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Das Buntbarschaquarium - Grundlagen und Begriffe


Aquarium einrichten

Woher kommen die Buntbarsche?


Ein Buntbarschaquarium ist eine Sonderform des Aquariums, das ausschließlich oder überwiegend mit Cichliden besetzt ist. Buntbarsche sind mit mehr als 1.700 bekannten Arten eine der umfangreichsten Familien der Süßwasserfische. Cichliden sind weit verbreitet. Ihre natürlichen Vorkommen liegen in Afrika, wobei die ostafrikanischen Grabenseen (Lake Malawi, Lake Tanganjika und Victoriasee) einen unglaublichen Artenreichtum an Buntbarscher bergen, in Südamerika und im asiatischen Raum.

Ein Buntbarschaquarium einrichten


Die Größe von Buntbarschen reicht von 3 bis 80 cm Körperlänge. Genau wie ihre Körpergröße zeigen sie auch sehr unterschiedliche Verhaltensweisen, haben sich an die unterschiedlichsten Lebensräume und Wasserwerte angepasst. Dies sollte bei der Einrichtung eines Aquariums für Cichliden berücksichtigt werden. Deshalb sind die wichtigsten Regeln für ein Buntbarschaquarium:

  • Ausreichend großes Aquarium wählen
  • Einrichtung entsprechend dem natürlichen Lebensraum mit robusten Einrichtungsgegenständen und Pflanzen
  • Vergesellschaftung nur wenn die Wasserwerte und das Verhalten aufeinander abgestimmt sind

Warum ein Buntbarschaquarium einrichten


Buntbarsche haben alles, was ein Aquarianer auf dem Wunschzettel hat: Bunte Färbungen, faszinierendes Verhalten (Revierbildung, Sozialverbände, Brutpflege, etc.) und jede Menge Vielfalt an Arten und Biotopen, die im heimischen Aquarium nachgebaut werden können. Cichliden bieten also auch für den erfahrenen Aquarianer immer wieder Neues und vielfältige Herausforderungen. Es sind unter den zahlreichen Arten auch viele dabei, die gerade für den Anfänger zu empfehlen sind, da sie oft robust sind und den einen oder anderen Fehler des Aquarienbesitzers eher verzeihen.

Reines Buntbarschaquarium oder Vergesellschaftung


Ob sich der Aquarianer für ein reines Buntbarschaquarium oder für die Vergesellschaftung der Cichliden mit anderen Familien wie den Salmlern entscheidet, ist nicht nur eine Geschmacksfrage. Bei Cichliden aus den ostafrikanischen Grabenseen ist es zu empfehlen, die Fische nur mit Ihresgleichen in ein Aquarium zu setzen, denn ihr aggressives Revierverhalten löst bei Tieren aus anderen Biotopen Stress aus, wenn es nicht direkt zum Tod führt. Die speziellen Wasserwerte der Grabenseen ist einer Vergesellschaftung ebenfalls abträglich.
Leichter ist es z.B. Cichliden aus Südamerika mit anderen Gattungen zu vergesellschaften. Buntbarsche wie Skalare, Geophagen oder Diskusfische zusammen mit Salmlern, L-Welsen oder Panzerwelsen zu halten, ist eine sehr häufige Kombination, wenn zum Beispiel ein Amazonas-Aquarium gestaltet werden soll.
Ein weiterer wichtiger Aspekt bei der Vergesellschaftung von Buntbarschen ist ihre Ernährungsweise. Dass solche Fische nicht mit Cichliden vergesellschaftet werden können, die auf dem Speiseplan des Buntbarsches mit räuberischer Ernährungsweise stehen, ist offensichtlich. Dass es auch schwierig ist, reine Pflanzenfresser zu vergesellschaften ist aber ebenso schwierig, denn diese Herbivoren sind teilweise so auf pflanzliche Nahrung spezialisiert, dass sie bei proteinreicher Nahrung zu Verfettung neigen oder sehr leicht Erkrankungen des Verdauungstraktes auftreten können. Buntbarsche sollten also immer mit solchen Fischen zusammen gehalten werden, die gleiche oder sehr ähnliche Nahrung aufnehmen.

Das Brutpflegeverhalten


Das Verhalten der Buntbarsche ist ein Hauptgrund dafür, dass Cichliden bei Aquarienbesitzern so beliebt sind. Dazu zählt nicht nur die Aufzucht der Jungen, sondern bereits das Paarungsverhalten und die Balz. Beim Brutpflegeverhalten der Buntbarsche unterscheiden sich folgende Formen:

  • Elternfamilie: Weibchen und Männchen üben die Brutpflege gemeinsam aus, wobei das Männchen meist einen größeren Anteil an der Revierverteidigung hat.
  • Mann-Mutter-Familie: das Weibchen übt die Brutpflege allein aus, während das Männchen das Revier verteidigt. Auch nach dem Freischwimmen der Jungfische betreut das Weibchen allein die Jungen.
  • Mutterfamilie: Das Weibchen übt die Brutpflege allein aus, das Männchen beteiligt sich nicht an der Brutpflege (z. B. bei den maulbrütenden Buntbarschen des Malawisees).
  • Vater-Mutter-Familie: Das Weibchen übt die Brutpflege zuerst allein aus, während das Männchen das Revier verteidigt. Schwimmen die Jungfische frei, so werden sie von beiden Eltern betreut.

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Letzte Änderung am 16.02.2017 von
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