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Springspinnen in Deutschland: faszinierende Jäger auf acht Beinen

Lesezeit: ca. 12 Minuten
Springspinnen in Deutschland: faszinierende Jäger auf acht Beinen
Springspinnen in Deutschland: faszinierende Jäger auf acht Beinen - Foto 1

Springspinnen in Deutschland faszinieren mit starken Augen, erstaunlichen Sprüngen und einer Vielfalt, die sich im eigenen Garten entdecken lässt. Springspinnen gehören zu den auffälligsten und zugleich sympathischsten Vertretern der heimischen Spinnenwelt. Anders als viele andere Spinnen warten sie nicht in einem Fangnetz auf Beute, sondern gehen aktiv auf die Jagd. Dabei orientieren sie sich stark mit ihren außergewöhnlich leistungsfähigen Augen, verfolgen kleine Insekten und überwinden kurze Distanzen mit präzisen Sprüngen. Wer sich etwas Zeit nimmt und an sonnigen Mauern, Baumstämmen, Zäunen oder auf Blättern genauer hinsieht, kann Springspinnen in Deutschland überraschend häufig beobachten.

Die Familie der Springspinnen ist weltweit außerordentlich artenreich. Auch in Deutschland kommen zahlreiche Arten vor, die sich in Größe, Färbung, Lebensraum und Verhalten deutlich unterscheiden können. Trotz ihrer geringen Körpergröße sind sie wegen ihres aktiven Verhaltens besonders spannend zu beobachten.

Die wichtigsten Fakten zu Springspinnen in Deutschland

MerkmalInformation
FamilieSalticidae
TierklasseSpinnentiere
Lebensweiseüberwiegend tagaktive Sichtjäger
Körpergrößemeist wenige Millimeter bis etwa ein Zentimeter
LebensräumeGärten, Wälder, Wiesen, Mauern, Felsen, Gebäude
Nahrungkleine Insekten und andere Gliederfüßer
JagdweiseAnschleichen und gezielter Sprung
Netzbaukein Fangnetz, aber Gespinste für Ruhe, Häutung und Eiablage
Aktivitätbesonders bei trockenem, hellem Wetter
Gefahr für Menschenpraktisch bedeutungslos
Ökologische Rollenatürliche Regulation kleiner Insekten
Beobachtungszeitvor allem Frühling bis Herbst

Was Springspinnen so besonders macht

Das auffälligste Merkmal einer Springspinne ist ihr Gesicht. Von den insgesamt acht Augen fallen vor allem die beiden großen vorderen Hauptaugen auf. Sie ermöglichen eine für Spinnen außergewöhnlich gute räumliche Wahrnehmung und dienen dazu, Entfernungen einzuschätzen, Beute zu erkennen und Bewegungen genau zu verfolgen. Seitlich angeordnete Augen erweitern das Blickfeld und helfen dabei, Veränderungen in der Umgebung schnell wahrzunehmen.

Diese ausgeprägte Sehfähigkeit prägt die gesamte Lebensweise. Springspinnen drehen sich häufig sichtbar zu einem Objekt hin, beobachten es und ändern ihre Position gezielt. Dadurch wirken sie auf menschliche Beobachter oftmals ungewöhnlich aufmerksam. Das Verhalten hat jedoch einen klaren biologischen Zweck: Die Tiere müssen für einen erfolgreichen Angriff Entfernung, Winkel und Bewegungsrichtung möglichst genau einschätzen.

Auch die namensgebenden Sprünge sind bemerkenswert. Springspinnen besitzen keine besonders vergrößerten Sprungbeine wie Heuschrecken. Stattdessen erzeugen sie den nötigen Druck über Veränderungen des Flüssigkeitsdrucks in ihren Beinen. Vor einem Sprung sichern sie sich häufig mit einem feinen Spinnfaden ab. Verfehlt das Tier sein Ziel oder stürzt es ab, kann dieser Sicherheitsfaden einen unkontrollierten Fall verhindern.

Welche Springspinnen leben in Deutschland?

Die deutsche Springspinnenfauna umfasst zahlreiche Arten aus unterschiedlichen Gattungen. Für Laien ist eine sichere Bestimmung oft schwierig, weil viele Tiere nur wenige Millimeter groß sind und sich ähnliche Arten äußerlich stark ähneln.

