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Euphorbia im Garten pflanzen

Einrichtungsbeispiele mit Wolfsmilch

Euphorbia im Garten pflanzen (Einrichtungsbeispiele mit Wolfsmilch)

Wissenswertes zu Euphorbia

Herkunft und Botanik

Gattung und Familie

Die Pflanzengattung Euphorbia, bekannt als Wolfsmilch, gehört zur Familie der Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae). Diese weitverbreitete Gattung umfasst mehr als 2.000 Arten, die in verschiedenen Klimazonen rund um den Globus vorkommen. Von den heißen Wüsten Afrikas bis zu den gemäßigten Zonen Europas – Wolfsmilch hat sich überall einen Platz erobert.

Foto mit 10.04.2010: Javamoss und Lebermoss (auf Wurzel), Nyphae lotus

Herkunft

Die Ursprünge der Euphorbia lassen sich auf unterschiedliche Kontinente zurückverfolgen. Während einige Arten in Europa beheimatet sind, stammen viele der sukkulenten Euphorbien aus Afrika und Madagaskar. Diese Diversität spiegelt sich auch in den verschiedenen Wuchsformen und Anpassungen wider, die die Pflanzen entwickelt haben, um in ihren spezifischen Lebensräumen zu gedeihen.

Beschreibung und Aussehen

Allgemeine Merkmale

Wolfsmilchpflanzen variieren stark in ihrem Aussehen, doch teilen sie einige gemeinsame Merkmale. Dazu gehören der Milchsaft, der bei Verletzungen austritt und als charakteristisches Merkmal der Gattung gilt. Dieser Saft ist oft giftig und dient der Pflanze als Schutz vor Fressfeinden.

Aussehen

  • Blätter und Stängel: Die Blätter der Euphorbia sind meist einfach, wechselständig oder gegenständig angeordnet und können je nach Art variieren – von klein und unscheinbar bis hin zu großen und auffälligen Blättern. Die Stängel können sukkulent, verholzt oder krautig sein.
  • Blüten: Euphorbienblüten sind oft klein und unauffällig, aber in auffälligen Scheinblütenständen, den sogenannten Cyathien, angeordnet. Diese können farbenprächtige Hochblätter haben, die die eigentlichen Blüten umgeben und zur Attraktivität der Pflanze beitragen.

Haltung und Pflege

Standort und Boden

Euphorbien sind an eine Vielzahl von Standorten anpassbar. Die meisten bevorzugen jedoch einen sonnigen bis halbschattigen Platz. Der Boden sollte gut durchlässig und mäßig nährstoffreich sein. Sukkulente Arten benötigen einen besonders durchlässigen, sandigen Boden, um Staunässe zu vermeiden.

Bewässerung und Düngung

  • Bewässerung: Euphorbien mögen es trocken. Gießen Sie sparsam und lassen Sie den Boden zwischen den Wassergaben vollständig austrocknen. Staunässe führt leicht zu Wurzelfäule.
  • Düngung: Düngen Sie während der Wachstumsperiode (Frühling und Sommer) alle vier bis sechs Wochen mit einem ausgewogenen Flüssigdünger. Im Winter sollte die Düngung eingestellt werden.

Winterhärte

Die Winterhärte variiert je nach Art. Während einige Euphorbien Temperaturen unter dem Gefrierpunkt problemlos überstehen, benötigen andere frostfreie Bedingungen. Informieren Sie sich über die spezifischen Anforderungen der von Ihnen gewählten Art und schützen Sie frostempfindliche Pflanzen bei Bedarf mit Vlies oder bringen Sie sie ins Haus.

Pflanzung am Gartenteich

Einige Euphorbia-Arten eignen sich hervorragend für die Pflanzung in der Nähe von Gartenteichen. Arten wie die Sumpf-Wolfsmilch (Euphorbia palustris) gedeihen gut in feuchten Böden und können so das Teichufer schmücken. Achten Sie darauf, dass der Boden gut durchlässig ist, um Staunässe zu verhindern.

Giftigkeit

Euphorbia-Pflanzen enthalten einen milchigen Saft, der giftig ist. Der Kontakt kann Hautreizungen und bei Verschlucken Vergiftungserscheinungen verursachen. Tragen Sie Handschuhe beim Umgang mit diesen Pflanzen und halten Sie sie von Kindern und Haustieren fern.

Vermehrung und Zucht

Vermehrung

  • Samen: Die Vermehrung durch Samen ist bei Euphorbien gängig. Sammeln Sie die Samen nach der Blüte und säen Sie sie im Frühjahr aus.
  • Stecklinge: Viele Arten können durch Stecklinge vermehrt werden. Schneiden Sie im Frühjahr oder Sommer einen gesunden Trieb ab, lassen Sie die Schnittstelle trocknen und pflanzen Sie den Steckling in gut durchlässige Erde.

Zucht

Die Zucht von Euphorbien erfordert Geduld und Aufmerksamkeit. Züchter konzentrieren sich oft auf die Entwicklung neuer Hybriden mit besonderen Blütenfarben oder Wuchsformen. Diese neuen Sorten können sowohl ästhetisch ansprechend als auch widerstandsfähiger gegen Krankheiten und Schädlinge sein.

Krankheiten und Schädlinge

Euphorbien sind relativ robust, aber einige Krankheiten und Schädlinge können ihnen dennoch zusetzen:

  • Wurzelfäule: Vermeiden Sie Staunässe, um Wurzelfäule zu verhindern.
  • Blattläuse: Diese Schädlinge können junge Triebe befallen. Entfernen Sie sie mit einem starken Wasserstrahl oder verwenden Sie ein geeignetes Insektizid.
  • Mehltau: Ein weißlicher Belag auf den Blättern weist auf Mehltau hin. Entfernen Sie betroffene Pflanzenteile und sorgen Sie für eine gute Luftzirkulation.

Alternative Bezeichnungen

Euphorbia ist unter verschiedenen Namen bekannt. Neben Wolfsmilch, was auf den charakteristischen Milchsaft hinweist, gibt es je nach Region und Art unterschiedliche Bezeichnungen:

  • Christusdorn: Euphorbia milii
  • Zypressen-Wolfsmilch: Euphorbia cyparissias
  • Kleinblättrige Wolfsmilch: Euphorbia exigua

Fazit

Mit diesen umfassenden Informationen sind Sie bestens gerüstet, um Euphorbia in Ihrem Garten zu kultivieren. Ob als auffällige Zierpflanze am Gartenteich oder als sukkulente Schönheit im Steingarten – Wolfsmilch bietet eine beeindruckende Vielfalt und Bereicherung für jeden Garten.

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Letzte Änderung am 06.07.2024
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