Bufo bufo im Garten
Einrichtungsbeispiele mit Erdkröten

Wissenswertes zu Bufo bufo (Erdkröte)
Die Erdkröte (Bufo bufo) ist die am weitesten verbreitete und häufigste Krötenart in Deutschland. Von ihren Verwandten, wie der Kreuzkröte und der Wechselkröte sowie der seltenen Geburtshelferkröte und der Knoblauchkröte unterscheidet sie sich in der Auswahl ihres Lebensraumes, denn während die anderen Krötenarten recht spezifische Anforderungen stellen, ist die Erdkröte aufgrund ihrer Anpassungsfähigkeit fast überall präsent.
Erdkröten spielen eine wichtige Rolle im Ökosystem eines Gartenteichs. Sie helfen, das Gleichgewicht zu bewahren, indem sie Insekten und andere Kleinlebewesen fressen. Ihr Laich dient vielen anderen Tieren als Nahrung, und sie selbst tragen zur biologischen Vielfalt bei. Durch ihre Anwesenheit unterstützen sie die natürliche Schädlingsbekämpfung und fördern ein gesundes Gartenökosystem.
Herkunft und Lebensraum
Die Erdkröte ist in weiten Teilen Europas und Asiens beheimatet. Ihr Verbreitungsgebiet reicht von Westeuropa bis in Teile Asiens. Sie ist eine der am häufigsten vorkommenden Krötenarten und bevorzugt eine Vielzahl von Lebensräumen, darunter Wälder, Wiesen, Gärten, und Parks. Erdkröten sind sowohl in feuchten als auch in trockenen Gebieten zu finden und suchen zur Fortpflanzung Gewässer wie Teiche, Seen, Gräben oder Tümpel auf.
Aussehen
Erdkröten haben eine gedrungene, robuste Körperform und erreichen eine Größe von 8 bis 13 cm. Ihre Haut ist warzig und von bräunlicher bis grauer Färbung, oft mit dunkleren Flecken. Der Bauch ist heller, meist grau oder gelblich. Sie haben relativ kurze Hinterbeine und kriechen mehr als zu hüpfen. Ihre Augen sind auffällig mit goldenen oder kupferfarbenen Iris und waagerechten Pupillen.
Verhalten und Ernährung
Erdkröten sind dämmerungs- und nachtaktiv. Tagsüber verstecken sie sich unter Steinen, Laub oder in Erdhöhlen. Sie sind geschickte Jäger und ernähren sich hauptsächlich von Insekten, Würmern, Schnecken und anderen kleinen Wirbellosen. Ihre Jagdmethoden sind eher langsam, da sie sich den Beutetieren vorsichtig nähern und diese dann blitzschnell mit ihrer klebrigen Zunge einfangen.
Fortpflanzung
Die Fortpflanzung erfolgt bei Bufo bufo im Frühjahr, meist zwischen März und April, wenn die Erdkröten zu ihren Laichgewässern wandern. Die Männchen erreichen die Gewässer oft vor den Weibchen und versuchen, sie durch einen speziellen Ruf anzulocken. Die Weibchen legen lange Schnüre von bis zu 6.000 Eiern, die um Wasserpflanzen gewickelt werden. Die Kaulquappen schlüpfen nach etwa zwei bis drei Wochen und entwickeln sich über mehrere Monate hinweg zu Jungkröten.
Natürliche Feinde
Bufo bufo hat verschiedene natürliche Feinde, darunter Schlangen, Greifvögel, größere Säugetiere und einige Amphibien. Dank ihrer giftigen Hautdrüsen, die ein milchiges Sekret (Bufotoxin) absondern, sind sie jedoch weitgehend ungenießbar für viele Fressfeinde. Dennoch gibt es spezialisierte Räuber, wie etwa einige Schlangenarten, die gegen das Gift immun sind.
