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Blogartikel 'Artentafel "Grüner" Papageibuntbarsch (Hoplarchus psittacus)' von GGuardiaNN

    Sieger Beckenwettbewerb April 2011 Sieger Beckenwettbewerb Oktober 2011 
Userbild von GGuardiaNN
Ort / Land: 
48599 Gronau / Deutschland


Artentafel "Grüner" Papageibuntbarsch (Hoplarchus psittacus)

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Bei dieser Barschart handet es sich um den "echten Papageibuntbarsch, nicht um die Qualzüchtung "Red Parrot", Roter Papageibuntbarsch !!! Diese Barschart ist eine echte Rarität und findet sich nur sehr selten in den Aquaristikläden wieder. Selbst in der Natur kommt diese Buntbarschart eher selten vor. Meistens sind Sie nur Beifang, wenn es darum geht Hypselecaras zu fangen.

Name: Papageibuntbarsch, oder auch Grüner Papageibuntbarsch

Synonym: Hoplarchus psittacus (Heckel, 1840)
auch alte: Cichlasoma psitticum (Kullander, 1983), Aequidens psittacus (Heckel, 1840), Centrarchus cychla (Jardine, 1843), Heros psittacus (Heckel, 1840), Hoplarchus pentacanthus (Kaup, 1860)

Stamm: Chordata (Chordatiere)

Unterstamm: Vertebrata (Wirbeltiere)

Teilklasse: Teleostei (Echte Knochenfische)

Überordnung: Acanthopterygii (Stachelflosser)

Ordnung: Perciformes (Barschartige)

Unterordnung: Labroidei (Lippfischartige)

Familie: Cichlidae (Buntbarsche)

Unterfamilie: Cichlasomatinae

Stamm: Heroini

Gattung: Hoplarchus (Kaup, 1860)

Art: psittacus

Herkunft: Südamerika, Schwarzwasserbereiche in Brasilien, Kolumbien und Venezuela, im Rio Negro, Jamari, Preto da Eva, Urubu und Gebiete des oberen Orinocos.

Erkennungsmerkmale: Der H. psittacus ist ein strahlend grüner Fisch mit hellen, roten Augen. Seinen Namen bekam er übrigens von Fischern aus Manaus / Brasilien, die Ihn als "Papagai" (Portugiesisch für Papagei) bezeichnen, auf Grund seiner auffälligen Färbung. Das spezifische Nomen "Psittacus" spiegelt diese gemeinsame Verwendung wieder, Papageien sind Mitglieder der Familie Psitticidae. Je nach Standortvariante kann der Grünton varieren: Tiere aus Kolumbien sind z. B. schillernd Grün, die buntesten Exemplare sollen aber aus Brasilien stammen. Diese zeigen zudem noch eine leuchtend scharlachrote Brust und Kehle. Es gibt aber auch junge Exemplare die sich sofort in einem khaki-braunen Ton zeigen, wie Ihn auch oft ältere Tiere zeigen. Im juvenilen Alter besitzt der H. psittacus eine Art Tarnmuster, aus dunkleren Körperpartien und Querstreifen, unterbrochen von helleren Flecken und Streifen und schwarzen Flecken quer entlang zum Körper. Dieses gehen ab einer Grösse von ca. 8-10cm aber langsam in einen satten Grünton über. Erwachsene Tiere zeigen diese "Tarnmuster" danach immer wieder bei Stressreaktionen oder auch während der Laichphasen. Das Tarnmuster ist auf den beiden Bildern unten noch gut zu erkennen.

Größe: Im Aquarium ca. 26 - 33 cm, in der Natur auch grösser, ca. 40 -45 cm

Geschlechtsunterschied: Die Geschlechter sind schwer zu unterscheiden, aber es wird angenommen, das die Männchen grösser werden und eine ausgeprägtere Körperstatur haben.

Geschlechtsreife: Die Tiere werden erst sehr spät geschlechtsreif, nach ca. 4 Jahren. Die meisten Paare fangen erst im Alter von ca. 5 Jahren an zu Brüten. Dieses wurde mir von einigen Haltern / Züchtern dieser Tier so mitgeteilt. Deshalb gibt es diese Art auch nur so selten als Nachzuchten. Andere Quellen sprechen allerdings auch von einer Geschlechtsreife nach "bereits" 2, 5-3 Jahren.

Vermehrung: Offenbrüter, eierlegend, ca. 300 Stück, wovon aber nur ein kleiner Teil (40-50) wirklich schlüpft. Die Zucht ist nur etwas für Spezialisten, da sie sehr hohe Ansprüche, vor allem an die Hygiene im Aquarium, erfordert.

