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Diskusfische im Aquarium halten

Einrichtungsbeispiele mit Symphysodon

Lesezeit: ca. 14 Minuten
Diskusfische im Aquarium halten (Einrichtungsbeispiele mit Symphysodon)
Symphysodon (Diskusfisch)

Haltungsempfehlungen

Um Symphysodon (Diskusfisch) möglichst artgerecht zu halten, empfehlen wir nachfolgende Bedingungen zu schaffen. Vor allem bei der Angabe zur Mindestgröße bitten wir zu beachten, dass die optimalen Verhältnisse unter Umständen erst in wesentlich größeren Aquarien hergestellt werden können.

  • Wassertemperatur: 26° bis 30°C
  • pH-Wert: 5.0 bis 7.5
  • Gesamthärte: 2° bis 10° dGH
  • Mindestaquariengröße: 400 Liter

Wissenswertes zu Symphysodon (Diskusfisch)

Herkunft

Beim Diskus (Symphysodon) handelt es sich um eine Buntbarsch-Gattung, die ursprünglich aus dem tropischen Südamerika stammt. Dort ist er im Amazonas zu finden. Von der peruanischen Stadt Iquitos im Westen bis zum Beginn des Amazonasdeltas vor der brasilianischen Atlantikküste ausgehend, haben sich die beliebten Aquariumfische aus Südamerika auch die Zuflüsse erschlossen.

Aussehen

Diskusfische sind eine Art von Süßwasserzierfischen, die für ihre auffälligen Farben und runden, scheibenartigen Körper bekannt sind. Die Farbvariationen bei Diskusfischen sind zahlreich und können von rot, braun, blau, grün bis hin zu gelb reichen.

Ihr Körper ist seitlich zusammengedrückt und hat eine abgerundete Form, die an eine flache Scheibe erinnert. Die Rückenflosse verläuft entlang des oberen Rückens und geht nahtlos in die Schwanzflosse über. Die Brustflossen sind klein und rund, während die Bauchflossen lang und dünn sind.

Die Augen von Diskusfischen sind groß und auffällig, mit einer runden Pupille und einem dunklen Rand. Die Kiemen sind gut entwickelt und von einem dicken Kiemendeckel bedeckt. Der Mund ist klein und unterständig, was bedeutet, dass er an der Unterseite des Kopfes sitzt.

Der König der Aquaristik

In der Aquaristik galt der Diskus lange zeit als sehr schwierig zu halten, da die Fische sehr hohe Ansprüche an die Wasserqualität und -Zusammensetzung haben. Wildfänge lassen sich fast nur dann erfolgreich halten oder gar vermehren, wenn das Wasser fast keimfrei, leicht sauer (pH-Wert zwischen 4 und 6,5) und sehr weich, also weitestgehend frei von gelösten Mineralstoffen ist. Die Gesamthärte ist hier oft unter 1°dGH. Die Wassertemperatur liegt in den natürlichen Biotopen zwischen 29 und 34°C, was für andere Aquarienfische eher lebensbedrohlich ist.

Der Diskus Fisch wird oft als "König der Aquaristik" oder "König des Amazonas" bezeichnet, da es meist den erfahrenen Aquarianern vorbeihalten war, die passenden Lebensumstände für die anspruchsvollen Zierfische zu schaffen und sie erfolgreich zu halten.

In den letzten Jahren haben sich neben den verschiedenen natürlichen Standortvarianten, die selbst bereits sehr unterschiedliche Zeichnungen und Farben aufweisen, immer mehr Zuchtformen durchgesetzt, die mit den in Deutschland gängigen Wasserwerten besser zurecht kommen sollen. Hier sind vor allem die Tiere aus der Diskuszucht Stendker zu nennen, die auch auf Grund ihrer intensiven Färbungen sehr beliebt sind und einfacher im Aquarium zu halten sind.

Haltung

Obwohl das natürliche Biotop der Buntbarsche meist pflanzenlos ist, wird ein Diskusaquarium oft mit einer dichten Bepflanzung eingerichtet. In den letzten Jahren ist aber auch hier ein Trend zur biotopnahem Gestaltung des Aquariums zu beobachten. Die Becken werden dann mit Sandboden eingerichtet und hauptsächlich mit großen Wurzeln dekoriert.

Bei der Bepflanzung ist es wichtig, dass auch an der Stelle die hohen Temperaturen in einem Diskusaquarium bedacht werden. Nicht alle Aquarienpflanzen tolerieren solche Werte. Gut geeignet ist eine Auswahl von Pflanzen aus den Gattungen Anubias, Echinodorus, Vallisneria, Cryptocorynen und Microsorum.

