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Artenverzeichnis


Pseudacanticus sp. "L 114"

Pseudacanticus sp. "L 114"Pseudacanticus sp. "L 114"Pseudacanticus sp. "L 114"
Wissenschaftlicher Name: Pseudacanticus sp. "L 114"
Deutscher Name: Demini-Leopardkaktuswels, "L 114", "LDA 07", "LDA 73"
Synonyme / Handelsnamen: Pseudacanticus cf. (aff.) leopardus
Herkunft: Südamerika
Größe: bis zu 40.0 cm
Geschlechtsunterschiede: 
Grössere Männchen zeigen im Kopfbereich die breiteste Stelle des Körpers, Weibchen sind hinter den Brustflossen am Bauch breiter, ausserdem weisen die Männchen mehr Stacheln auf, vor allem im Kopf- und Wangenbereich.
Futter: 
Hauptsächlich carnivor (Fleischfresser). Jede Art von Frostfutter, Garnelen, Insektenlarven, Futtertabletten, Pellets, Wels- und Diskus-Granulate, sowie Fischfleisch.

Pflanzenfresser: Nein

Haltungshinweise: 
Beckenlänge: ab 150cm, besser 200 cm, für grössere Tiere.

Beckenbereich: Unten

Größe: über 40 cm in der Natur, in Aquarien wohl nicht grösser wie 30-35cm.

Sozialverhalten: Jungtiere sind untereinander recht vertäglich, mit zunehmender Grösse und Alter werden Sie aber innerartlich immer territorialer, wie alle grösser werdenden Kaktuswelse. Deshalb muss das Becken gross und gut strukturiert sein. Das Verhalten des Pseudacanticus sp. "L 114" wird in der Literatur sehr unterschiedlich beschrieben, das Spektrum reicht von relativ friedlich, bis innerartlich sehr aggressiv.
Auch andere, grössere Schilderwelsarten wie Wabenschilderwelse, usw., ziehen Aufgrund der vielen Stacheln der Kaktuswelse, im Kopf- und Schwanzbereich, oftmals den Kürzeren und müssen sich schnell geschlagen geben. Bei den Pseudacanthicus handelt es sich um recht scheue Tiere, wie ich jetzt aus eigener Erfahrung weis, habe ja 2 kleine Tiere von einigen Zentimetern in das Aquarium eingesetzt, diese bekommt man am Tage nur alle paar Monate mal zu Gesicht. Tritt man dann nicht vorsichtig genug an die Scheiben heran, ist er dann auch gleich wieder unauffindbar verschwunden. Mit zunehmender Grösse sollen die Tier auch öfters mal am Tage zu sehen sein, oder bei Ihren Revierstreitigkeiten.

Zuchthinweise: 
Über Nachzuchten wurde schon häufiger berichtet. Die Gelege umfassen dann bis zu 250 Eier, die dann vom Männchen weiter betreut werden.

Laut der DATZ wurde der Wels wohl schon einmal 1962 in die USA exportiert, wobei dann Axelrod von einer gelungenen Nachzucht berichtet.
Aquariumeinrichtung: 
Einrichtung des Aquariums mit sehr feinem Kies (1-2mm), besser aber Sandboden, sehr viele Verstecke aus Wurzelholz und Steinplatten, Höhlen, wie z.B. Rohre, oder auch grössere Welshöhlen, die der Grösse der Tiere angepasst sind, sollten ebendfalls nicht fehlen. Eine nicht allzu helle Beleuchtung wäre von Vorteil.

Da die Tiere einen starken Stoffwechsel besitzen ist eine leistrungsstarke Filterung erforderlich, hilfreich wäre ausserdem eine starke Oberflächenströmung, die für eine gute Sauerstoffzufuhr sorgt.

Zusätzliche Infos: 
Erkennungsmerkmale: Der L114 wird oftmals mit dem "echten" Pseudacanthicus leopardus verwechselt, der aber aus dem Flusssystem des Rupununi River (Essequibo System) in Guyana, Einzugsgebiet des oberer Rio Branco, Brasilien, nach Deutschland importiert wird.

Der Körper des L114 weist eine gelblich bis sandfarbene Grundfärbung auf, die dann mit grossen dunkelbraunen Flecken am ganzen Körper abgedeckt ist. Beiden Arten gleich ist die rote Färbung der Schwanz- und der Rückenflosse. Diese kann ganz oder auch nur teilweise rot sein. Beim L114 geht die Farbe aber eher in ein helles Orange über. Die Tiere legen in der ersten Zeit recht schnell an Grösse zu, bis zu 1 cm pro Monat.

Beim "echten" Pseudacanthicus leopardus, manchmal im I-Net auch als "L600" (dieser Wels hat z. Zt. gar keine L-, oder LDA-Nummern) bezeichnet, hat der Körper eine grünlich / graue Grundfärbung und ein viel kräftigeres Rot an der Schwanz- und Rückenflosse. Ausserdem löst sich das Netzmuster zum Kopf hin im Alter beim "echten" Pseudacanthicus leopardus langsam auf, d.h es wird immer kleiner. Insgesamt sind die Flecken bei diesem Wels auch viel feiner.

Die Tiere bitte möglichst nicht mit einem Kescher fangen, da Sie sich darin auf Grund ihrer vielen Dornen, die sich fast überall entlang des Körpers befinden, sehr schnell darin verfangen könnten. Besser ist eine Glasglocke dafür geeignet
Wasserwerte:
PH: 5.5 - 7.5
KH: 0 - 8
GH: 0 - 20
Temperatur: 25 - 30 °C
 
Bearbeitet von: GGuardiaNN 


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