Feuerlibelle im Garten
Einrichtungsbeispiele mit Crocothemis erythraea

Wissenswertes zu Crocothemis erythraea ()
Die Feuerlibelle Crocothemis erythraea gehört zur Ordnung der Libellen (Odonata) und zur Familie der Segellibellen (Libellulidae). Sie zählt zu den auffällig gefärbten Großlibellen Europas und ist durch ihre intensive Rotfärbung leicht zu erkennen.
Herkunft und Lebensraum
Ursprünglich stammt die Feuerlibelle aus dem Mittelmeerraum, Nordafrika und Westasien. Seit mehreren Jahrzehnten breitet sie sich jedoch zunehmend nach Mittel- und Nordeuropa aus. Besiedelt werden vor allem stehende oder langsam fließende Gewässer wie Teiche, Seen, Altarme und Kiesgruben. Bevorzugt werden sonnige, vegetationsreiche Gewässer mit offenen Uferbereichen, die als Sitz- und Jagdplätze dienen.
Aussehen
Männchen der Feuerlibelle sind leuchtend scharlachrot gefärbt, einschließlich des Hinterleibs und der Augen. Diese intensive Färbung ist ein zentrales Unterscheidungsmerkmal zu vielen anderen heimischen Libellenarten. Weibchen und Jungtiere zeigen hingegen eine gelblich bis ockerfarbene Grundfärbung mit dunkler Zeichnung. Die Flügel sind bei beiden Geschlechtern durchsichtig, an der Basis leicht bernsteinfarben getönt. Mit einer Körperlänge von etwa 40 bis 45 Millimetern wirkt die Art kräftig gebaut.
Verhalten und Ernährung
Die Feuerlibelle ist eine ausgesprochen wärmeliebende Art und zeigt vor allem an sonnigen Tagen eine hohe Aktivität. Männchen besetzen exponierte Sitzplätze am Gewässerrand und verteidigen ihr Revier energisch gegen Artgenossen. Die Nahrung besteht aus fliegenden Insekten wie Fliegen, Mücken und kleinen Schmetterlingen, die meist im kurzen Jagdflug erbeutet werden. Charakteristisch ist das häufige Zurückkehren auf denselben Ansitz.
Fortpflanzung
Die Fortpflanzung findet überwiegend im Hochsommer statt. Nach der Paarung setzt das Weibchen die Eier im Flug oder im kurzen Sitzen auf der Wasseroberfläche ab. Die Larven entwickeln sich im Gewässer und benötigen meist ein bis zwei Jahre bis zur vollständigen Entwicklung. Die Schlupfzeit liegt entsprechend im späten Frühjahr oder Frühsommer.
Nutzen
Als räuberische Libelle trägt die Feuerlibelle zur Regulierung von Insektenpopulationen bei und ist Bestandteil funktionierender Gewässerökosysteme. Aufgrund ihrer auffälligen Erscheinung wird sie zudem häufig als Indikator für klimatisch begünstigte, strukturreiche Gewässer wahrgenommen.
Natürliche Feinde
Natürliche Feinde der Feuerlibelle sind vor allem Vögel, Amphibien und größere Insektenräuber. Die Larven werden zusätzlich von Fischen und anderen wasserlebenden Räubern gefressen. Die intensive Färbung der Männchen bietet kaum Tarnung, wird jedoch durch hohe Wachsamkeit teilweise ausgeglichen.
Schutzstatus
In Deutschland gilt die Feuerlibelle derzeit als nicht gefährdet. In vielen Regionen nimmt ihr Bestand sogar zu, was häufig mit steigenden Durchschnittstemperaturen und der Ausbreitung geeigneter Gewässer in Verbindung gebracht wird. Lokal kann die Art jedoch durch Gewässerverlust oder starke Uferveränderungen beeinträchtigt werden.
Deutsche und alternative Bezeichnungen
Der deutsche Name „Feuerlibelle“ bezieht sich auf die auffallend rote Färbung der Männchen. Der wissenschaftliche Artname erythraea stammt aus dem Griechischen und bedeutet „rot“, was ebenfalls auf die Farbgebung hinweist.








