Lebens(t)räume für Menschen, Tiere & Pflanzen
Gestaltungsbeispiele für naturnahe Lebensräume
Einrichtungsbeispiele.de-Logo
Neu
Login
Wir werden unterstützt von:

Artentafel Rote Mangrovenkrabbe (Pseudosesarma moeshi)

Lesezeit: ca. 5 Minuten
Artentafel Rote Mangrovenkrabbe (Pseudosesarma moeshi)
Artentafel Rote Mangrovenkrabbe (Pseudosesarma moeshi) - Foto 1

Da ich mich seit Neustem auch mit dem Thema Brackwasserfische, hauptsächlich aus Asien beschäftige, lag es nahe sich auch mal an einen Blog über Krabben zu wagen. Also hier ist er, nun könnt Ihr wie immer Kommentare, Anregungen Tips, oder auch Mecker dalassen.

Reich: Tiere (Animalia)

Artentafel Rote Mangrovenkrabbe (Pseudosesarma moeshi)
Artentafel Rote Mangrovenkrabbe (Pseudosesarma moeshi) - Foto 2

Unterreich: Vielzellige Tiere (Metazoa)

Abteilung: Gewebetiere (Eumetazoa)

Unterabteilung: Bilateria

Ohne Rang: Urmünder (Protostomia)

??berstamm: Häutungstiere (Ecdysozoa)

Stamm: Gliederfü??er (Arthropoda)

Unterstamm: Krebstiere (Crustacea)

Klasse: Höhere Krebse (Malacostraca)

Ordnung: Zehnfu??krebse (Decapoda)

Unterordnung: Pleocyemata

Teilordnung: echte Krabben (Brachyura)

Familie: Quadratkrabben (Grapsidae)

Gattung: Pseudosesarma (Diese Gattung beinhaltet 5 Arten)

Art: moeshi

Name: Rote Mangrovenkrabbe, Rote Thaikrabbe, Rote Krabbe

Wissenschaftlicher Name: Pseudosesarma moeshi (De Man, 1888) / Sesarma bidens / Sesarma johorensis / Perisesarma bidens

Herkunft: Brackwasserzonen der Mangrovenwälder in Asien: Pseudosesarma moeshi stammt vor allem aus Thailand, andere Sesarma-Arten stammen aus Südostasien: Malaysia, Indonesien, aber auch aus Afrika und Jamaika.

Biotop: Mangrovengebiete, sowie angrenzende Feuchtgebiete, Flüsse & Seen

Grösse: 6-8cm, bei älteren Männchen auch mal 10cm (Beinspanne), 2-4cm (Körpergrösse / Carapax-Durchmesser)

Beschreibung: Bei der Roten Mangrovenkrabbe ist der Name natürlich Programm, der Körper der Krabbe und Ihre Beine sind rotbraun. Die Scheren sind beide gleich gross und meisten hell- bis dunkelrot gefärbt, an den Spitzen sind sie meistens Wei??. Die Männchen wie auch die Weibchen sind praktisch gleich gross und auch beide gleich prächtig gefärbt.

Erreichbares Alter: 3-4 Jahre

Geschlechtsunterschied: Weibchen etwas kleiner wie die Männchen, die Scheren sind bei den Männchen runder und auch grösser, bei den Weibchen ist die Bauchklappe auf der Unterseite des Tieres grösser, sie reicht dort bis zu den Beinansätzen.

Nachzucht: Zur Nachzucht wird unbedingt Salz im Wasser, also Brackwasser, benötigt. Nach erfolgreicher Paarung trägt das Weibchen die Eier ca. 3 Wochen in Ihrer Bauchklappe aus und lässt Diese dort heranreifen. Die Krabbe kontrolliert die Eier immer wieder und sortiert dabei unbefruchtete, oder verpilzte Eier aus. Danach werden die Larven dann ins Wasser entlassen. Eine Nachzucht im Aquarium soll bereits gelungen sein.

Futter: Hauptsächlich Laub, wie Seemandelbaumblätter, Mangrovenblätter, usw. Die Mangrovenkrabbe ist aber ein Allesfresser (Omnivor), es werden sämtliche Arten Futter gerne angenommen, wie Frost-, Lebend- und auch alle Arten Trockenfutter, aber auch Obst und Gemüse.

Beckenlänge: ab 80cm

Beckenbereiche: Alle, die Mangrovenkabben leben amphibisch, sie benötigen also unbedingt einen Wasser- und einen Landteil.

Haltung: Wie bereits erwähnt, benötigt die Mangrovenkrabbe unbedingt einen Landteil (ohne diesen würd sie sogar ertrinken), dieser sollte ausreichend gross sein und für die Krabbe gut erreichbar sein (Land-Wasser-??bergang), zum Beispiel über Wurzeln, oder Pflanzen, sowie sonstige Steege. Der Landteil sollt mit lockerer Erde (z.B. Blumenerde) Steinen und Holz eingerichtet werden, wichtig sind eine ausreichende Anzahl von Verstecken (viele kleine und grössere Höhlen). Dies ist auch wichtig für die Revierbildung.

