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Olympiapark München - Ein Paradies zwischen Architektur und Natur

Blog: Olympiapark München - Ein Paradies zwischen Architektur und Natur (7094)

Naturidylle im Herzen Münchens

Der Olympiapark in München ist nicht nur ein historisch bedeutsames Gelände, das durch die Olympischen Spiele 1972 internationale Berühmtheit erlangt hat, sondern auch ein grünes Juwel für Gartenfreunde, Naturliebhaber und Ruhesuchende. Auf einer Fläche von rund 850.000 Quadratmetern vereint der Park innovative Landschaftsarchitektur mit natürlichen Elementen, vielseitiger Flora und Fauna sowie vielfältigen Freizeitmöglichkeiten. Inmitten des urbanen Trubels bietet der Olympiapark einen Rückzugsort, der zum Entspannen, Beobachten und Entdecken einlädt.

Wer sich für Natur, nachhaltige Stadtentwicklung, Gartenkunst oder einfach grüne Erholungsräume interessiert, findet im Olympiapark ein nahezu perfektes Beispiel für die Symbiose aus Mensch, Natur und Stadt. In diesem ausführlichen Artikel erfährst du alles Wissenswerte über den Olympiapark München aus der Perspektive eines Garten- und Naturliebhabers. Wir tauchen ein in die Geschichte des Parks, erkunden seine botanische Vielfalt, entdecken Geheimtipps für Spaziergänger und Fotografen und beantworten häufige Fragen rund um dieses besondere Stück Natur inmitten der Großstadt.

Historischer Hintergrund des Olympiaparks

Der Olympiapark wurde anlässlich der Olympischen Sommerspiele 1972 auf dem ehemaligen Flugplatz Oberwiesenfeld errichtet. Die Konzeption folgte dem Gedanken der "heiteren Spiele", was sich nicht nur in der Architektur, sondern auch in der Gestaltung der Parkanlagen widerspiegelt. Das Gelände sollte offen, einladend und freundlich wirken – ein Ort der Begegnung, nicht nur des Wettkampfs.

Die Landschaftsarchitekten Günther Grzimek und das Architekturbüro Behnisch & Partner schufen eine bis heute einzigartige Verbindung aus Architektur und Natur. Die markanten Zeltdächer wurden bewusst so integriert, dass sie sich harmonisch in die Hügellandschaft einfügen, die aus dem Trümmerschutt des Zweiten Weltkriegs aufgeschüttet wurde. Diese "natürliche" Topografie ist heute ein zentrales Element des Parks und verleiht ihm seine besondere Charakteristik.

Botanische Vielfalt und Gärten im Olympiapark

Obwohl der Olympiapark primär als Sport- und Veranstaltungsort bekannt ist, bietet er auch eine beeindruckende Vielfalt an Pflanzen und naturnahen Lebensräumen. Die durchdachte Bepflanzung orientiert sich an ökologischen Prinzipien und ist sowohl ästhetisch als auch funktional gestaltet.

Wiesenlandschaften und Wildblumen

Der Olympiapark zeichnet sich durch weitläufige Wiesenflächen aus, die im Frühjahr und Sommer in einem Meer aus Farben erblühen. Wildblumenwiesen mit Kornblumen, Margeriten, Schafgarbe, Klatschmohn und anderen heimischen Arten bieten nicht nur einen herrlichen Anblick, sondern sind auch wertvolle Lebensräume für Insekten wie Bienen, Schmetterlinge und Hummeln. Diese Flächen werden naturnah gepflegt – gemäht wird selektiv, um Rückzugsräume für die Tierwelt zu erhalten.

Gehölze und Baumarten

Rund 4.000 Bäume wurden ursprünglich im Olympiapark gepflanzt, darunter Ahorn, Linde, Eiche, Esche, Rosskastanie, aber auch seltenere Arten wie Ginkgo oder der Amberbaum. Viele davon sind inzwischen zu stattlichen Exemplaren herangewachsen und spenden Schatten auf Spazierwegen und Picknickflächen. Besonders im Herbst lohnt sich ein Besuch, wenn sich das Laub in ein spektakuläres Farbenspiel verwandelt.

Ufervegetation rund um den Olympiasee

Der Olympiasee ist nicht nur ein zentrales gestalterisches Element, sondern auch ein ökologisch wertvoller Lebensraum. Schilfzonen und Röhricht bieten Nistmöglichkeiten für Wasservögel wie Blässhühner, Stockenten und gelegentlich Graureiher. Auch Amphibien wie der Teichfrosch oder Libellenarten profitieren vom geschützten Uferbereich. Spaziergänge entlang des Sees ermöglichen wunderbare Naturbeobachtungen und laden zum Verweilen ein.

Spazierwege, Aussichtspunkte und versteckte Naturorte

Für Garten- und Naturfreunde bietet der Olympiapark eine Vielzahl von Wegen und Pfaden, die durch unterschiedliche Landschaftsbereiche führen. Vom gepflegten Promenadenweg bis hin zum naturbelassenen Trampelpfad ist alles dabei.

Der Olympiaberg – Natur auf Trümmern

Der Olympiaberg ist mit 56 Metern Höhe der höchste Punkt des Parks und wurde aus Kriegsschutt künstlich aufgeschüttet. Heute ist er ein beliebter Aussichtspunkt mit Panoramablick auf München und bei Föhn sogar bis in die Alpen. Naturfreunde finden hier alpine Pflanzenarten, Moose und Flechten, die sich an die kargen, steinigen Bedingungen angepasst haben.

