Lebens(t)räume für Menschen, Tiere & Pflanzen
Gestaltungsbeispiele für naturnahe Lebensräume
Einrichtungsbeispiele.de-Logo
Neu
Login
Wir werden unterstützt von:

Sitticus pubescens: Vierpunktspringspinne im Terrarium halten

Einrichtungsbeispiele mit Sitticus pubescens

Lesezeit: ca. 12 Minuten
Sitticus pubescens: Vierpunktspringspinne im Terrarium halten (Einrichtungsbeispiele mit Sitticus pubescens)
Sitticus pubescens (Vierpunktspringspinne) - Bildquelle: Das Bild stammt von der freien Enzyklopädie Wikipedia. Lizenzhinweise: AfroBrazilian, Sitticus pubescens 02, CC BY-SA 4.0

Wissenswertes zu Sitticus pubescens (Vierpunktspringspinne)

Sitticus pubescens ist eine kleine Springspinne, die durch ihr wachsames Verhalten und ihre Anpassungsfähigkeit für Terrarianer interessant ist.

Die Vierpunktspringspinne gehört zu den eher unscheinbaren Vertretern der Springspinnen, entwickelt bei genauer Beobachtung jedoch einen besonderen Reiz. Wie für die Familie Salticidae typisch, verlässt sie sich bei der Jagd nicht auf ein Fangnetz. Stattdessen beobachtet sie ihre Umgebung mit leistungsfähigen Augen, nähert sich Beutetieren gezielt und überwältigt sie mit einem kurzen Sprung. Diese aktive Lebensweise macht Sitticus pubescens zu einem spannenden Beobachtungstier.

Aufgrund ihrer geringen Körpergröße benötigt die Art nur wenig Platz. Das bedeutet allerdings nicht, dass ihre Haltung völlig anspruchslos wäre. Ein ausbruchssicheres Terrarium, eine geeignete Strukturierung und vor allem sehr kleine Futtertiere sind entscheidend. Auch Staunässe und dauerhaft hohe Luftfeuchtigkeit sollten vermieden werden.

Die wichtigsten Fakten zu Sitticus pubescens

Merkmal Information
Deutscher Name Vierpunktspringspinne
Wissenschaftlicher Name Sitticus pubescens
Alternativer wissenschaftlicher Name Attulus pubescens
Familie Salticidae
Ordnung Webspinnen
Lebensweise tagaktiv, frei jagend
Körpergröße ungefähr 4 bis 6 mm
Ernährung kleine Insekten und andere Gliederfüßer
Aktivitätsbereich vor allem vertikale und strukturierte Flächen
Sozialverhalten einzelgängerisch
Giftigkeit für Menschen normalerweise unproblematisch
Fortpflanzung Eiablage in einem Gespinst
Haltung einzeln in einem gut belüfteten Kleinterrarium

Herkunft und Verbreitung

Sitticus pubescens ist eine europäische Springspinne und kommt auch in Mitteleuropa vor. Damit unterscheidet sie sich deutlich von vielen exotischen Springspinnen, die in der Terraristik wegen ihrer Größe oder auffälligen Färbung gehalten werden. Die Vierpunktspringspinne ist an die jahreszeitlichen Bedingungen gemäßigter Breiten angepasst.

Interessant ist ihre Nähe zu menschlichen Siedlungen. Die Art kann an Gebäuden, Mauern und anderen künstlichen Strukturen gefunden werden. Solche Standorte bieten zahlreiche Spalten, Unebenheiten und kleine Hohlräume, in denen sich die Tiere zurückziehen können. Gleichzeitig findet sich dort meist ein ausreichendes Angebot kleiner Insekten.

Die Verbreitung in gemäßigten Regionen ist für die Terrarienhaltung bedeutsam. Sitticus pubescens benötigt normalerweise keine dauerhaft tropischen Temperaturen. Eine Haltung unter normalen Bedingungen eines beheizten Wohnraums kommt ihren Ansprüchen häufig wesentlich näher als ein stark erwärmtes Tropenterrarium.

Natürlicher Lebensraum

Die Vierpunktspringspinne bevorzugt strukturreiche, eher trockene bis mäßig feuchte Lebensräume. Besonders charakteristisch sind Funde an Mauern, Hauswänden, Steinen, Holzflächen und vergleichbaren vertikalen Strukturen. Entscheidend ist weniger ein bestimmtes Material als eine Umgebung, die geeignete Jagdflächen und geschützte Rückzugsorte miteinander verbindet.

