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Blog: Wie der Maikäfer nicht zum Schädling wird (7931)

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Lesezeit: ca. 2 Minuten
Wie der Maikäfer nicht zum Schädling wird

Der Maikäfer gehört zu den bekanntesten heimischen Insekten, doch wird er nicht nur als Frühlingsbote wahrgenommen, sondern auch als gefürchteter Schädling, der an Blättern frisst und dessen Engerlinge Wurzeln anknabbern.

Lebenszyklus 

Der Lebenszyklus des Maikäfers ist länger als sein nur kurzzeitiges sichtbares Auftreten vermuten lässt. Nach der Paarung legen die Weibchen ihre Eier im Boden ab, daraus schlüpfen Engerlinge, die mehrere Jahre im Erdreich verbringen. In dieser Zeit ernähren sie sich von Pflanzenwurzeln und wachsen langsam heran. Erst nach drei bis vier Jahren verpuppen sie sich und schlüpfen schließlich als fertige Käfer. Die erwachsenen Tiere leben nur wenige Wochen, in denen sie sich fortpflanzen und an Laubbäumen fressen.

Warum es zeitweise zu Schäden kommen kann

Kurzzeitig kann der Maikäfer tatsächlich lästig werden: Die erwachsenen Käfer fressen bevorzugt an den Blättern von Laubbäumen wie Eichen, Buchen oder Obstbäumen. Bei starkem Auftreten kann es zu deutlichem Kahlfraß kommen, der Bäume zwar schwächt, sie aber in der Regel nicht dauerhaft schädigt. Deutlich problematischer können die Engerlinge sein, wenn sie in großer Zahl auftreten und über längere Zeit an Wurzeln fressen. Besonders Rasenflächen oder junge Pflanzen reagieren darauf empfindlich.

Solche Massenvermehrungen treten jedoch nicht regelmäßig auf. Sie hängen von günstigen Wetterbedingungen, großen zusammenhängenden Brutflächen und fehlenden natürlichen Gegenspielern ab.

Wie sich Schäden vorbeugen lassen

Damit der Maikäfer nicht zum Schädling wird, spielt Vorbeugung eine größere Rolle als Bekämpfung. Naturnahe Gärten mit vielfältiger Bodenstruktur fördern Vögel, Igel und andere Fressfeinde, die sowohl Käfer als auch Engerlinge reduzieren. Ein gesunder, tief durchwurzelter Boden macht Pflanzen weniger anfällig für Engerlingsfraß. 

In betroffenen Bereichen kann eine mechanische Bodenlockerung helfen, da Engerlinge dabei an die Oberfläche gelangen und von Fressfeinden aufgenommen werden. Chemische Mittel sind weder notwendig noch sinnvoll, da sie das ökologische Gleichgewicht stören und meist mehr Schaden als Nutzen anrichten.

 

Autorin: Caroline Haller für www.einrichtungsbeispiele.de

Blogartikel 'Blog 7931: Wie der Maikäfer nicht zum Schädling wird' aus der Kategorie: "Tipps & Tricks" zuletzt bearbeitet am 13.05.2026 um 09:35 Uhr von Tom

Autor*in: Tom

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