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Wenn Amphibien ertrinken: Ein häufig übersehenes Risiko im und am Gartenteich

Lesezeit: ca. 3 Minuten
Wenn Amphibien ertrinken: Ein häufig übersehenes Risiko im und am Gartenteich
Wenn Amphibien ertrinken: Ein häufig übersehenes Risiko im und am Gartenteich - Foto 1

Der Winter ist eine gute Zeit, um sich Gedanken über Garten und Teich für das kommende Jahr zu machen. Frösche und andere Amphibien gehören häufig zu den gewünschten Teichbewohnern, doch bei der Planung wird oft ein Risiko übersehen: Auch diese Tiere, die wir eigentlich für Teichbewohner halten, können ertrinken.

Warum ertrinken Frösche und andere Amphibien?

Frösche und andere Amphibien sind zwar an den Lebensraum Teich angepasst, da sie auf der Suche nach Nahrungsquellen und geeigneten Laichplätzen immer wieder Wasser aufsuchen, doch leben sie nicht komplett im und vor allem nicht unter Wasser.

Wenn Amphibien ertrinken: Ein häufig übersehenes Risiko im und am Gartenteich
Wenn Amphibien ertrinken: Ein häufig übersehenes Risiko im und am Gartenteich - Foto 2

Die Tiere atmen im Wasser hauptsächlich durch Hautatmung, was bedeutet, dass sie ihren Sauerstoffbedarf lange unter Wasser decken können. Das funktioniert besonders gut in kaltem, sauerstoffreichem Wasser, was einigen Amphibien das Überwintern unter Wasser ermöglicht. Da ihr Stoffwechsel dann stark heruntergefahren ist, reicht die Hautatmung aus.

In warmem Wasser und wenn der Stoffwechsel der Tiere auf normalen Niveau ist, können sie nicht dauerhaft unter Wasser bleiben. Ein häufiger Grund für das Ertrinken von Fröschen und anderen Amphibien ist daher, dass sie in Gewässer oder Wasserbehältnisse geraten, aus denen sie es nicht schaffen herauszuklettern. 

Auch wenn sie ihren Sauerstoffbedarf dann noch einige Zeit über die Hautatmung und an der Oberfläche schwimmend über die Lungenatmung decken können, sind sie irgendwann erschöpft und ertrinken dann. 

Wenn Amphibien ertrinken: Ein häufig übersehenes Risiko im und am Gartenteich
Wenn Amphibien ertrinken: Ein häufig übersehenes Risiko im und am Gartenteich - Foto 3

Besonders schnell geschieht dies in sauerstoffarmem Wasser wie in Regentonnen in anderen sich stark erwärmenden Gefäßen.

Gefahrenbereiche für Amphibien

Schwimmteiche und Swimmingpools

Gewässer ohne flache Übergänge oder Landflächen bieten Amphibien keine Möglichkeit, das Wasser wieder zu verlassen. 

Lösung: Bauen Sie in die Ufergestaltung Möglichkeiten zum Herausklettern ein, wie flache Steine am Rand oder Äste die in den Teich hineinragen. 

Gießkannen

Frösche und andere kleine Amphibien sind oft auf der Suche nach Feuchtigkeit und können in eine Gießkanne fallen, die im Garten herumsteht. Sie schaffen es nicht wieder herauszuklettern.

Lösung: Decken sie die Öffnung der Gießkanne ab, dazu eignen sich zum Beispiel die kleinen Plastiktöpfe, in denen Pflanzen verkauft werden. 

Eimer und Regentonnen

Auch in kleineren Behältern, wie Eimern oder Plastikbehälter oder aber in Regentonnen können Amphibien ertrinken, wenn sie ohne eine Möglichkeit, wieder hinauszukommen, darin landen.

Lösung: Eimer sollten immer auf dem Kopf stehen, also mit der Öffnung nach unten, dann sammelt sich kein Wasser darin an. Regentonnen sollten mit einem Deckel oder einem feinen Gitter abgedeckt sein. Ist das nicht möglich, dann hilft ein schräg hineingestelltes Holzbrett als Kletterhilfe.

Kletterhilfen für Teichbesucher

Gehen Sie zu Beginn der Gartensaison einmal aufmerksam durch Ihren Garten: Wo sammelt sich Wasser? Gibt es eine Klettermöglichkeit, um wieder aus dem Wasser herauszukommen?

Viele Ausstiegshilfen wie Äste oder Wurzelstöcke sind nicht nur hilfreich, sondern auch sehr dekorativ und lassen sich ganz einfach in eine natürliche Gartengestaltung integrieren. Amphibien, aber auch andere kleine Teichbesucher wie Mäuse oder Igel werden es Ihnen danken…

 

 Autorin: Caroline Haller für www.einrichtungsbeispiele.de

Tom

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Titel: Wenn Amphibien ertrinken: Ein häufig übersehenes Risiko im und am Gartenteich (Artikel 6707)

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