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Schaden oder Nutzen: Wasserlinsen (Lemna) im Gartenteich

Lesezeit: ca. 2 Minuten
Schaden oder Nutzen: Wasserlinsen (Lemna) im Gartenteich
Schaden oder Nutzen: Wasserlinsen (Lemna) im Gartenteich - Foto 1

Sie sind bekannt als Wasserlinsen oder auch als Entengrütze und können mit ihrem rasanten Wachstum schnell ganze Teiche bedecken. Doch schaden Wasserlinsen dem Gartenteich oder sind sie eine hilfreiche Pflanze?

Vorkommen

Bei Wasserlinsen im Teich handelt es sich in unserer Landen meist um die „Kleine Wasserlinse“ (Lemna minor). Die kleine Schwimmpflanze besiedelt stehenden Gewässer und wird dabei häufig von Wasservögeln mitgebracht. Am Gartenteich ist es ebenfalls möglich, dass man sich die Wasserlinsen mit dem Kauf oder Tausch von anderen Pflanzen einschleppt.

Lemna minor entwickelt sich besonders gut in nährstoffreichen Gewässern mit viel Sonneneinstrahlung und ist eine Zeigerpflanze für hohe Stickstoffwerte.

Vermehrung

Wasserlinsen vermehren sich durch Sprossung und hängen daher oft in kleineren Grüppchen zusammen. Bei besten Voraussetzungen gelingt es den Pflanzen ihre Anzahl innerhalb weniger Tage zu verdoppeln und somit den kompletten Teich zu bedecken. 

Schaden

Wenn Wasserlinsen sich zu stark vermehren, dann nehmen sie anderen Wasserpflanzen das Licht. Diese produzieren somit nicht mehr genug Sauerstoff, was wiederum den Teichbewohnern schaden kann.

Nutzen

Mit ihrem raschen Wachstum und dem hohen Gehalt an Eiweiß und Mineralien sind Wasserlinsen wertvolle Nahrung für Wasservögel, Fische und Schildkröten. Auch an ihrer Verwendung als Futterpflanze in der Viehzucht wird geforscht, im asiatischen Lebensraum wird mit Wasserlinsen gekocht, sie gelten sogar als Superfood. 

Problematisch dabei ist, dass die Pflanze große Mengen an Radium anreichert. Wenn Enten sich von den Wasserlinsen ernähren, kann auch ihr Fleisch belastet sein.

Wenn Wasserlinsen sich im Gartenteich so sehr vermehren, dass sie zum Problem werden, dann ist das ein Zeichen für einen sehr hohen Nährstoffgehalt im Wasser, der auch zu Algenbildung führt. Mit ihrem hohen Wachstum binden die Wasserlinsen Nährstoffe, so dass sie den Algen nicht mehr zur Verfügung stehen.

Wasserlinsen im Zaum halten

Um Wasserlinsen zu entfernen, kann man sie einfach mit dem Kescher herausfischen und auf dem Kompost entsorgen. Wie immer, wenn man Pflanzen aus dem Teich herausholt, empfiehlt es sich diese für einige Stunden direkt dem Wasser zu lagern, damit Insekten und andere kleine Wasserbewohner, die sich darin verborgen haben, den Weg zurück in den Teich finden finden.

 

Autorin: Caroline Haller für www.einrichtungsbeispiele.de

Tom

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Titel: Schaden oder Nutzen: Wasserlinsen (Lemna) im Gartenteich (Artikel 6276)

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