Lebens(t)räume für Menschen, Tiere & Pflanzen
Gestaltungsbeispiele für naturnahe Lebensräume
Einrichtungsbeispiele.de-Logo
Neu
Login
Wir werden unterstützt von:

Blog: Planschen mit Piranhas - Kann das gutgehen? (5490)

Einrichtungsbeispiele.de - TopBlog!
Lesezeit: ca. 3 Minuten
Planschen mit Piranhas - Kann das gutgehen?

Es gibt die schaurigsten Mythen rund um die Tierwelt, die den Menschen Angst machen sollen. Es ist offenbar nicht erst mit den sozialen Medien so gekommen, dass solche Horrorgeschichten, wie es sie mit blutrünstigen Haien oder mordenden Giftschlangen gibt, bestens geeignet sind, um die Aufmerksamkeit zu bekommen, die es für den friedlichen Zierfisch eher selten gibt. So sind es auch die Piranhas, die immer wieder im Mittelpunkt einer solchen Erzählung stehen. Menschen oder sogar ganze Rinder sollen innerhalb von Sekunden von einem hungrigen Schwarm dieser Sägesalmler bis auf die Knochen abgenagt werden.

Entspricht das der Realität? Die Antwort ist ein klares Jein!

Ein wichtiges Verhalten im natürlichen Habitat

Piranhas haben in ihrem natürlichen Habitat im weit verzweigten Stromsystem des Amazonas eine wichtige biologische Aufgabe: Sie sind die Gesundheitspolizei, die dafür sorgt, dass erkrankte oder verendete Tiere den Lebensraum nicht belasten und sich Krankheiten nicht weiter ausdehnen können. Die Natur hat dafür ein sehr simples Schema vorgesehen: Was die Piranhas wegfressen ist weg und die Evolution hat bestätigt, dass dies genau so bestens für das ??kosystem funktioniert.

Wenn nun Menschen in den Lebensraum dieser Fische treten, passiert was? Wird der Mensch als tot oder erkrankt identifiziert, gehen die Salmler selbstverständlich ihrer Aufgabe, ihrem Instinkt nach.

Im Pool mit den Monstern

Dass bei den Geschichten über Pygocentrus nattereri, wie die bekannteste Art der Piranhas wissenschaftlich hei??t, meist übertrieben sind, beweist der aus den Medien bekannte Profi-Angler Jeremy Wade. Auf seinem Youtube-Kanal ???River Monsters??? zeigt er, dass es kein Problem ist, als gesunder Mensch zusammen mit einem beeindruckend gro??en Schwarm der angeblichen Monsterfische zum Planschen in den Pool zu steigen. Dabei zeigen sich die Fische eher scheu. Bleiben eher auf Distanz und kommen nur zögerlich näher. Ob man das jetzt unbedingt nachmachen sollte, bleibt dahingestellt. Deutlich wird aber: Wenn sich ein Tier nicht zu Verteidigung genötigt sieht oder keine Beute erkennen kann, bleibt alles friedlich. Das Töten aus reiner Lust ist für die Piranhas im Gegensatz zu den ihnen anhaftenden Mythen keine Option.

Piranhas in der Aquaristik

Für Aquarianer ist dies freilich keine wirklich neue Erkenntnis. Schon länger ist bekannt, dass die gro??en Rotbauch-Piranhas in der Realität eher Mimosen sind, die im Aquarium zahlreiche Verstecke und Rückzugsmöglichkeiten benötigen und es sehr ruhig mögen. Auf eine zu hektische Umgebung im oder auch vor dem Becken reagieren die Tiere sehr empfindlich.

Was viele nicht wissen: Piranhas sind sehr nahe verwandt mit so beliebten Aquariumfischen wie dem Neonsalmler oder dem Trauermantelsamler. Ausgesprochen friedliche Arten, die in zahlreichen Südamerikaaquarien gehalten werden.

Video 0SuNIoS1yxA&t abspielenDas Video wird von YouTube eingebettet. 
 Es gelten die Datenschutzbedingungen von Google!
Blogartikel 'Blog 5490: Planschen mit Piranhas - Kann das gutgehen?' aus der Kategorie: "Unterwegs" zuletzt bearbeitet am 22.06.2021 um 09:49 Uhr von Tom

Autor*in: Tom

Userbild von Tom
Tom ist Administrator*in von EB und stellt 12 Beispiele vor.

In den Bereichen Malawisee, Tanganjikasee, Victoriasee, West- / Zentralafrika, Südamerika, Mittelamerika, Asien/Australien, Gesellschaftsbecken, Wasserchemie, Fragen zu einrichtungsbeispiele.de steht er/sie den Usern bei Fragen kompetent als Anspechpartner zur Seite.

Das könnte dich ebenfalls interessieren:

Hundepool - Alles, was du über Planschbecken für Hunde im Garten wissen musst

Hundepool - Alles, was du über Planschbecken für Hunde im Garten wissen musst

Allgemeine Tipps & Tricks

Wenn es im Sommer so richtig heiß wird und die Sonne im Garten knallt, dann sehnen sich nicht nur wir Menschen nach einer kühlen Erfrischung. Auch Hunde leiden schnell unter Hitze, suchen Schatten, hecheln ununterbrochen und brauchen dringend Möglichkeiten, ihren Körpertemperatur wieder runterzubringen. Genau an diesem Punkt kommt der Hundepool ins Spiel. Ein eigener Pool für deinen Vierbeiner ist nicht einfach nur ein nettes Extra, sondern eine richtig sinnvolle Anschaffung – besonders für Hunde, die sich gern bewegen, Wasser lieben oder aufgrund ihres Fells dazu neigen, schneller zu überhitzen. Und das Praktische: Ein Hundepool ist viel robuster als ein Kinderplanschbecken, leichter aufzubauen als ein richtiger Gartenpool und lässt sich so flexibel integrieren, dass er selbst in kleinen Gärten oder auf Terrassen Platz findet.