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Blog: Rheophile Cichliden aus Kamerun, Nigeria und Ghana (2592)

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Lesezeit: ca. 5 Minuten
Rheophile Cichliden aus Kamerun, Nigeria und Ghana

So nun noch ein Bericht von mir, diesmal soll es um reophile Cichliden aus Kamerun und Ghana gehen. Rheophile Cichliden sind Strömungsliebende Cichliden die eine mehr oder weniger zurückgebildete Schwimmblase besitzen wie die Steatocranus Arten aus dem Kongo.

Ja es gibt auch welche in Kamerun und Ghana, es handelt sich um die Gattung Gobiocichla und man höre und staune Steatocranus, na ja zumindest werden sie als solche bis jetzt noch geführt, einig sind sich die gelehrten nicht so ganz ob der Fisch in dieser Gattung bleibt und hingehört oder ob es sich um eine eigenständige Gattung handelt, die Rede ist von Steatocranus irvinei ( Siehe Bild unten), beschrieben wurde er als Gobiochromis irvinei als Synonyme wurde auch der Name Leptotilapia irvinei gebraucht.

Sein Verbreitungsgebiet beschränkt sich auf den oberen Volta- Fluss in Ghana, er wird im Männlichen Geschlecht bis zu 17 cm lang und im weiblichen bis zu 12 cm.

Sein Körper ist schlank und durch das stark unterständige Maul und den überstehenden Oberkiefer unterscheidet er sich klar von den anderen Steatocranus Arten.

Als einzige Art der Gattung Steatocranus kommt der irvinei nicht im Gebiet des Kongo-Flusses vor, auch ist er weniger rheophil dafür schwimmfreudiger als seine Gattungsverwandten aus dem Kongo.

Seine Körperfärbung ist ein mittleres Grau bei dominanten Tieren fast schwarz, seine blau gefärbte Unterlippe und der wei??e Saum in der Dorsale sind sehr auffällig, bei Weiblichen Tieren ist dieser Saum meistens breiter.

Der Steatocranus irvinei besitzt als einzige Art der Gattung beschuppte Kiemendeckel.

Abhänig von der Stimmung können zwei Längsstreifen sichtbar sein, manche Männchen haben eine rötliche oder grüngelbe Färbung in den Bauchflossen.

Er ist innerartlich wie auch anderen Arten gegenüber sehr aggressiv und sollte nur in gro??en und gut strukturierten Aquarien gepflegt werden, da er ein guter und lebhafter Schwimmer ist wird man ihn oft im Freiwasser sehen.Er ist ein Paarbildender Höhlenbrüter. Die Gelege können sehr gro?? sein, die Jungfische werden von beiden Eltern betreut und geführt, stärker als es bei den Steatocranus Arten aus dem Kongo der Fall ist.

Ein äu??erst interessanter und zugleich schöner Fisch.

So, nun die Gattung Gobiocichla in dieser Gattung sind zwei Arten, einmal Gobiocichla wonderi und zum anderen Gobiocichla ethelwynnae. Fangen wir mit dem letzteren an. Sein Verbreitungsgebiet liegt im Cross-River System in Kamerun. Sein Fundort ist der Munaya ein Nebenflu?? des Cross-River. Er lebt dort in Ufernähe, Zuflucht sucht er in kleinen Steinspalten, seine Nahrung wächst auf diesen Steinen es sind Algen die er mit seinem unterständigen Maul mit seitlichen Kopfbewegungen förmlich abgrast. Diese Art der Nahrungsaufnahme kann man auch im Aquarium beobachten.

Zum Flu?? sei noch zu sagen das er eine starke Strömung aufweist und sein Bett mit vielen flachen Steinplatten, Schotter nur wenig Sand oder auch Laub bedeckt ist.

Die Wassertemperatur beträgt 27°C er hat eine Leitfähigkeit von 134 Mikrosiemens und einen Ph Wert von 8, 2.

Gobiocichla ethelwynnae wird bis zu 12 cm lang ist schlank und stark abgeflacht, die Weibchen bleiben kleiner und haben nicht so lang ausgezogene Flossen im Bereich der Dorsale und Anale. Seine Färbung ist gelblichbraun mit einem schwarzen Längsband das von der Schnauzenspitze bis in die Caudale reicht. Ein zweites Längsband ??? ebenfalls schwarz ??? verläuft direkt unter dem Ansatz der Dorsale es ist unregelmä??ig unterbrochen.

Gobiocichla ethelwynnae ist ein problemlos zu pflegender Fisch er nimmt jedes Futter willig an, Pflanzenkost sollte nicht fehlen es trägt dazu bei die Fische gesund zu halten. Er nimmt sein Futter auch schwimmend aus dem Freiwasser, das zeigt das seine Schwimmblase nicht gänzlich zurückgebildet wurde. Er ist wenig territorial und verträglich anderen Fischen gegenüber. Nachgezüchtet worden ist er noch nicht.

Jetzt die zweite Art dieser Gattung Gobiocichla wonderi ist auch unter dem Synonym Labrochromis polli bekannt, er kommt aus dem Stromschnellengebiet des oberen und mittleren Niger ??? System.

Er wird ebenfalls 12 cm gro?? ist aber weniger abgeflacht als G. ethelwynnae, die Männchen werden grö??er und haben eine stärker entwickelte Beflossung als die Weibchen.

Die Zeichnung und Grundfärbung ist die selbe wie bei Gobiocichla ethelwynnae, einziger Unterschied ist ein an der Basis der Dorsale zu sehender dunkler Fleck. Brutpflegende und territoriale Tiere sind anthrazitgrau gefärbt.

Auch er ist ein problemloser Pflegling, nur während der Brutpflege kann Gobiocichla wonderi anderen Fischen gegenüber sehr dominant werden. Sie sind Paarbildende Höhlenbrüter, das Männchen beteiligt sich erst nach dem Freischwimmen der Larven an der Brutpflege.

Die Jungfische werden bis zu einem Monat betreut und im Revier der Eltern geduldet.

Für die Pflege beider Gobiocichla Arten sollte man ein Aquarium von 100 x 40 cm bereitstellen, eine gute Filterrung ist ebenfalls Pflicht.

Beide Arten zusammen in einem Aquarium sind nicht zu Pflegen. Das Aquarium sollte mit flachen Steinplatten wo genügend Spalten bleiben zum Verstecken abgerundeten Kieseln etwas Sand und Laub eingerichtet werden. Pflanzen können auch eingebracht werden.

Ob man Gobiocichla Arten irgendwo erwerben kann entzieht sich meiner Kenntnis, wahrscheinlich nur bei sehr guten Händlern.Ich bedanke mich bei Thomas Pritzkow der mir freundlicherweise die Bilder zur Verfügung gestellt hat.

So das wars wieder mal.

Viel spa?? beim Lesen.

Detlef

Blogartikel 'Blog 2592: Rheophile Cichliden aus Kamerun, Nigeria und Ghana ' aus der Kategorie: "Artbeschreibung" zuletzt bearbeitet am 02.11.2009 um 09:31 Uhr von Didi

Didi

Userbild von DidiDidi ist Mitglied von EB und stellt 8 Beispiele vor.

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