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Blog: Kürbispflanzen jetzt richtig pflegen - damit die Früchte im Herbst groß herauskommen (8161)

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Lesezeit: ca. 7 Minuten
Kürbispflanzen jetzt richtig pflegen - damit die Früchte im Herbst groß herauskommen

Noch sieht man im Garten vor allem Blätter und lange Ranken, doch unter dem dichten Grün wächst bereits das, worauf sich viele im Herbst freuen: Die Kürbisse. Gerade im Spätsommer entscheidet sich nun, wie gut die Pflanzen ihre Früchte bis zur Ernte entwickeln können. Die entscheidende Zeit für eine reiche Kürbisernte ist deshalb noch nicht vorbei.

Ausreichende Wasserversorgung

Kürbispflanzen sind ausgesprochen wüchsig. Innerhalb weniger Wochen können sie große Flächen bedecken und erstaunliche Mengen an Blättern und Ranken hervorbringen. Das sieht beeindruckend aus, bedeutet aber auch, dass die Pflanzen entsprechend viel Wasser und Nährstoffe benötigen. Gleichzeitig soll die Energie jetzt zunehmend in die bereits angesetzten Früchte fließen: Die Pflanze muss weiterhin kräftig genug bleiben, um ihre Blätter als Energiequelle zu erhalten, damit die Früchte ausreifen können.

Besonders wichtig ist deshalb weiterhin eine gleichmäßige Wasserversorgung. Kürbisse gehören zu den durstigsten Pflanzen im Gemüsegarten und reagieren empfindlich auf längere Trockenperioden. Gerade wenn die Früchte bereits deutlich an Größe zunehmen, sollte der Boden nicht völlig austrocknen. Gegossen wird möglichst direkt am Boden und nicht über die Blätter. Das reduziert nicht nur unnötige Verdunstung, sondern hält die Blätter länger trocken und kann dadurch Pilzerkrankungen vorbeugen.

Welken die Blätter in der Hitze des Tages, ist dies übrigens noch kein Wassermangel. Die Pflanze schützt sich lediglich vor den hohen Temperaturen, die Blätter erholen sich am Abend wieder.

Mulch für Bodenfeuchtigkeit und zum Schutz der Früchte

Eine Mulchschicht kann jetzt besonders hilfreich sein. Rasenschnitt, Stroh oder anderes geeignetes organisches Material hält die Feuchtigkeit im Boden und verhindert, dass die Früchte unmittelbar auf feuchter Erde liegen. Gerade letzteres wird häufig unterschätzt. Ein Kürbis, der über Wochen auf ständig feuchtem Boden liegt, kann an der Unterseite Druckstellen entwickeln oder leichter faulen. Ein Stück Holz, Stroh oder ein anderer trockener Untergrund schafft Abstand zwischen Frucht und Boden. Dabei sollte die Unterlage möglichst so beschaffen sein, dass Regenwasser ablaufen kann.

Die Früchte selbst sollten ebenfalls regelmäßig kontrolliert werden. Sie wachsen teilweise erstaunlich schnell, sodass sich innerhalb weniger Tage deutliche Veränderungen ergeben können. Dabei lohnt sich nicht nur ein Blick auf die Größe, sondern auch auf die Stelle, an der der Kürbis aufliegt. Wird er dort weich, verfärbt sich die Schale ungewöhnlich oder sammelt sich ständig Feuchtigkeit darunter, sollte die Frucht vorsichtig trockener gelagert werden. Gleichzeitig sollte man vermeiden, einen großen Kürbis ständig zu drehen oder zu bewegen. Die Pflanze kann dabei an ihrem Fruchtstiel beschädigt werden.

Zurückhaltung bei der Pflanzenpflege

Beim Düngen ist nun Zurückhaltung angesagt. Kürbisse benötigen zwar viele Nährstoffe, doch eine üppige Versorgung mit Stickstoff fördert vor allem weiteres Blatt- und Triebwachstum. Wer jetzt noch kräftig nachdüngt, kann dadurch eine Pflanze fördern, die immer neue Ranken bildet, während die Früchte weniger von den verfügbaren Ressourcen profitieren. Ist der Boden gut versorgt und die Pflanze gesund, besteht deshalb kein Grund, im Spätsommer noch große Mengen Dünger auszubringen. Bei erkennbaren Mangelerscheinungen sollte gezielt reagiert werden, statt nach einem festen Kalender zu düngen.

Auch beim Zurückschneiden der Ranken ist Fingerspitzengefühl gefragt, Kürbispflanzen müssen nicht zurückgeschnitten werden. Ihre langen Triebe liefern über ihre Blätter weiterhin Energie für die Pflanze. Dennoch kann es sinnvoll sein, besonders stark wuchernde Ranken etwas zu begrenzen, wenn sie bereits über Wege wachsen, andere Pflanzen überwuchern oder sich gegenseitig stark beschatten. 

