Lebens(t)räume für Menschen, Tiere & Pflanzen
Gestaltungsbeispiele für naturnahe Lebensräume
Einrichtungsbeispiele.de-Logo
Neu
Login
Wir werden unterstützt von:

Teichpflege: Rückschnitt von Unterwasserpflanzen

Lesezeit: ca. 2 Minuten
Teichpflege: Rückschnitt von Unterwasserpflanzen
Teichpflege: Rückschnitt von Unterwasserpflanzen - Foto 1

Mit dem Herbst endet die Hauptwachstumszeit im Gartenteich und viele Wasserpflanzen wie Tannenwedel, Hornkraut oder Wasserpest beginnen, sich zurückzuziehen. Oft wird angenommen, es sei ausreichend nur die welkenden Pflanzenteile zu entfernen, doch ein gezielter Rückschnitt kann das ökologische Gleichgewicht im Teich sogar verbessern.

Warum der Rückschnitt sinnvoll ist

Unterwasserpflanzen sind für den Teich von zentraler Bedeutung: Sie produzieren Sauerstoff, binden Nährstoffe und entziehen damit Algen die Lebensgrundlage. Mit zunehmendem Alter oder nach der Blüte beginnen ihre unteren Triebe jedoch zu welken. Diese abgestorbenen Pflanzenteile sinken auf den Teichgrund, wo sie beim Zersetzen Sauerstoff verbrauchen und organische Nährstoffe freisetzen. Die Folge sind im Frühjahr oft übermäßiges Algenwachstum und trübes Wasser.

Entfernt man beim Rückschnitt nicht nur diese belastenden Pflanzenteile, sondern kürzt auch die übrigen Triebe teilweise ein, dann wirkt dies wie ein Wachstumsimpuls. Ähnlich wie bei Landpflanzen fördert das Schneiden den Austrieb junger, kräftiger Triebe. Diese frischen Sprosse binden wieder mehr Nährstoffe aus dem Wasser und genau das ist erwünscht, denn jeder Nährstoff, der in Pflanzenmasse gebunden ist, steht den Algen nicht mehr zur Verfügung.

Der richtige Zeitpunkt

Der beste Zeitpunkt für den Rückschnitt liegt im späten Herbst, sobald das Wachstum sichtbar nachlässt, das Wasser aber noch nicht zu kalt ist (etwa bei 10 bis 12 °C). Ein zweiter, leichter Rückschnitt kann im Frühjahr erfolgen, um weitere abgestorbene Winterreste zu beseitigen und das erneute Wachstum anzuregen.

Wichtig ist dabei, maßvoll vorzugehen: Die Pflanzen sollen nicht stark geschwächt, sondern lediglich verjüngt werden. Ein Zuviel an Rückschnitt kann dazu führen, dass sie sich nur langsam erholen und Lücken entstehen.

So wird richtig geschnitten:

Teichpflege: Rückschnitt von Unterwasserpflanzen
Teichpflege: Rückschnitt von Unterwasserpflanzen - Foto 2
  • Nur welke oder überalterte Triebe entfernen. Junge, grüne Triebe bleiben erhalten.
  • Etwa ein Drittel der Pflanzenmasse kann im Herbst zurückgenommen werden – mehr nur bei sehr starkem Wuchs.
  • Schnittreste sorgfältig aus dem Wasser fischen, damit sie sich nicht am Teichgrund zersetzen.
  • Bei Seerosen werden nur verwelkte Blätter und Blütenstiele abgeschnitten; die Rhizome im Boden bleiben unberührt.

Besonders stark wachsende Arten wie Hornkraut oder Wasserpest profitieren von regelmäßigem Auslichten, da sie sich dadurch kompakter und gesünder entwickeln.

 

Autorin: Caroline Haller für www.einrichtungsbeispiele.de

Autor*in: Tom

Userbild von Tom
Tom ist Administrator*in von EB und stellt 12 Beispiele vor.

In den Bereichen Malawisee, Tanganjikasee, Victoriasee, West- / Zentralafrika, Südamerika, Mittelamerika, Asien/Australien, Gesellschaftsbecken, Wasserchemie, Fragen zu einrichtungsbeispiele.de steht er/sie den Usern bei Fragen kompetent als Anspechpartner zur Seite.

Titel: Teichpflege: Rückschnitt von Unterwasserpflanzen (Artikel 7330)

Das könnte dich ebenfalls interessieren:

Die beliebtesten Stauden im Garten: Bewährte Blütenpflanzen für langlebige Beete

Die beliebtesten Stauden im Garten: Bewährte Blütenpflanzen für langlebige Beete

Pflanzen

Stauden gehören zu den wichtigsten Pflanzen in einem abwechslungsreichen Garten. Sie treiben über viele Jahre immer wieder neu aus, entwickeln mit zunehmendem Alter oft eindrucksvolle Horste und sorgen vom zeitigen Frühjahr bis weit in den Herbst hinein für Farbe, Struktur und Nahrung für Insekten. Anders als einjährige Sommerblumen müssen sie

Verschiedene Arten von Minze im Garten – So gelingt dir der aromatische Kräutergarten

Verschiedene Arten von Minze im Garten – So gelingt dir der aromatische Kräutergarten

Pflanzen

Der Zauber der Minze im eigenen GartenMinze gehört zu den beliebtesten Kräutern überhaupt – nicht nur wegen ihres erfrischenden Geschmacks, sondern auch wegen ihrer vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten in der Küche, der Hausapotheke und im Garten selbst. Ob als Tee, in Cocktails, zu Lammgerichten oder als natürlicher Insektenschutz: Minze ist

Pflege nach der Blüte: Was die Forsythie jetzt braucht

Pflege nach der Blüte: Was die Forsythie jetzt braucht

Pflanzen

Forsythien gehören zu den bekanntesten Ziersträuchern im Frühlingsgarten. Auch wenn sie heute nicht mehr ganz so beliebt sind wie früher – vor allem, weil ihre Blüten kaum Nahrung für Insekten bieten – finden sie sich dennoch weiterhin in vielen Gärten. Ihre leuchtend gelben Blüten sind ein echter Farbklecks nach dem Winter und machen sie

Tauben im Garten: Probleme erkennen und wirksame Maßnahmen ergreifen

Tauben im Garten: Probleme erkennen und wirksame Maßnahmen ergreifen

Allgemeine Tipps & Tricks

Tauben gehören in vielen Städten und Gärten mittlerweile zum alltäglichen Bild. Besonders in urbanen Gegenden trifft man häufig auf die sogenannten Stadttauben, die auf Hausdächern, Fensterbänken und Balkonen nisten. Auch in Gärten machen sie sich breit, was nicht immer zur Freude der Gartenbesitzer geschieht. Denn so harmlos Tauben auf den

Libellenlarven im Teich – Bedeutung, Lebensweise und Wechselwirkungen mit Wasserpflanzen

Libellenlarven im Teich – Bedeutung, Lebensweise und Wechselwirkungen mit Wasserpflanzen

Arten

Libellen sind uns meist nur als schillernde Fluginsekten am Teich bewusst, doch tatsächlich spielt sich der weitaus längere Teil ihres Lebens unter Wasser ab: Als Larven leben sie über Monate oder Jahre hinweg im Verborgenen – mit maßgeblichem Einfluss auf das Teichökosystem.Räuber im Verborgenen: Lebensweise der LarvenDie Larven der Libellen