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MEINE LIEBLINGSFISCHE – Teil Eins SALMLER

MEINE LIEBLINGSFISCHE – Teil Eins SALMLER

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Vor einiger Zeit hat mich eine Aquarien-Kollegin auf Facebook auf eine Idee gebracht! Warum nicht eine Serie über meine Lieblingsfische machen? Es gibt so viele tolle Fische und man kann sie nicht alle halten, doch man kann darüber reden und schwärmen!

Beginnen möchte ich mit den Salmlern, wo gleich das schwärmen sehr gut passt. Oft werden sie als “Schwarmfische“ bezeichnet, obwohl das nicht immer passend ist… Diese so farbenfrohen, oft nicht sehr großen und flinken Gesellen sind ein Hingucker in jedem Aquarium… Mehrere Arten sind für Anfänger-Becken – vorausgesetzt, man hat sich gut eingelesen und das Becken für die Tiere artgerecht eingerichtet, auf Wasserwerte und andere Bewohner geachtet – gut geeignet. Und bei mir gehörten die Salmler neben den Barben bzw. Bärblingen zu meinen ersten Fischen im Warmwasserbereich, die ich gehalten habe.

Allen voran ist der bekannteste Salmler wohl der Neonsalmler. Es gibt neben dem Neonsalmler Paracheirodon innesi auch den Roten Neon Paracheirodon axelrodi, der größer ist und den Blauen Neon Paracheirodon simulans. Letzterer ist allerdings nichts für Anfänger, da er in der Haltung doch anspruchsvoller, als die beiden anderen ist. Den Neonsalmler gibt es auch in der Zuchtform “Diamant-Neon“ oder es gibt Albinos…

Von den Neons war immer der Neonsalmler P.innesi mein Favorit.

Ein ähnlicher, doch etwas größer werdender Fisch ist der Kaiser-Tetra Nematobrycon palmeri, der auch bei uns im Verein gezüchtet wird und bei guter Bepflanzung kommen gern mal im Gesellschaftsbecken Junge durch… Sehr interessante Tiere, wo die Männchen gut zu beobachten sind, wenn sie ihre Reviere verteidigen.

Rotkopfsalmler wie z.B. den Hemigrammus bleheri waren früher mal Favoriten von mir. Doch gehalten habe ich sie bisher noch nicht.

Wir bleiben bei den Amerikanischen Salmlern. Mich hat übrigens auch immer schon der Billantsalmler Moenkhausia pittieri sehr fasziniert. In den Händlerbecken sieht man nie, wie prächtig diese Fische werden können. Ihre Glanzschuppen sind bei etwas von oben abgedunkeltem Licht wunderschön und eine Augenweide für Becken ab 100cm.

Mein erster Salmler und eine meiner ersten drei (tropischen) Fischarten überhaupt, die bei mir in mein erstes Warmwasseraquarium 1992 einzogen, das waren die Rotaugen-Moenkhausia Moenkhausia sanctaefilomenae. Diese Tiere sieht man leider nicht mehr so häufig. Sie sind u.a. mit dem Billantsalmler verwandt.

Weiter zu den Beilbäuchen. Hier habe ich schon den Marmor-Beilbauch Carnegiella striagata gehalten, es waren jedoch auch Schwarzschwingen-Beilbäuche Carnegiella marthae dabei. Diese “flitzenden Oberflächenfische“ sind sehr schön anzusehen und trotz ihres eher “zerbrechlichen“ Aussehens gar nicht so schwer zu halten. Trotzdem muss man bei ihnen bei der Einrichtung vor allem auf eine große Oberfläche achten, jedoch auch Unterstell-Plätze wie Schwimmpflanzen, bis zur Wasseroberfläche ragendes Holz (Wurzeln) und anderes bieten…

Zum Blauen Kongosalmler Phenacogrammus interruptus und nach Afrika! Diese Tiere benötigen unbedingt ein Becken mit mindestens 120cm Kantenlänge und ab 300 Liter wobei sie am besten in 150cm Becken zur Geltung kommen und mit einiges an Strömung. Für ein Afrika-Becken mit Westafrikanischen Buntbarschen wären sie passend. Dann wäre vielleicht aber ein höheres Becken von 60cm angebracht. Die Farbenpracht des Kongosalmlers ist einfach genial.