Zu den bekannteren heimischen Vertretern gehören Arten aus Gattungen wie Salticus, Marpissa, Evarcha, Heliophanus, Sitticus und Pseudeuophrys. Besonders auffällig sind Zebraspringspinnen der Gattung Salticus. Ihre schwarz-weiße Zeichnung macht sie vergleichsweise leicht erkennbar. Sie sitzen gern auf besonnten Hauswänden, Steinen, Zäunen oder Baumstämmen und jagen dort Fliegen und andere kleine Insekten.

Größere Arten aus der Gattung Marpissa können einen kräftigeren und langgestreckten Körper besitzen. Die tatsächliche Artenvielfalt eines Gartens oder Landschaftsausschnitts erschließt sich deshalb meist erst bei gezielter Beobachtung.

Zu den auffälligeren Springspinnen-Arten in Deutschland gehört die Zebraspringspinne Salticus scenicus. Sie ist durch ihre kontrastreiche schwarz-weiße Zeichnung gut erkennbar und häufig auf sonnigen Mauern, Hausfassaden, Steinen und Baumstämmen zu finden. 

Ebenfalls verbreitet ist die Rindenspringspinne Marpissa muscosa, eine vergleichsweise große, flach gebaute Art, die bevorzugt auf Baumrinde, Holzzäunen und anderen strukturreichen Oberflächen jagt. 

Springspinnen in Deutschland: faszinierende Jäger auf acht Beinen
Springspinnen in Deutschland: faszinierende Jäger auf acht Beinen - Foto 2

Die Goldaugenspringspinne Heliophanus flavipes fällt durch ihren dunklen, teilweise metallisch glänzenden Körper und die helleren Beine auf und lebt vor allem an sonnigen, vegetationsreichen Standorten. 

Häufiger anzutreffen ist außerdem Evarcha arcuata, die Wiesen, Waldränder und niedrige Vegetation besiedelt. 

Pseudeuophrys lanigera gilt dagegen als typische Art im Umfeld menschlicher Gebäude und kann sogar an Hauswänden oder in Innenräumen auftauchen.

Weitere in Deutschland vorkommende Arten sind unter anderem Phlegra fasciata mit ihrer länglichen Gestalt und markanten Längszeichnung, Marpissa radiata, die besonders in feuchteren Lebensräumen und an Gewässerrändern vorkommt, sowie Sitticus pubescens, eine kleine, unauffällig grau-braun gefärbte Springspinne, die ebenfalls regelmäßig an Gebäuden beobachtet werden kann. 

Hinzu kommen Arten wie Evarcha falcata, Heliophanus cupreus und Euophrys frontalis. Gerade diese Vielfalt zeigt, dass Springspinnen in Deutschland keineswegs nur aus wenigen bekannten Vertretern bestehen, sondern zahlreiche Arten mit unterschiedlichen Ansprüchen an Lebensraum, Klima und Vegetation umfassen.

Lebensräume zwischen Stadt, Garten und Natur

Springspinnen sind in Deutschland in erstaunlich vielen Lebensräumen anzutreffen. Entscheidend sind geeignete Jagdflächen, ausreichend Beute und geschützte Rückzugsorte. Sonnige Strukturen sind für viele Arten besonders attraktiv, weil dort zahlreiche kleine Insekten aktiv sind.

In Gärten findet man Springspinnen auf Blättern, Stauden, Holzstapeln, Mauern, Gartenmöbeln, Zäunen und Fassaden. Naturnahe Gärten bieten besonders günstige Bedingungen, wenn unterschiedliche Vegetationshöhen, offene Bodenstellen, Totholz, Steine und blütenreiche Bereiche vorhanden sind. Auch alte Schuppen, Trockenmauern und wenig gestörte Ecken können wertvolle Mikrohabitate darstellen.

Auf Trockenrasen und sonnigen Hängen kommen wiederum Arten vor, die Wärme und offene Vegetation bevorzugen. Andere Springspinnen besiedeln feuchtere Standorte oder leben in der Nähe von Gewässern. Selbst in Städten sind sie keineswegs selten. Hauswände, Balkone, Fensterrahmen und begrünte Innenhöfe können geeignete Jagdreviere sein.

Experten-Tipp: Wer Springspinnen beobachten möchte, sollte an sonnigen Vormittagen langsam Mauern, Holzflächen und Blattoberseiten absuchen, statt Pflanzen hektisch zu bewegen.

