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Blog: Erfahrungen zur Furcatus Zucht (2548)

Entgegen aller Berichte, man solle sich lieber mehr Weibchen als Männchen halten (ich habe leichten Männerüberschuss), werde ich jetzt gerade mit Nachwuchs überschwemmt.

Wichtig für die Eiablage sind feinfiedrige Pflanzen an etlichen Stellen, sowohl am Boden, in der Mitte als auch an der Oberfläche (man kann auch Laichmops aus Synthetikwolle verwenden, die fand ich aber hä??lich). Ich habe rechts im Aquarium ausserdem eine schön verkrautete, schummerige Ecke, die tut auch ihr übriges! Das Umwerben der Weibchen und das Ablaichen lä??t sich gut beobachten (bei mir meist am frühen Nachmittag), dann verschwinden die Verliebten dann im Gebüsch.

Ok, dachte ich mir, dann geh ich mal auf Eiersuche. Die Eier sind ca. 1mm gross und durchsichtig. Was hab ich mich gefreut, als ich dann an einigen Pflanzen Eier erkennen konnte.

Ich hab bestimmt 10 Stück von dieser Sorte abgesammelt, es ist nichts geschlüpft.

Das lag wohl daran, dass die Eier nicht befruchtet und/oder verpilzt waren, genau dann sind sie nämlich gut zu erkennen, da sie einen wei??en Schimmer haben. Dann werden sie übrigens auch gern von Schnecken gefressen.

Erst durch Zufall habe ich beim Gärtnern einige gute Eier entdeckt, sie mü??en wirklich ganz klar sein, also quasi unsichtbar. Am meisten Erfolg hatte ich beim Betrachten der Pflanzen au??erhalb des Wassers, dann sieht man die kleinen Bällchen, die mit einem Laichfaden an der Pflanze befestigt sind.

Die Eier samt Pflanzenteile habe ich dann in einen Netzlaichkasten gegeben, welcher im strömungsarmen Teil im grossen Becken hängt. Schon nach einiger Zeit (ca. 1 Woche) kann man mit dem blo??en Auge (besser noch mit einer Lupe) dunkle Punkte in den Eiern erkennen, das sind die Augen!

Geschlüpft wird dann nach 2-3 Wochen, die jungen Larven sind ca 3-4mm gross und nehmen allerfeinstes Staubfutter und Infusorien an, Artemia Nauplien sind noch zu gross.

Lustigerweise hab ich aber den Gro??teil der Jungen direkt aus dem grossen Becken gefischt, meist bei der morgendlichen Kontrolle, nachdem das Licht anging.

Obwohl ich wohl eigentlich genug Fressfeinde im Becken habe (die Eltern fressen die Kleinen; Garnelen sollen angeblich den Laich fressen, Schnecken ebenso) sind genug durchgekommen und tummelten sich an der Wasseroberfläche.

Nach ca. 3 Wochen sind die Kleinen gross genug um frischgeschlüpfte Artemia zu verspeisen (gut zu erkennen, wenn die Bäuche prall gefüllt und orange gefärbt sind).

Mit ca. 8 Wochen machen sich die ersten Geschlechtsunterschiede bemerkbar, die Männchen bekommen gelbe Brustflossenspitzen. Mittlerweile sollte der Nachwuchs auf stolze 1, 5 cm angewachsen sein, das Wachstum ist relativ langsam. Dann kann man auch auf andere Futtersorten umsteigen, selbst weisse MüLas werden verspeist (und da??, obwohl der Fisch kaum grö??er als die Mückenlarve ist).

??brigens, imponiert und gerangelt wird auch schon im Larvenstadium, auch unter beiderlei Geschlechtern!

Die Geschlechtsreife trifft dann nach ca. 5 Monaten ein, erkennbar daran, da?? kräftig gebalzt wird.

Und dann beginnt das Spiel wieder von vorne!

Blogartikel 'Blog 2548: Erfahrungen zur Furcatus Zucht' aus der Kategorie: "Mein Einrichtungsbeispiel" zuletzt bearbeitet am 12.07.2010 um 22:00 Uhr von Arami Gurami

Arami Gurami

Userbild von Arami GuramiArami Gurami ist Mitglied von EB und stellt 6 Beispiele vor.

Kommentare:
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Geschrieben am 12.07.2010 um 13:28 von Florian Bandhauer
Hi !
Ganz ehrlich ich finde den Blog sehr gut und überaus aufschlussreich.
Weiter so !!
LG
Flo

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