Alter: Die zu erwartende Lebenserwartung beträgt ca. 10-12 Jahre.

Ernährung: Alle Sorten von Trockenfutter und Cichlidensticks, aber hauptsächlich fleischlige Kost, wie Regenwürmer, Insekten, Mückenlarven, aber auch Schrimps, sowie natürlich alle Sorten an Frostfutter. Der Hoplarchus ist ein wahrer Allesfresser, auch vegetarische Kost sollte nicht auf seinem Speiseplan fehlen.

Beckenlänge: ab 150 cm, 400 l

Beckenbereich: Mitte

Habitat: In der Natur bewohnt der Papageibuntbarsch hauptsächlich geflutete Busch- und Regenwaldregionen, normalerweise im Schwarzwasser (z.B. Rio Negro), aber evtl. auch angrenzende Regionen. Er bevorzugt sehr sauberes, weiches und sehr saures Wasser. Auch sind die Wassertemperaturen recht hoch.

Haltung: Das Aquarium sollte sehr geräumig sein, mit vielen Versteckmöglichkeiten, wie Höhlen und Wurzelunterständen. Rückzugsmöglichkeiten sind auch wegen der hohen innerartlichen Aggressivität wichtig. Der Bodengrund sollte aus recht feinem Kies, besser noch Sand bestehen. Das Wasser im Aquarium sollte leicht sauer, sowie sehr weich sein, ausserdem sehr sauber, was eine sehr gute Filteranlage voraussetzt. Diese Art ist ausserdem relativ anfällig für die Lochkrankheit.

Sozialverhalten: Gegenüber der eigenen Art und anderen grossen Cichliden recht friedlich, gegenüber kleineren Fischen aggressiv, alles was in sein Maul passt, wird gefressen. Kann manchmal aber auch innerartlich recht aggressiv werden.

Schwierigkeit: Nicht für Anfänger geeignet.

Wasserwerte:

PH-Wert: 5, 5 - 7, 4
Wasserhärte: 2 - 12 ° dGh
Temperatur: 25-30 °C


Updates:

19.05.2011: Bilder gegen Eigene ausgetauscht. Die Tiere sind noch recht jung, haben deshalb noch nicht Ihre volle Farbenpracht. Texte erweitert.
20.05.2011: Diesen Blog noch stark erweitert.
02.06.2011: Texte geändert, oder angepasst.
12.06.2011: 2 Bilder hinzugefügt.
 
Artentafel "Grüner" Papageibuntbarsch (Hoplarchus psittacus)
Artentafel "Grüner" Papageibuntbarsch (Hoplarchus psittacus)
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Blogartikel 'Blog 4072: Artentafel "Grüner" Papageibuntbarsch (Hoplarchus psittacus)' aus der Kategorie: "Mein Einrichtungsbeispiel" zuletzt bearbeitet von GGuardiaNN am 12.06.2011 um 20:44 Uhr
 
 
Kommentare:
 
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Geschrieben am 28.02.2011 um 12:10 von Malawi-Guru.de
@Pandora

Besser hätte ich es auch nicht schreiben können,ich arbeite mit dem Frankfurter Zoo zusammen und versuche über diesen ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen.

LG

Flo
 
 
Geschrieben am 28.02.2011 um 10:43 von Minzi
Hallo,
echt informativer Blog- super und eine wunderschöne Art. Unglaublich welche Vielfalt und Farbenpracht es bei den Cichliden gibt. Für mich daher immer noch die Fischgruppe Nr. 1. und der Beweis:

Die Natur hat unzählige, fantastische Arten hervorgebracht - in allen Größen, Farben und Formen.

Wer braucht da noch die von Dir erwähnten Qualzuchten wie "Red Parrot"/Papageien-Buntbarsch (Amphilophus x Hybride), Schleierschwänze, Albinoformen oder...?! Ich jedenfalls nicht! So was sollten wir als verantwortungsvolle, vernunftbegabte Aquarianer anprangern und aufklären wo es nur geht. Was nicht nachgefragt wird, wird auch nicht angeboten. Es liegt also, wie bei so vielem, wieder mal bei jedem selbst...

Auch bin ich der Meinung, dass sich jeder Aquarianer im Naturschutz engagieren sollte. Wenn es so weitergeht wie bisher - Flüße werden vergiftet, aufgestaut, umgeleitet und unzählige Gewässer trockengelegt... wo sollen unsere "Aquarienfische" leben und sich fortpflanzen?! Es werden viele wunderschöne Arten der Tropen (und somit fast alle unserer geschuppten Lieblinge) bald für immer verschwunden sein... noch ist es nicht zu spät!

Liebe Grüße Stefan!
 
 


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