Wichtig für die erfolgreiche Haltung ist, dass die Diskusfische Unterstände vorfinden. Dabei ist es egal, ob diese pflanzlich sind oder hängende Wurzeln, die sozusagen ein Dach bilden. Die Beleuchtung sollte nicht zu hell sein oder zumindest einige schattige Zonen haben. Eine Abdunklung des Aquariumbeckens mit Schwimmpflanzen ist ebenfalls eine gute Möglichkeit, das Wohlbefinden dieser Süßwasserfische zu steigern.

Das Aquarium für die bis zu 20 cm großen Discusfische sollte mindestens 400 Liter fassen. Wichtig ist dabei auch die Höhe des Beckens, die mindestens 60 cm betragen sollte. Die Kantenlänge sollte mindestens 150 cm betragen.

Diskusbuntbarsche sollten am besten als Paar oder als Gruppe ab 5 Tieren gehalten werden. Optimal ist eine Gruppe ab 10 Exemplaren.

Bei der Vergesellschaftung sollte darauf geachtet werden, dass die Beifische zusammen mit den Diskus beim gleichen Händler bezogen werden, um das Risiko von abweichenden Bakterienstämmen zu minimieren. Beliebte Beifische sind Neonsalmler, rote Phantomsalmler, Rotkopfsalmler, marmorierte Beilbäuche, L-Welse, Panzerwelse und verschiedene Zwergbuntbarsche aus der Gattung Apistogramma. Beifische sollten ruhig und auf keinen Fall aggressiv sein. Da das Nachbesetzen immer mit dem Risiko verbunden ist, dass wieder neue Krankheitserreger eingeschleppt werden könnten, sollte gleich zu Beginn ein ausreichend hoher Besatz gewählt werden. Wichtig ist, dass die vergesellschafteten Tiere mit den Wasserwerten zurechtkommen.

Bei der Ernährung sollte auf abwechslungsreiche und gesunde Ernährung geachtet werden, damit der Diskus Fisch gesund und fit bleibt. Mangelerscheinungen können durch die Kombination von verschiedenen Frost-, Trocken und Lebendfuttersorten vermieden werden. Die sie einen kurzen Verdauungstrakt haben, sollten sie mehrmals täglich eine kleine Menge Futter erhalten. Die bei Diskushaltern weit verbreitete Fütterung mit Truthahnherz und Rinderherz erfordert eine hohe Wassertemperatur ab 28°C aufwärts, damit die Fische diese Nahrung verwerten können. Dieses "Mästen" ist unter Aquarianern umstritten.

Arten

In der Aquaristik gelten vor allem die ursprünglichen Arten als echte Herausforderung. Dazu zählen Symphysodon tarzoo, Symphysodon aequifasciatus und seine Unterarten S. aequifasciatus aequifasciatus (Grüner Diskusfisch), S. aequifasciatus axelrodi (Brauner Diskusfisch), S. aequifasciatus haraldi (Blauer Diskusfisch) und S. discus (Heckel Diskus, Pompadurfisch). Diese Arten reagieren oft sehr empfindlich auf zu hartes Wasser, zu nierige Wassertemperaturen oder zu hohen pH-Wert. Nachzuchten wie von Stendker gelten als wesentlich robuster.

Die Zuchtformen haben teilweise Fantasienamen wie "Ghost", "Blue Diamond", "Marlboro Red", "Pigeon Blood", "Dark Angel", "German Wonder", "Snake Skin" oder "Tangerine Dream".

Zucht

Eine besondere Herausforderung stellt die Zucht von Diskusbuntbarschen dar.

Die erste Schwierigkeit besteht darin, ein funktionierendes Brutpaar zu erhalten. Meist sondert sich ein Pärchen aus der Gruppe ab und verhält sich auffallend aggressiv gegenüber allen anderen Fischen im Aquarium.

Das Ablaichen erfolgt meistn an einer glatten, fast senkrechten Fläche im Becken. Dies kann an der Scheibe, dem Filter und Pflanzen geschehen. Von Züchtern werden oft spezielle Laichkegel angeboten.

Sollten die Wasserwerte (sehr weich und pH-Wert deutlich unter 6) nicht passen, kommt es sehr oft zu einer Verpilzung der Eier der Diskusfische oder sie bleiben sogar gänzlich unbefruchtet.

Beide Elterntiere bewachen teilweise abwechselnd das Gelege. Das Gelege darf auf keinen Fall von den Elternfischen getrennt werden, da das erste Futter für die Jungfische zwangsweise ein Hautsekret sein muss, dass sie vom Körper der Eltertiere picken. Später können die Jungfische mit frisch geschlüpften Artemien gefüttert werden.

