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Ist der Medaka einfach zu halten?

Ist der Medaka einfach zu halten?

Ob der Medaka einfach zu halten ist kann nicht wirklich mit Ja beantwortet werden. Immer wieder höre ich von Haltungsproblemen bei anderen Aquarianern. Im Aquarium ist eine Haltung nicht immer problemlos… Ja, zum einen ist er den Sommer über wirklich einfach zu halten und zu vermehren – zum anderen kann die Überwinterung jedoch einige Probleme bereiten. Doch wenn man zwei oder drei Dinge beachtet, dann sollte auch die Überwinterung erfolgreich sein.

Ist der Medaka einfach zu halten?Anmerkung: Wenn eine Haltung schon klappt, sollte man nichts ändern. Ich schreibe hier über die Haltung, die bei mir und anderen erfolgreich waren. Und bezüglich des seltenen Wasserwechsels, den ich unten beschrieben habe - es kommt auch immer darauf an, wieviele Tiere man in einem Behälter hat.

Zum Medaka bin ich im Frühling 2018 durch eine Freundin gekommen. Zufällig hatte bei uns im Verein ein Kollege diese Tiere und ich konnte mir sechs Exemplare der Variante “Yang Guifei“ holen. Es kamen noch die Varianten “Hi Medaka Nr. 5“ und “Buci lame“ hinzu… Heuer, im Jahr 2020 habe ich jedoch keine Tiere mehr, da bei uns der Fokus im Bereich Arterhaltungsprojekte liegt und ich alle Tiere an Vereinskollegen abgegeben habe.

Ist der Medaka einfach zu halten?Was mir in der knapp zwei-jährigen Haltung der Tiere aufgefallen ist und was ich von Aquarien-Kollegen gehört habe, möchte ich hier nun niederschreiben, da ich mir denken kann, dass dies für andere Hilfreich sein könnte.

Es kann nämlich zu einige Problemen in der Überwinterung der Tiere kommen und im Aquarium ist eine Haltung auch nicht so ohne weiteres erfolgreich.

Ist der Medaka einfach zu halten?Der Medaka im Sommer:

Die Haltung der Tiere im Sommer – eigentlich von Frühling bis Herbst – breitet, wie schon erwähnt, eigentlich keine Probleme. Je nach Witterung können adulte Tiere von März/April bis Oktober/November draußen gut gehalten werden. Für kleinere Jungtiere kann es Ende September oft schon etwas kühl werden und im Frühling wäre es besser, Jungtiere erst Ende April oder im Mai hinaus ins Freie zu bringen.

Ist der Medaka einfach zu halten?Meine oben erwähnte Aquarienkollegin hatte drei Tiere sogar über den Winter in der 250 Liter Teichwanne draußen gehabt, da sie die Tiere im Herbst nicht mehr fangen konnte. Sie versteckten sich zu gut… Doch sie hat besagte Teichwanne an einer sehr geschützten Stelle, wo die Sonne stark scheint und die von zwei Seiten von einer Mauer umgeben ist. Außerdem handelte es sich um schwarze Exemplare vom Medaka, die den Winter 2018/2019 in Tirol überstanden haben.

Der Medaka im Winter:

Immer wieder höre ich von Haltungs-Problemen, den Medaka betreffend und ich kann auch online lesen, dass sich viele oft harttun.

Der Medaka ist für mich nicht wirklich ein Aquarienfisch. Zumindest in dem Sinn, wie die meisten von uns die Aquaristik betreiben. Er benötigt die Sonne und/oder ein “dreckiges“ Becken. Den regelmäßigen Wasserwechsel verträgt er oft schlecht oder gar nicht. Das war zumindest bei uns so! Was bei einer Haltung Indoor sehr hilfreich ist, das ist eine UV-Lampe, wie man sie in der Reptilien-Haltung einsetzt. Das ist für den Medaka oft notwendig, wenn man ihn im Aquarium halten möchte. Und zwar handelt es sich hier um Lampen mit 30% UVA- und 5-10% UVB-Strahlung.

Medaka-Haltung über den Winter - Zusammenfassung

So hat eine Haltung des Medakas bei mir ohne Verluste geklappt. Die Tipps gab ich an Vereinskolleginnen weiter und auch dort funktionierte es.

Also, den Medaka hält man von Frühling bis Herbst am besten draußen und über den Winter benötigt er es kühl. Das alleine reicht jedoch oft nicht aus. Eine UVB-Strahlung wie oben beschrieben muss oft zum Einsatz kommen. Eine Freundin von mir hat eine UV-Lampe, wie sie für Landschildkröten zum Einsatz kommt täglich nur 2-3 Stunden über dem Becken brennen lassen und die Überwinterung hat gut geklappt. Ohne diese Lampe begannen die Tiere zu kümmern.

Das Wasser des Medaka-Aquariums wird in dieser Zeit nur selten und dann vielleicht nur 30% gewechselt. Selten, das heißt, dass man es alle paar Wochen etwas austauscht bzw. Wasser, das verdunstet ist, nachfüllt. Der Medaka scheint hier Altwasser zu benötigen oder auch ein Becken, das über einen alten, sehr gut eingefahrenen Filter verfügt. Zumindest war das bei uns so!! Ein gut eingelaufener Filter, der nur langsam läuft sorgt für die Biologie im Becken.

Gefüttert wird wenig und selten, meist nur alle zwei oder drei Tage und nicht zu viel. Lebendfutter bzw. Frostfutter ist auch wichtig. Was die Temperaturen betrifft, die wäre zwischen 14 bis maximal 18 Grad Celsius optimal. Besser sind natürlich unter 18 Grad…

Das wären so die Tipps, die ich nennen kann und die bei meinen Vereins-Kollegen auch funktionieren.

Der Medaka ist ein großartiger und sehr interessanter Fisch! Mit einigen Dingen, die man bei der Haltung beachten sollte, ist er auch nicht wirklich schwer zu halten und vermehrt sich sehr gut.

Ich möchte mich noch recht herzlich bei Christine Possert für die Medaka-Fotos zu diesem Artikel bedanken. Man sieht “Hi Medaka Nr.5“, deren Eltern von Axel Eywill stammten.

Helga Kury für www.einrichtungsbeispiele.de

Titel: Ist der Medaka einfach zu halten? (Artikel 5414)
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