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Artentafel - Labidochromis sp. "hongi"

Artentafel - Labidochromis sp. "hongi"

Lebensraum

Labidochromis sp. „hongi“ lebt in der Fels- wie auch in der Übergangszone – überall dort, wo er Felseinbuchtungen, Spalten und Höhlen findet. Die Art hat aber eine klar erkennbare Vorliebe für seichte und sedimentreiche Lebensräume. Die Männchen sind streng territorial und halten sich immer in oder in unmittelbarer Näher ihres Revieres (Spalten / Höhlen) auf, während die Weibchen und juvenilen Böcke oft in Gruppen durch das Biotop ziehen und weiden.

Wassertiefe der Hongi-Habitate

Die Habitate aller fünf Populationen liegen in ca. 10 Metern Wassertiefe.

Ernährung

L. sp. „hongi“ ist kein typischer Aufwuchsfresser. Während die territorialen Böcke in unmittelbarer Umgebung ihres Brutreviers weiden, suchen die Weibchen und nichtterritorialen Böcke meist in losen Gruppen oder oftmals auch einzeln das gesamte Biotop ab. Interessant ist, dass diese Art immer wieder ein und dieselbe Stelle am Substrat prüft, was eigentlich eher auf einen Insekten- als auf einen Aufwuchsfresser schliessen lässt. Untersuchungen der Mageninhalte haben aber bewiesen, dass die Tiere nicht nur den Aufwuchs, sondern auch die darin lebenden Kleinstlebewesen (Wirbellose) fressen.

Verhalten

Im Gegensatz zu den meisten anderen Labidochromis-Arten, kann der L. sp. „hongi“

auch innerartlich recht ruppig sein. Böcke haben absolut keine Mühe, sich gegen grössere aggressivere Arten durchzusetzen. Die Weibchen sind auffallend scheu und verstecken sich bei den geringsten Anzeichen von Gefahr sofort in den kleinsten Spalten und Ritzen. Territoriale Männchen sind meist mit der Verteidigung Ihres Brutreviers (Spalte, kleine Höhle) oder mit dem Abweiden des Aufwuchses in unmittelbarer Nähe beschäftigt. Sobald ein Weibchen in das entsprechende Brutrevier schwimmt, wird es sofort angebalzt. Abgelaicht wird ausschliesslich in den beschriebenen Spalten oder Höhlen.

Populationen

>> Hongi Island

>> Lundo Island

>> Riffe zwischen Hongi und Lundo

>> Liuli

>> Mbamba Bay

>> Undu Reef

Die in der Aquaristik bekanntesten und bei weitem attraktivsten Tiere entstammen den Populationen bei den Inseln Hongi und Lundo. Die Männchen der anderen Populationen sind viel weniger auffällig gefärbt.

Haltung im Aquarium

Für die Haltung im Aquarium braucht diese Art ausladende und gut strukturierte Fels- und Geröllaufbauten mit vielen kleinen Spalten und Höhlen. Vor allem in „kleinen“ Höhlen fühlt sich diese Art sehr wohl. Neben den hohen Felsbarrieren im Hintergrund sollte der sandige Vordergrund mit vielen grösseren Steinen durchzogen sein, welche von den weiblichen und jungen Tieren abgeweidet werden können, ohne dass sie gezwungenermassen in die Reviere der territorialen Böcke eindringen müssen.

Labidochromis sp. „hongi“ kann bereits in Becken ab 200 Litern gehalten werden. Als optimal wäre die Haltung kleiner Gruppen (mind 3m/7w) zu bezeichnen. Die Art kann aber auch in Harems (mind. 1m/3w) gepflegt werden.

Vergesellschaftung

Die Hongis können sehr gut mit anderen Labidochromis-Arten, aber auch mit durchsetzungsstarken Arten der Gattungen Pseudotropheus und Metriaclima vergesellschaftet werden. Aus ernährungstechnischen Gründen sollte aber darauf geachtet werden, dass als Beisatz nur limnivore Arten gewählt werden.

Beckenbeleuchtung

In den natürlichen Habitaten von Labidochromis sp. „hongi“ werden die Spektralfarben BLAU, GRÜN und GELB noch stark reflektiert. ORANGE befindet sich bei knapp über 10 Meter Wassertiefe, dem bevorzugten Biotop, gerade so in der Absorptionsphase und ROT wird bereits total absorbiert.

Optimal wäre also ein Lichtspektrum mit dominanten Grün-, Blau- und Gelb- sowie leicht reduzierten Orange-Anteilen.

Für eine naturnahe Beleuchtung eines Hongi-Beckens würden sich folgende Leuchtmittel (siehe auch BLOG "Lichtverhältnisse im Wasser / Malawisee") empfehlen:

>> HAGEN Power GLO

>> Dennerle Trocal Color plus

>> JBL Ultra Solar „nature“

>> OSRAM 965 Biolux - daylight

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