Lebens(t)räume für Menschen, Tiere & Pflanzen
Gestaltungsbeispiele für naturnahe Lebensräume
Einrichtungsbeispiele.de-Logo
Neu
Login
Wir werden unterstützt von:

Streifenköpfige Bartagame im Terrarium halten

Einrichtungsbeispiele für Pogona vitticeps

Lesezeit: ca. 6 Minuten
Streifenköpfige Bartagame im Terrarium halten (Einrichtungsbeispiele für Pogona vitticeps)
Pogona vitticeps (Streifenköpfige Bartagame) - Bildquelle: Das Bild stammt von der freien Enzyklopädie Wikipedia. Lizenzhinweise: William Kreijkes, Pogona vitticeps, CC BY-SA 3.0

Haltungsempfehlungen

Um Pogona vitticeps (Streifenköpfige Bartagame) möglichst artgerecht zu halten, empfehlen wir nachfolgende Bedingungen zu schaffen. Vor allem bei der Angabe zur Mindestgröße bitten wir zu beachten, dass die optimalen Verhältnisse unter Umständen erst in wesentlich größeren Terrarien hergestellt werden können.

  • Mindestterrariengröße: 960 Liter

Wissenswertes zu Pogona vitticeps (Streifenköpfige Bartagame)

Herkunft

Bei Pogona vitticeps (Streifenköpfige Bartagame) handelt es sich um eine Agame, die ursprünglich aus Australien (Ostaustralien) stammt. Es gibt acht Unterarten, die verschiedene Teile Australiens bewohnen.

Haltung

Die Bartagame erreichen eine Kopf-Rumpflänge von bis zu 30 cm und eine Gesamtlänge von 60 cm. Die Echsen sonnen sich gerne und können schnell zutraulich werden. Sie leben in ihrer Heimat in Steppen oder Halbwüsten, also in sehr kargen Habitaten.

Pogona vitticeps sind in der Natur eher Einzelgänger, so dass die Haltung von mehreren Männchen in einem Terrarium nicht möglich ist. Die Haltung in einer Gruppe mit nur einem Männchen und drei bis vier Weibchen ist möglich. Das Terrarium sollte jedoch sehr groß dimensioniert werden. Das Terrarium für ein Tier sollte mindestens 150x80x80cm groß sein. Für eine Gruppe benötigt man Behälter mit mehr als 200x100 cm Grundfläche.

Der Speiseplan der Streifenköpfigen Bartagame sollte sich im jugendlichen Alter aus 60-70% tierischer Kost, wie Heimchen, Heuschrecken, Schaben, manchmal Zophobas und anderes Lebendfutter und der Rest aus pflanzlicher Kost zusammensetzen. Als adulte Exemplare sollten die Tiere mindestens 70% pflanzlich ernährt werden. Gute pflanzliche Nahrung sind Grünpflanzen wie z.B. Löwenzahn, Gänseblümchen, Klee, Vogelmiere, manchmal Küchenkräuter?

Kein Kopfsalat, Eisbergsalat oder ähnliches, da hier der Kalzium-Phosphor-Gehalt ungünstig ist. Und Kohl oder Spinat sollten aufgrund der Oxalsäure nur selten verfüttert werden?

Obst sollte auch nur sparsam verfüttert werden doch stellt es als sehr vitaminreich eine wichtige Ergänzung in der Ernährung der Bartagame dar.

Zusätzliche Vitamin- und Mineralstoff-Zugaben werden empfohlen.

Die Temperatur im Terrarium sollte tagsüber bei 28-35°C (lokal bis 40 bzw. 45°C) und in der Nacht zwischen 20-22°C liegen. Die Luftfeuchtigkeit sollte tagsüber bei ca. 30-40% liegen und nachts sind Werte um 60% und kurzzeitig auch 10-20% mehr noch im Rahmen.

Das Terrarium sollte mit zahlreichen Steinen, Klettermöglichkeiten, einer Bade-Möglichkeit, Ästen und Pflanzen, Korkröhren und Rinde eingerichtet werden, die auch viele Versteckmöglichkeiten bieten, um Pogona vitticeps artgerecht halten zu können.

Für das Wohlbefinden sind eine gute Beleuchtung und UV-Licht (30% UVA- und 10-12% UVB- Strahlung) notwendig, sowie ein Sonnenplatz. UV-Bestrahlung sind extrem wichtig und unbedingt notwendig! Für Weibchen ist eine geeigneter Eiablageplatz bzw. mehrere Möglichkeiten unbedingt herzustellen.

Im Terrarium kann morgens und abends mit Wasser gesprüht werden. Für die Flüssigkeitsaufnahme ist eine zusätzliche Wasserschale wichtig.

Winterruhe

Den Tieren sollte eine Winterruhe von zweieinhalb bis drei Monaten gegönnt werden. Dazu benötigen die Tiere 12-15°C. Die Winterruhe ist für die Tiere sehr wichtig, um die Funktionen im Körper zu regeln und gesund zu bleiben.

Nachzucht

Die Nachzucht ist nicht schwierig. Die Bartagamen legen mehrmals im Jahr Eier und vergraben diese im Terrarium. Die Eier kann man selbst recht einfach inkubieren. Junge Bartagamen kann man in der Gruppe aufziehen. Auf genügend Kalzium- und Vitaminstoff-Gabe ist unbedingt zu achten.

