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Blog: Das Mbuna- oder Malawi-Becken (1756)

Lesezeit: ca. 3 Minuten

Für ein Mbuna- oder Malawi-Becken ist ein Aquarium mit mindestens 200l besser jedoch 300 - 1000 Liter Wasser Voraussetzung, um eine "artgerechte" Pflege zu ermöglichen. Das Aquarium muss eine Temperatur zwischen 24°C und 26°C haben, wobei die Fische bei den höheren Werten ungleich lebhafter sind, jedoch auch mehr fressen und mehr Schadstoffe verursachen. Die Beleuchtung sollte um die 12 Stunden liegen und idealerweise im warmwei??en Bereich liegen, da dies der Sonneneinstrahlung des Malawisees am nächsten kommt.

Für ein Mbuna Aquarium sind - für Sü??wasser - recht starke Strömungen (Strömungspumpe) notwendig um den hohen Sauerstoffbedarf zu decken. Man sollte das 5-6 fache des Beckenvolumen in einer Stunde umwälzen, wobei keine Diffusion stattfinden muss, da die Sauerstoffaufnahme bei einer bewegten Wasseroberfläche gro?? genug ist. Für die Filterung sind gro??e Au??enfilter notwendig, die die Wasserbelastungen im erträglichen Ma??e halten. Moderne Filtermaterialien sind neben einem wöchentlichen Wasserwechsel von bis zu 50% die wichtigsten Stabilisatoren. Man beachte, dass das Wasser nicht sehr weich sein darf und der pH-Wert (ca. 8) im leicht alkalischen Bereich liegen muss.

Ein Malawibecken wird hauptsächlich mit Felsen bestückt (keine scharfkantigen Steine) und wird deshalb auch als Felsenbecken bezeichnet. Nur wenige Pflanzen haben eine Chance, den Fressversuchen der Fische zu widerstehen. Bewährt haben sich dennoch folgende Pflanzen: Cryptocoryne aponogetifolia, Cryptocoryne affinis oder die Vielzahl der afrikanischen Speerblätter wie das Zwerg-Speerblatt und der Java-Farn. Es handelt sich dabei allerdings um Pflanzen, die im natürlichen Biotop der Mbuna nicht vorkommen. Im Malawisee gibt es neben dem Algenbewuchs der Felsen nur Vallisneria- und Potamogeton-Bestände auf den Sandflächen. Der Bodengrund sollte Aquariensand sein, da es dem natürlichen Lebensraum entspricht.

Die Vergesellschaftung der Mbunas untereinander ist nicht immer unkompliziert. Es wird im Aquarium oft ein ??berbesatz gepflegt, da so die Stresskonzentration auf einzelne Fische nicht ganz so hoch ist. Des Weiteren sollte vermieden werden, Mbuna Männchen mit ähnlicher Zeichnung zusammen zu pflegen, da es ansonsten häufig zu heftigen Kämpfen mit tödlichem Ausgang kommt. Das Verhältnis von Männchen zu Weibchen sollte mindestens 1:3 oder 2:5 sein.

Das Futter für Mbunas muss einen hohen Pflanzenanteil haben, da die Fische in der Natur überwiegend vom Abgrasen von Algen leben aber auch von den zwischen den Algen lebenden Insektenlarven (meist Chironomiden). Da auch Proteine im ausreichenden Ma??e vorhanden sein müssen, ist eine spezielle Futtermischung für diese Cichliden zu empfehlen. Gerade das richtige Futter fördert die Farbausprägung in Gefangenschaft und verhindert die Verfettung.

Blogartikel 'Blog 1756: Das Mbuna- oder Malawi-Becken' aus der Kategorie: "Mein Einrichtungsbeispiel" zuletzt bearbeitet am 19.04.2009 um 09:46 Uhr von Der Engländer

Autor*in: Der Engländer

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Der Engländer ist Mitglied von EB und stellt 3 Beispiele vor.

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