Der Kleine Olympiaberg – Geheimtipp für Ruhesuchende

Etwas versteckt liegt der sogenannte Kleine Olympiaberg. Hier ist es meist deutlich ruhiger als auf dem großen Bruder, und man kann ungestört Vögel beobachten, Wildblumen fotografieren oder einfach die Ruhe genießen. Eine ideale Stelle für eine naturverbundene Auszeit.

Die Seepromenade – Urbanes Naturerlebnis

Ein Spaziergang entlang der Seepromenade ist ein Muss für jeden Besucher. Der Weg führt vorbei an kunstvoll bepflanzten Böschungen, kleinen Brücken, weiten Wiesen und natürlich dem Wasser mit seinen zahlreichen tierischen Bewohnern. Wer genau hinsieht, entdeckt zwischen den Bäumen oft Eichhörnchen oder sogar seltenere Vogelarten.

Der Olympiapark im Wandel der Jahreszeiten

Einer der größten Reize des Olympiaparks ist sein saisonaler Wandel. Jede Jahreszeit bringt neue Farben, Düfte und Naturerlebnisse mit sich.

  • Frühling: Die ersten Krokusse und Narzissen blühen, die Bäume schlagen aus, und das Konzert der Vögel beginnt.
  • Sommer: Wildblumen stehen in voller Blüte, die Wiesen summen vor Leben, und Picknicker breiten ihre Decken aus.
  • Herbst: Die Blätter färben sich golden, die Luft wird klar, und Pilze sprießen an schattigen Stellen.
  • Winter: Bei Schnee verwandelt sich der Olympiapark in eine stille Winterlandschaft. Besonders der Olympiaberg lädt dann zum Rodeln ein.

Nachhaltigkeit und Pflege im Olympiapark

Die Grünpflege im Olympiapark folgt modernen Prinzipien der ökologischen Landschaftspflege. Wildwuchs wird zugelassen, wo er sinnvoll ist, invasive Arten werden zurückgedrängt, und neue Bepflanzungen berücksichtigen Klimaveränderungen. Die Stadt München setzt auf Biodiversität, Insektenschutz und nachhaltige Pflegekonzepte – auch durch Kooperation mit Umweltverbänden und Bürgerinitiativen.

FAQs zum Olympiapark München für Naturfreunde

1. Ist der Olympiapark ein geeigneter Ort für Vogelbeobachtungen?
Ja, der Park bietet vielfältige Lebensräume für heimische Vogelarten. Besonders an den Uferbereichen und auf den Hügeln lassen sich viele Arten beobachten, vor allem in den frühen Morgenstunden.

2. Gibt es im Olympiapark geführte Naturtouren oder botanische Führungen?
Vereinzelt ja. Die Stadt München sowie Umweltorganisationen bieten saisonale Führungen an. Auch einige Volkshochschulen organisieren thematische Spaziergänge durch den Park.

3. Darf man im Olympiapark Pflanzen pflücken oder Pilze sammeln?
Nein, das Pflücken von Pflanzen oder das Sammeln von Pilzen ist im gesamten Park untersagt, da es sich um öffentlich geschützte Grünflächen handelt. Rücksichtnahme auf die Natur hat oberste Priorität.

4. Welche Insekten und Tiere kann man beobachten?
Neben zahlreichen Vogelarten finden sich im Olympiapark Schmetterlinge, Wildbienen, Libellen, Frösche, Igel, Eichhörnchen und gelegentlich sogar Fledermäuse. Im Sommer lohnt sich ein Insektenhotel-Rundgang – viele davon wurden gezielt im Park platziert.

5. Ist der Park barrierefrei zugänglich?
Weitestgehend ja. Die Hauptwege sind gut ausgebaut, allerdings sind einige naturbelassene Wege auf den Hügeln nicht für Rollstühle oder Kinderwägen geeignet. Dafür gibt es jedoch genügend barrierefreie Alternativen.

Fazit: Ein grünes Paradies für alle Sinne

Der Olympiapark München ist weit mehr als nur ein historisches Sportgelände. Für Garten- und Naturfreunde ist er ein Paradebeispiel für gelungene Landschaftsarchitektur, nachhaltige Grünpflege und urbanes Naturerlebnis. Mit seiner artenreichen Flora und Fauna, den vielfältigen Landschaftsformen und den liebevoll gestalteten Grünflächen bietet der Park für jeden Geschmack etwas – sei es der entspannte Spaziergang am See, das botanische Interesse an Wildblumenwiesen oder das Beobachten heimischer Vogelarten.

Wer München besucht oder dort lebt, sollte sich die Zeit nehmen, den Olympiapark mit offenen Augen zu durchstreifen. Denn hinter jedem Hügel, unter jedem Baum und entlang jeder Wiese verbirgt sich ein kleines Stück Naturwunder – mitten in der Stadt.

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Blogartikel 'Blog 7094: Olympiapark München - Ein Paradies zwischen Architektur und Natur' aus der Kategorie: "Tipps & Tricks" zuletzt bearbeitet am 23.07.2025 um 16:57 Uhr von Tom

Tom

Userbild von TomTom ist Administrator*in von EB und stellt 12 Beispiele vor. In den Bereichen Malawisee, Tanganjikasee, Victoriasee, West- / Zentralafrika, Südamerika, Mittelamerika, Amerikagesellschaftsbecken, Asien/Australien, Gesellschaftsbecken, Wasserchemie, Fragen zu einrichtungsbeispiele.de steht er/sie den Usern bei Fragen kompetent als Anspechpartner zur Seite.

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