FAQs

Wie groß wird eine Streifenköpfige Bartagame?

Eine ausgewachsene Streifenköpfige Bartagame erreicht in der Regel eine Gesamtlänge von etwa 40 bis 60 Zentimetern, wobei der Schwanz einen großen Teil der Körperlänge ausmacht.

Wie alt kann Pogona vitticeps werden?

Bei artgerechter Haltung kann eine Streifenköpfige Bartagame häufig ein Alter von 10 bis 15 Jahren erreichen, einzelne Tiere werden sogar noch älter.

Ist die Streifenköpfige Bartagame für Anfänger geeignet?

Die Streifenköpfige Bartagame gilt als vergleichsweise anfängerfreundliches Terrarientier, benötigt jedoch eine sorgfältige Haltung mit passender Beleuchtung, Temperatur und Ernährung.

Welche Temperaturen benötigt eine Bartagame im Terrarium?

Die Temperaturen sollten tagsüber je nach Bereich zwischen etwa 25 und 45 Grad Celsius liegen, damit die Tiere sowohl kühlere Rückzugsorte als auch warme Sonnenplätze nutzen können.

Braucht Pogona vitticeps UV-Licht?

Eine ausreichende Versorgung mit hochwertigem UV-Licht ist für die Gesundheit der Streifenköpfigen Bartagame unverzichtbar, da sie unter anderem für die Vitamin-D3-Bildung benötigt wird.

Was frisst eine Streifenköpfige Bartagame?

Die Ernährung besteht aus einer Mischung aus pflanzlicher Kost wie Blättern, Kräutern und Gemüse sowie tierischer Nahrung in Form von geeigneten Futterinsekten.

Wie oft sollte eine Bartagame gefüttert werden?

Junge Tiere benötigen häufiger Futter als ausgewachsene Exemplare, während adulte Bartagamen meist mit einer täglichen oder mehrmals wöchentlichen Fütterung ausreichend versorgt sind.

Kann man mehrere Bartagamen zusammen halten?

Eine gemeinsame Haltung ist nur unter bestimmten Bedingungen möglich, da es insbesondere zwischen Männchen häufig zu Revierkämpfen und Stress kommen kann.

Wie groß sollte das Terrarium für eine Bartagame sein?

Für ein einzelnes ausgewachsenes Tier sollte das Terrarium möglichst großzügig dimensioniert sein und ausreichend Platz zum Klettern, Sonnen und Erkunden bieten.

Hält Pogona vitticeps eine Winterruhe?

Viele Streifenköpfige Bartagamen zeigen saisonal ein natürliches Ruheverhalten, das einer Winterruhe ähnelt und bei gesunden Tieren in der Regel kein Grund zur Sorge ist.

Ist die Streifenköpfige Bartagame giftig?

Die Streifenköpfige Bartagame ist nicht giftig und stellt bei sachgemäßem Umgang keine Gefahr für den Menschen dar.

Wie erkennt man eine gesunde Bartagame?

Eine gesunde Streifenköpfige Bartagame zeigt ein aktives Verhalten, klare Augen, einen guten Ernährungszustand sowie eine normale Futteraufnahme.

Wie oft häutet sich eine Bartagame?

Junge Tiere häuten sich aufgrund ihres schnellen Wachstums deutlich häufiger als erwachsene Bartagamen, bei denen die Häutung meist nur noch in größeren Abständen erfolgt.

Kann eine Bartagame zahm werden?

Mit Geduld und regelmäßiger, ruhiger Gewöhnung entwickeln viele Streifenköpfige Bartagamen ein vertrauensvolles Verhalten gegenüber ihrem Halter.

Welche Krankheiten treten bei Bartagamen häufig auf?

Zu den häufigeren Gesundheitsproblemen zählen Parasitenbefall, Stoffwechselerkrankungen durch UV-Licht-Mangel sowie Erkrankungen infolge ungeeigneter Haltungsbedingungen.

Woher stammt Pogona vitticeps ursprünglich?

Die Streifenköpfige Bartagame stammt aus den trockenen und halbtrockenen Regionen Australiens, wo sie offene Landschaften und Buschgebiete besiedelt.

Woran erkennt man das Geschlecht einer Bartagame?

Das Geschlecht lässt sich bei älteren Tieren anhand bestimmter körperlicher Merkmale im Bereich der Schwanzwurzel und der Femoralporen feststellen.

Benötigt eine Bartagame Klettermöglichkeiten?

Klettermöglichkeiten gehören zu einer artgerechten Terrarieneinrichtung, da die Tiere erhöhte Plätze gerne als Sonnen- und Beobachtungspunkte nutzen.

Kann man Streifenköpfige Bartagamen anfassen?

Streifenköpfige Bartagamen können vorsichtig gehandhabt werden, sollten jedoch nicht unnötig häufig gestört oder festgehalten werden.

Welche Luftfeuchtigkeit ist für Pogona vitticeps geeignet?

Die Luftfeuchtigkeit sollte überwiegend niedrig gehalten werden und sich an den trockenen Lebensräumen orientieren, aus denen die Art ursprünglich stammt.