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Blaualgen im Aquarium loswerden

Der Ratgeber für erfolgreiche Aquaristik
Aquarium einrichten

Was sind Blaualgen?


Bei Blaualgen handelt es sich nicht um Algen im eigentlichen Sinne. Auch, wenn der Name dies suggeriert. Tatsächlich sind Blaualgen Bakterien und werden wissenschaftlich als Cyanobakterien, bzw. Cyanophyceae bezeichnet.
Dass die Cyanobakterien mit Algen verwechselt wurde, liegt zum einen an ihrem algenähnlichen Aussehen und auch an der Tatsache, dass sie fähig sind, Photosynthese zu betreiben. Die Bakterien besitzen neben anderen Photosynthese-Farbstoffen blaues Phycocyanin und ihre Farbe ist deshalb blaugrün. Von Algen unterscheidet Cyanobakterien die Tatsache, dass sie keinen Zellkern besitzen. Cyanobakterien zählen zu den altesten Lebensformen überhaupt.

Blaualgen im Aquarium


Ins Aquarium gelangen Blaualgen oft durch neue Wasserpflanzen eingeschleppt und breiten sich mit ihren langen Fäden nach und nach im Aquarium aus. Die Blaualge bildet schmierige Überzüge auf Oberflächen und Pflanzen, die nur schwierig abzuwischen und zu eleminieren sind. Je weiter sich die Bakterien ausbreiten sind sie nicht nur optisch zu erkennen, sondern verbreiten auch einen unangenehmen modrigen Geruch.

Gefahr für das Okosystem Aquarium


Von Blaualgen geht eine tatsächliche Gefahr für die Pflanzen, Fische und Wirbellose im Aquarium aus. Viele Cyanobakterien können im Rahmen ihres Stoffwechsels Stickstofffixierung druchführen. Sie wandeln dabei molekularen Stickstoff (N2) in Ammonium (NH4+) um. Daneben erzeugen Blaualgen verschiedene Toxine, die die Tiere im Aquarium belasten, schwächen oder sogar töten können.

Blaualgen bekämpfen


Um eine Schädigung der Lebewesen in seinem Aquarium zu vermeiden, sollte der Aquarianer möglichst schnell Maßnahmen zur Bekämpfung der Blaualge ergreifen.

Manuelles Entfernen


Die erste wichtige Maßnahme ist das manuelle Entfernen der Blaualgen. Die Bakterien sollten überall im Aquarium, wo dies möglich ist, so gut es geht mit den Händen, Schabern oder einem Kescher entfernt werden. Frei im Aquarium schwimmende Algen können beim Wasserwechsel abgesaugt werden.
Beim Entfernen der Blaualgen sollte der Filter nicht vergessen werden. Auch dort sollten die Bakterien möglichst gründlich entfernt werden.

Dunkelkur


Durch das Entfernen der Blaualgen wird nur der oberflächliche Befall beseitigt. Die Blaualge bleibt aber weiterhin im Aquarium vorhanden. Um diese weitergehend zu entfernen, ist es notwendig, den Algen ihre Lebensgrundlage zu entziehen: Das Licht. Das Aquarium erhält eine Dunkelkur.
Die Dunkelkur dauert in der Regel mindestens eine Woche. Dabei wird nicht nur das Aquarienlicht abgeschaltet, sondern der Lichteinfall durch die Aquarienscheiben und von oben ausgeschlossen. Das Becken wird möglichst lichtdicht mit Folien oder Karton abgedunkelt.
Während der Dunkelkur ist darauf zu achten, dass der Filter und Heizstab normal arbeiten können und trotz der Maßnahmen zur Verdunkelung des Aquariums ausreichend Sauerstoffaustausch mit dem Aquarienwasser möglich ist, so dass Aquariumfische und Wasserpflanzen weiterleben können.
Im Laufe der Dunkelkur sollten mehrere großzügige Wasserwechsel durchgeführt werden und sichtbarer Befall mit Blaualgen manuell entfernt werden.

Chemische Mittel gegen Blaualgen


Im Aquaristikhandel werden auch Mittel zur chemischen Bekämpfung von Blaualgen angeboten. Das bekannteste Mittel ist "Blue Exit" von Easy-Life. Das Produkt ist lt. Hersteller unschädlich für Fische, Garnelen und Pflanzen und verspricht, die Cyanobakterien innerhalb von 14 Tagen zu vernichten.

Schnecken gegen Blaualgen


Da Schnecken Algen fressen, wurde schon lange Zeit gemutmaßt, dass Schnecken gegen eine Blaualgenplage helfen könnten. Leider sind Blaualgen keine richtigen Algen und die meisten Schnecken fressen diese folglich nicht. Es ist nur von Planorbella duryi (Kleine Posthornschnecke) bekannt, dass diese Cyanos frisst. Aktuell sind aber keine Berichte darüber bekannt, ob es mit Hilfe der Planorbella duryi gelingen würde, auch einen kompletten Befall von Aquarien mit Cyanobakterien in den Griff zu bekommen. Als Vorsichtsmaßnahme können die Schnecken aber vermutlich sehr gut eingesetzt werden.

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Letzte Änderung am 15.03.2018 von
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