Lebens(t)räume für Menschen, Tiere & Pflanzen
Gestaltungsbeispiele für naturnahe Lebensräume
Einrichtungsbeispiele.de-Logo
Neu
Login
Wir werden unterstützt von:

Artentafel - Copadichromis jacksoni

Lesezeit: ca. 4 Minuten
Artentafel - Copadichromis jacksoni
Artentafel - Copadichromis jacksoni - Foto 1

Lebensraum

Copadichromis jacksoni lebt im ufernahen klaren Freiwasser und hält sich da bevorzugt entlang steiler Felsküsten über sandigem Untergrund auf. Während sich die Männchen in kleinen Brutkolonien auf hochaufragenden Felsbrocken bewegen, halten sich die die Weibchen über ihnen im offenen Wasser auf.

Wassertiefe der Jacksoni-Habitate

C. jacksoni lebt bevorzugt im seichten ufernahen Freiwasser in Tiefen zwischen rund 5 und 10 Meter.

Ernährung

Copadichromis jacksoni zählt zu den karnivoren Cichliden. Er ernährt sich hauptsächlich im offenen Wasser von Zoo- und Phytoplankton. Auch Wirbellose und andere Kleinstlebewesen gehören zum Speiseplan, da Plankton nicht das ganze Jahr über an allen Orten in ausreichenden Mengen vorhanden ist.

Besonderheiten

Copadichromis jacksoni Männchen scheinen zählen zu können: in ihrem Lebensraum, welchen sie teilweise mit vielen anderen Utakas teilen, sind die balzaktiven Männchen von Weibchen mit einem, zwei oder sogar drei Flecken auf den Flanken umgeben. Der Jacksoni balzt grundsätzlich jedes Weibchen mit 2 Punkten auf der Flanke an, auch wenn es sich dann mal um ein solches von Copadichromis quadrimaculatus handeln sollte. Weibchen mit mehr oder weniger Flecken werden ignoriert.

Wichtig: Die Art wird von der IUCN (International Union for Conservation of Nature and Natural Ressources) als nicht gefährdet eingestuft.

Verhalten

C. jacksoni hat keine spezielle Brutzeit ??? balzaktive Männchen können das ganze Jahr über beobachtet werden. Normalerweise halten sich geschlechtsreife Männchen in kleinen Brutkolonien auf und verteidigen ihre Reviere auf hochaufragenden Felsbrocken. Es wird davon ausgegangen, dass die Männchen auf diese Weise versuchen, den über ihnen im Freiwasser schwimmenden Weibchen, näher zu sein.

Die Brutreviere werden gegenüber Artgenossen wie auch gegenüber artfremden Tieren mitunter heftig verteidigt, wobei solche Territorien nicht nur während des Brutgeschäfts gehalten werden.

Die Weibchen und juvenilen Böcke tummeln sich, nach Plankton suchend, in grossen Schulen im offenen Wasser, einige Meter über den Böcken.

Populationen

Copadichromis jacksoni ist seeweit verbreitet und kommt an allen steilen Felsküsten vor. Wir sprechen hier also von fast unzähligen Populationen, welche sich aber in ihren Brutfärbungen kaum differenzieren.

Für die Aquaristik befischt wird vor allem folgende Population:

>> Likoma Island

Haltung im Aquarium

Für die Haltung im Aquarium bietet sich die Gestaltung einer lockeren ???Felszone??? an ??? sandiger Untergrund von grösseren Felsbrocken durchzogen, welche einerseits etwas Sichtschutz unter den territorialen Böcken bieten und andererseits auch geeignete Reviere entlang von Steinen und Felsen beinhalten. Für die Haltung des Jacksoni ist es empfehlenswert, grössere Sandflächen zwischen den Felsen zu belassen. Steile felsige Hintergründe (klassische 3D-Rückwände) bieten hier ideale naturnahe Bedingungen.

C. jacksoni kann in Becken ab 600 Litern gehalten werden, wobei aber die Schwimmfreudigkeit dieser Art mit zu berücksichtigen ist. Eine Mindestkantenlänge von 200 Zentimeter sollte dementsprechend sichergestellt werden.

In der Haremshaltung sollten jeweils 1 Bock mit mindestens 2-3 Weibchen gepflegt werden. Eine Gruppenhaltung mit 2 und mehr Böcken ist problemlos möglich, sofern pro Bock 2-3 Weiber gerechnet werden und jedem Bock sein eigenes, möglichst sichtgeschütztes, Laichrevier angeboten werden kann. Das setzt aber entsprechend grössere Becken voraus.