In Afrika gibt es übrigens noch weitere tolle Salmler, die mir gefallen, allerdings gefallen mir eher größere Arten, die nicht so klein bleiben, wie ihre Südamerikanischen Verwandten. Natürlich gibt es auch klein bleibende Afrikanische Salmler, aber mit diesen Arten habe ich mich bisher noch nicht wirklich befasst und mir sagen nur ein paar Gattungen (Neolebias z.B.) etwas.

Zurück zu den Südamerikanern. Hier ist noch der Blutsalmler Hyphessobrycon eques zu nennen, den ich seit mittlerweile zwei Jahren bei mir halte. Ich erstand auf der Aqua-Fisch 2018 in Friedrichshafen 12 Tiere einer sehr roten Zuchtform, die seitdem in meinem 180 Liter Aquarium zusammen mit Rotbrust-Tüpfelbuntbarschen Laetacara dorsigerae leben. Letzten Herbst verstarb einer der Salmler. Er hatte ein Schwimmblasen-Problem, lebte mit diesem allerdings trotzdem noch vier Monate. In den Fotos und im Video sieht man die Tiere übrigens. Diese Salmler sind auch sehr interessant, doch ein wenig mit Mini-Piranhas zu vergleichen…

Apropos Piranhas… Der Rote Piranha Pygocentrus nattereri ist immer schon ein Fisch, der mich fasziniert… Oh, was für ein Traum ist das Becken im Haus des Meeres in Wien mit den Roten Piranhas und den im Vergleich winzig wirkenden Roten Neons. Doch für Piranhas benötigt man ein wirklich großes Becken. Man kann eine Gruppe ab fünf oder sechs Tieren halten. Piranhas sind eher ruhige Tiere, außer es geht ums Fressen... Es gibt auch kleinere Arten. Später kann man keine Tiere mehr in eine bestehende Gruppe integrieren, was ich weiß. Aber ich persönlich wäre für diese Fische mit 1.000 Liter nicht zufrieden und würde eine große Grundfläche einplanen sowie eine Höhe von am besten 70cm. Also habe ich mir diese Tiere noch nicht nach Hause geholt. Für ein 2.000 Liter Becken (oder mehr) fehlt einfach der Platz und dann ist halt meine Begeisterung nicht derart groß, als dass ich solches Projekt privat planen möchte...

Der Rote von Rio Hyphessobrycon flammeus und der Gelbe von Rio Hyphessobrycon bifasciatus – diese beiden eher kleineren Salmler sind ebenfalls sehr schön anzusehen. Besonders der Rote von Rio. Und wie es der Zufall so will, werden die Roten bei uns im Verein nachgezüchtet und irgendwann werden diese Tiere dann auch bei mir mal schwimmen. Übrigens ist es der Aquaristik zu verdanken, dass diese Art noch nicht ausgestorben ist, denn durch Verschmutzung sind diese hübschen Salmler verschwunden gewesen und wurden danach (von den Fängern?) wieder ausgesetzt.

Glühlichtsalmler Hemigrammus erythrozonus sind als kleine, feine Fische für z.B. Schmetterlingsbuntbarsche (“Ramirezi“) zur Gesellschaft geeignet. Diese kleinen Salmler sind als ruhig anzusehen, also friedlich und werden nicht allzu groß.

Rotflossen-Glassalmler Prionobrama filigera sind aufgrund ihrer Färbung bzw. fast durchsichtigen Körper sehr ansprechend und man kann sogar das Skelett und die Organe der Tiere relativ gut erkennen. Sie werden allerdings etwas größer und ein Becken mit 100cm ist schon ratsam.

Es gäbe dann noch einige Kirschflecksalmler z.B. Hyphessobrycon erythrostigma oder Schmucksalmler Hyphessobrycon rosaceus, die mir auch gut gefallen würden…

Und dann zu den schlanken Salmlern, die ihrem Namen Ziersalmler wirklich alle Ehre machen! Hier finde ich den Einbinden-Ziersalmler Nannostomus unifasciatus, den Längsband-Ziersalmler Nannostomus beckfordi und den Zwergziersalmler Nannostomus marginatus sehr hübsch. Diese Tiere habe ich bisher noch nicht gehalten, möchte das aber irgendwann auch noch nachholen.