Wer mehrere Früchte an einer Pflanze entdeckt, kann außerdem überlegen, ob wirklich alle bis zur vollen Größe ausreifen sollen. Bei großfrüchtigen Sorten kann es sinnvoll sein, die Anzahl der Früchte zu begrenzen, wenn besonders große Exemplare gewünscht sind. Die Pflanze muss ihre Ressourcen dann auf weniger Früchte verteilen. 

Erntezeit

Je näher der Herbst rückt, desto stärker verändert sich schließlich auch das Verhältnis zwischen Pflanze und Frucht. Die Blätter werden weniger frisch, einzelne Ranken sterben ab und die Pflanze verliert allmählich an Vitalität. 

Der richtige Erntezeitpunkt lässt sich schließlich an mehreren Merkmalen erkennen. Die Schale wird bei vielen Sorten deutlich härter und entwickelt die typische Farbe. Der Fruchtstiel beginnt zu verholzen und wird trocken. Bei manchen Kürbissen wird die Oberfläche zudem matter. Ein Kürbis sollte möglichst nicht zu früh geerntet werden, denn gerade in den letzten Wochen können Farbe, Festigkeit und Geschmack noch deutlich zunehmen. 

FAQs

Sollte man Kürbispflanzen im Spätsommer noch düngen?

Nur wenn tatsächlich ein Nährstoffbedarf besteht. Eine starke Stickstoffdüngung fördert vor allem weiteres Blatt- und Rankenwachstum und ist deshalb gegen Ende der Saison meist nicht mehr sinnvoll. Bei gesunden Pflanzen mit gut versorgtem Boden reicht die vorhandene Nährstoffversorgung häufig aus.

Wie viel Wasser brauchen Kürbisse jetzt?

Kürbisse benötigen weiterhin eine gleichmäßige Wasserversorgung, besonders während der Fruchtbildung. Der Boden sollte nicht über längere Zeit vollständig austrocknen. Besser ist es, den Wurzelbereich gründlich zu wässern und anschließend wieder etwas abtrocknen zu lassen.

Sollte man Kürbisse über die Blätter gießen?

Möglichst nicht. Wasser sollte direkt auf den Boden im Wurzelbereich gelangen. Trockene Blätter sind weniger anfällig für verschiedene Pilzerkrankungen.

Muss man Kürbispflanzen jetzt zurückschneiden?

Nein, ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht notwendig. Gesunde Blätter sind weiterhin wichtig für die Photosynthese und damit für die Versorgung der Früchte. Sehr lange oder störende Ranken können bei Bedarf vorsichtig eingekürzt werden.

Sollte man alle Kürbisse an einer Pflanze behalten?

Das hängt von der Sorte und dem gewünschten Ergebnis ab. Bei großfrüchtigen Kürbissen kann es sinnvoll sein, die Anzahl der Früchte zu begrenzen, damit die Pflanze ihre Ressourcen auf wenige Früchte konzentriert. Bei kleineren Sorten ist das normalerweise nicht erforderlich.

Warum sollte ein Kürbis nicht direkt auf der Erde liegen?

Die Unterseite bleibt dort häufig länger feucht. Dadurch können Druckstellen, Fäulnis oder andere Schäden entstehen. Eine trockene Unterlage aus Stroh, Holz oder einem geeigneten anderen Material kann die Frucht schützen.

Woran erkennt man, dass ein Kürbis reif ist?

Typische Anzeichen sind eine sortentypische, kräftige Färbung, eine harte Schale und ein zunehmend trockener beziehungsweise verholzender Fruchtstiel. Bei vielen Sorten wird die Oberfläche außerdem matter.

Muss die Kürbispflanze bis zur Ernte noch grün sein?

Nein. Gegen Ende der Saison dürfen Ranken und ältere Blätter bereits welken oder absterben. Entscheidend ist, dass die Früchte ausreichend entwickelt und möglichst ausgereift sind.

Kann man Kürbisse nach der Ernte noch nachreifen lassen?

Bei vielen Kürbissorten kann eine gewisse Nachreife stattfinden. Für eine gute Lagerfähigkeit ist es dennoch besser, die Früchte möglichst ausgereift zu ernten.

 

Autorin: Caroline Haller für www.einrichtungsbeispiele.de

Blogartikel 'Blog 8161: Kürbispflanzen jetzt richtig pflegen - damit die Früchte im Herbst groß herauskommen' aus der Kategorie: "Tipps & Tricks" zuletzt bearbeitet am 12.08.2026 um 13:52 Uhr von Tom

Autor*in: Tom

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