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Bienen im Winter – Rückzug ins Winterquartier

Lesezeit: ca. 3 Minuten
Bienen im Winter – Rückzug ins Winterquartier
Bienen im Winter – Rückzug ins Winterquartier - Foto 1

Im Sommer sind sie allgegenwärtig, doch verschwunden sind die Bienen auch in der kalten Jahreszeit nicht. Wo sie sich verstecken und mit welchen Strategien sie den Winter überstehen, das lest ihr in diesem Artikel

Die Honigbiene: Wintertraube im Bienenstock

Honigbienen (Apis mellifera) bleiben im Winter im Bienenstock und überleben die kalte Zeit in einer sogenannten Wintertraube. Sobald die Temperaturen unter etwa 10 °C fallen, ziehen sie sich in den Stock zurück. Die Arbeiterinnen bilden eng aneinander gedrängt eine Kugel um die Königin, wobei die äußeren Bienen die Kälte abschirmen und die inneren den Stock warm halten. Durch kontinuierliche Bewegung und das Zittern ihrer Flügelmuskeln erzeugen sie Wärme.

Die benötigte Energie stammt aus den Honigvorräten, die sie im Sommer gesammelt haben. Je nach Außentemperatur und Stockgröße kann die Wintertraube ihre Wärmeproduktion auf bis zu 35 °C steigern, wenn die Königin im Januar mit der Eiablage beginnt.

Wildbienen: Vielfältige Überwinterungsstrategien

Wildbienen umfassen eine Vielzahl von Arten mit unterschiedlichen Strategien für die Überwinterung:

Bienen im Winter – Rückzug ins Winterquartier
Bienen im Winter – Rückzug ins Winterquartier - Foto 2

Solitäre Arten

Die meisten Wildbienenarten, wie Mauerbienen (Osmia) oder Sandbienen (Andrena), verbringen den Winter als Puppen oder ausgewachsene Tiere in Brutröhren, die sie im Sommer angelegt haben. Diese Röhren befinden sich oft in Holz, Lehmwänden oder im Boden. Sie sind gut isoliert und schützen vor Frost.

Erdnister

Einige Arten, wie die Furchenbienen (Halictus), graben unterirdische Gänge, in denen sie sich vor Kälte schützen.

Schutz in der Natur

Andere Wildbienenarten überwintern in Pflanzenstängeln, hohlen Zweigen oder unter Laub. Solche Verstecke bieten natürlichen Schutz vor winterlichen Bedingungen.

Die Hummeln: Nur die Königin überlebt

Hummeln, die ebenfalls zu den Wildbienen zählen, nutzen eine andere Strategie: Nur die jungen Königinnen überwintern. Sie suchen sich im Herbst geschützte Verstecke wie Erdlöcher, Laubhaufen oder Mauerritzen. Hier verfallen sie in eine Kältestarre und reduzieren ihre Körperfunktionen auf ein Minimum. Die restlichen Arbeiterinnen und die alte Königin sterben im Herbst.

Erst im Frühjahr, wenn die Temperaturen auf mindestens 10 °C steigen, erwachen die Hummelköniginnen, um neue Nester zu gründen.

Wann werden Bienen wieder aktiv?

Die Aktivität von Bienen hängt stark von der Temperatur ab: Honigbienen wagen erste Ausflüge ab etwa 8–10 °C, insbesondere an sonnigen Tagen im Februar oder März, um sogenannte Reinigungsflüge durchzuführen. Wildbienen und Hummeln starten bei höheren Temperaturen, da sie empfindlicher auf Kälte reagieren. Die genaue Schwelle variiert je nach Art, liegt aber oft zwischen 12 und 15 °C.

Bienen im Winter – Rückzug ins Winterquartier
Bienen im Winter – Rückzug ins Winterquartier - Foto 3

Bienen benötigen für ihre Aktivität nicht nur ausreichende Temperaturen, sondern auch blühende Pflanzen als Nahrungsquelle. Frühblüher wie Krokusse, Schneeglöckchen oder Weidenkätzchen sind daher besonders wichtig für den Start ins Jahr.

 

Autorin: Caroline Haller für www.einrichtungsbeispiele.de

Autor*in: Tom

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Tom ist Administrator*in von EB und stellt 12 Beispiele vor.

In den Bereichen Malawisee, Tanganjikasee, Victoriasee, West- / Zentralafrika, Südamerika, Mittelamerika, Asien/Australien, Gesellschaftsbecken, Wasserchemie, Fragen zu einrichtungsbeispiele.de steht er/sie den Usern bei Fragen kompetent als Anspechpartner zur Seite.

Titel: Bienen im Winter – Rückzug ins Winterquartier (Artikel 6583)

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