Melanargia galathea im Garten
Einrichtungsbeispiele mit Schachbrettfalter

Wissenswertes zu Melanargia galathea (Schachbrettfalter)
Der Schachbrettfalter (Melanargia galathea) gehört zur Ordnung der Schmetterlinge (Lepidoptera) und zur Familie der Edelfalter (Nymphalidae). Innerhalb der Unterfamilie der Augenfalter (Satyrinae) ist er eine der bekanntesten und am weitesten verbreiteten Arten Mitteleuropas.
Herkunft und Lebensraum
Die Art ist in großen Teilen Europas verbreitet und fehlt lediglich im hohen Norden und in sehr trockenen oder extremen Regionen. Der Schachbrettfalter besiedelt vor allem blütenreiche Wiesen, Weiden, Magerrasen und lichte Waldränder. Er bevorzugt strukturreiche Landschaften mit extensiver Nutzung, in denen sowohl Nektarpflanzen für die Falter als auch geeignete Gräser für die Raupen vorhanden sind.
Aussehen
Der Schachbrettfalter erreicht eine Flügelspannweite von etwa 45 bis 55 Millimetern. Charakteristisch ist das kontrastreiche schwarz-weiße Schachbrettmuster auf der Flügeloberseite, das der Art ihren deutschen Namen verleiht. Die Unterseite der Flügel ist blasser gefärbt und zeigt zusätzlich augenähnliche Flecken. Männchen und Weibchen ähneln sich stark, wobei Weibchen meist etwas größer sind.
Verhalten und Ernährung
Die Flugzeit des Schachbrettfalters liegt überwiegend zwischen Juni und August. Die Falter sind tagsüber aktiv und fliegen häufig langsam und flatternd über Wiesen. Sie saugen Nektar an verschiedenen Blütenpflanzen, darunter Disteln, Flockenblumen und Kleearten. Die Raupen ernähren sich von unterschiedlichen Süßgräsern und halten sich meist bodennah auf.
Fortpflanzung
Die Eiablage erfolgt einzeln an oder in der Nähe von Gräsern. Die Raupen schlüpfen nach kurzer Zeit, entwickeln sich jedoch nur langsam und überwintern meist in einem frühen Larvenstadium. Im folgenden Frühjahr setzen sie ihre Entwicklung fort, bevor sie sich verpuppen. Pro Jahr wird in der Regel nur eine Generation ausgebildet.
Nutzen
Der Schachbrettfalter trägt zur Bestäubung von Blütenpflanzen bei und ist ein wichtiger Bestandteil artenreicher Wiesenökosysteme. Aufgrund seiner Häufigkeit und auffälligen Erscheinung hat er zudem eine hohe Bedeutung für Umweltbildung und Naturbeobachtung.
Natürliche Feinde
Zu den natürlichen Feinden zählen Vögel, Spinnen sowie parasitische Insekten wie Schlupfwespen. Raupen und Puppen sind zusätzlich durch Witterungseinflüsse gefährdet.
Schutzstatus
In Deutschland gilt der Schachbrettfalter derzeit als nicht gefährdet, zeigt jedoch regional Bestandsrückgänge. Ursachen sind vor allem intensive landwirtschaftliche Nutzung, frühe Mahd und der Verlust artenreicher Wiesen. Der Erhalt extensiv bewirtschafteter Grünflächen ist für die langfristige Sicherung der Art von Bedeutung.
Deutsche und alternative Bezeichnungen
Der Name „Schachbrettfalter“ bezieht sich auf das markante schwarz-weiße Flügelmuster. Der wissenschaftliche Gattungsname Melanargia setzt sich aus den griechischen Wörtern für „schwarz“ und „weiß“ zusammen und beschreibt ebenfalls die Färbung.