Lebens(t)räume für Menschen, Tiere & Pflanzen
Gestaltungsbeispiele für naturnahe Lebensräume
Einrichtungsbeispiele.de-Logo
Neu
Login
Wir werden unterstützt von:

Eichhornia natans im Aquarium pflanzen

Einrichtungsbeispiele mit Schwimmende Wasserhyazinthe

Lesezeit: ca. 3 Minuten
Eichhornia natans im Aquarium pflanzen (Einrichtungsbeispiele mit Schwimmende Wasserhyazinthe)
Eichhornia natans (Schwimmende Wasserhyazinthe) - Bildquelle: Das Bild stammt von der freien Enzyklopädie Wikipedia. Lizenzhinweise: Marco Schmidt, Eichhornia natans MS4234, CC BY-SA 2.5

Haltungsempfehlungen

Um Eichhornia natans (Schwimmende Wasserhyazinthe) möglichst artgerecht zu halten, empfehlen wir nachfolgende Bedingungen zu schaffen. Vor allem bei der Angabe zur Mindestgröße bitten wir zu beachten, dass die optimalen Verhältnisse unter Umständen erst in wesentlich größeren Aquarien hergestellt werden können.

  • Wassertemperatur: 24° bis 30°C
  • pH-Wert: 6.0 bis 7.5
  • Gesamthärte: 2° bis 15° dGH

Wissenswertes zu Eichhornia natans (Schwimmende Wasserhyazinthe)

Die Art Eichhornia natans (Schwimmende Wasserhyazinthe) gilt in Teilen Europas als potenziell invasiv. Die nahe verwandte Eichhornia crassipes (Gewöhnliche Wasserhyazinthe) ist in der EU bereits als invasive Art gelistet und darf nicht gehandelt oder kultiviert werden. Eichhornia natans ist derzeit in Deutschland nicht verboten, sollte aber ebenfalls keinesfalls in natürliche Gewässer gelangen.

Eichhornia natans ist eine schwimmende Wasserpflanze mit auffällig grünen Blättern und einer ansprechenden Rosettenform. Im Gegensatz zur bekannteren Eichhornia crassipes besitzt diese Art weichere Blätter und keine stark verdickten Blattstiele. Sie eignet sich für die temporäre Haltung in offenen Aquarien, Kübeln oder Teichen im Sommer, darf jedoch nicht in natürliche Gewässer gelangen.

Herkunft

Die Pflanze stammt ursprünglich aus tropischen und subtropischen Regionen Afrikas und Asiens. Sie wächst bevorzugt in stehenden oder langsam fließenden Gewässern mit warmem Klima, wo sie als freie Schwimmpflanze auf der Wasseroberfläche treibt.

Aussehen

Eichhornia natans bildet einzelne Rosetten aus rundlich-elliptischen, flach auf dem Wasser liegenden Blättern. Die Blattstiele sind schwach verdickt und enthalten Schwammgewebe, das für den Auftrieb sorgt. Die Blattspreiten sind zartgrün, etwa 5–10 cm lang und besitzen eine glatte Oberfläche. Unter optimalen Bedingungen können sich kleine, lavendelblaue Blüten zeigen, die jedoch in Mitteleuropa selten erscheinen. Anders als bei Eichhornia crassipes bleiben die Blattstiele schlanker, und die Pflanze wirkt insgesamt zarter.

Standort

Die Art benötigt einen hellen, sonnigen Standort und warme Temperaturen ab 22 °C aufwärts. Im Freiland lässt sie sich während der warmen Monate in flachen Teichen, Regentonnen oder Pflanzkübeln pflegen. Auch in offenen Aquarien mit ruhiger Wasseroberfläche kann sie zeitweise kultiviert werden. Starke Strömung und Beschattung stören das Wachstum.