Wie Springspinnen jagen

Die Jagd beginnt meist mit einer Phase intensiver Beobachtung. Hat eine Springspinne ein geeignetes Beutetier entdeckt, richtet sie ihren Körper auf das Ziel aus und nähert sich schrittweise. Dabei kann sie mehrfach stoppen, den Winkel verändern oder sich seitlich bewegen. Erst wenn die Entfernung günstig erscheint, folgt der schnelle Sprung.

Nach dem Kontakt wird die Beute mit den Vorderbeinen festgehalten und mit den Kieferklauen gebissen. Anschließend nimmt die Spinne die verflüssigten Nahrungsbestandteile auf. Für Menschen sind heimische Springspinnen aufgrund ihrer geringen Größe und ihres Verhaltens praktisch ungefährlich.

Zum Beutespektrum gehören kleine Fliegen, Mücken, Blattläuse, Zikaden, winzige Käfer und andere Gliederfüßer. Welche Beute bevorzugt wird, hängt von Art, Größe und Lebensraum ab. Springspinnen sind damit Teil eines komplexen Nahrungsnetzes und tragen dazu bei, Populationen kleiner Insekten auf natürliche Weise zu regulieren.

Sind Springspinnen für Menschen gefährlich?

Springspinnen sind keine Tiere, vor denen man sich im Garten oder Haus fürchten muss. Sie zeigen Menschen gegenüber kein aggressives Verhalten und versuchen bei Störungen normalerweise zu fliehen. Ein Biss ist äußerst ungewöhnlich und setzt in der Regel voraus, dass ein Tier massiv bedrängt oder zwischen Haut und Gegenstand eingeklemmt wird.

Für den Alltag ist deshalb entscheidend: Eine Springspinne muss weder bekämpft noch vorsorglich entfernt werden. Wer ein Tier in der Wohnung nicht behalten möchte, kann es vorsichtig mit Glas und Papier aufnehmen und an einem geschützten Ort im Freien absetzen.

Der ökologische Nutzen überwiegt deutlich, denn Springspinnen jagen zahlreiche kleine Gliederfüßer, die ebenfalls in Häusern, Gärten und auf Balkonen vorkommen.

Fortpflanzung und Balz

Die Fortpflanzung gehört zu den faszinierendsten Aspekten der Springspinnenbiologie. Weil das Sehvermögen eine so große Rolle spielt, besitzen viele Arten auffällige Balzrituale. Männchen heben und bewegen ihre Vorderbeine, verändern ihre Körperhaltung oder präsentieren farbige Körperpartien. Zusätzlich können Vibrationen über den Untergrund übertragen werden.

Das Weibchen beurteilt diese Signale und entscheidet, ob es das Männchen zur Paarung zulässt. Nach erfolgreicher Paarung legt es die Eier in einem geschützten Gespinst ab.

Die Jungspinnen schlüpfen bereits als typische kleine Spinnen und wachsen über mehrere Häutungen heran. Während der Häutung sind sie besonders empfindlich und ziehen sich häufig in ein dichtes Gespinst zurück. Dieses Rückzugsverhalten zeigt, dass Springspinnen durchaus Spinnseide nutzen, obwohl sie keine klassischen Fangnetze bauen.

Springspinnen in Deutschland: faszinierende Jäger auf acht Beinen
Springspinnen in Deutschland: faszinierende Jäger auf acht Beinen - Foto 3

Springspinnen im Garten fördern

Ein strukturreicher Garten hilft Springspinnen mehr als spezielle künstliche Behausungen. Unterschiedliche Pflanzen, sonnenexponierte Bereiche und zahlreiche kleine Verstecke schaffen Jagd- und Rückzugsräume. Besonders sinnvoll ist es, auf eine sterile Gartengestaltung zu verzichten.

Blütenreiche Pflanzen fördern Insekten und damit auch das Nahrungsangebot für Springspinnen. Trockenmauern, Natursteine, Totholz, alte Rindenstücke und dicht verzweigte Pflanzen bieten zusätzliche Aufenthaltsorte. Gleichzeitig sollten Pflanzenschutzmittel möglichst vermieden werden, weil sie nicht nur sogenannte Schädlinge, sondern auch deren natürliche Gegenspieler beeinträchtigen können.