Wenn sich ein harmonisierendes Paar im Gesellschaftsbecken gefunden hat, kann dieses auch in ein Zuchtbecken gesetzt werden. Bewährt haben sich Würfen mit einer Mindestkantenlänge von 50 cm. Ein solches Ablaichbecken wird meist ausschließlich mit einem Laichkegen eingerichtet, um Krankheitsherde möglichst auszuschließen.

Wichtig ist auch, dass die Elterntiere möglichst ohne Stress ihrer Brutpflege nachgehen können, da sonst auch die Gefahr besteht, dass das eigene Gelege gefressen wird.

FAQs

Was ist der Diskusfisch genau und warum gilt er als einer der edelsten Aquarienfische?
Der Diskusfisch, wissenschaftlich als Symphysodon bekannt, gehört zu den farbenprächtigsten und zugleich anspruchsvollsten Zierfischen in der Aquaristik. Seine außergewöhnliche Körperform mit der rundlichen, scheibenartigen Silhouette und die intensiven Farbvarianten haben ihm den Ruf eines „Königs der Aquarienfische“ eingebracht. Besonders geschätzt wird er wegen seines ruhigen Verhaltens und seiner eleganten Schwimmweise, die im Aquarium sehr harmonisch wirkt. Gleichzeitig ist er aber auch empfindlich gegenüber Wasserwerten und reagiert stark auf Stress, weshalb er vor allem in gut eingefahrenen, stabilen Aquarien gehalten werden sollte.

Wo kommt der Diskusfisch ursprünglich her?
Der Diskusfisch stammt aus dem Amazonasgebiet in Südamerika, wo er in langsam fließenden Nebenarmen, Überschwemmungsgebieten und Schwarzwasserregionen lebt. Dort findet man ihn häufig in sehr warmen, weichen und leicht sauren Gewässern mit vielen Wurzeln und dichter Vegetation. Diese natürlichen Bedingungen sind für seine Haltung im Aquarium entscheidend, da er sich evolutionär genau an solche stabilen, aber nährstoffarmen Lebensräume angepasst hat. Besonders wichtig ist die geringe Strömung und die hohe Wasserreinheit, die in seinem natürlichen Habitat vorherrscht.

Welche Wasserwerte sind ideal für die Haltung von Diskusfischen?
Ideal sind für Diskusfische Temperaturen zwischen 26 und 30 Grad Celsius, da sie aus tropischen Regionen stammen und hohe Temperaturen bevorzugen. Der pH-Wert sollte leicht sauer bis neutral im Bereich von etwa 5 bis 7,5 liegen, während die Wasserhärte möglichst niedrig sein sollte. Besonders wichtig ist jedoch nicht nur die exakte Einhaltung dieser Werte, sondern deren Stabilität, da Diskusfische sehr empfindlich auf Schwankungen reagieren. Eine leistungsstarke Filterung, regelmäßige Wasserwechsel und eine sorgfältige Pflege des Aquariums sind daher unerlässlich, um langfristig gesunde Tiere zu halten.

Wie groß sollte ein Aquarium für Diskusfische sein?
Für die Haltung von Diskusfischen wird ein Aquarium mit mindestens 400 Litern empfohlen, wobei größere Becken deutlich besser geeignet sind. Da Diskusfische in Gruppen leben und viel Schwimmraum benötigen, sollte das Aquarium nicht nur groß, sondern auch gut strukturiert sein. Eine Mindestgruppe von fünf bis sechs Tieren gilt als sinnvoll, damit sie ihr natürliches Sozialverhalten ausleben können. Besonders wichtig ist eine ausreichende Höhe des Beckens, da Diskusfische eher vertikal orientiert schwimmen und gerne im mittleren Wasserbereich bleiben.

Wie verhält sich der Diskusfisch im Aquarium?
Der Diskusfisch zeigt ein ruhiges, oft fast majestätisches Verhalten und bewegt sich langsam und gleichmäßig durch das Aquarium. Er ist ein Schwarmfisch, der die Nähe seiner Artgenossen sucht und sich in Gruppen deutlich sicherer fühlt. In stressfreien Umgebungen wirkt er sehr neugierig und kann sogar zutraulich werden, insbesondere wenn er regelmäßig gefüttert wird. Bei Stress oder schlechten Wasserbedingungen zieht er sich jedoch schnell zurück, dunkelt in der Farbe ab und kann apathisch wirken, was als Warnsignal verstanden werden sollte.

