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Blog: Aquaristik - Internet und seine Foren.. (3136)

Lesezeit: ca. 5 Minuten

Hi Leute,

vor Kurzem wurde ich von einer You Tube Userin angeschrieben, dass ich schöne Becken hätte und sie Moderatorin in einem neuem Forum sei. Weiter schrieb sie, ich solle mich doch auch dort anmelden, vielleicht könne ich noch was lernen...

Naja warum nicht hab ich mir gedacht und hab mich dann dort angemeldet.. Nachdem ich mich vorgestellt hab und mich ein wenig durch die bereits behandelten Themen gelesen habe, kam ich einfach nicht mit deren Themen bzw. Antworten klar....

z.B. Holz im Ostafrikabecken, L-Welse, Mbunas und Non-Mbunas in einem Becken, meine Freunde die Wabenschilderwelse, Jodsalz als Wasseraufbereiter usw. usw.

Wer mich kennt wei??, dass ich da beim Lesen schon Magenschmerzen bekomme. Also hab ich mich ne halbe Std hingesetzt und nen schönen Beitrag verfasst, den ich im Anschluss genau so, wie ich ihn dort veröffentlicht habe, hier auch einstelle.

****

Grundsätzliches zu Ostafrikabecken

Servus miteinander,

ich bin noch recht neu hier und möchte nicht unbedingt gleich als Oberlehrer in Erscheinung treten, aber hier ein paar Punkte, die mir immer wieder bei der Haltung von Malawi ??? bzw. Tanganjikabarschen auffallen und sich nicht unbedingt günstig für eine problemlose Haltung der Tiere auswirken.

Als erstes: Holz hat in einem solchem Becken nichts zu suchen.

Die Tiere benötigen alkalisches, hartes Wasser, welches durch einbringen von Wurzeln zu sehr angesäuert wird. Wer aus Deko-Gründen nicht auf eine Wurzel verzichten möchte, kann dafür eine künstliche Wurzel verwenden. Sollte diese optisch als zu künstlich wirken, kann man eine echte, Morkien-, Moorwurzel usw. mit Epoxitharz versiegeln und so die Ansäuerung des Wassers verhindern, ohne komplett darauf verzichten zu müssen.

Als zweites, Vergesellschaftung von Mbuas und Non-Mbunas. (z.B. Pseudotropheus / Aulonocara)

Diese Kombination ist in kleineren Becken auch nicht günstig. Mbuna Arten sind zu hektisch und zu aggressiv für eine problemlose Vergesellschaftung. Erst ab Beckengrö??en von ca. 180 cm Länge, können genügend Reviere geschaffen werden um dies zu verhindern.

Zudem stellen Mbunas andere Ansprüche ans Futter. Die Tiere leben mehr von Algen und pflanzlicher Nahrung, wogegen Non-Mbunas fleischliche Kost benötigen.

Wer jedoch nicht darauf verzichten möchte und sich kein gro??es Becken aufstellen kann, wird bei den allseits beliebten Yellows fündig. Die Tiere sind von ihrer Art her, eher ruhig und kommen mit dem Futter bestens zu recht. Also eine Vergesellschaftung von Yellows und beispielsweise Aulonocara Arten, ist möglich. Diese Kombination pflege ich selbst und kann aus Erfahrung sagen, dass es keine Probleme gibt.

Als drittes, L-Welse im Ostafrika Becken...

Die Tiere werden oft als Algenvernichter in diversen Becken gehalten. Dort haben sie allerdings absolut nichts zu suchen. Die Tiere stammen aus ganz anderen Regionen und haben absolut andere Anforderungen an die Wasserchemie. Zudem benötigen die Welse Holz, welches sie abraspeln und zur Verdauung benötigen. Wo wir wieder bei Punkt eins sind.

Wer Welse halten möchte, Synodontis sind wunderschöne Tiere und können bestens vergesellschaftet werden. Z.b. Petricola, diese stammen aus dem Tanganjikasee und passen bestens...

Als letzten Punkt geht es mir noch um Hybriden.

Wer mehrere Arten von Aulonocaras hält, muss beim Nachwuchs damit rechnen, dass sich unterschiedliche Arten miteinander paaren. Diese Tiere nennt man Hybriden. Es kann dabei zu genetischen Veränderungen kommen, welche so nicht das Becken verlassen dürfen. Als Tipp, solltet ihr solchen Nachwuchs bei euch bemerken, in euren eigenen Becken stellen sie kein Problem dar, achtet wie gesagt nur darauf, dass sie bei euch bleiben.

Ich wollte hiermit nur ein paar elementare Regeln zur Haltung unserer Lieblinge darstellen, um einen vernünftigen Lebensraum zu gewährleisten. So das wir viel Freude an Tieren und sie ein möglichst angenehmes Leben (in Gefangenschaft) haben.

Ciao Chris

****

die Reaktion darauf war genau das was ich befürchtet hatte..

"nerv nicht - mit der ewigen Malawipolizei"

"ich halte das schon seit Jahren OHNE PROBLEME so"

usw. usw.

Die einzig logische Konsequenz für mich war, dass ich den Administrator bat, meinen Account zu löschen..

So und warum schreibe ich das hier??

Ich möchte nur darauf aufmerksam machen, dass ihr bitte nicht alles glauben sollt was man euch erzählt, weder von Händler, noch aus dem Internet, noch wei?? Gott wo her..

Holt euch bitte immer mehrere Meinungen ein und informiert euch ausreichend über das Thema, welches ihr in Planung habt und glaubt mir, hier auf *EB* seit in solchen Fragen gut aufgehoben..

Viele User - viele Moderatoren und das is gut, so wie es is!!!

Ciao Chris

p.s. den Namen des Forums werd ich nicht veröffentlichen..

Blogartikel 'Blog 3136: Aquaristik - Internet und seine Foren..' aus der Kategorie: "Internet-Foren" zuletzt bearbeitet am 07.04.2010 um 15:04 Uhr von Chris_R.

Autor*in: Chris_R.

Userbild von Chris_R.
Chris_R. ist Mitglied von EB und stellt 8 Beispiele vor.

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