Schon kleine Bereiche mit weniger intensiver Pflege können die Strukturvielfalt deutlich erhöhen. Eine sonnige Mauer mit Fugen, ein Holzstapel oder eine Ecke mit Wildstauden kann für zahlreiche kleine Tierarten wertvoll sein.

Experten-Tipp: Kleine ungestörte Gartenbereiche mit Totholz, Natursteinen und dichter Vegetation sind für Springspinnen oft wertvoller als ein eigens gebautes Insektenhotel.

Springspinnen im Haus und auf dem Balkon

Manche Springspinnen tauchen regelmäßig an Gebäuden auf. Besonders Fensterbereiche sind attraktiv, weil Licht Insekten anzieht und warme Oberflächen günstige Jagdbedingungen schaffen. Ein Tier auf der Fensterbank ist daher meist kein Hinweis auf einen Befall, sondern ein einzelner Jäger auf Nahrungssuche.

Auf Balkonen können bepflanzte Kästen, Kübel und Fassadenstrukturen überraschend gute Lebensräume bilden. Dort finden die Spinnen Blattläuse, kleine Fliegen und andere Beutetiere. Chemische Sprays gegen einzelne Spinnen sind weder notwendig noch sinnvoll.

Falls sie stören, genügt ein vorsichtiges Umsetzen. Staubsauger oder Insektenspray sind vermeidbar und beseitigen ein Tier, das im Grunde selbst zur natürlichen Insektenkontrolle beiträgt.

Tarnung, Farben und Unterschiede zwischen den Arten

Viele Springspinnen sind hervorragend an ihren Untergrund angepasst. Graue und braune Zeichnungen machen Tiere auf Baumrinde, Stein oder trockenem Pflanzenmaterial schwer erkennbar. Andere Arten besitzen schwarze, weiße, rötliche oder metallisch wirkende Elemente.

Tarnung schützt vor Fressfeinden und unterstützt die Jagd. Auffällige Muster können dagegen bei Balz und Kommunikation eine Rolle spielen. Vor allem männliche Springspinnen wirken deshalb bei manchen Arten kontrastreicher als Weibchen.

Für die Bestimmung reicht die Farbe dennoch selten aus. Körperproportionen, Zeichnung, Behaarung, Augenbereich und weitere Merkmale müssen gemeinsam betrachtet werden. Bei schwierigen Artengruppen ist eine zuverlässige Bestimmung ohne detaillierte Untersuchung nicht immer möglich. Für Naturbeobachter genügt es deshalb häufig, zunächst Gattung oder Familie zu erkennen.

Natürliche Feinde und Gefahren

Springspinnen sind selbst Jäger, stehen aber zugleich auf dem Speiseplan anderer Tiere. Vögel, räuberische Insekten, andere Spinnen und verschiedene Kleintiere können sie erbeuten.

Hinzu kommen menschlich verursachte Einflüsse. Der Verlust strukturreicher Lebensräume, intensive Flächenpflege und der Einsatz breit wirkender Pflanzenschutzmittel können Bestände lokal beeinträchtigen. Arten mit speziellen Ansprüchen an warme, trockene oder anderweitig besondere Standorte reagieren empfindlicher auf Veränderungen als anpassungsfähige Kulturfolger.

Der Schutz heimischer Springspinnen ist deshalb eng mit dem allgemeinen Schutz vielfältiger Lebensräume verbunden. Wer unterschiedliche Vegetationsstrukturen erhält, auf unnötige Pestizide verzichtet und natürliche Kleinstrukturen zulässt, hilft gleichzeitig vielen weiteren Wirbellosen.

Springspinnen richtig beobachten

Für die Beobachtung ist keine aufwendige Ausrüstung nötig. Besonders interessant ist es, ein Tier über mehrere Minuten zu verfolgen, ohne es zu berühren.

Typische Beobachtungen sind:

  • das ruckartige Ausrichten auf Bewegungen
  • langsames Anschleichen an Beute
  • kurze, präzise Sprünge
  • das Putzen von Beinen und Mundwerkzeugen
  • Balzbewegungen bei erwachsenen Tieren
  • Rückzug in kleine Gespinste

Beim Fotografieren sollte die Spinne nicht dauerhaft bedrängt werden. Wiederholtes Anstupsen oder künstliches Aufscheuchen erzeugt zwar Bewegung, stört aber das natürliche Verhalten. Geduld führt meist zu wesentlich interessanteren Beobachtungen.

Häufig gestellte Fragen zu Springspinnen in Deutschland

Wie erkennt man eine Springspinne?

