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Blogartikel 'Algen-bekämpfungs-Tagebuch' von Christian Grunwald

Userbild von Christian Grunwald
Ort / Land: 
68549 Ilvesheim /
Aquarianer seit: 
schätzungsweise 1975 mit vielen Pausen


Algen-bekämpfungs-Tagebuch

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Aufgrund von Algenbefall will ich hier mal meine Versuche diese zu bekämpfen, dokumentieren.

Problem: Fadenalgen (Grünalgen) und vermutlich Bartalgen (Rotalgen)

Mit etwas unterstützung aus der "Gemeinde" (Danke Sue!) hab ich hoffentlich die richtigen bezeichnungen gefunden.

Grünalgen sind schwer zu bekämfen, da sie die gleichen Ansprüche an die Umgebung stellen wie unsere Wasserpflanzen.
Rotalgen können verschiedene Ursachen haben. Diese gilt es zu erkunden!

Bei der Einrichtung des Beckens habe ich darauf geachtet möglichst früh algenfressende Tiere einzubringen. Daher sind gleich am Anfang Amano-Garnelen (Cridina japonica) und Ohrgitterharnischwelse (Otocinclus macrospilus) eingezogen. Allerdings sind die Otos nich so gut für ein frisches AQ geeignet, da sie sehr empfindlich auf Nitrit reagieren (vorher lesen Bub!). Auch die Bepflanzung war reichlich und bestand hauptsächlich aus schnell wachsenden Arten wie Helanthium tenellum (Echinodorus tenellus), Helanthium bolivianum (Echinodorus latifolius), Hydrocotyle leucocephala, Hygrophila polysperma, Myriophyllum hippuroides und Ceratophyllum submersum. Alle Pflanzen wachsen eigentlich prächtig, wenn ihre Blätter nicht gerade von den Bartalgen zugewuchert werden. Sogar die Microsorium bildete einen richtig dicken (mehr als Faustgrossen) Wurzelballen.
Das Wasser ist recht Weich (GH 4-5; KH 3-4) und die CO2-Anlage laüft über einen Dennerle PH-Controler auf ph 6, 55+-0, 05.

Nach dem auftauchen der ersten Fadenalgen, hab ich Siamesische Rüsselbarben (Crossocheilus Siamensis) eingesetzt. Diese Tiere sind wirklich unersättlich am abweiden von Pflanzen und Einrichtungen.

10.09.2011 - befallene Pflanzenteile (so gut es ging) entfernt. Wasserwechsel ca. 30%. Mittagspause bei der Beleuchtung eingeführt (4Std.).
3 Seemadelbaumblätter und 10 Erlenzäpfchen zugegeben. Düngung beibehalten, Fütterung beibehalten.