Springspinnen orientieren sich stark optisch. Eine freie Fläche kann deshalb gleichzeitig Jagdgebiet und Beobachtungspunkt sein. Kleine Vertiefungen, Ritzen oder Spalten dienen dagegen als Schutzplätze. Dort werden Gespinste angelegt, in denen die Spinne ruht, sich häutet oder später ihren Nachwuchs schützt.

Im Terrarium sollte dieser Wechsel aus offenen und geschützten Bereichen nachgebildet werden. Ein vollständig mit Dekoration überladenes Behältnis ist ebenso ungünstig wie ein vollkommen leerer Kunststoffbehälter.

Gattung und Familie

Sitticus pubescens gehört zur Familie der Springspinnen, den Salticidae. Diese Familie umfasst eine enorme Vielfalt überwiegend tagaktiver, visuell orientierter Jäger. Besonders auffällig sind die großen nach vorne gerichteten Hauptaugen. Zusammen mit den weiteren Augen ermöglichen sie eine ausgezeichnete Wahrnehmung der Umgebung.

Bei der wissenschaftlichen Einordnung begegnet man der Vierpunktspringspinne auch unter dem Namen Attulus pubescens. Die Systematik verschiedener Springspinnengruppen wurde mehrfach überarbeitet, weshalb in Literatur, Datenbanken und älteren terraristischen Texten unterschiedliche Gattungsnamen vorkommen können. Die Bezeichnung Sitticus pubescens ist deshalb weiterhin häufig anzutreffen.

Für die praktische Haltung ist diese taxonomische Frage von untergeordneter Bedeutung. Wesentlicher sind Herkunft, Körpergröße, Lebensweise und Mikroklima.

Beschreibung und Aussehen

Sitticus pubescens gehört zu den kleinen Springspinnen. Erwachsene Tiere erreichen ungefähr wenige Millimeter Körperlänge, wobei Weibchen meist kräftiger wirken als Männchen. Der kompakte Körperbau entspricht dem typischen Erscheinungsbild vieler Salticidae.

Die Grundfärbung bewegt sich überwiegend in Grau-, Braun- und dunklen Farbtönen. Dadurch ist die Spinne auf Stein, verwittertem Holz oder Mauerwerk hervorragend getarnt. Helle Zeichnungselemente sorgen für ein kontrastreiches Muster, ohne dass die Art ausgesprochen bunt erscheint.

Besonders charakteristisch ist der Kopfbereich mit den großen Frontaugen. Betrachtet man das Tier von vorne, entsteht dadurch beinahe der Eindruck, dass die Spinne ihren Beobachter bewusst ansieht. Tatsächlich reagieren Springspinnen sehr deutlich auf Bewegungen außerhalb ihres Behälters.

Die Beine sind für eine Springspinne kräftig genug entwickelt, um schnelle Ortswechsel und präzise Sprünge zu ermöglichen. Vor einem größeren Sprung sichert sich das Tier mit einem Spinnfaden ab.

Verhalten der Vierpunktspringspinne

Das Verhalten ist einer der interessantesten Gründe für die Haltung von Sitticus pubescens. Die Spinne sitzt häufig auf erhöhten Flächen und beobachtet ihre Umgebung. Wird ein mögliches Beutetier entdeckt, richtet sie ihren Körper danach aus und beginnt mit einer kontrollierten Annäherung.

Dabei kann sie ihre Position mehrfach verändern. Erst wenn Entfernung und Winkel stimmen, erfolgt der eigentliche Angriff. Das Beutetier wird angesprungen, mit den Beinen fixiert und durch einen Biss überwältigt.

Gegenüber Menschen zeigt die kleine Springspinne normalerweise kein aggressives Verhalten. Bei Störungen versucht sie eher, auszuweichen oder sich zurückzuziehen. Trotzdem sollte sie möglichst nicht mit den Fingern aufgenommen werden. Bereits ein unerwarteter Sprung kann bei einem nur wenige Millimeter großen Tier zum Verlust führen.

