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Electrophorus electricus im Aquarium halten

Einrichtungsbeispiele mit Zitteraalen

Electrophorus electricus im Aquarium halten (Einrichtungsbeispiele mit Zitteraalen)
Bildquelle: Das Bild stammt von der freien Enzyklopädie Wikipedia. Lizenzhinweise: Steven G. Johnson, Electric-eel, CC BY-SA 3.0

Wissenswertes zu Electrophorus electricus

Herkunft

Electrophorus electricus ist der wissenschaftliche Name für den sogenannten Zitteraal. Der Zitteraal stammt aus Südamerika und ist in den Gewässern der Flüsse Amazonas und Orinoco beheimatet. Er ist bekannt für seine Fähigkeit, elektrische Entladungen zu erzeugen, die er zur Jagd, zur Verteidigung und zur Kommunikation verwendet. Diese einzigartige Eigenschaft hat ihn zu einem faszinierenden Forschungsobjekt in der Biologie gemacht. Die Bezeichnung "electricus" im wissenschaftlichen Namen bezieht sich auf diese bemerkenswerte Fähigkeit des Zitteraals, elektrischen Strom zu erzeugen.

Electrophorus electricus gehört zur Fischfamilie der Messerfische (Gymnotidae). Die Messerfische sind eine Familie von Süßwasserfischen, die in den Flüssen und Seen Südamerikas vorkommen. Sie umfassen mehrere Arten, darunter den Zitteraal (Electrophorus electricus) sowie andere Arten von Zitteraalen und Messerfischen. Die Fische dieser Familie zeichnen sich durch ihre langgestreckte Körperform aus.

Aussehen

Electrophorus electricus, der Zitteraal, hat eine langgestreckte, schlangenähnliche Körperform. Hier sind einige Merkmale, die das Erscheinungsbild des Zitteraals beschreiben:

  1. Körperform: Der Zitteraal hat einen schlanken und langen Körper, der ihm eine schlangenähnliche Gestalt verleiht. Die Körperlänge kann, wie zuvor erwähnt, bis zu mehrere Meter betragen.
  2. Haut: Die Haut des Zitteraals ist glatt und schuppenlos.
  3. Farbe: Die Farbe des Zitteraals kann variieren, typischerweise ist er jedoch grau oder braun mit einem marmorierten Muster.
  4. Maul: Der Zitteraal hat ein breites Maul mit kleinen Zähnen.
  5. Flossen: Der Zitteraal hat zwei Rückenflossen. Eine befindet sich näher am Kopf, während die zweite Flosse näher zum Schwanzende sitzt. Zudem gibt es eine lange Afterflosse.
  6. Elektrische Organe: Eine der auffälligsten Eigenschaften des Zitteraals sind seine elektrischen Organe. Diese erstrecken sich entlang beinahe der gesamten Körperseite und sind in der Lage, elektrische Entladungen zu erzeugen, die zur Jagd auf Beute, zur Verteidigung und zur Navigation eingesetzt werden.

Electrophorus electricus kann eine beeindruckende Größe erreichen. Ausgewachsene Exemplare können normalerweise eine Länge von etwa 1,5 bis 2,5 Metern erreichen. Es wurden jedoch auch Berichte über noch größere Zitteraale von bis zu 2,7 Metern Länge dokumentiert. Die Größe kann je nach individuellem Wachstum und den Umweltbedingungen variieren.

Es ist wichtig zu erwähnen, dass der Zitteraal in seiner Erscheinung stark von anderen Fischarten unterscheidet und seine einzigartigen elektrischen Eigenschaften zu einer faszinierenden Anpassung an seinen Lebensraum in den südamerikanischen Flüssen beitragen.

Haltung

Das Halten von Electrophorus electricus, dem Zitteraal, in einem privaten Aquarium ist äußerst anspruchsvoll und nicht empfehlenswert für die meisten Aquarienliebhaber. Es gibt mehrere Gründe, warum das Halten von dieser Fische aus Südamerika in einem Heimaquarium problematisch ist:

  1. Größe: Zitteraale werden sehr groß und benötigen daher ein riesiges Aquarium, um sich angemessen bewegen zu können. Ein Standard-Aquarium ist bei weitem nicht groß genug, um den Bedürfnissen dieser Fischart gerecht zu werden. Aquarien ab 4m Kantenlänge sind als unterste Grenze geeignet, um eine dauerhafte Haltung zu ermöglichen.
  2. Wasserbedingungen: Zitteraale sind nicht sehr anspruchsvoll in Bezug auf die Wasserqualität und benötigen keine speziellen Bedingungen, um gesund zu bleiben. Sie können sogar in Sumpfwasser mit einem niedrigen Sauerstoffgehalt dauerhaft überleben. Sie nehmen 80% des Sauerstoffs an der Wasseroberfläche auf, wozu sie regelmäßig auftauchen müssen. Die Aufnahme erfolgt über speziell angepasste Blutgefäße in der Mundhöhle.
  3. Ernährung: Zitteraale sind Fleischfresser und ernähren sich hauptsächlich von Fischen und anderen Wirbellosen. Die Bereitstellung einer angemessenen Ernährung für Zitteraale ist in einem Aquarium mit begrenzten Ressourcen eine Herausforderung.
  4. Elektrische Entladungen: Die Fähigkeit des Zitteraals, starke elektrische Entladungen zu erzeugen, macht ihn zu einer potenziellen Gefahr für andere Fische und Lebewesen im Aquarium. Es ist schwierig, diese Entladungen sicher zu handhaben und zu verhindern, dass andere Tiere verletzt werden.

Aufgrund dieser komplexen Anforderungen und der ethischen Überlegungen, ob es für die Tiere angemessen ist, sie in Gefangenschaft zu halten, wird in den meisten Ländern nicht empfohlen, Zitteraale als Haustiere in Privataquarien zu halten. Stattdessen sollten diese faszinierenden Tiere in ihren natürlichen Lebensräumen geschützt und bewundert werden. Wenn Sie Interesse an Zitteraalen haben, empfehle ich Ihnen, Zoos oder spezialisierte öffentliche Aquarien zu besuchen, die diese faszinierenden Kreaturen möglicherweise aus Bildungszwecken halten und pflegen.

Haltungsbedingungen

Um Electrophorus electricus (Zitteraal) möglichst artgerecht zu halten, empfehlen wir nachfolgende Bedingungen zu schaffen. Vor allem bei der Angabe zur Mindestgröße bitten wir zu beachten, dass die optimalen Verhältnisse unter Umständen erst in wesentlich größeren Aquarien hergestellt werden können.

  • Wassertemperatur: 23° bis 28°C
  • pH-Wert: 6.5 bis 7.5
  • Gesamthärte: 4° bis 12° dGH
  • Mindestaquariengröße: 6000 Liter

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Letzte Änderung am 04.07.2023