15.09.2011 - Erstmal Danke an alle für die vielen Tips!!!
Ich bin mir allerdings nicht 100% sicher, das es sich um Bartalgen handelt.
Den Fe-Wert hab ich nachgetragen, die Düngung mit Eisen erfolgte erst, nachdem ich mit dem Pro Fito alleine immer nur bei 0-0, 05mg/l erreichte und die Algen trotzdem wuchsen.
~~~Fazit nach 5 Tagen: erstmal keine Besserung.~~~
- Die beiden Reflektoren entfernt. Nächste Woche sollen Muschelblumen (Pistia stratiotes) folgen. Damit wird der Lichteinfall weiter verringert und zusätzlich dem Wasser mehr Nährstoffe entzogen. Hoffentlich stehen das die schönen, roten Pflanzen durch.
Folgende Massnahmen sind noch geplant: entfernen der Mittagspause und einbauen einer 2 Schaltuhr für die kurzen Leuchten (Sonnenauf- und untergang kann man das zwar nicht nennen, aber der Schock für die Tiere wird reduziert :-) ). Reduzierung der Fütterung (Besonders Welstabletten). Nitratfilter (orginal Juwel) entfernen. Düngung einstellen. Filterauslauf weiter unter die Oberfläche drücken. Umstellung der Beleuchtung auf LED (Weihnachtsgeld nötig *grins*)

19.09.2011 - befallene Pflanzen und Pflanzenteile wieder entfernt. Wasserwechsel 30%. Hoffentlich bekomme ich morgen die Muschelblumen!!!

20.09.2011 - Leider keine Pistia stratiotes zu bekommen. Habe 4 Läden abgeklappert. Also bin ich auf Salvinia natans ausgewichen. Werde die nächsten 5 Tage das Wachstum der Pflanzen im Auge behalten und ggf. den Eisen-Dünger nur jeden 2. Tag zugeben.

22.09.2011 - Leider wieder neue Algen an den Spitzen von Myriohyllum direkt unter der Wasseroberfläche. Mittagspause entfernt. Zweite Schaltuhr für gemäßigtere Aufwach-Momente besorgt.
Neue Schaltzeiten: 2x24W 9:00 - 22:00 Uhr; 2x45W 9:30 - 21:00 Uhr

25.09.2011 - Erste Erfolge!!! Ich denke die Schwimmpflanzen haben einen großen Beitrag geleistet. Die Fadenalgen treten innerhalb nicht mehr in Büscheln auf, sondern nur noch einzelne Fäden. Auch die Bartalgen hab ich einigermassen im Griff. Allerdings hatte ich auch fast jeden Tag die Finger im Wasser, um befallene Blätter zu entfernen.
Anmerkung: Die Siamesische Rüsselbarbe (Crossocheilus Siamensis) geht auch an die Bartalgen! Sie rupfen richtig drann :-))
Düngung wird auf jeden 2. Tag reduziert. Wasserwechsel 30%.

30.09.2011 - Die Bartalgen scheinen im Griff der Rüsselbarben zu sein. Hier und da noch ein befallenes Blatt und ein bewachsener Stein, aber im großen und ganzen..... ich sag mal: im natürlichen Rahmen.
Die Fadenalgen sind auch nicht mehr soooooo ein Problem. Ganz weg werde ich die Fäden wohl nie bekommen, aber das ist ja auch garnicht nötig. Beim "entsorgen" der Pflanzen bin ich etwas vorsichtig geworden. Immer nur eine Seite zurückschneiden! So hat man immer ein paar etablierte und ein paar "junge, wilde" :-)

06.10.2011 - Beim gestrigen Wasserwechsel hab ich auch wieder einige Fadenalgen entfernen müßen. Haben sich an den Wurzeln der Schwimmpflanzen festgesetzt. Werde am WE mal 2 Reflektoren "verkehrt-herum" montieren, um die Beleuchtungsstärke zu reduzieren. Mal schauen.
Bartalgen. erträglich!!!!

25.10.2011 - Die Düngung ist aus 1x die Woche reduziert. Diese Menge sollte eigentlich jeden Tag gegeben werden. Trotzdem wachsen die Pflanzen und Fadenalgen prächtig. Leider sind die Fadenalgen hauptsächlich in den Wurzeln der Schwimmpflanzen. Da kommen die Rüsselbarben kaum drann.

04.11.2011 - Die Bartalgen sind fast vollständig verschwunden!
Die Fadenalgen hängen noch an den Wurzeln der Schwimmpflanzen und teilweise in der Myriophyllum. Lassen sich dort aber im Zaum halten.
Mache morgen mal ein paar Bilder zum Vergleich.

13.11.2011 - mal wieder Fadenalgen entfernt. Eisendüngung auf Dennerle E15 umgestellt. Aufgrund des doch recht ordentlichen Pflanzenwachstums kann ich einen Mangel an Nährstoffen nicht erkennen. Probiere aber gerne mal den Nitratfilter gegen einen weiteren feinen Filterblock aus zu tauschen.

14.11.2011 - Hab mal ein neues Foto von den Schieferplatten eingestellt.....so zum Vergleich! Definitiv besser ;-)

27.12.2011 - Nitratfilter wurde entfernt. Bartalgen sind verschwunden. Fadenalgen halten sich standhaft in den Wurzeln der Schwimmpflanzen und an der Myriophyllum. Diese wir in den nächsten Tagen ersetzt.
 
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Blogartikel 'Blog 4307: Algen-bekämpfungs-Tagebuch' aus der Kategorie: "Mein Einrichtungsbeispiel" zuletzt bearbeitet von Christian Grunwald am 27.12.2011 um 18:27 Uhr
 
 
Kommentare:
 
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Geschrieben am 29.10.2011 um 14:27 von Volkmar1
Hallo Chris, Du hast Dir ein hübsches Becken aufgebaut und auch recht ansprechend bepflanzt. Ich habe auch vor ein paar Wochen einen "Neustart" gewagt und muß sagen bisher ohne Algenprobleme. Ein paar grüne Pelzalgen sind an den Wurzeln aufgetreten. Die habe ich mit EasyCarbon beimpft und nach einer Woche waren sie weg (bzw, sind am absterben.) Einen Wasserwert habe ich noch nie gemessen.