Eine Vergesellschaftung mehrerer Exemplare ist nicht empfehlenswert. Springspinnen können Artgenossen als Konkurrenten oder potenzielle Beute betrachten. Einzelhaltung bietet deshalb die größte Sicherheit.

Haltung von Sitticus pubescens im Terrarium

Für ein einzelnes Tier reicht ein kleines Terrarium beziehungsweise ein geeigneter transparenter Kleinstbehälter. Wichtiger als großes Volumen ist eine sinnvoll nutzbare Einrichtung. Eine Grundfläche von etwa 10 × 10 Zentimetern und eine Höhe von ungefähr 15 Zentimetern können für ein adultes Exemplar bereits ausreichen. Etwas größere Behälter erleichtern die Gestaltung.

Das Terrarium muss absolut ausbruchssicher sein. Besonders Jungtiere können winzige Öffnungen nutzen. Gleichzeitig ist eine gute Belüftung erforderlich. Feine Lüftungsflächen oder entsprechend gesicherte Öffnungen sind daher sinnvoll.

Korkstücke, dünne Äste, Rindenstücke und raue vertikale Flächen bieten Kletter- und Jagdmöglichkeiten. Besonders im oberen Bereich sollten geschützte Stellen vorhanden sein, an denen die Spinne ihr Ruhegespinst anlegen kann. Bei der Reinigung darf ein bewohntes Gespinst nicht unnötig zerstört werden.

Als Bodengrund genügt eine dünne Schicht Erde, Sand-Erde-Gemisch oder ein anderes hygienisch handhabbares Substrat. Da die Art überwiegend oberhalb des Bodens aktiv ist, spielt dessen Tiefe nur eine geringe Rolle.

Experten-Tipp: Bei sehr kleinen Springspinnen sollte die Einrichtung vor dem Einsetzen auf Spalten zwischen Dekoration und Behälterwand kontrolliert werden. Enge Zwischenräume können bei Reinigung oder Fütterung zur schwer einsehbaren Falle werden.

Temperatur und Luftfeuchtigkeit

Da Sitticus pubescens aus gemäßigten Regionen stammt, ist keine ausgeprägte Tropenwärme erforderlich. Für die aktive Haltung sind ungefähr 20 bis 24 Grad Celsius gut geeignet. Kurzzeitige Abweichungen sind bei einer europäischen Art meist weniger problematisch als dauerhaft zu hohe Temperaturen.

Direkte Sonneneinstrahlung auf ein kleines Terrarium ist unbedingt zu vermeiden. Das geringe Luftvolumen kann sich innerhalb kurzer Zeit stark aufheizen. Besonders Behälter auf Fensterbänken sind gefährdet.

Die Luftfeuchtigkeit sollte moderat bleiben. Eine dauerhaft nasse Umgebung entspricht nicht dem typischen Lebensraum und begünstigt Schimmel sowie Milben. Gelegentliches leichtes Besprühen einer Terrarienseite stellt kleine Wassertropfen zur Verfügung. Danach sollte der Behälter wieder abtrocknen können.

Eine offene Wasserschale ist aufgrund der geringen Körpergröße weder notwendig noch besonders praktisch. Feine Tropfen an einer Wand oder Dekoration können problemlos aufgenommen werden.

Fütterung

Sitticus pubescens benötigt entsprechend kleine Futtertiere. Geeignet sind beispielsweise Fruchtfliegen, kleine Fliegen, winzige Heimchen oder andere ungefährliche Futterinsekten passender Größe. Bei Jungspinnen müssen entsprechend kleinere Futterorganismen angeboten werden.

Springspinnen sind Sichtjäger. Lebende, sich bewegende Beute löst deshalb den stärksten Jagdreiz aus. Ein gesundes Tier verfolgt geeignete Futtertiere häufig aktiv.

Die Fütterungsmenge sollte an Körperzustand und Alter angepasst werden. Erwachsene Tiere müssen nicht täglich gefüttert werden. Ein gut genährtes Abdomen ist ein besserer Hinweis als ein starrer Fütterungsplan. Nicht gefressene Futtertiere sollten entfernt werden, insbesondere wenn eine Häutung bevorsteht.