Typisch sind der kompakte Körper, die relativ kräftigen Vorderbeine und vor allem die großen nach vorn gerichteten Hauptaugen. Viele Arten bewegen sich ruckartig, beobachten ihre Umgebung auffällig und springen kurze Strecken.

Bauen Springspinnen Netze?

Springspinnen bauen normalerweise keine Fangnetze. Sie verwenden Seide jedoch für Sicherheitsfäden, Ruheplätze, Häutungsquartiere, Eikokons und geschützte Rückzugsräume.

Springspinnen in Deutschland: faszinierende Jäger auf acht Beinen
Springspinnen in Deutschland: faszinierende Jäger auf acht Beinen - Foto 4

Können Springspinnen Menschen beißen?

Ein Biss ist theoretisch möglich, in der Praxis aber sehr selten. Heimische Springspinnen sind klein, nicht aggressiv und versuchen bei Störungen normalerweise zu entkommen.

Was fressen Springspinnen?

Sie erbeuten vor allem kleine Insekten und andere Gliederfüßer. Dazu gehören unter anderem Fliegen, Mücken, Blattläuse, Zikaden und kleine Käfer.

Wo findet man Springspinnen besonders häufig?

Gute Beobachtungsorte sind sonnige Mauern, Hausfassaden, Baumstämme, Zäune, Steine, Blätter und andere warme Oberflächen mit ausreichendem Beuteangebot.

Sind Springspinnen im Garten nützlich?

Ja. Sie gehören zu den natürlichen Räubern kleiner Insekten und leisten damit einen Beitrag zur biologischen Regulation. Gleichzeitig sind sie selbst Nahrung für andere Tiere und Teil des heimischen Nahrungsnetzes.

Überwintern Springspinnen in Deutschland?

Viele heimische Arten überstehen die kalte Jahreszeit in geschützten Entwicklungsstadien oder Rückzugsorten. Welche Strategie genutzt wird, unterscheidet sich von Art zu Art.

Warum schauen Springspinnen Menschen scheinbar an?

Ihre großen Hauptaugen sind auf präzises Sehen ausgerichtet. Eine Bewegung wird untersucht, indem sich die Spinne dem betreffenden Objekt zuwendet. Das wirkt wie neugieriges Anschauen, dient aber vor allem der Orientierung und Gefahreneinschätzung.

Fazit

Springspinnen in Deutschland gehören zu den spannendsten Kleintieren, die sich direkt vor der Haustür beobachten lassen. Ihre leistungsfähigen Augen, die aktive Jagd, präzise Sprünge und teils aufwendige Balz unterscheiden sie deutlich von dem verbreiteten Bild einer Spinne, die passiv in ihrem Netz auf Beute wartet.

Gärten, Balkone, Hauswände, Wälder und offene Landschaften bieten einer Vielzahl von Arten geeignete Lebensräume. Für Menschen sind diese kleinen Jäger praktisch ungefährlich, ökologisch aber durchaus bedeutend. Sie erbeuten zahlreiche kleine Insekten und sind gleichzeitig Bestandteil komplexer Nahrungsketten.

Wer Springspinnen fördern möchte, braucht keine besonderen Maßnahmen. Strukturreiche Vegetation, natürliche Materialien, ungestörte Rückzugsorte und ein Verzicht auf unnötige Pflanzenschutzmittel schaffen bereits gute Voraussetzungen. Vor allem lohnt es sich, genauer hinzusehen: Auf einer sonnigen Mauer oder einem Blatt kann sich innerhalb weniger Zentimeter eine faszinierende Jagdszene abspielen, die leicht übersehen wird. Springspinnen zeigen eindrucksvoll, wie vielfältig und überraschend die heimische Natur selbst im unmittelbaren Wohnumfeld sein kann.

Autor*in: Tom

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Tom ist Administrator*in von EB und stellt 12 Beispiele vor.

In den Bereichen Malawisee, Tanganjikasee, Victoriasee, West- / Zentralafrika, Südamerika, Mittelamerika, Asien/Australien, Gesellschaftsbecken, Wasserchemie, Fragen zu einrichtungsbeispiele.de steht er/sie den Usern bei Fragen kompetent als Anspechpartner zur Seite.

Titel: Springspinnen in Deutschland: faszinierende Jäger auf acht Beinen (Artikel 8250)

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