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Bremsen im Garten

Einrichtungsbeispiele mit Tabanidae

Lesezeit: ca. 3 Minuten
Bremsen im Garten (Einrichtungsbeispiele mit Tabanidae)
Tabanidae (Bremsen)

Wissenswertes zu Tabanidae (Bremsen)

Bremsen gehören zur Ordnung der Zweiflügler und zur Familie der Tabanidae. In Mitteleuropa sind mehrere Arten verbreitet, darunter die Große Goldaugenbremse (Tabanus bovinus) und verwandte Arten, die häufig in ländlichen Gebieten auftreten.

Herkunft und Lebensraum

Bremsen sind in Europa weit verbreitet und bevorzugen offene Landschaften wie Wiesen, Weiden, Waldränder und Gewässernähe. Besonders häufig treten sie in Gebieten mit Viehhaltung auf, kommen aber auch in Gärten vor.

Aussehen

Bremsen sind deutlich größer als Stechmücken und erreichen je nach Art bis zu zwei Zentimeter Länge. Sie besitzen einen kräftigen Körper, große facettenreiche Augen und klare oder leicht gemusterte Flügel. Die Färbung variiert von grau bis braun.

Verhalten und Ernährung

Auch bei Bremsen stechen nur die Weibchen. Sie schneiden die Haut mit ihren Mundwerkzeugen an und saugen das austretende Blut. Das Stechverhalten ist tagaktiv und oft sehr zielgerichtet. Männchen ernähren sich von Nektar.

Fortpflanzung

Die Eier werden in Paketen an Pflanzen in Gewässernähe abgelegt. Die Larven entwickeln sich im feuchten Boden oder im Wasser und sind räuberisch. Die Entwicklung kann sich über mehrere Jahre erstrecken.

Gesundheitsrisiken

Bremsenstiche sind schmerzhaft und führen häufig zu Schwellungen und Entzündungen. Durch die offene Wunde können Keime eindringen. Krankheitsübertragungen sind möglich, spielen beim Menschen jedoch eine untergeordnete Rolle.

Bekämpfung

Vorbeugend wirken helle, geschlossene Kleidung und das Meiden bekannter Bremsengebiete. Repellents bieten nur begrenzten Schutz. In Gärten ist eine gezielte Bekämpfung kaum möglich, da sich die Larven außerhalb des direkten Einflussbereichs entwickeln.

Nutzen

Bremsenlarven tragen als Räuber zur Regulierung anderer Insekten bei. Zudem sind adulte Bremsen Teil des Nahrungsspektrums verschiedener Tiere. Ihr ökologischer Nutzen wird jedoch durch die starke Belästigung für Mensch und Tier überschattet.

Natürliche Feinde

Zu den natürlichen Feinden zählen Vögel, Spinnen, räuberische Insekten sowie parasitische Wespen.

Deutsche und alternative Bezeichnungen

Der Name „Bremse“ ist alt und vermutlich lautmalerischen Ursprungs. Regional existieren weitere Bezeichnungen, deren genaue sprachliche Herkunft nicht eindeutig geklärt ist.

FAQs zu Bremsen (Tabanidae)

Warum sind Bremsenstiche so schmerzhaft?

Bremsen schneiden die Haut mit ihren Mundwerkzeugen an, anstatt sie zu durchstechen. Dadurch entsteht eine offene Wunde, was den Stich deutlich schmerzhafter macht als bei Stechmücken.

Stechen Bremsen mehrfach hintereinander?

Ja. Wird eine Bremse beim Saugen gestört, kann sie den Stich abbrechen und an einer anderen Stelle erneut zustechen. Dadurch entstehen oft mehrere schmerzhafte Stichstellen.

Warum treten Bremsen besonders häufig an warmen Tagen auf?

Bremsen sind stark temperaturabhängig und besonders an sonnigen, warmen Tagen aktiv. Sie orientieren sich unter anderem an Bewegung, Körperwärme und dunklen Farben.

Können Bremsen Krankheiten übertragen?

Bremsen können theoretisch Krankheitserreger übertragen, da sie offene Wunden verursachen. Beim Menschen spielt dies in Mitteleuropa jedoch nur eine untergeordnete Rolle.

Warum werden Bremsen von dunkler Kleidung angezogen?

Dunkle Flächen erwärmen sich stärker und heben sich deutlicher vom Umfeld ab. Beides erleichtert den Bremsen die Orientierung.

Was hilft am besten gegen Bremsenstiche?

Kühlende Maßnahmen können Schmerzen und Schwellungen lindern. Da die Wunde offen ist, sollte auf Sauberkeit geachtet werden, um Entzündungen zu vermeiden.

Lassen sich Bremsen im Garten gezielt bekämpfen?

Nein. Da sich die Larven in feuchten Böden und Gewässernähe entwickeln, ist eine gezielte Bekämpfung im Garten kaum möglich. Maßnahmen beschränken sich auf Vermeidung und persönlichen Schutz.

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