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Zecken: Die unterschätzte Gefahr im eigenen Garten

Zecken: Die unterschätzte Gefahr im eigenen Garten
Zecken: Die unterschätzte Gefahr im eigenen Garten - Foto 1

Zecken sind nicht nur unangenehme Parasiten, sondern können auch gefährliche Krankheiten wie Borreliose und FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) übertragen. Viele Menschen verbinden Zecken vor allem mit Spaziergängen im Wald oder Aufenthalten in hohem Gras, aber wie steht es um den eigenen Garten? Ist dieser wirklich eine sichere Zone, oder lauert auch hier die Gefahr durch Zecken? In diesem Artikel erklären wir, welche Risiken im Garten bestehen, wie Sie Zecken erkennen, warum sie dort vorkommen und wie Sie Ihren Garten sicherer machen können.

Warum gibt es Zecken im Garten?

Zecken benötigen bestimmte Bedingungen, um zu überleben und sich zu vermehren. Ihr bevorzugter Lebensraum umfasst feuchte, schattige Bereiche mit dichter Vegetation. Leider erfüllen viele Gärten diese Voraussetzungen:

Zecken: Die unterschätzte Gefahr im eigenen Garten
Zecken: Die unterschätzte Gefahr im eigenen Garten - Foto 2
  • Hohe Gräser und Büsche: Diese bieten Zecken Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung.
  • Feuchte Ecken: Komposthaufen, Teiche oder schlecht drainierte Bereiche schaffen ideale Bedingungen für Zecken.
  • Wirtsüberträger: Tiere wie Mäuse, Vögel, Igel oder Haustiere bringen Zecken in den Garten.

Studien haben gezeigt, dass vor allem in städtischen und suburbanen Gärten eine hohe Zeckendichte möglich ist, da diese oft einen Mix aus schattigen und sonnigen Bereichen bieten und eine Vielzahl von Wirten anlocken.

Wie groß ist das Risiko für den Menschen?

Das Risiko, im Garten von einer Zecke gebissen zu werden, hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  • Regionale Unterschiede: In Gebieten, die als FSME-Risikogebiete gelten, ist die Gefahr höher.
  • Gartenstruktur: Ein naturnaher Garten mit viel Unterholz und ungemähten Bereichen birgt mehr Risiko als ein gepflegter Garten mit kurzem Rasen.
  • Aktivitäten im Garten: Wer sich oft auf dem Boden aufhält oder durch Büsche arbeitet, hat ein höheres Expositionsrisiko.

Zeckenbisse bleiben oft unbemerkt, da die Tiere ein betäubendes Sekret abgeben. Dadurch kann der Biss erst spät entdeckt werden, was die Wahrscheinlichkeit einer Krankheitsübertragung erhöht.

Zecken: Die unterschätzte Gefahr im eigenen Garten
Zecken: Die unterschätzte Gefahr im eigenen Garten - Foto 3

Welche Krankheiten können Zecken übertragen?

Die bekanntesten Krankheiten, die durch Zecken in Europa übertragen werden, sind:

  • Borreliose: Eine bakterielle Infektion, die unbehandelt zu Gelenkproblemen, Herz-Kreislauf-Störungen und neurologischen Schäden führen kann.
  • FSME: Eine durch Viren ausgelöste Entzündung des Gehirns und der Hirnhäute. Sie kann bleibende Schäden verursachen und in seltenen Fällen tödlich verlaufen.

Weitere, weniger bekannte Krankheiten wie Anaplasmose oder Babesiose können ebenfalls durch Zecken übertragen werden. Das Risiko variiert jedoch je nach Region und Zeckenart.

Wie können Sie das Risiko im Garten minimieren?

Pflege und Gestaltung des Gartens

  • Rasen regelmäßig mähen: Kurzer Rasen bietet Zecken keinen Schutz.
  • Vegetation stutzen: Schneiden Sie Büsche und Sträucher zurück, um schattige, feuchte Bereiche zu reduzieren.
  • Kompost und Laub entfernen: Vermeiden Sie Ansammlungen von feuchtem Laub, da diese Zecken anziehen.
  • Sonnige Bereiche schaffen: Zecken meiden trockene, sonnige Plätze.

Barrieren schaffen

  • Kies- oder Steinwege: Diese können als Barriere dienen, da Zecken ungern trockene Oberflächen überqueren.
  • Zaun oder Gitter: Ein Zaun kann größere Wirte wie Rehe oder Wildschweine fernhalten.

Maßnahmen für Haustiere

  • Verwenden Sie regelmäßig zeckenabwehrende Mittel für Ihre Haustiere und untersuchen Sie diese nach jedem Aufenthalt im Freien.

Persönliche Schutzmaßnahmen

  • Kleidung: Tragen Sie bei der Gartenarbeit lange Hosen und helle Kleidung, um Zecken leichter zu entdecken.
  • Absuche nach Zecken: Untersuchen Sie Ihren Körper und Ihre Kleidung nach Aufenthalten im Garten.
  • Zeckenschutzmittel: Nutzen Sie Insektensprays, die speziell gegen Zecken wirken.

Zecken entfernen – so geht’s richtig

Falls Sie trotz Vorsichtsmaßnahmen von einer Zecke gebissen werden, ist eine schnelle und korrekte Entfernung entscheidend:

  • Verwenden Sie eine feine Pinzette oder spezielle Zeckenzangen.
  • Greifen Sie die Zecke so nah wie möglich an der Haut und ziehen Sie sie langsam und gerade heraus.
  • Desinfizieren Sie die Bissstelle und beobachten Sie sie auf Anzeichen einer Infektion.

Entfernen Sie die Zecke innerhalb von 24 Stunden, um das Infektionsrisiko zu minimieren.

Fazit

Zecken stellen auch im eigenen Garten ein potenzielles Risiko dar, insbesondere in feuchten, schattigen Bereichen mit dichter Vegetation. Ein bewusster Umgang mit der Gartengestaltung und regelmäßige Pflegemaßnahmen können die Zeckengefahr jedoch deutlich reduzieren. Ebenso wichtig sind persönliche Schutzmaßnahmen wie das Tragen geeigneter Kleidung, das Absuchen nach Zecken und der Einsatz von Schutzmitteln.

Letztlich gilt: Mit einem aufmerksamen Blick und den richtigen Präventionsstrategien können Sie Ihren Garten in eine weitgehend zeckenfreie Zone verwandeln und ihn unbeschwert genießen. Sollten Sie dennoch gebissen werden, ist die richtige Entfernung der Zecke entscheidend, um Krankheiten vorzubeugen.

Tom

Userbild von TomTom ist Administrator*in von EB und stellt 12 Beispiele vor. In den Bereichen Malawisee, Tanganjikasee, Victoriasee, West- / Zentralafrika, Südamerika, Mittelamerika, Amerikagesellschaftsbecken, Asien/Australien, Gesellschaftsbecken, Wasserchemie, Fragen zu einrichtungsbeispiele.de steht er/sie den Usern bei Fragen kompetent als Anspechpartner zur Seite.

Titel: Zecken: Die unterschätzte Gefahr im eigenen Garten (Artikel 6568)
Veröffentlicht am von Tom

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