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Blogartikel 'Artentafel - Buccochromis nototaenia' von Der Schweizer

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Moderatorenbereiche: Malawisee, Südamerika, Mittelamerika, Krankheiten, Fragen zu einrichtungsbeispiele.de
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Ort / Land: 
Kloten / Schweiz
Aquarianer seit: 
1987


Artentafel - Buccochromis nototaenia

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Lebensraum

Buccochromis nototaenia wird vorwiegend in, mit schlammigem Sediment bedeckten, Sandzonen angetroffen – oftmals in Biotopen, welche auch Valisnerien-Felder aufweisen und von Schilfgürteln gerändert sind. Bisweilen wandert diese Art auch bis in die Übergangszonen, in welcher insbesondere die Weibchen während den ersten 4 Wochen ihren Nachwuchs bewachen.


Wassertiefe der Nototaenia-Habitate

B. nototaenia lebt bevorzugt in Wassertiefen zwischen rund 3 und 20 Meter. Die meisten Tiere können im See aber zwischen 5 und 10 Meter angetroffen werden.


Ernährung

Buccochromis nototaenia gehört zu den Fischfressern und somit zu den carnivoren Cichliden des Malawisees. Seine bevorzugten Mahlzeiten sind halbwüchsige Haplochromine. Die Art zählt zu den Hetz- respektive den Verfolgungsjägern, welche immer wieder beobachtet werden kann, wie sie ihrer Beute über kurze Distanzen hinterher jagt.

INFO: im Aquarium auch gut an gefriergetrocknetes Ersatzfutter zu gewöhnen. Also, da wären: Stints, Muschelfleisch, Garnelen, usw.


Besonderheiten

B. nototaenia erscheint äusserlich fast identisch mit B. rhoadesii zu sein. Das einzig wirklich sichere Differenzierungs-Merkmal für Normal-Aquarianer ist, dass die Jungtiere des Rhoadesii einen völlig gelben Kopf haben. Ein weiteres etwas unsichereres Merkmal ist der Diagonalstreifen, welcher beim Nototaenia oftmals viel deutlicher ausgeprägt ist wie beim Rhoadesii. Der farbige Flecken hinter dem Kiemendeckel wird bei adulten Nototaenias rötlich ausgebildet, während er beim Rhoadesii nur schwach und eher orange erscheint. Beobachtungen von Aquarianern entsprechend, soll der Kopf des B. nototaenia gedrungener erscheinen und mit im Verhältnis grösseren Augen ausgestattet sein als derjenige des B. rhoadesii

Wichtig: Die Art ist zwar nirgends im See in grosser Anzahl anzutreffen, wird aber von der IUCN (International Union for Conservation of Nature and Natural Ressources) als nicht gefährdet eingestuft.


Verhalten

Der Nototaenia ist grundsätzlich wie alle grossen Räuber eher ein Einzelgänger, welcher nie in grossen Populationen zu finden ist. Meist ist die Art in kleinen sehr losen Gruppen anzutreffen, welche aber immer nur ein einziges balzaktives Männchen beinhalten.

Nimmer ruhend und in konstant gemächlicher Geschwindigkeit ziehen diese kleinen Gruppen durch deren Biotop, immer nach Beute ausschauend.

Bei der hier beschriebenen Art kann nicht von Territorial-Verhalten gesprochen werden. Nur während der Brutzeit zeigen die Männchen ihre volle Farbenpracht und stecken zeitlich begrenzte Reviere über dem Sediment oder zwischen einzelnen Steinen der Übergangszone ab, wo sie dann grosse Laichgruben ausheben. Solche „ShortCut“-Reviere werden äusserst aggressiv gegenüber Artgenossen wie auch gegenüber artfremden Tieren verteidigt.

Maulbrütende Weibchen ziehen sich meist zwischen die Steine der Übergangszone zurück, wo sie ihre Jungen später dann auch freisetzen und für weitere 4 Wochen umsorgen bewachen. Danach ziehen die Jungfische in die, durch Pflanzenstände (Valisnerien / Schilf) geschützten Uferzonen, wo ihnen riesige Schwärme junger Haplochromine resp. Utakas als Nahrungsgrundlage zur Verfügung stehen. Die Weibchen kehren derweil in die Sandzone zurück, wo sie sich erneut einer losen Gruppe anschliessen.


