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Heptacodium miconioides im Garten pflanzen

Einrichtungsbeispiele mit Sieben-Söhne-des-Himmels-Strauch

Heptacodium miconioides im Garten pflanzen (Einrichtungsbeispiele mit Sieben-Söhne-des-Himmels-Strauch)
Heptacodium miconioides (Sieben-Söhne-des-Himmels-Strauch) - Bildquelle: Das Bild stammt von der freien Enzyklopädie Wikipedia. Lizenzhinweise: peganum from Henfield, England, Heptacodium miconioides (15227293200), CC BY-SA 2.0

Wissenswertes zu Heptacodium miconioides (Sieben-Söhne-des-Himmels-Strauch)

Der Heptacodium miconioides, im Deutschen meist als Sieben-Söhne-des-Himmels-Strauch bezeichnet, ist ein außergewöhnliches Ziergehölz, das in mitteleuropäischen Gärten immer noch als Geheimtipp gilt. Wer auf der Suche nach einem robusten, pflegeleichten und gleichzeitig extrem dekorativen Großstrauch oder kleinen Baum ist, trifft mit dieser Pflanze eine hervorragende Wahl. Besonders spannend ist der Sieben-Söhne-des-Himmels-Strauch durch seine späte Blüte, die attraktive Herbstfärbung und die markante, sich schälende Rinde, die auch im Winter für Struktur im Garten sorgt.

Herkunft und natürliche Verbreitung

Heptacodium miconioides stammt ursprünglich aus China. Dort wächst er in den bergigen Regionen Zentral- und Ostchinas, vor allem in lichten Wäldern, an Waldrändern und auf offenen Berghängen. Sein natürliches Habitat liegt meist in Höhenlagen zwischen 600 und 1000 Metern. Das Klima in diesen Regionen ist geprägt von warmen Sommern, kalten Wintern und relativ gleichmäßig verteilten Niederschlägen.

Interessant ist, dass die Art lange Zeit als nahezu ausgestorben galt. Erst im 20. Jahrhundert wurde sie wiederentdeckt und gezielt kultiviert. Über botanische Gärten fand der Sieben-Söhne-des-Himmels-Strauch schließlich seinen Weg nach Europa und Nordamerika. Heute gilt er als wertvolles Ziergehölz mit hoher ökologischer Bedeutung, insbesondere für Insekten im Spätsommer und Herbst.

Gattung und Familie

Der Sieben-Söhne-des-Himmels-Strauch gehört zur Gattung Heptacodium. Diese Gattung ist monotypisch, das heißt, sie umfasst nur diese eine Art. Botanisch ist Heptacodium miconioides der Familie der Geißblattgewächse, also den Caprifoliaceae, zugeordnet.

Innerhalb dieser Familie steht er in enger Verwandtschaft zu bekannten Ziersträuchern wie Geißblatt, Schneeball oder Weigelie. Diese Verwandtschaft zeigt sich unter anderem in der Blütenform und im generellen Wuchsverhalten. Dennoch nimmt Heptacodium miconioides eine Sonderstellung ein, da er viele Merkmale eines kleinen Baumes mit denen eines Großstrauchs verbindet.

Botanische Beschreibung

Heptacodium miconioides wächst meist als mehrstämmiger Großstrauch oder kleiner Baum. Je nach Standort und Schnitt erreicht er eine Höhe von etwa 3 bis 6 Metern, in Ausnahmefällen auch etwas mehr. Die Krone ist locker aufgebaut, breit ausladend und im Alter oft schirmartig.

Die Triebe sind zunächst grünlich und fein behaart, später verholzen sie und nehmen eine graubraune Farbe an. Besonders auffällig ist die Borke älterer Pflanzen: Sie löst sich in langen, papierartigen Streifen ab und legt hellere Schichten frei. Dieser Effekt verleiht dem Strauch selbst im Winter eine hohe Zierwirkung.

Die Blätter sind gegenständig angeordnet, eiförmig bis elliptisch und erinnern in ihrer Form leicht an die Blätter der Miconia, was auch im botanischen Artnamen miconioides zum Ausdruck kommt. Die Blattoberseite ist dunkelgrün, die Unterseite etwas heller. Im Herbst verfärbt sich das Laub in warme Gelb- bis rötliche Töne.

