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Azolla pinnata im Aquarium oder Teich

Einrichtungsbeispiele mit Gefiederter Algenfarn

Lesezeit: ca. 3 Minuten
Azolla pinnata im Aquarium oder Teich (Einrichtungsbeispiele mit Gefiederter Algenfarn)
Azolla pinnata (Gefiederter Algenfarn) - Bildquelle: Das Bild stammt von der freien Enzyklopädie Wikipedia. Lizenzhinweise: chiuluan, Azolla pinnata 189042764, CC BY 4.0

Wissenswertes zu Azolla pinnata (Gefiederter Algenfarn)

Der Gefiederte Algenfarn (Azolla pinnata) ist eine schwimmende Wasserpflanze aus der Familie der Algenfarngewächse (Azollaceae). Aufgrund ihres invasiven Charakters und ihres Schadpotentials steht sie, wie andere Vertreter der Gattung Azolla, in der EU auf der Liste invasiver gebietsfremder Arten von unionsweiter Bedeutung. Damit ist die Haltung, Vermehrung, der Handel und die Ausbringung dieser Pflanze streng verboten.

Azolla pinnata stammt ursprünglich aus den tropischen und subtropischen Regionen Asiens und Afrikas. Dort gedeiht sie in stehenden oder langsam fließenden Gewässern wie Teichen, Kanälen, Reisfeldern und Sümpfen. Die Pflanze bevorzugt warme, nährstoffreiche Gewässer mit milden Klimabedingungen.

Aussehen

Der Gefiederte Algenfarn zeichnet sich durch seine zarten, stark gefiederten Blätter aus, die ihm eine besonders filigrane Optik verleihen. Die Blätter sind länglich und in einem frischen Grün gefärbt, können bei starker Sonneneinstrahlung oder Stressbedingungen jedoch rötliche Töne annehmen. Die Pflanze bildet feine, frei schwebende Teppiche auf der Wasseroberfläche, wobei ihre Wurzeln frei im Wasser hängen. Die Blätter sind so angeordnet, dass sie an Farnwedel erinnern – daher der Name „gefiedert“.

Verhalten und invasive Eigenschaften

Azolla pinnata ist bekannt für ihre extreme Wuchsfreudigkeit. Unter optimalen Bedingungen kann sich die Pflanze in wenigen Wochen großflächig ausbreiten und die gesamte Wasseroberfläche bedecken. Diese dichten Teppiche blockieren das Sonnenlicht für unterhalb der Wasseroberfläche lebende Pflanzen und reduzieren den Sauerstoffgehalt im Wasser. Dies gefährdet aquatische Lebewesen und stört das ökologische Gleichgewicht. Die Pflanze vermehrt sich hauptsächlich durch vegetative Teilung, wobei schon kleine Pflanzenteile ausreichen, um neue Kolonien zu bilden.

Verwendung und Pflege

Früher wurde Azolla pinnata in tropischen Aquarien als dekorative Schwimmpflanze verwendet. Sie bietet Fischen schattige Verstecke und kann Jungfischen Schutz geben. Die symbiotische Beziehung der Pflanze mit Cyanobakterien (Anabaena azollae), die Stickstoff aus der Luft binden, machte sie zudem nützlich für die Wasserqualität.

In der EU ist die Haltung und Kultivierung von Azolla pinnata verboten, da sie durch unachtsame Entsorgung in die Natur gelangen und dort Schäden anrichten könnte.

Auch in Gartenteich wurde Azolla pinnata gelegentlich genutzt, allerdings ist die Verwendung heute aufgrund ihrer invasiven Eigenschaften und gesetzlichen Vorschriften verboten. Heimische Alternativen wie der Froschbiss (Hydrocharis morsus-ranae) oder die Wasserlinse (Lemna minor) sind bessere Optionen.

Nutzung in der Landwirtschaft

In ihren Ursprungsländern wird Azolla pinnata traditionell als natürlicher Dünger verwendet, insbesondere in Reisfeldern. Ihre Fähigkeit, Stickstoff zu binden, fördert das Pflanzenwachstum und verringert den Bedarf an chemischen Düngemitteln. Diese Eigenschaft hat die Verbreitung der Pflanze in tropischen Regionen begünstigt.

Bekämpfung

Die Bekämpfung von Azolla pinnata in betroffenen Gewässern ist schwierig. Physikalische Methoden wie das Abfischen und Entfernen der Pflanzenteppiche sind arbeitsintensiv und oft nicht dauerhaft erfolgreich, da sich kleine, zurückgebliebene Pflanzenteile schnell wieder vermehren. In einigen Regionen werden biologische Methoden getestet, wie der Einsatz spezialisierter Fressfeinde wie des Algenfarnkäfers (Stenopelmus rufinasus).

Gesetzliche Regelungen

Wie andere invasive Arten steht Azolla pinnata in der EU unter strenger Regulierung. Ihr Besitz, die Kultivierung und Ausbringung sind untersagt. Verstöße können hohe Strafen nach sich ziehen. Die gesetzlichen Maßnahmen sollen verhindern, dass die Pflanze in natürliche Gewässer gelangt und dort ökologische Schäden anrichtet.

Alternativen für Aquarien und Teiche

Da die Haltung von Azolla pinnata nicht erlaubt ist, bieten sich Alternativen wie Salvinia natans (Kleiner Schwimmfarn) oder Lemna minor (Kleine Wasserlinse) an. Beide Pflanzen sind für Aquarien und Teiche geeignet, haben ähnliche optische Qualitäten und bergen kein Risiko für die heimische Umwelt.

Verwandte Arten

  • Azolla caroliniana

    Azolla caroliniana (Blauer Teichhalm)

    Azolla caroliniana, auch bekannt als Carolinischer Wasserfarn oder Feenmoos, ist eine aquatische Pflanze, die in Nordamerika heimisch ist. Sie kommt hauptsächlich in den südöstlichen Vereinigten Staaten vor, ist jedoch auch in anderen Teilen Nordamerikas zu finden. Dieser Wasserfarn ist dafür bekannt, in stehenden Gewässern wie Teichen, Seen, Tümpeln und langsam fließenden Bächen zu gedeihen.

  • Azolla cristata

    Azolla cristata (Kleiner Algenfarn)

    Azolla cristata, auch als Kleiner Algenfarn bekannt, ist eine schwimmende Wasserpflanze, die schnell wachsende Teppiche auf der Wasseroberfläche bildet. Sie wird in Aquarien, Teichen und in manchen Teilen der Welt auch in der Landwirtschaft eingesetzt.

  • Azolla filiculoides

    Azolla filiculoides (Großer Algenfarn)

    Azolla filiculoides, auch bekannt als Großer Algenfarn, ist eine schwimmende Wasserpflanze, die in vielen Teichen und Aquarien als dekoratives Element und zur natürlichen Wasseraufbereitung verwendet wird. Sie wächst schnell und bildet dichte Teppiche auf der Wasseroberfläche. Aufgrund ihrer invasiven Eigenschaften ist diese Pflanze in Deutschland in Gewässern verboten und darf dort nicht entsorgt werden.

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