Für Menschen ist dieses Sekret nicht giftig, kann jedoch Hautreizungen hervorrufen, insbesondere wenn es in offene Wunden oder an Schleimhäute gelangt. Eigentlich gibt es keinen Grund eine im Garten lebende Kröte zu berühren, sollte dies jedoch vorkommen, dann ist es ratsam sich gründlich die Hände zu waschen. Bei Haustieren kann es zu Vergiftungserscheinungen kommen, wenn sie versuchen eine Kröte zu fressen.
Bekämpfung
Erdkröten werden im Garten in der Regel nicht als Schädlinge betrachtet, sondern eher als nützliche Tiere, da sie Schädlinge wie Schnecken dezimieren. Sollte eine Erdkröte dennoch unerwünscht sein, wird empfohlen, sie vorsichtig zu entfernen und an einen geeigneten Ort mit Wasser und Versteckmöglichkeiten umzusiedeln.
Die Erdkröte ist in vielen Ländern gesetzlich geschützt. In Deutschland beispielsweise steht sie unter dem Schutz der Bundesartenschutzverordnung, was bedeutet, dass sie weder gefangen noch getötet werden darf. Der Schutz ihrer Lebensräume, insbesondere der Laichgewässer, ist entscheidend für den Fortbestand der Art.
Alternative Bezeichnungen
Erdkröten sind neben ihrer wissenschaftlichen Bezeichnung Bufo bufo auch als „Gemeine Kröte“ oder einfach „Kröte“ bekannt.
FAQs
Was ist die Erdkröte (Bufo bufo)?
Die Erdkröte (Bufo bufo) ist eine in Europa weit verbreitete Amphibienart. Sie zeichnet sich durch ihren gedrungenen Körperbau, die warzige Haut und die meist braune bis olivbraune Färbung aus. Charakteristisch sind die deutlich sichtbaren Ohrdrüsen hinter den Augen, die ein Abwehrsekret produzieren.
Wie groß wird eine Erdkröte?
Weibliche Erdkröten erreichen gewöhnlich eine Körperlänge von 8 bis 12 Zentimetern und sind damit deutlich größer als die Männchen. Die tatsächliche Größe hängt von Faktoren wie Lebensraum, Nahrungsangebot und Alter ab.
Wo kommt die Erdkröte vor?
Die Erdkröte besiedelt große Teile Europas und ist in Deutschland nahezu flächendeckend verbreitet. Sie lebt in Wäldern, Parks, Gärten, Heckenlandschaften, Feuchtgebieten und anderen strukturreichen Lebensräumen. Zur Fortpflanzung ist sie auf geeignete Gewässer angewiesen.
Ist die Erdkröte ein Frosch?
Die Erdkröte gehört wie Frösche zu den Froschlurchen, bildet jedoch innerhalb dieser Tiergruppe eine eigene Familie. Im Vergleich zu Fröschen besitzt sie eine trockenere, warzige Haut, kürzere Hinterbeine und bewegt sich meist gehend oder in kurzen Sprüngen fort.
Wann beginnt die Laichwanderung der Erdkröten?
Die Laichwanderung findet im zeitigen Frühjahr statt. Sobald die Temperaturen an mehreren Tagen über dem Gefrierpunkt liegen und die Witterung feucht ist, machen sich die Tiere auf den Weg zu ihren Laichgewässern. In vielen Regionen Deutschlands geschieht dies zwischen März und April.
Wie pflanzt sich die Erdkröte fort?
Während der Fortpflanzungszeit umklammern die Männchen die Weibchen im sogenannten Amplexus. Die Weibchen legen lange Laichschnüre mit mehreren Tausend Eiern ab, die zwischen Wasserpflanzen oder anderen Strukturen im Gewässer befestigt werden.
Wie entwickeln sich die Kaulquappen?
Aus den Eiern schlüpfen nach einiger Zeit kleine, dunkle Kaulquappen. Diese ernähren sich zunächst von Algen und organischem Material. Nach mehreren Wochen durchlaufen sie die Metamorphose und entwickeln sich zu jungen Kröten, die das Wasser verlassen.
Was frisst die Erdkröte?