Blüten und Fruchtschmuck

Die Blütezeit des Sieben-Söhne-des-Himmels-Strauchs ist einer seiner größten Vorzüge. Während viele andere Gehölze längst verblüht sind, beginnt Heptacodium miconioides erst im Spätsommer, meist ab August oder September, mit seiner Blüte.

Die kleinen, cremeweißen Blüten stehen in dichten, endständigen Rispen. Jede Blütengruppe besteht typischerweise aus sieben Einzelblüten, was dem Strauch seinen deutschen Namen eingebracht hat. Die Blüten verströmen einen angenehmen, leicht süßlichen Duft und werden intensiv von Bienen, Hummeln und Schmetterlingen besucht.

Nach der Blüte entwickeln sich auffällige Fruchtstände. Die eigentlichen Früchte sind unscheinbar, doch die roten bis purpurfarbenen Kelchblätter bleiben lange erhalten und sorgen für einen dekorativen Fruchtschmuck bis in den späten Herbst hinein. Dieser Farbkontrast aus grünem Laub, roten Fruchtständen und später gelblich gefärbten Blättern macht den Strauch zu einem echten Blickfang.

Aussehen und Wirkung im Garten

Im Garten wirkt Heptacodium miconioides elegant, natürlich und gleichzeitig markant. Er passt hervorragend in naturnahe Gärten, Bauerngärten, moderne Anlagen mit lockerem Pflanzkonzept sowie in größere Vorgärten. Durch seine mehrstämmige Wuchsform eignet er sich auch sehr gut als Solitärgehölz.

Besonders im Winter entfaltet der Sieben-Söhne-des-Himmels-Strauch seine stille Schönheit. Die schälende Rinde, die feine Verzweigung und die oft noch haftenden Fruchtstände sorgen für Struktur, wenn andere Gehölze kahl und unscheinbar wirken.

Standort und Haltungshinweise

Heptacodium miconioides gilt als ausgesprochen anpassungsfähig und pflegeleicht. Optimal gedeiht er an einem sonnigen bis halbschattigen Standort. Je mehr Sonne er erhält, desto üppiger fallen Blüte und Herbstfärbung aus.

Der Boden sollte durchlässig, humos und nährstoffreich sein. Staunässe verträgt der Strauch schlecht, kurzzeitige Trockenheit hingegen relativ gut, sobald er eingewachsen ist. Ideal ist ein leicht feuchter, aber niemals nasser Untergrund.

In den ersten Standjahren empfiehlt es sich, regelmäßig zu gießen, besonders in längeren Trockenperioden. Später versorgt sich der Strauch weitgehend selbst. Eine Mulchschicht aus Rindenhumus oder Laub kann helfen, die Bodenfeuchtigkeit zu halten und das Bodenleben zu fördern.

Ein regelmäßiger Schnitt ist nicht notwendig. Wer die Form beeinflussen oder die Krone etwas auslichten möchte, kann dies im Spätwinter oder zeitigen Frühjahr tun. Radikale Rückschnitte sind jedoch selten erforderlich.

Pflanzung am Gartenteich

Die Pflanzung von Heptacodium miconioides in der Nähe eines Gartenteichs ist grundsätzlich gut möglich und sogar sehr reizvoll. Durch die spiegelnde Wasserfläche kommen Blüten, Rinde und Fruchtstände besonders gut zur Geltung.

Wichtig ist dabei, den Strauch nicht direkt in den ständig nassen Uferbereich zu setzen. Ein Abstand von etwa ein bis zwei Metern zur Teichkante ist ideal. So profitiert die Pflanze von der erhöhten Luftfeuchtigkeit, ohne mit Staunässe im Wurzelbereich konfrontiert zu werden.

In Teichnähe harmoniert der Sieben-Söhne-des-Himmels-Strauch hervorragend mit Gräsern, Stauden und anderen Gehölzen wie Felsenbirne oder Zierkirsche. Auch ökologisch ist diese Kombination sinnvoll, da der Strauch späten Insekten noch Nahrung bietet, wenn andere Pflanzen bereits verblüht sind.

Giftigkeit und Verträglichkeit

Heptacodium miconioides gilt als ungiftig. Nach aktuellem Kenntnisstand sind weder Blätter noch Blüten oder Früchte für Menschen oder Haustiere giftig. Damit eignet sich der Strauch auch für Familiengärten, in denen Kinder oder Tiere unterwegs sind.