Was frisst ein Diskusfisch?
Diskusfische sind Allesfresser mit einer klaren Tendenz zu proteinreicher Nahrung. In der Natur ernähren sie sich unter anderem von kleinen Wirbellosen, Insektenlarven und organischen Partikeln. Im Aquarium werden sie häufig mit speziellem Diskusfutter, Frostfutter wie Artemia oder Mückenlarven sowie hochwertigem Granulatfutter versorgt. Eine abwechslungsreiche Ernährung ist sehr wichtig, da sie das Immunsystem stärkt und die Farbenpracht intensiviert. Gleichzeitig sollte man darauf achten, nicht zu viel zu füttern, da Diskusfische empfindlich auf schlechte Wasserqualität reagieren.

Wie oft sollte man Diskusfische füttern?
Diskusfische sollten idealerweise zwei- bis viermal täglich in kleinen Portionen gefüttert werden, da sie einen relativ hohen Stoffwechsel haben. Besonders junge Tiere benötigen häufigere Fütterungen, um ein gesundes Wachstum zu gewährleisten. Wichtig ist dabei, dass keine Futterreste im Aquarium verbleiben, da diese das Wasser belasten und schnell zu Problemen führen können. Regelmäßige kleine Mahlzeiten sind deutlich besser als seltene große Fütterungen, da sie die Verdauung entlasten und die Wasserqualität stabil halten.

Wie vermehrt sich der Diskusfisch?
Die Fortpflanzung von Diskusfischen ist ein komplexer Prozess, der stabile Bedingungen und oft viel Geduld erfordert. Ein harmonierendes Paar sucht sich in der Regel eine feste Laichstelle, meist eine glatte Oberfläche wie eine Wurzel oder einen Stein. Dort werden die Eier abgelegt und anschließend vom Männchen befruchtet. Besonders interessant ist, dass die Jungfische in den ersten Tagen von einer speziellen Hautsekretion der Eltern ernährt werden, die als „Diskusmilch“ bezeichnet wird. Dieses Brutpflegeverhalten ist einzigartig und ein Grund, warum die Zucht von Diskusfischen als anspruchsvoll gilt.

Warum gelten Diskusfische als schwierig in der Haltung?
Diskusfische gelten als anspruchsvoll, weil sie sehr empfindlich auf Wasserqualität, Temperatur und Stress reagieren. Schon kleine Schwankungen können ihr Wohlbefinden stark beeinträchtigen. Außerdem benötigen sie viel Platz, regelmäßige Pflege und eine durchdachte Vergesellschaftung. Ein stabil eingefahrenes Aquarium mit guter Filterung ist Pflicht, da die Tiere auf erhöhte Nitrit- oder Nitratwerte schnell mit Krankheiten reagieren können. Auch ihre Fütterung und soziale Struktur erfordern Erfahrung und Aufmerksamkeit.

Mit welchen Fischen kann man Diskusfische vergesellschaften?
Diskusfische lassen sich am besten mit ruhigen, warmwasserverträglichen Arten vergesellschaften, die keine Konkurrenz oder Stress verursachen. Häufig werden sie mit friedlichen Salmlern, Panzerwelsen oder L-Welsen gehalten, die ähnliche Wasserbedingungen bevorzugen. Wichtig ist, dass die Beifische keine hektischen Bewegungen machen und keine Nahrungskonkurrenz darstellen. Aggressive oder sehr aktive Arten sollten vermieden werden, da Diskusfische schnell unter Stress geraten können.

Welche Krankheiten treten bei Diskusfischen häufig auf?
Diskusfische können bei schlechten Bedingungen anfällig für verschiedene Erkrankungen sein, darunter bakterielle Infektionen, Darmparasiten oder Hautprobleme. Besonders häufig treten Probleme durch Stress oder schlechte Wasserqualität auf, da das Immunsystem der Tiere dann geschwächt ist. Typische Anzeichen sind Appetitlosigkeit, dunkle Färbung, eingezogene Flossen oder apathisches Verhalten. Eine schnelle Reaktion und Verbesserung der Haltungsbedingungen ist entscheidend, um ernsthafte Krankheiten zu vermeiden.

Wie erkennt man einen gesunden Diskusfisch?
Ein gesunder Diskusfisch zeigt eine kräftige, gleichmäßige Färbung, schwimmt ruhig und reagiert aufmerksam auf seine Umgebung. Seine Flossen sind vollständig geöffnet und nicht angelegt, und er zeigt ein aktives Fressverhalten. Auch die Atmung ist gleichmäßig und nicht beschleunigt. Ein wichtiger Indikator ist zudem das soziale Verhalten, da gesunde Tiere aktiv mit ihrer Gruppe interagieren und nicht isoliert im Aquarium stehen.