Einige echte Mangroven sollten auch vorhanden sein. Im Wasser sollten ebendfalls Wurzeln und Steine vorhanden sein, sowie ein weicher Bodengrund, am Besten also Sand. Das Aquarium sollte gut belüftet, aber gleichzeitig absolut ausbruchsicher sein, da die Krabben jeder Möglichkeit zur Flucht nutzen wird. Das Becken sollte über Wasser (z.B. Efeutute, Moose Farne, o.ä.) und auch unter Wasser (z.B. Mooskugeln, Wasserpflanzen werden früher oder später wohl gefressen, oder abgezwackt) bepflanzt werden.

Sozialverhalten: Die rote Mangrovenkrabbe besitzt ein ausgeprägtes Sozialverhalten, deshalb kann man Sie nur in einer kleinen Gruppe (mind. 3 Tiere) pflegen, am besten 1 Männchen und 2-3 Weibchen, mit denen sich das Männchen dann auch verpaaren kann. Zu anderen Krebsen und Fischen ist das Tier friedlich, die Krabben können mit nicht zu wüsten Fischen vergesellschaftet werden, aber auch kleinere Fische sind problemlos möglich.

Wasserwerte:

PH-Wert: 7-8, aber nicht unter 6, 5

Karbonathärte: 6-8° dKH

Gesamthärte: -20° dGH

Temperatur: 20 - 26°C

Achtung:

1.) Die Krabben vertragen kein Kupfer, Blei o.ä. und auch keine Pestizide. Der Nitit-, Nitrat, Ph-Wert sollte regelmässig/wöchentlich gemessen werden.

2.) Für die Vermehrung wird unbedingt Salz (Brackwasser) im Wasser benötigt, ansonsten kann die Mangrovenkrabbe auch in Süsswasser gehalten werden.

Infos zu den Fotos:

Foto 1: Eine rote Mangrovenkrabbe (Pseudosesarma moeshi) im Blattwerk einer Mangrove (Org. Foto: Pseudosesarma moeshi 1.jpg)

Foto 2: Pseudosesarma moeshi unter Wasser (Org. Foto: Pseudosesarma moeshi 3.jpg)

Die Dateien wurde unter der Lizenz ???Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen Deutschland??? in Version 3.0 (abgekürzt ???CC-by-sa 3.0/de???) veröffentlicht.

Urheber bzw. Nutzungsrechtinhaber: Björn König

Quelle: Wikipedia

GGuardiaNN

Userbild von GGuardiaNNGGuardiaNN ist Mitglied von EB und stellt 4 Beispiele vor.

Titel: Artentafel Rote Mangrovenkrabbe (Pseudosesarma moeshi) (Artikel 4367)

Das könnte dich ebenfalls interessieren:

Eigenbau einer automatischen Düngeanlage

Eigenbau einer automatischen Düngeanlage

Technik

Für einen optimalen Pflanzenwuchs kommt man um Flüssigdünger nicht herrum - und den müßte man am besten täglich zuführen. Da ich das jedoch die meiste Zeit einfach vergessen habe, habe ich mir irgendwann eine automatisierte Düngeanlage gebaut. Diese Anlage läuft so tadellos, das ich mittlerweile auch ein zweites Becken mit

Haibarben: Warum es gut ist, dass sie weitestgehend aus dem Handel verschwunden sind

Haibarben: Warum es gut ist, dass sie weitestgehend aus dem Handel verschwunden sind

Arten

Aquaristik ist ein faszinierendes Hobby, das vielen Menschen die Möglichkeit gibt, ein Stück der Unterwasserwelt in ihren eigenen vier Wänden zu erleben. Doch wie bei jedem Hobby gibt es auch hier Trends und Entwicklungen, die sich im Laufe der Zeit ändern. Ein solcher Trend ist das zunehmende Verschwinden der Haibarben (Balantiocheilos melanopterus)

Die artenreichsten Korallenriffe weltweit

Die artenreichsten Korallenriffe weltweit

Vor Ort

Korallenriffe zählen zu den faszinierendsten und gleichzeitig verletzlichsten Ökosystemen unseres Planeten. Sie beherbergen eine enorme Vielfalt an Meereslebewesen, bieten Schutz für unzählige Fischarten und wirken als natürliche Barrieren gegen die Kraft der Meere. Für Aquarianer und Meeresliebhaber sind sie nicht nur ein Sehnsuchtsort, sondern

Fuerteventura - Insel der Ruhe, Naturwunder und endlosen Strände

Fuerteventura - Insel der Ruhe, Naturwunder und endlosen Strände

Fuerteventura, die zweitgrößte Insel der Kanarischen Inseln, besticht durch ihre schroffe Schönheit, ihre endlosen Sandstrände und ihre einzigartigen Naturphänomene. Sie liegt im Atlantischen Ozean, vor der Küste Westafrikas, und unterscheidet sich deutlich von ihren Schwesterninseln, wie Teneriffa oder Gran Canaria. Während diese häufig mit

Friedliche Buntbarsche aus Mittelamerika - Arten, Haltung und Vergesellschaftung

Friedliche Buntbarsche aus Mittelamerika - Arten, Haltung und Vergesellschaftung

Arten

Buntbarsche aus Mittelamerika faszinieren Aquarianer auf der ganzen Welt. Mit ihren intensiven Farben, ihrem ausgeprägten Sozialverhalten und ihrer erstaunlichen Intelligenz gehören sie zu den spannendsten Aquarienbewohnern überhaupt. Doch wer an Buntbarsche denkt, hat oft das Bild von territorialen, aggressiven Fischen vor Augen, die keine Mitbewohner