Trotzdem gilt wie bei allen Gartenpflanzen: Pflanzenteile sollten nicht in größeren Mengen verzehrt werden. Der Zierwert steht klar im Vordergrund, nicht eine Nutzung als Nahrungsquelle.

Vermehrung und Zucht

Die Vermehrung von Heptacodium miconioides ist grundsätzlich möglich, erfordert aber etwas Geduld. In der Baumschulpraxis erfolgt sie meist über Stecklinge oder Absenker.

Halbreife Stecklinge werden im Sommer geschnitten und in ein lockeres, feuchtes Substrat gesteckt. Eine gleichmäßige Bodenfeuchte und hohe Luftfeuchtigkeit erhöhen die Bewurzelungschancen deutlich. Die Bewurzelung kann mehrere Wochen bis Monate dauern.

Auch eine Vermehrung über Samen ist möglich, spielt im Hobbygarten aber eine untergeordnete Rolle. Die Keimfähigkeit der Samen ist begrenzt, und die Jungpflanzen wachsen anfangs relativ langsam. Dafür entstehen genetisch vielfältige Pflanzen, was für Liebhaber durchaus reizvoll sein kann.

Gezielte Zuchtformen oder Sorten sind bislang kaum verbreitet. Die meisten im Handel erhältlichen Pflanzen entsprechen der Wildform, was auch zu ihrer Robustheit beiträgt.

Mögliche Krankheiten und Schädlinge

Ein großer Pluspunkt des Sieben-Söhne-des-Himmels-Strauchs ist seine hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber Krankheiten und Schädlingen. In der Praxis zeigt er sich äußerst robust und wenig anfällig.

Gelegentlich können Blattläuse an jungen Trieben auftreten, richten aber meist keinen nennenswerten Schaden an. Auch Pilzkrankheiten sind selten, sofern der Standort stimmt und keine Staunässe herrscht.

Probleme entstehen fast ausschließlich durch ungünstige Bedingungen wie verdichtete Böden, dauerhafte Nässe oder extreme Trockenheit in den ersten Standjahren. Wer diese Faktoren vermeidet, wird lange Freude an einer gesunden Pflanze haben.

Alternative Bezeichnungen und Namen

Neben der gebräuchlichen Bezeichnung Sieben-Söhne-des-Himmels-Strauch ist die Pflanze auch unter folgenden Namen bekannt:

  • Sieben-Söhne-des-Himmelsbaum
  • Heptacodium
  • Siebenblütiger Strauch

Der botanische Name Heptacodium miconioides wird vor allem im Fachhandel und in botanischen Kontexten verwendet.

Häufig gestellte Fragen

Wie schnell wächst Heptacodium miconioides?

Der Zuwachs ist moderat. In den ersten Jahren wächst der Strauch eher langsam, später legt er etwas an Tempo zu. Im Durchschnitt kann man mit etwa 20 bis 30 Zentimetern pro Jahr rechnen.

Ist der Sieben-Söhne-des-Himmels-Strauch winterhart?

Ja, er ist sehr winterhart und verträgt problemlos Temperaturen deutlich unter dem Gefrierpunkt. Ein Winterschutz ist in der Regel nicht nötig.

Eignet sich die Pflanze für kleine Gärten?

Mit regelmäßigem Schnitt lässt sich der Strauch auch in kleineren Gärten integrieren. Als Solitär braucht er jedoch ausreichend Platz, um seine Wirkung zu entfalten.

Muss der Strauch gedüngt werden?

In nährstoffreichen Böden ist keine zusätzliche Düngung erforderlich. Bei sehr mageren Böden kann im Frühjahr etwas Kompost eingearbeitet werden.

Fazit

Heptacodium miconioides ist ein außergewöhnliches Ziergehölz, das in vielerlei Hinsicht überzeugt. Seine späte Blüte, der attraktive Fruchtschmuck, die markante Rinde und die hohe Robustheit machen ihn zu einer wertvollen Bereicherung für nahezu jeden Garten. Besonders in naturnahen Anlagen, an Gartenteichen oder als Solitär entfaltet der Sieben-Söhne-des-Himmels-Strauch seine volle Wirkung.

Wer eine pflegeleichte, langlebige und zugleich besondere Pflanze sucht, die auch ökologisch sinnvoll ist, liegt mit Heptacodium miconioides genau richtig. Trotz seiner vielen Vorzüge ist er noch immer nicht weit verbreitet – ein echter Geheimtipp für Gartenfreunde, die das Besondere schätzen.

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