Wie lange leben Diskusfische im Aquarium?
Bei guter Pflege können Diskusfische im Aquarium etwa zehn bis fünfzehn Jahre alt werden. Die Lebenserwartung hängt stark von der Qualität der Haltung ab, insbesondere von Wasserwerten, Ernährung und Stressfreiheit. In optimal gepflegten Aquarien mit stabilen Bedingungen erreichen sie häufig ein deutlich höheres Alter als in schlecht geführten Becken. Eine langfristige Haltung erfordert daher kontinuierliche Pflege und Aufmerksamkeit.

Warum verfärben sich Diskusfische manchmal dunkel?
Eine dunkle Verfärbung bei Diskusfischen ist meist ein Stresssignal und deutet darauf hin, dass sich die Tiere unwohl fühlen. Ursachen können schlechte Wasserwerte, Krankheit, Stress durch andere Fische oder plötzliche Veränderungen im Aquarium sein. Auch während der Eingewöhnung oder bei Rangordnungskämpfen innerhalb der Gruppe kann es zu Farbveränderungen kommen. Wenn die Ursache behoben wird, kehrt die normale Färbung in der Regel wieder zurück.

Brauchen Diskusfische eine starke Filterung im Aquarium?
Diskusfische benötigen eine sehr gute, aber nicht zu starke Filterung. Wichtig ist vor allem eine effiziente biologische Filterung, die Schadstoffe zuverlässig abbaut, ohne starke Strömung zu erzeugen. Da die Tiere aus ruhigen Gewässern stammen, bevorzugen sie eher geringe Wasserbewegung. Gleichzeitig muss die Wasserqualität konstant hoch bleiben, weshalb regelmäßige Pflege und Filterwartung unerlässlich sind.

Wie wichtig sind Wasserwechsel bei der Diskusfischhaltung?
Regelmäßige Wasserwechsel sind extrem wichtig für die Gesundheit von Diskusfischen, da sie empfindlich auf Schadstoffanreicherungen reagieren. Oft werden wöchentliche Teilwasserwechsel von 30 bis 50 Prozent empfohlen, je nach Besatzdichte und Fütterung. Frisches Wasser hilft dabei, die Keimzahl niedrig zu halten und das biologische Gleichgewicht stabil zu unterstützen. In der professionellen Haltung können sogar noch häufigere Wechsel sinnvoll sein.

Kann man Diskusfische mit Pflanzen halten?
Ja, Diskusfische lassen sich gut mit Aquarienpflanzen halten, solange diese die hohen Temperaturen vertragen. Besonders geeignet sind robuste Arten, die auch bei 28 bis 30 Grad Celsius gut wachsen. Pflanzen tragen zur Wasserqualität bei, bieten Verstecke und reduzieren Stress im Aquarium. Gleichzeitig sollte das Becken nicht zu dicht bepflanzt sein, damit ausreichend Schwimmraum erhalten bleibt.

Sind Diskusfische für Anfänger geeignet?
Diskusfische sind eher nicht für absolute Anfänger geeignet, da sie ein hohes Maß an Erfahrung in der Aquaristik erfordern. Ihre empfindliche Natur, die hohen Ansprüche an Wasserqualität und die spezielle Ernährung machen sie zu anspruchsvollen Pfleglingen. Wer jedoch bereits Erfahrung mit stabilen Süßwasseraquarien hat und bereit ist, sich intensiv um Pflege und Kontrolle zu kümmern, kann sie erfolgreich halten.

Warum sind Diskusfische so farbenprächtig?
Die intensive Färbung der Diskusfische ist das Ergebnis von Zuchtlinien sowie natürlicher Anpassung an ihre Umgebung. In der Natur dient die Färbung unter anderem der Tarnung im schwach beleuchteten Schwarzwasser des Amazonas. In der Aquaristik wurden durch gezielte Zucht viele Farbvarianten entwickelt, die von Blau- und Rot-Tönen bis zu stark gemusterten Formen reichen. Die Farben können sich je nach Stimmung, Gesundheit und Umweltbedingungen verändern.

Wie wichtig ist die Gruppengröße bei Diskusfischen?
Die Gruppengröße ist sehr wichtig, da Diskusfische soziale Tiere sind. Einzelhaltung oder zu kleine Gruppen führen schnell zu Stress und Verhaltensproblemen. Eine Gruppe von mindestens fünf bis sechs Tieren gilt als ideal, damit sich eine stabile Rangordnung entwickeln kann. In größeren Gruppen verteilen sich Aggressionen besser, und das natürliche Verhalten kommt stärker zur Geltung.

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