Vergesellschaftung

Vergesellschaftet werden sollte grundsätzlich nur mit nicht allzu aggressiven Arten. Arten aus folgenden Gattungen währen eine ideale Wahl:

>> Aulonocaras-Arten (Arten aus der Fels- und ??bergangszone)

>> Copadichromis-Arten

>> Protomelas-Arten

>> Scianochromis fryeri

Beckenbeleuchtung

In den natürlichen Habitaten von C. jacksoni werden die Spektralfarben BLAU, GR??N, GELB und sogar ORANGE noch stark reflektiert. ORANGE wird ab knapp über 10 Metern und ROT wird bereits knapp ausserhalb der oberen Habitats-Grenzen total absorbiert.

Optimal wäre also ein Lichtspektrum mit dominanten GELB- und Blau- und GR??N-, sowie leicht reduzierter ORANGE-Anteilen.

Für eine naturnahe Beleuchtung eines Jacksoni-Beckens würden sich folgende Leuchtmittel (siehe auch BLOG "Lichtverhältnisse im Wasser / Malawisee") empfehlen:

>> Dennerle trocal color plus

>> HAGEN Aqua GLO

>> HAGEN Power GLO

>> JBL ULTRA Solar Nature

>> OSRAM 965 Biolux

Der Schweizer

Userbild von Der SchweizerDer Schweizer ist Moderator*in von EB und stellt 3 Beispiele vor. In den Bereichen Malawisee, Südamerika, Mittelamerika, Krankheiten, Fragen zu einrichtungsbeispiele.de steht er/sie den Usern bei Fragen kompetent als Anspechpartner zur Seite.

Titel: Artentafel - Copadichromis jacksoni (Artikel 3908)

Das könnte dich ebenfalls interessieren:

Protomelas: Besonders beliebte Malawibuntbarsche

Protomelas: Besonders beliebte Malawibuntbarsche

Arten

Die Gattung Protomelas gehört zur Familie der Buntbarsche (Cichlidae) und ist in den klaren Gewässern des Malawisees in Afrika beheimatet. In der Aquaristik erfreuen sich diese Fische großer Beliebtheit, insbesondere bei Besitzern von Malawiaquarien. Doch was macht sie so attraktiv? Sind es die leuchtenden Farben, das faszinierende Verhalten oder

Malawi-Cichliden am besten im Harem halten

Malawi-Cichliden am besten im Harem halten

Allgemeine Tipps & Tricks

Malawi-Cichliden zählen zu den farbenprächtigsten und faszinierendsten Aquarienfischen, die es gibt. Ihre lebhaften Farben, ihr interessantes Verhalten und ihre Anpassungsfähigkeit machen sie zu beliebten Bewohnern in Süßwasseraquarien weltweit. Doch so schön diese Tiere auch sind – wer sich mit der Haltung von Malawi-Cichliden beschäftigt,

Ernährung von Malawi-Cichliden: Auf keinen Fall mit roten Mückenlarven

Ernährung von Malawi-Cichliden: Auf keinen Fall mit roten Mückenlarven

Futter

In der Aquaristik erfreuen sich Malawicichliden großer Beliebtheit. Ihre intensive Färbung, ihr interessantes Sozialverhalten und ihre Anpassungsfähigkeit machen sie zu spannenden Pfleglingen im heimischen Aquarium. Doch gerade bei der Ernährung dieser Tiere scheiden sich oft die Geister. Besonders ein Thema wird unter Aquarianern immer wieder kontrovers

Im Fokus: Zierfische aus Afrika

Im Fokus: Zierfische aus Afrika

Arten

Afrika ist ein Kontinent, der reich an Biodiversität ist und viele einzigartige Tierarten beheimatet. Auch in der Welt der Aquaristik sind die Zierfische aus Afrika ein faszinierendes Thema. Hier sind einige der schönsten Zierfische aus Afrika.Malawisee-BuntbarscheMalawisee-Buntbarsche sind bunt und lebhaft, mit lebhaften Farben und Mustern. Diese

Welche Fische kommen im Malawisee häufig vor?

Welche Fische kommen im Malawisee häufig vor?

Arten

Der Malawisee, auch Nyassasee genannt, ist einer der beeindruckendsten und artenreichsten Seen der Welt. Er liegt im Ostafrikanischen Grabenbruch und erstreckt sich über die Länder Malawi, Mosambik und Tansania. Mit einer Fläche von etwa 29.600 Quadratkilometern und einer Tiefe von bis zu 706 Metern bietet der Malawisee eine unglaubliche Vielfalt

Mbuna und Utaka: Woher stammen die Bezeichnungen?

Mbuna und Utaka: Woher stammen die Bezeichnungen?

Arten

Der Malawisee ist ein faszinierendes Biotop, das für seine einzigartige Artenvielfalt an Buntbarschen (Cichliden) bekannt ist. Innerhalb dieser Gruppe gibt es zwei Hauptkategorien von Buntbarschen, die besonders bekannt sind: Mbuna und Utaka. Doch woher stammen diese Begriffe eigentlich? Warum werden die Fische so bezeichnet, und was unterscheidet