ist als auch mit ihrer speziellen Lebensweise und Anpassungsfähigkeit viele ökologische Zusammenhänge aufzeigt.

  • Bombus gerstaeckeri

    Bombus gerstaeckeri (Eisenhut-Hummel)

    Die Eisenhut-Hummel, wissenschaftlich als Bombus gerstaeckeri bezeichnet, zählt zu den faszinierendsten und zugleich spezialisiertesten Hummelarten Europas. Während viele Hummelarten ein breites Spektrum an Blütenpflanzen nutzen, hat sich die Eisenhut-Hummel im Laufe der Evolution auf eine vergleichsweise kleine Gruppe von Pflanzen spezialisiert. Diese enge Bindung an den Eisenhut macht sie zu einer bemerkenswerten Erscheinung in der heimischen Insektenwelt.

  • Bombus hortorum

    Bombus hortorum (Gartenhummel)

    Die Gartenhummel gehört zu den faszinierendsten und zugleich nützlichsten Insektenarten, die wir in heimischen Gärten beobachten können. Kaum eine andere Hummelart ist so eng mit blütenreichen Gärten, naturnahen Grünflächen und vielfältigen Pflanzungen verbunden wie Bombus hortorum. Ihr deutscher Name verweist bereits auf diese enge Beziehung: Sie ist die klassische Hummel des Gartens.

  • Bombus lapidarius

    Bombus lapidarius (Steinhummel)

    Die Steinhummel (Bombus lapidarius) gehört zu den bekanntesten und zugleich auffälligsten Wildbienenarten Europas. Kaum ein Gartenfreund, der im Frühjahr oder Sommer nicht schon einmal eine schwarz-rot gefärbte Hummel beim emsigen Blütenbesuch beobachtet hat. Trotz ihrer Häufigkeit ist über ihre Lebensweise, ihre ökologische Bedeutung und ihre Rolle im Garten oft erstaunlich wenig bekannt. Dabei zählt diese Art zu den wichtigsten Bestäubern in unseren Kulturlandschaften.

  • Bombus muscorum

    Bombus muscorum (Mooshummel)

    Die Mooshummel, wissenschaftlich als Bombus muscorum bekannt, gehört zu den faszinierendsten und zugleich weniger bekannten Hummelarten Mitteleuropas. Während Arten wie die Erdhummel oder die Steinhummel vielen Gartenbesitzern geläufig sind, wird die Mooshummel häufig übersehen – obwohl sie ein wichtiger Bestandteil naturnaher Ökosysteme ist. Wer einen ökologisch vielfältigen Garten pflegt, hat gute Chancen, dieser friedlichen Bestäuberin zu begegnen.

  • Bombus pascuorum

    Bombus pascuorum (Ackerhummel)

    Die Ackerhummel (Bombus pascuorum) zählt zu den sympathischsten und zugleich nützlichsten Wildbienenarten in unseren Gärten. Mit ihrem warmen, rostbraunen Pelz und ihrem ruhigen Wesen wird sie oft als besonders „sanftmütige“ Hummel wahrgenommen. Für Gartenliebhaber, Naturfreunde und alle, die ihren Außenbereich insektenfreundlich gestalten möchten, ist diese Art von großer Bedeutung. Sie ist nicht nur ein wichtiger Bestäuber zahlreicher Zier- und Nutzpflanzen, sondern auch ein faszinierendes Beispiel für das komplexe Zusammenspiel zwischen Insekten und Pflanzenwelt.

  • Bombus sichelii

    Bombus sichelii (Höhenhummel)

    Die Höhenhummel, wissenschaftlich als Bombus sichelii bekannt, gehört zu den weniger bekannten, aber ökologisch äußerst bedeutenden Hummelarten Europas. Gerade in Zeiten zunehmender Biodiversitätsverluste gewinnt das Verständnis für spezialisierte Bestäuber wie diese Art immer mehr an Bedeutung. Für Gartenliebhaber, die ihre Grünflächen naturnah gestalten und gezielt zur Förderung von Wildbienen beitragen möchten, ist die Kenntnis solcher Arten ein wertvoller Baustein.

  • Bombus sylvarum

    Bombus sylvarum (Bunte Hummel)

    Die Bunte Hummel, wissenschaftlich als Bombus sylvarum bekannt, zählt zu den faszinierendsten und zugleich weniger bekannten Hummelarten Mitteleuropas. Für Gartenliebhaber, die Wert auf Biodiversität, naturnahe Gestaltung und funktionierende Ökosysteme legen, ist diese Art von besonderem Interesse. Ihre Rolle als Bestäuber, ihr sensibles Verhalten gegenüber Umweltveränderungen und ihre spezifischen Lebensraumansprüche machen sie zu einem wichtigen Indikator für ökologische Gartenqualität.

  • Bombus vestalis

    Bombus vestalis (Gefleckte Kuckuckshummel)

    Die Gefleckte Kuckuckshummel, wissenschaftlich als Bombus vestalis bezeichnet, ist eine faszinierende und zugleich oft missverstandene Wildbienenart. Während viele Gartenfreunde klassische Hummeln als fleißige Bestäuber kennen, nimmt diese Art eine ganz besondere Rolle ein. Sie gehört zu den sogenannten Kuckuckshummeln, die eine ungewöhnliche Lebensweise entwickelt haben und sich deutlich von den staatenbildenden Hummeln unterscheiden.

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