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Blogartikel 'Neulich im Nordatlantik' von Malawigo

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Neulich im Nordatlantik

 
Tja, da war dann keiner mehr da! Von Ihm ist die Rede....

Der Gemeine Dornhai (Squalus acanthias) zeichnet sich durch einen lang gestreckten, schlanken Körper mit bis zu 160 Zentimetern Länge und einer kurzen, spitzen Schnauze aus. Ein kräftiger Dorn am Vorderrand der beiden Rückenflossen ist namensgebend für die Art.

Dornhaie besiedeln Meere der nördlichen und südlichen Hemisphäre und kommen dabei in tropischen Gewässern, Polargebieten und Tiefseeregionen vor. Große Bestände halten sich in küstennahen Gewässern auf. Die Hauptverbreitungsgebiete der Dornhaie liegen im Atlantik, dem Schwarzen Meer sowie dem Pazifik.

Dornhaie wandern oft in über 1.000 Individuen umfassenden so genannten „Schulen“ auf Nahrungssuche durch die Meere. Zum Nahrungsspektrum gehören hauptsächlich Fische wie Heringe, Dorsche und Hornhechte sowie Tintenfische, Krebse und sogar Quallen.

Dornhaie erlangen ihre Geschlechtsreife erst im Alter von etwa 15 bis 20 Jahren und besitzen nur eine geringe Fortpflanzungsrate. Diese Faktoren machen die Bestände gegenüber Überfischung sehr empfindlich.



Überfischung ist auch die Hauptbedrohung für Dornhaie. Wurden bis Mitte der 1980er Jahre im Nordostatlantik noch jährlich 30.000 bis 50.000 Tonnen Dornhai gefangen, waren es im Jahr 2007 gerade noch etwa 2.500 Tonnen. Die schwindenden Bestandszahlen spiegeln sich in den steigenden Preisen für Dornhaiprodukte wie beispielsweise den „Schillerlocken“ wieder.

In der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN wird der Gemeine Dornhai als „gefährdet“ gelistet. Dessen Bestände im Nordostatlantik gelten sogar als „vom Aussterben bedroht“ und im Mittelmeerraum, Nordwestatlantik sowie Nordwestpazifik als „stark gefährdet“.

Der WWF und TRAFFIC, das gemeinsame Artenschutzprogramm mit der Weltnaturschutzunion IUCN, setzen sich für einen nachhaltigen Handel mit Dornhaien sowie für die Entwicklung internationaler Schutzkonzepte ein. Die Erfassung der Bestände sowie die Kontrolle des internationalen Handels sind dabei von entscheidender Bedeutung. Der WWF will außerdem erreichen, dass weltweit zehn Prozent der Ozeane als Meeresschutzgebiete ausgewiesen werden, was auch den Beständen der Dornhaie zugute kommen würde. Quelle WWF

Es ist bald zu spät zum handeln! Der WWF ist eine Möglichkeit mitzumachen.

Grüße Georg
 
Blogartikel 'Blog 3052: Neulich im Nordatlantik' aus der Kategorie: "Achtung vor dem Lebewesen" zuletzt bearbeitet von Malawigo am 16.05.2010 um 13:58 Uhr
 
 
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