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Teichtechnik im Winter: Was tun mit Pumpen und Filtern?

Lesezeit: ca. 5 Minuten
Teichtechnik im Winter: Was tun mit Pumpen und Filtern?
Teichtechnik im Winter: Was tun mit Pumpen und Filtern? - Foto 1

Der Winter bringt für Teichbesitzerinnen und Teichbesitzer besondere Herausforderungen mit sich. Neben der Frage wie Pflanzen und Tiere überwintern, muss auch die Teichtechnik rechtzeitig vorbereitet werden, um Frostschäden zu vermeiden. 

Die wichtigsten Schritte zur Winterpflege der Teichtechnik, einschließlich der Frage, ob die Geräte im Teich bleiben können oder ausgebaut werden sollten:

Teichtechnik im Winter: Was tun mit Pumpen und Filtern?
Teichtechnik im Winter: Was tun mit Pumpen und Filtern? - Foto 2

Pumpen im Winter: Ausbauen oder im Teich belassen?

Eine der häufigsten Fragen, die sich im Hinblick auf die Teichtechnik stellt, ist, ob Pumpen im Winter im Teich verbleiben können oder entfernt werden müssen. Die Antwort hängt von der Tiefe des Teichs, der Pumpe selbst und den klimatischen Bedingungen ab.

Flache Teiche und Miniteiche (weniger als 80 cm tief): 

In flachen Teichen besteht die Gefahr, dass das Wasser bis zum Grund durchfriert. Pumpen sollten daher in solchen Fällen unbedingt entfernt werden. Das Wasser in der Pumpe kann gefrieren, sich ausdehnen und die Technik irreparabel beschädigen.

Tiefe Teiche (ab 80 cm Tiefe): 

Bei Teichen mit ausreichender Tiefe kann die Pumpe unter Umständen im Teich bleiben, sofern sie sich unterhalb der Frostgrenze befindet. In diesen Bereichen bleibt das Wasser frostfrei und die Pumpe kann sicher weiterarbeiten. Dennoch ist zu prüfen, ob die jeweilige Pumpe für den Winterbetrieb ausgelegt ist. Manche Pumpen sind für den Einsatz bei niedrigen Temperaturen nicht geeignet und sollten dennoch aus dem Teich entfernt werden.

Teichtechnik im Winter: Was tun mit Pumpen und Filtern?
Teichtechnik im Winter: Was tun mit Pumpen und Filtern? - Foto 3

Frostsichere Pumpen: 

Einige Modelle sind speziell für den Einsatz im Winter konzipiert. Solche frostbeständigen Pumpen können auch bei Minustemperaturen im Wasser verbleiben, sollten aber regelmäßig auf Funktionsfähigkeit überprüft werden. Es lohnt sich, in hochwertige Pumpen zu investieren, wenn ein Winterbetrieb im Teich geplant ist.

Filteranlagen im Winter: Abschalten und ausbauen

Filteranlagen sollten im Winter grundsätzlich nicht im Teich bleiben, da sie auf einen konstanten Wasserdurchfluss angewiesen sind. Sinkt die Temperatur des Wassers, arbeiten die biologischen Filterprozesse nicht mehr effektiv, und das Wasser fließt nur noch mit geringer Geschwindigkeit durch den Filter. Das birgt mehrere Risiken:

  • Frostschäden: Wasser, das im Filter verbleibt, kann gefrieren und zu Rissen oder Beschädigungen führen.
  • Effektivität der Filterbakterien: Bei niedrigen Temperaturen wird der biologische Abbau von Schadstoffen im Filter reduziert. Die Filterbakterien, die für die Wasserreinigung zuständig sind, stellen ihre Arbeit ein, sodass der Filter im Winter kaum einen Nutzen hat.

Deshalb sollten Filteranlagen im Herbst abgeschaltet, entleert und gründlich gereinigt werden. Anschließend ist es ratsam, sie an einem frostsicheren Ort zu lagern, bis die Temperaturen im Frühjahr wieder steigen.

UV-Klärer: Abschalten und lagern

UV-Klärer, die im Sommer zur Bekämpfung von Schwebealgen verwendet werden, sind ebenfalls nicht für den Winterbetrieb geeignet. Sie sollten vor dem ersten Frost abgeschaltet, entleert und an einem trockenen, frostgeschützten Ort gelagert werden. Der Betrieb eines UV-Klärers ist bei kälteren Temperaturen nicht notwendig, da das Algenwachstum im Winter stark reduziert ist.

Schutz der Teichtechnik vor Frostschäden

Um sicherzustellen, dass die Teichtechnik unbeschadet durch den Winter kommt, gibt es einige Maßnahmen, die getroffen werden sollten:

  • Reinigung der Geräte: Vor dem Einlagern sollten Pumpen und Filter gründlich gereinigt werden. Schmutzreste und Algen, die sich im Sommer angesammelt haben, können die Geräte langfristig beschädigen und sollten daher entfernt werden.
  • Trocken und frostfrei lagern: Alle Geräte, die im Winter aus dem Teich entfernt werden, sollten an einem trockenen und frostfreien Ort gelagert werden. Ideal ist ein Keller oder eine Garage, in der Temperaturen über dem Gefrierpunkt herrschen.

Alternativen zur Filtertechnik im Winter

Auch wenn Filteranlagen im Winter nicht in Betrieb bleiben können, ist es wichtig, das biologische Gleichgewicht im Teich aufrechtzuerhalten. Eisfreihalter und Belüftungssysteme spielen dabei eine zentrale Rolle. Sie verhindern, dass der Teich komplett zufriert, und sorgen für eine ausreichende Sauerstoffzufuhr, was besonders für Fische und andere Lebewesen im Teich wichtig ist.

Eisfreihalter halten eine kleine Fläche des Teichs eisfrei und ermöglichen es Faulgasen, zu entweichen. Ein Sprudelstein oder eine Belüftungspumpe sorgt dafür, dass das Wasser in Bewegung bleibt und Sauerstoff eingetragen wird, was das ökologische Gleichgewicht des Teichs unterstützt.

Fazit

Die richtige Wintervorbereitung der Teichtechnik ist entscheidend, um Schäden zu vermeiden und die Geräte für die nächste Saison fit zu halten. Pumpen und Filter sollten in den meisten Fällen vor dem Winter aus dem Teich entfernt, gereinigt und an einem frostfreien Ort gelagert werden. Frostsichere Pumpen können unter bestimmten Voraussetzungen im Teich bleiben, jedoch ist es ratsam, auch diese regelmäßig zu überprüfen. 

Der winterliche Einsatz von Teichtechnik hat sowohl positive als auch potenziell negative Auswirkungen auf die Winterruhe der Fische: Während eine stabilere Wassertemperatur und bessere Sauerstoffversorgung die Gesundheit der Fische fördern können, könnte eine zu starke Beeinflussung ihrer natürlichen Rhythmen auch zu ungewollten Verhaltensänderungen führen. Daher ist es wichtig, die Technik sorgfältig und bedarfsgerecht einzusetzen, um das Wohlbefinden der Fische zu gewährleisten.

 

Autorin: Caroline Haller für www.einrichtungsbeispiele.de

Tom

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Titel: Teichtechnik im Winter: Was tun mit Pumpen und Filtern? (Artikel 6521)

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