Giftigkeit für den Menschen

Wie nahezu alle jagenden Spinnen besitzt auch Sitticus pubescens Gift, mit dem Beutetiere überwältigt werden. Daraus ergibt sich jedoch keine relevante Gefährlichkeit für den Menschen. Aufgrund ihrer winzigen Körpergröße und ihres zurückhaltenden Verhaltens ist ein Biss ohnehin äußerst unwahrscheinlich.

Die Tiere sollten dennoch nicht absichtlich provoziert oder auf der Haut festgehalten werden. Das dient vor allem dem Schutz der Spinne. Ihr kleiner Körper reagiert empfindlich auf Druck und ungeschicktes Handling.

Vermehrung und Zucht

Bei der Fortpflanzung spielen optische Signale eine wichtige Rolle. Das Männchen nähert sich einem Weibchen vorsichtig und zeigt ein artspezifisches Balzverhalten. Eine kontrollierte Verpaarung sollte unter Beobachtung stattfinden, da bei Springspinnen grundsätzlich die Möglichkeit besteht, dass ein Partner angegriffen wird.

Ein gut ernährtes Weibchen bietet günstigere Voraussetzungen für die Paarung. Nach erfolgreicher Befruchtung fertigt es ein geschütztes Gespinst an und legt darin die Eier ab. Das Weibchen bleibt häufig beim Gelege und bewacht es.

Nach dem Schlupf sind die Jungspinnen äußerst klein. Nun wird die Futterversorgung zur größten Herausforderung. Geeignetes Kleinstfutter muss zuverlässig verfügbar sein. Auch Lüftungsöffnungen, die für adulte Tiere vollkommen sicher erscheinen, können für frisch selbstständig werdende Jungtiere zu groß sein.

Experten-Tipp: Für eine geplante Nachzucht sollte das benötigte Kleinstfutter bereits vor dem Schlupf verfügbar sein. Erst nach dem Erscheinen der Jungspinnen eine passende Futterzucht aufzubauen, führt schnell zu Versorgungslücken.

Die Jungtiere sollten mit zunehmender Selbstständigkeit getrennt werden. Einzelhaltung verhindert Kannibalismus und ermöglicht außerdem eine gezieltere Kontrolle von Futteraufnahme und Entwicklung.

Häutung und mögliche Krankheiten

Wie alle Spinnen wächst Sitticus pubescens über Häutungen. Vor einer Häutung ziehen sich Tiere häufig zurück und verweigern Nahrung. Dieses Verhalten ist zunächst kein Krankheitszeichen. Während dieser Phase sollte die Spinne möglichst wenig gestört werden.

Probleme entstehen vor allem durch ungeeignete Haltungsbedingungen. Dauerhafte Nässe fördert Schimmel und unerwünschte Mikroorganismen. Gleichzeitig kann eine extrem trockene Haltung problematisch sein, wenn dem Tier keine Möglichkeit zur Wasseraufnahme zur Verfügung steht.

Futterreste und tote Futterinsekten sollten regelmäßig entfernt werden. Eine vollständige sterile Reinigung ist dagegen weder erforderlich noch sinnvoll. Entscheidend sind Sauberkeit, gute Belüftung und das Vermeiden dauerhaft feuchter organischer Rückstände.

Auch Verletzungen können auftreten. Stürze sind bei kleinen Springspinnen zwar weniger dramatisch als bei schweren Vogelspinnen, dennoch sollte die Einrichtung keine scharfkantigen oder gefährlichen Elemente enthalten.

Eine plötzlich reduzierte Aktivität muss außerdem nicht zwangsläufig auf eine Erkrankung hindeuten. Häutung, Alter, Temperatur und Fortpflanzungsphase beeinflussen das Verhalten deutlich.

Alternative Bezeichnungen

Die gebräuchlichste deutsche Bezeichnung lautet Vierpunktspringspinne. Wissenschaftlich ist neben Sitticus pubescens vor allem Attulus pubescens relevant. Unterschiedliche Gattungsbezeichnungen sind eine Folge taxonomischer Neubewertungen und bedeuten nicht, dass damit zwangsläufig verschiedene Arten gemeint sind.

Für Terrarianer ist es sinnvoll, beide wissenschaftlichen Namen zu kennen. Dadurch lassen sich ältere und neuere Informationen eindeutig derselben Art zuordnen.

Häufig gestellte Fragen

Ist Sitticus pubescens für Anfänger geeignet?

