Blog: ??berbesatz in Malawi- und/oder Tanganjikabecken (4312)
Hallo EB-Freunde,
habe bei Veröffentlichung meines Beckens "Dark Stones of Malawi" einen Part zum Thema ??berbesatz verfasst und meine Meinung dazu kund getan. Hierfür habe ich von vielen Seiten Zuspruch erhalten. Da ich nun aber erneut mit der Aussage konfrontiert worden bin, dass dies in bestimmten Fällen so sein muss habe ich mich entschlossen, den Beitrag aus meinem Becken mal als Blog einzustellen.
Mich interessiert eure Meinung zu dem Thema. Muss es sein, ein Becken mit bewusst deutlich zu viel Fisch fu fahren, damit sich Aggressionen verteilen oder gibt es eine andere Lösung? Wo, bzw. bei welchem Liter pro Fisch-Verhältnis ist die Untergrenze des Vertretbaren erreicht? Wer entscheidet darüber, wo diese Grenze liegt?
Es wäre schön, wenn sich viele hierzu melden. Dabei geht es nicht um richtig oder falsch, bzw. darum, jemanden anzuprangern, sondern einfach nur um die Beweggründe, bzw. eure Einschätzung. Ich habe in meinem Beitrag zwar von Malawibecken gesprochen, aber dies ist beliebig auch auf Tanganjikabecken oder sonstige Aquarien erweiterbar.
Hier meine Anmerkungen zu diesem Thema aus meiner Beckenvorstellung:
Es gibt vielfach die Meinung, dass man Malawi-Becken überbesetzen muss oder soll, damit die Tiere ihre Aggressionen auf mehrere Mitbewohner verteilen können. Für mich ist das nicht nachvollziehbar. Es kann nicht die Lösung sein, mehr Fische in einen Tank zu packen, damit sie nicht immer den gleichen Mitbewohnern an die Gurgel gehen. Viel mehr sollte die Grö??e des Beckens ausreichend bemessen sein und auf eine vernünftige Strukturierung Wert gelegt werden. Wer also 20 Malawibarsche halten will, sollte in einem 300 Liter-Becken also nicht aus dem eben erwähnten Grunde noch 10 weitere Fische reinsetzen, sondern sich vielmehr für ein 500 Liter-Becken entscheiden und es bei den 20 Fischen belassen. Davon abgesehen - wer das Pech hat, einen richtigen Klopper erwischt zu haben, der wird wahrscheinlich feststellen, dass die anderen Fische dabei trotzdem nicht allzu alt werden. Es dauert halt nur länger, bis alle durch sind.
Zudem sollte man daran denken, dass es bei einigen Malawi-Barschen im Aquarium dazu kommen kann, dass sie oftmals grö??er werden als in freier Wildbahn, da sie regelmä??ig ein ausgewogenes Futter von uns erhalten, was in der Natur nicht unbedingt immer so gegeben ist. Wer schon mal einen 15 cm gro??en Yellow-Bock gesehen hat, wei?? was ich meine. Auch das sollte man bei der Beckengrö??e berücksichtigen. Meine Zusammenstellung ergibt ca. 18 Liter Wasser (netto - brutto sind es ca. 25 Liter) pro Fisch, bei einer Durchschnittsgrö??e von ca. 10 cm. Viel weniger sollten es meiner Meinung nach nicht sein.
Darüber hinaus kann man durch eine vernünftige Zusammenstellung der Fische schon vorher dafür Sorge tragen, dass man nicht nur vermeindliche Raufbolde einsetzt, die sich gegenseitig das Leben schwer machen. Eine Garantie gibt es natürlich eh nicht. Auch vermeindlich verträgliche Fische können ganz schöne Stinkstiefel sein. Dennoch kann man Risiken mit der richtigen Auswahl an Fischen minimieren.
Fazit: Man sollte seinen Fischen immer genügend Platz gönnen.
So, dann mal los...;-)
LG
Frank