Populationen

B. nototaenia zählt nicht zu den häufig vorkommenden Arten im Malawisee, ist aber dennoch seeweit verbreitet – sogar im Lake Malombe kann er beobachtet werden. Von Populationen kann aufgrund des eher einzelgängerischen Daseins nicht gesprochen werden.


Haltung im Aquarium

Für die Haltung im Aquarium sollte eine etwas bepflanzte Uferzone mit sandig schlammigem Untergrund nachgebildet werden. Das Becken sollte im Sinne von Sichtschutz und Rückzugsmöglichkeiten von einigen Felsen, mit Höhlen, Spalten und Nischen, durchzogen werden, um einerseits möglichst wenig freien Schwimmraum zu opfern und, um andererseits unterlegenen respektive attackierten Tieren des Restbesatzes sichere Rückzugsmöglichkeiten bieten zu können.

Als Bepflanzung wären lockere Valisnerien-Wälder mit Valisneria gigantea oder Valisneria nana empfehlenswert. Aus Erfahrung ist aber eher Valisneria nana zu empfehlen, da diese Art im Malawi-Aquarium meist besser gedeiht. Ebenfalls könnten auch langblättrige Cryptocorynen (z.Bsp. Cryptocoryne aponogetifolia) verwendet werden.

Buccochromis nototaenia kann in Becken ab mindestens 1‘000 Litern gehalten werden, sofern eine Mindestkantenlänge von 250 cm sichergestellt wird. Es ist empfehlenswert, diese Art nur in losen Gruppen respektive grossen Harems (1m/3-4w) zu pflegen. Gruppenhaltung sollte bei dieser Art kein Thema sein.


Vergesellschaftung

B. nototaenia ist ein äusserst robuster und sehr durchsetzungsfähiger aber dennoch ruhiger Jäger, welcher nur mit anderen Räubern, oder aber robusten und ebenfalls durchsetzungsfähigen Cichliden vergesellschaftet werden sollte. Wichtig ist, dass niemals Arten vergesellschaftet werden, welche nicht mindestens 50% der Körpergrösse des Nototaenia aufweisen, da diese sonst unweigerlich als Mahlzeit enden.

Empfehlenswert wäre entweder ein reines Räuberbecken, oder aber die Vergesellschaftung mit robusten Utakas.

Räuber:
>> Buccochromis
>> Champsochromis
>> Dimidiochromis
>> Exochochromis
>> Nimbochromis
>> Tyrannochromis


Utakas:
>> Protomelas-Arten
>> Copadichromis-Arten
>> Cyrtocara-Arten

Ebenfalls eine interessante Kombination wäre die Vergesellschaftung mit einer grossen Gruppe Fossochromis rostratus.


Beckenbeleuchtung

In den natürlichen Habitaten von B. nototaenia werden die Spektralfarben BLAU, GRÜN, GELB und sogar noch ORANGE stark reflektiert. Die Absorption von ORANGE beginnt erst in einer Tiefe von 10 Metern. ROT wird ab ca. 5 Metern total absorbiert und ist dementsprechend in den oberen Bereichen der Nototaenia-Habitate immer noch vorhanden.

Optimal wäre also ein Lichtspektrum mit dominanten GELB- und ORANGE-, sowie etwas abgeschwächten GRÜN- und BLAU-Anteilen. Ein reduzierter ROT-Peak wäre bei der Wahl der Leuchtmittel empfehlenswert.

Für eine naturnahe Beleuchtung eines Nototaenia-Beckens würden sich folgende Leuchtmittel (siehe auch BLOG "Lichtverhältnisse im Wasser / Malawisee") empfehlen:

>> SERA Daylight brilliant
>> Dennerle Trocal Color Plus
>> HAGEN Aqua GLO
>> HAGEN Power GLO
>> JBL ULTRA Solar Nature
 
Artentafel - Buccochromis nototaenia
 
Blogartikel 'Blog 3899: Artentafel - Buccochromis nototaenia' aus der Kategorie: "Ichthyologie" zuletzt bearbeitet von Der Schweizer am 16.01.2011 um 12:27 Uhr
 
 
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