Die Erdkröte ernährt sich überwiegend von wirbellosen Tieren. Zu ihrem Nahrungsspektrum gehören unter anderem Insekten, Käfer, Spinnen, Asseln, Würmer und Schnecken. Sie jagt vor allem in der Dämmerung und während der Nacht.
Ist die Erdkröte giftig?
Die Erdkröte besitzt Hautdrüsen, die ein Abwehrsekret produzieren. Dieses dient dazu, Fressfeinde abzuschrecken. Für Menschen stellt das Sekret normalerweise keine ernsthafte Gefahr dar, kann jedoch bei Kontakt mit Augen oder Schleimhäuten Reizungen verursachen.
Darf man Erdkröten anfassen?
Erdkröten sollten möglichst nicht unnötig berührt werden. Falls ein Tier beispielsweise von einer Straße gerettet werden muss, sollte dies vorsichtig und mit sauberen Händen erfolgen. Anschließend sollten die Hände gründlich gewaschen werden.
Warum überqueren Erdkröten Straßen?
Während ihrer jährlichen Wanderung zwischen Winterquartier und Laichgewässer müssen Erdkröten häufig Straßen überqueren. Dadurch entstehen vielerorts hohe Verluste durch den Straßenverkehr. Amphibienschutzzäune und Tunnel helfen dabei, die Tiere zu schützen.
Wie kann man Erdkröten im Garten fördern?
Ein naturnaher Garten mit Laubhaufen, Totholz, Steinhaufen und schattigen Verstecken bietet der Erdkröte geeignete Rückzugsorte. Besonders wertvoll sind naturnahe Gartenteiche mit flachen Uferbereichen und ohne Fischbesatz.
Wo überwintert die Erdkröte?
Die Erdkröte verbringt den Winter in frostfreien Verstecken. Dazu zählen Erdhöhlen, Wurzelbereiche, Komposthaufen, Laubansammlungen oder andere geschützte Hohlräume. Während der Winterruhe ist ihr Stoffwechsel stark verlangsamt.
Wie alt kann eine Erdkröte werden?
In freier Natur können Erdkröten ein Alter von mehr als zehn Jahren erreichen. Unter günstigen Bedingungen sind auch deutlich höhere Lebensalter möglich.
Welche natürlichen Feinde hat die Erdkröte?
Zu den natürlichen Feinden zählen verschiedene Vogelarten, Säugetiere und Reptilien. Besonders die Ringelnatter gehört zu den wichtigsten Fressfeinden erwachsener Erdkröten.
Warum sieht man Erdkröten meist nachts?
Erdkröten sind überwiegend nachtaktiv. Die feuchteren Bedingungen während der Nacht schützen sie vor dem Austrocknen und erleichtern die Nahrungssuche.
Steht die Erdkröte unter Schutz?
Ja, die Erdkröte ist in Deutschland gesetzlich geschützt. Das Fangen, Töten oder dauerhafte Entnehmen aus der Natur ist grundsätzlich nicht erlaubt.
Wie unterscheidet sich die Erdkröte von anderen Krötenarten?
Die Erdkröte besitzt meist eine unauffällige braune Färbung und einen kräftigen Körperbau. Andere Arten wie die Wechselkröte zeigen häufig auffällige grüne Fleckenmuster und unterscheiden sich auch in ihren Lebensraumansprüchen.
Kann man Erdkröten im Terrarium halten?
Wildlebende Erdkröten dürfen nicht einfach der Natur entnommen werden. Zudem ist die Haltung dieser Amphibien anspruchsvoll und erfordert umfangreiche Kenntnisse über ihre Bedürfnisse. Für den Artenschutz ist die Förderung geeigneter Lebensräume im Freiland deutlich sinnvoller.
Warum sind fischfreie Gewässer für die Fortpflanzung wichtig?
Viele Fischarten fressen Laich, Kaulquappen oder frisch verwandelte Jungtiere. In fischfreien Gewässern haben die Nachkommen der Erdkröte deshalb häufig bessere Überlebenschancen und können sich erfolgreicher entwickeln.