Mir ist aufgefallen, daß Dein Becken auf den Bildern recht dunkel ausschaut. Auch hast Du eine Menge Filtermaterial eingesetzt. Die Pflanzenexperten, werfen allerdings fast alles raus. weil im Filter zu viel Nährstoffe absorbiert werden. Sie nutzen den Filter hauptsächlich als Strömungspumpe, damit die Nährstoffe und das CO2 überall im Becken verteilt werden. Du filterst z.b. Nitrat aus dem Becken, die Pflanzenexperten (allerdings mit geringerem Fischbesatz) düngen z.b. zu, weil es lebensnotwendig für die Pflanzen ist. Ein Nitratwert ist bei Dir z.b. nicht nachweisbar. Im übrigen sind die Tröpfchentests wohl auch sehr ungenau habe ich gelesen. In dem du die Düngermenge immer weiter reduzierst, nimmst du den Pflanzen die Lebensgrundlage. COHNSP..sind die essentiellen Pflanzennährstoffe, ein ungleichgewicht darin fördert die Algen.
Ich bin hier beileibe ein Aquariumexperte der dir richtig helfen könnte, Schreibe doch mal den Arami Gurami an, der kennst sich mit Düngung usw. bestens an, oder melde Dich bei "www.flowgrow.de" an, da findest du jede Menge sehr kompetente Pflanzen- und Algenexperten.
Gruß Volkmar
 
 
Geschrieben am 13.09.2011 um 00:54 von Malawi-Guru.de
Hi !

also dein Algen Tagebuch finde ich sehr gut....auch für andere sicherlich von Interresse.

Ansonsten hat LIZARDKING alles dazu gesagt, die Erfahrungen habe ich früher auch durchlebt.....;-)


LG

Flo
 
 
Geschrieben am 11.09.2011 um 13:54 von The_Lizardking
Hallo Christian,

wenn ich dir auch etwas mit auf deinen Feldzug schicken darf, die Beleuchtungspause wird nicht helfen. Es stimmt Grünalgen haben die selben Ansprüche wie Pflanzen grundsätzlich, außer, dass Sie mehr Licht und mehr Nährstoffe benötigen! Eine Pause ist sinnlos, du müsstest die Lichtintensität und die Nährstoffe reduzieren, dann bist du die schnell los.

Bei den Bartalgen ist es ein wenig komplizierter, wenn die mal da sind ... ggg aber man weiß heute Sie benötigen Salze an der Oberfläche der Gegenstände an denen Sie sich fest machen. Sie haben einen festen Stamm, hältst du also die Salze durch Kohlensäure in Schwebe können Sie sich nicht mehr leicht an der Einrichtung verankern. Weiters benötigen Sie einen Nährstoffreichen Untergrund, also zB Wurzeln oder Pflanzen, dh du kannst die Wurzel zB säubern und abschatten, das sollte ein wenig helfen. Los werden wirst du niemals mehr ganz fürchte ich,...

Das ist so mal das was ich dazu sagen und raten kann,... aber ein Süßwasserbecken ganz ohne Algen wird es wohl nie geben auf Dauer. Einmal nicht aufgepasst und die wachsen wie verrückt - sie dann wieder loswerden ist ein Kampf!

lg
 
 
Geschrieben am 11.09.2011 um 11:31 von Sue
Hallihallo Chris!
Gerade hab ich deinen Blog entdeckt und mir deine Beckendaten noch mal ganz genau durchgelesen. Was mir aufgefallen ist, du schreibst du düngst täglich 5ml Easy Ferro. Mißt du deinen Eisenwert (Fe)? Bei den Wasserwerten ist er leider nicht aufgeführt.
Ich dünge nur 1x wöchentlich ca. 8 ml Easy Ferro und mein Fe-Wert beträgt ca. 0,1 mg/l am Tag nach der Düngung und 6 Tage darauf 0,5 mg/l.

Folgendes hab ich in einem Artikel von Anton Gabriel (http://anton-gabriel.at/index.htm) gelesen: "Es hat sich als brauchbar erwiesen, dass man bis zu einem Eisenwert von etwa 0,1 mg/l düngt, dieser Wert verringert sich innerhalb einer Woche dann auf (fast) Null. Werte darüber lassen auch eindeutig verschiedene Algen (besonders braune und Büschelalgen) vermehrt wachsen; das konnte ich in langen Versuchsreihen mit verschiedenen Düngern erproben."

Auf dieser Seite
www.drta-archiv.de/wiki/pmwiki.php/AlgenAlgenarten/Bartalgen
steht ähnliches über zuviel Eisen.

Eine weitere Ursache kann zuviel Strömung im AQ sein oder ein Filterauslauf, der über der Wasseroberfläche angebracht ist -> es gelangt zuviel Sauerstoff ins Becken. ;-)
Und dann steht auf der Seite noch DAS:
"Mit der Zeit und zunehmender Erfahrung in der Aquaristik bekommt man aber ein Gefühl dafür, wie ein Aquarium im Gleichgewicht gehalten werden kann und welche Maßnahmen beim Auftreten der verschiedenen Algenarten jeweils ergriffen werden müssen. Auch die Ansprüche der verschiedenen Algenarten lernt man mit der Zeit kennen." Das baut doch auf, oder??? Alles wird gut! (*g*)
Ich hoffe meine Tipps helfen dir weiter!
LG Sue
PS: Einen Versuch ist die Mittagspause Wert. Allerdings hab ich gelernt, dass die Pflanzen mit weniger Licht langsamer wachsen. Langsam wachsende Pflanzen verbrauchen nicht soviele Nährstoffe und die übrig gebliebenen Nährstoffe sind wiederrum Nahrung für die Algen...
 
 
Geschrieben am 11.09.2011 um 09:49 von Bazzi
Allso das mit der Mittagspause,,,,
hmmm-da bin ich skeptisch.
ich denk ,da schadest eher deine anderen Pflanzen
und nicht die Algen.
Wasserpflanzen brauchen durchgehend Licht zur Fotosynthese.

l. g. Günther
 
 


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