Ach ja, und Spritzsalmler Copella arnoldi und ihre Brutpflege wären ebenfalls sehr interessante Pfleglinge.

Die Schrägschwimmer Thayeria boehlkei und dann die Wasserstieglitze Pristella maxillaris hatte mein Bruder mal… Trauermantelsalmler Gymnocorymbus ternetzi habe ich vor langer Zeit gehalten. Letztere sind schöne “Mini-Diskus“, wie ich finde, verlieren mit dem Alter etwas die schwarze Färbung und werden gräulich.

Wir bleiben bei schwarzen Salmlern. Dabei denke ich gleich an den Phantomsalmler – der Schwarze Phantomsalmler Hyphessobrycon megalopterus, den ich selbst ebenfalls schon gehalten habe. Den Roten Phantomsalmler Hyphessobrycon sweglesi und noch eine Art finde ich bei uns in der Zoofachhandlung und bleibe immer wieder vor den Becken stehen und beobachte sie gerne…

Größere Salmler-Arten aus Südamerika sind in der Haltung interessante Tiere und oft sehr farbenfroh oder schön gezeichnet, benötigen aber meist ziemlich große Becken. Hier wären der Punktierter Kopfsteher Chilodus punctatus und der Prachtkopfsteher Anostomus anostomus zu nennen. Aber besonders letztere benötigen schon ziemlich große Becken, die doch etwas seltener in unseren Wohnzimmern stehen.

Ohje, jetzt ist die Liste doch viel länger geworden, als gedacht… Es gibt so viele tolle Arten und man wird nie alle halten können. Ich bin also wirklich ins Schwärmen abgedriftet. Und wie anfangs geschrieben, “Schwärmen“ – ja, das passt sehr gut zu den Salmlern. Man sollte immer möglichst 10 Individuen oder mehr halten. Das sieht im Becken auch viel besser aus. Als Schwarmfische sind aber nicht alle Salmler anzusehen. Das heißt zwar, dass sie sich bei Gefahr schon im Schwarm zusammenfinden aber es gibt viele Arten, die in Pflanzendickichten z.B. wie der Kaisersalmler Nematobrycon palmeri kleine Reviere verteidigen. Auch der Neonsalmler legt dieses Verhalten an den Tag.

Eckdaten zur Haltung von den meisten Salmlern - also immer mehrere Individuen (am besten ab 10 Stück) halten. Gerne bepflanzte Becken mit Wurzeln, wo die Tiere ihre Reviere abgrenzen können. Haltung mit Lebendgebärenden finde ich nicht passend, da beide andere Ansprüche ans Wasser stellen. Welse passen oft gut zu Salmlern und viele Zwergbuntbarsche. Vor der Anschaffung sollten die Haltungsparameter und Ansprüche der jeweiligen Art immer genau nachgelesen und vor Einzug der Tiere ins Becken umgesetzt werden!

Die Arten, die ich aber unbedingt noch halten möchte, das wären der Billantsalmler, der Blaue Kongosalmler, der Roter von Rio und eine Ziersalmler-Art. Und vielleicht wird auch der Kaisertetra mal bei uns schwimmen? Die Entscheidung ist so schwierig!!

Aber mir genügt ansonsten schon das Schreiben oder reden über diese Tiere. Und oft sehe ich mir Bilder in meinen zahlreichen Büchern an oder befrage das Internet – z.B. surfe ich dazu gerne auf Einrichtungsbeispiele und sehe mir dort die Becken anderer an. Weiter bin ich gerne anderen bei der Auswahl von passenden Tieren für ihre Becken behilflich. Speziell für Leute, die ein schönes Pflanzenbecken mit Wurzeln haben möchten, kann man die bunten Salmler sehr gut empfehlen. Aber dann bitte immer in größeren Gruppen halten und nicht zwei Blaue, drei Rote und vier Gelbe…

Helga Kury für www.einrichtungsbeispiele.de

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Blogartikel 'Blog 5476: MEINE LIEBLINGSFISCHE – Teil Eins SALMLER' aus der Kategorie: "Mein Einrichtungsbeispiel" zuletzt bearbeitet am 25.03.2021 um 16:42 Uhr

Helga Kury

Userbild von Helga KuryHelga Kury ist Moderator*in von EB und stellt 16 Beispiele vor.

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