Pflegehinweise

Eichhornia natans stellt hohe Ansprüche an Licht und Temperatur. Ideal sind Temperaturen zwischen 24 und 30 °C bei weichem bis mittelhartem Wasser (pH 6,0–7,5). Die Pflanze nimmt Nährstoffe direkt aus dem Wasser auf – bei Nährstoffmangel kommt es zu Blattaufhellungen. Regelmäßige Wasserwechsel und gelegentliche Zugabe von Flüssigdünger fördern ein gesundes Wachstum. Die Pflanze reagiert empfindlich auf Kälteeinbruch und stirbt bei Temperaturen unter 15 °C rasch ab. Eine Überwinterung ist in Mitteleuropa nur bei dauerhaft warmer Haltung in Innenräumen möglich.

Vermehrung

Die Vermehrung erfolgt vegetativ über Tochterpflanzen, die an kurzen Ausläufern entstehen und sich schnell zu neuen Rosetten entwickeln. Unter guten Bedingungen kann es zu einer dichten Schwimmpflanzendecke kommen. Eine gezielte Kontrolle ist nötig, um Überwucherung zu vermeiden.

Nutzen

Die Pflanze trägt zur Wasserklärung bei, da sie Nährstoffe effektiv aufnimmt und somit Algenwuchs hemmt. Ihre schwimmenden Blätter bieten Schutz für Jungfische und Deckung für Wirbellose. In dekorativen Wasserbehältern sorgt sie für eine natürliche Beschattung. Aufgrund ihres potenziellen Ausbreitungspotenzials darf sie jedoch nicht in freier Natur ausgebracht werden.

Schädlinge und Krankheiten

Unter kühlen oder lichtarmen Bedingungen wächst die Pflanze nur schlecht. Fäulniserscheinungen an den Wurzeln oder Blattstielen treten bei zu niedriger Temperatur oder Sauerstoffmangel auf. Gelegentlich können Blattläuse auftreten, insbesondere bei Freilandhaltung.

Deutsche und alternative Bezeichnungen

Eichhornia natans wird gelegentlich als Schwimmende Wasserhyazinthe bezeichnet. In der Aquaristik ist sie selten im Handel und wird teils auch als „kleine Wasserhyazinthe“ angeboten. Der Gattungsname Eichhornia ehrt den preußischen Minister für Landwirtschaft, Johann Albrecht Friedrich von Eichhorn (1779–1856). Der Artname natans bedeutet „schwimmend“ und weist auf die freischwimmende Lebensweise hin. Die genaue Abgrenzung zu anderen Eichhornia-Arten ist botanisch teils unklar.

Verwandte Arten

  • Eichhornia azurea

    Eichhornia azurea (Blaue Wasserhyazinthe)

    Eichhornia azurea, die Blaue Wasserhyazinthe, ist eine beeindruckende Schwimmpflanze mit auffälligen blauen Blüten. Sie ist in tropischen und subtropischen Regionen verbreitet und wird wegen ihres dekorativen Aussehens geschätzt.

  • Eichhornia crassipes

    Eichhornia crassipes (Dickstielige Wasserhyazinthe)

    Die Dickstielige Wasserhyazinthe (Eichhornia crassipes) ist eine der bekanntesten Schwimmpflanzen tropischer und subtropischer Gewässer. Ihre auffälligen, blauen bis violetten Blüten machen sie zu einer attraktiven, aber auch problematischen Pflanze, da sie sich unter günstigen Bedingungen rasant vermehrt. In vielen Regionen der Welt hat sie sich als invasive Art etabliert und verursacht erhebliche ökologische und wirtschaftliche Schäden.

  • Eichhornia diversifolia

    Eichhornia diversifolia

    Eichhornia diversifolia ist eine attraktive Wasserpflanze aus der Familie der Froschbissgewächse (Pontederiaceae), die sich durch ihre schmaleren Blätter von der bekannteren Wasserhyazinthe (Eichhornia crassipes) unterscheidet. Aufgrund ihrer schwimmenden Wuchsform und der leuchtend violetten Blüten wird sie gelegentlich in tropischen Aquarien oder Gewässern kultiviert.

Änderungen vorschlagen

Du hast nicht alle wichtigen Infos zu Eichhornia natans gefunden? Du kannst uns helfen, weitere Details zu ergänzen? Dann schreib uns dein Feedback!

5
Einrichtungsbeispiele