Blog: Hyazinthen in der Vase: Nicht für jede Nase geeignet (7759)
Hyazinthen im Garten zählen zu den beliebtesten Frühlingspflanzen, nicht zuletzt wegen ihres intensiven Blütenduftes. Da liegt es nahe, sich diesen Duft auch ins Haus zu holen und die Hyazinthen zu einem prachtvollen Strauß zu arrangieren! Der intensive Duft der Hyazinthen kann in Innenräumen allerdings schnell als aufdringlich wahrgenommen werden und bei empfindlichen Menschen sogar körperliche Beschwerden auslösen.
Warum Hyazinthen so stark duften
Hyazinthen verströmen nicht zufällig so einen starken Geruch: In der Natur dient er dazu schon früh die ersten bestäubende Insekten anzulocken. Dafür produzieren die Blüten eine hohe Konzentration an Duftstoffen, die sich in geschlossenen Räumen rasch anreichern. Im Gegensatz zu vielen anderen Frühlingsblumen ist der Duft nicht dezent und schnell verflogen, sondern dauerhaft sehr präsent.
Gerade in warmen Wohnräumen verstärkt sich dieser Effekt. Steigende Temperaturen sorgen dafür, dass Duftstoffe intensiver freigesetzt werden. Menschen mit empfindlichen Atemwegen, Duftstoffunverträglichkeiten oder Allergien reagieren darauf mit Kopfschmerzen, gereizten Schleimhäuten, Niesen oder einem allgemeinen Unwohlsein.
Mögliche Reaktionen und ihre Ursachen
Die Symptome, die im Zusammenhang mit Hyazinthenduft auftreten, sind nicht immer klassische Allergien im medizinischen Sinn. Häufig handelt es sich um sogenannte pseudoallergische Reaktionen oder um eine Reizung durch flüchtige organische Verbindungen. Der Körper reagiert auf die hohe Duftstoffkonzentration, ohne dass eine echte allergische Sensibilisierung vorliegt.
Die Beschwerden lassen schnell nach, sobald die Pflanze aus dem Raum entfernt oder der Raum gut gelüftet wird. Das unterscheidet diese Reaktionen von echten Pollenallergien, bei denen die Symptome oft über längere Zeit anhalten. Dennoch kann die Belastung im Alltag erheblich sein, insbesondere wenn Hyazinthen über mehrere Tage in Wohn oder Schlafräumen stehen.
Wie sich Hyazinthen verträglicher einsetzen lassen
Wer Hyazinthen dennoch nicht ganz meiden möchte, kann ihren Duft gezielt abmildern. Ein kühler Standort verlangsamt die Freisetzung der Duftstoffe deutlich. Räume wie Flure, das Treppenhaus oder wenig beheizte Durchgangszimmer immer sind besser geeignet als Wohn oder Schlafzimmer. Regelmäßiges Lüften hilft zusätzlich, die Duftkonzentration niedrig zu halten.
Auch die Anzahl der Pflanzen spielt eine Rolle. Einzelne Hyazinthen reichen schon aus, um einen Raum frühlingshaft duften zu lassen. Ein Strauße aus fünf, sechs oder mehr Blütenstielen wird fast immer schnell als unangenehm empfunden.
Hyazinthen als Haustürgruß
Wenn die Hyazinthen im Frühling blühen, verbringen wir meist noch nicht viel Zeit im Garten. Wer den Duft der Blüten trotzdem genießen will, kann sie in ein Gesteck als Frühlingsgruß vor der Haustür integrieren: Dort empfangen sie Bewohner und Besucher ohne zu intensiv zu werden. Gelegentliche leichte Fröste stecken die Frühblüher problemlos weg.
Autorin: Caroline Haller für www.einrichtungsbeispiele.de