Grundsätzlich ja. Die Haltungsbedingungen sind nicht besonders kompliziert. Herausforderungen entstehen hauptsächlich durch die geringe Körpergröße, die notwendige Ausbruchssicherheit und die Versorgung mit kleinen Futtertieren.

Wie groß muss das Terrarium sein?

Für ein einzelnes adultes Tier genügt bereits ein kleines, höher strukturiertes Terrarium. Ungefähr 10 × 10 × 15 Zentimeter können ausreichen. Wichtiger als zusätzliche Größe sind gute Belüftung, sichere Verschlüsse und geeignete Kletterflächen.

Braucht die Vierpunktspringspinne eine Heizung?

Bei normalen Raumtemperaturen ist meist keine zusätzliche Heizung erforderlich. Temperaturen um 20 bis 24 Grad Celsius sind für die aktive Haltung gut geeignet. Überhitzung sollte unbedingt vermieden werden.

Muss das Terrarium täglich besprüht werden?

Nein. Eine dauerhaft hohe Feuchtigkeit ist nicht erforderlich. Gelegentliche kleine Wassertropfen reichen zur Flüssigkeitsversorgung aus. Das Terrarium sollte anschließend wieder abtrocknen.

Was frisst Sitticus pubescens?

Die Vierpunktspringspinne erbeutet kleine lebende Gliederfüßer. In Terrarien eignen sich insbesondere Fruchtfliegen, kleine Fliegen und andere entsprechend dimensionierte Futterinsekten.

Kann man mehrere Tiere gemeinsam halten?

Eine dauerhafte Gruppenhaltung ist nicht empfehlenswert. Einzelhaltung reduziert Stress, Konkurrenz und das Risiko von Kannibalismus.

Ist die Vierpunktspringspinne giftig?

Sie besitzt wie die meisten Spinnen Gift zur Überwältigung ihrer Beute. Für Menschen gilt die kleine Art jedoch nicht als gefährlich. Direkter Körperkontakt sollte trotzdem vermieden werden.

Wie erkennt man eine bevorstehende Häutung?

Die Spinne kann die Nahrungsaufnahme einstellen und sich längere Zeit in ihr Gespinst zurückziehen. In dieser Phase sollte sie nicht gestört und nicht mit Futtertieren bedrängt werden.

Fazit

Sitticus pubescens ist eine kleine, aber ausgesprochen interessante Springspinne für Terrarianer, die natürliche Verhaltensweisen beobachten möchten. Die Vierpunktspringspinne überzeugt weniger durch spektakuläre Farben als durch ihre aufmerksame Orientierung, ihre präzise Jagdtechnik und ihre aktive Nutzung strukturierter Flächen.

Die Haltung benötigt wenig Platz, verlangt aber Sorgfalt. Ein ausbruchssicheres und gut belüftetes Kleinterrarium, moderate Temperaturen, eine nicht zu hohe Luftfeuchtigkeit sowie passend kleine Futtertiere bilden die wichtigsten Voraussetzungen. Auf tropische Wärme oder dauerhaft feuchte Bedingungen sollte verzichtet werden.

Besonders faszinierend ist die unmittelbare Beobachtung des Jagdverhaltens. Sitticus pubescens fixiert Beute optisch, nähert sich kontrolliert und setzt schließlich zu einem präzisen Sprung an. Damit zeigt selbst diese nur wenige Millimeter große heimische Spinne eindrucksvoll, warum Springspinnen zu den verhaltensbiologisch interessantesten Bewohnern eines Kleinterrariums gehören.

Verwandte Arten

  • Sitticus floricola

    Die Sitticus floricola, auch bekannt als Weißschulter-Springspinne, gehört zu den faszinierenden und eher selten gehaltenen Vertretern der Springspinnen im Terrarienhobby. Diese kleine, agile und auffällig gemusterte Spinne stammt ursprünglich aus Europa und ist aufgrund ihrer interessanten Verhaltensweisen und ihres relativ einfachen Pflegebedarfs eine spannende Wahl für Einsteiger und erfahrene Terrarianer gleichermaßen.

Änderungen vorschlagen

Du hast nicht alle wichtigen Infos zu Sitticus pubescens gefunden? Du kannst uns helfen, weitere Details zu ergänzen? Dann schreib uns dein Feedback!