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Pycnochromis amboinensis im Aquarium halten

Einrichtungsbeispiele mit Ambon-Riffbarsch

Pycnochromis amboinensis im Aquarium halten (Einrichtungsbeispiele mit Ambon-Riffbarsch)
Pycnochromis amboinensis (Ambon-Riffbarsch) - Bildquelle: Das Bild stammt von der freien Enzyklopädie Wikipedia. Lizenzhinweise: Rickard Zerpe, Ambon chromis (Chromis amboinensis) (37085134751), CC BY 2.0

Wissenswertes zu Pycnochromis amboinensis (Ambon-Riffbarsch)

Der Ambon-Riffbarsch, wissenschaftlich als Pycnochromis amboinensis bekannt, ist ein kleiner, farbenprächtiger Vertreter der Familie der Pomacentridae und gehört zur Gattung Pycnochromis. Diese Art ist besonders bei Meerwasseraquarianern beliebt, da sie mit ihrer lebhaften Erscheinung und ihrem aktiven Verhalten sowohl optisch als auch verhaltensmäßig einen hohen Unterhaltungswert bietet.

Herkunft und Verbreitung

Der Ambon-Riffbarsch stammt aus dem westlichen Pazifik, insbesondere aus den Gewässern rund um Indonesien, den Philippinen, Papua-Neuguinea und den Küsten von Nordaustralien. Er bewohnt hauptsächlich Korallenriffe, wo er sich in den oberen Riffbereichen aufhält, die reich an Strömungen und kleinen Versteckmöglichkeiten sind. Diese Fischart ist an warme, klaren Meeresgewässer angepasst und lebt dort häufig in kleinen Gruppen oder in der Nähe von größeren Riffstrukturen.

Gattung und Familie

Die Gattung Pycnochromis umfasst eine Vielzahl kleiner, meist sehr farbenprächtiger Riffbarsche, die sich durch ihre lebhaften Farben und ihre aktive Schwimmweise auszeichnen. Sie sind Teil der Familie Pomacentridae, zu der auch die bekannten Clownfische gehören. Die Familie ist für ihre robuste Anpassungsfähigkeit bekannt, was viele Arten dieser Gruppe auch für die Aquaristik attraktiv macht. Innerhalb der Gattung ist Pycnochromis amboinensis besonders für seine leuchtend blauen Körperpartien und den gelblich gefärbten Schwanzbereich charakteristisch.

Beschreibung und Aussehen

Der Ambon-Riffbarsch ist ein kleiner Fisch, der ausgewachsen eine Länge von etwa 6 bis 8 Zentimetern erreicht. Sein Körper ist seitlich abgeflacht und zeigt eine schlanke, elegante Form, die schnelles und wendiges Schwimmen ermöglicht. Die Grundfarbe ist ein kräftiges Blau, das je nach Lichteinfall und Stimmung intensiver oder blasser wirken kann. Typisch ist der gelbliche Bereich am Schwanz, der dem Aquarienfisch seinen unverwechselbaren Charakter verleiht. Die Flossen sind oft transparent mit leicht bläulichen Akzenten, was das Erscheinungsbild insgesamt harmonisch wirken lässt.

Verhalten

Ambon-Riffbarsche sind aktive und soziale Fische. In der Natur leben sie in kleinen Gruppen, oft in enger Nachbarschaft zu Korallenformationen. Sie sind tagaktiv, schwimmen ständig umher und suchen nach kleinen Nahrungspartikeln. Im Aquarium zeigt sich diese Art als eher friedlich gegenüber anderen friedlichen Riffbewohnern, kann jedoch territorial werden, insbesondere in zu kleinen Becken oder wenn mehrere Männchen auf engem Raum gehalten werden. Gruppenhaltung ab fünf bis sechs Exemplaren wird empfohlen, um Stress zu reduzieren und natürliche Verhaltensweisen zu fördern.

Haltungsempfehlungen

Für die Haltung von Pycnochromis amboinensis sind bestimmte Voraussetzungen entscheidend. Das Aquarium sollte mindestens 400 Liter fassen, idealerweise mit viel strukturiertem Lebensraum in Form von Korallen, Felsen und Versteckmöglichkeiten. Die Wasserwerte sollten stabil gehalten werden: eine Temperatur von 24–28 Grad Celsius, ein Salzgehalt von 1,020 bis 1,025 und ein pH-Wert zwischen 8,1 und 8,4 sind optimal. Gute Filterung, regelmäßiger Wasserwechsel und eine leichte bis moderate Strömung sind ebenfalls wichtig, um die natürliche Umgebung nachzuahmen.

Die Ernährung ist relativ unkompliziert, da der Ambon-Riffbarsch Allesfresser ist. Er frisst sowohl gefrorene oder lebende Futtermittel wie Artemia, Mysis oder Cyclops als auch hochwertiges Trockenfutter in Form von Flocken oder Granulat. Eine abwechslungsreiche Ernährung fördert Gesundheit, Farbintensität und Aktivität.

Giftigkeit

Der Ambon-Riffbarsch ist nicht giftig und stellt keine Gefahr für andere Fische oder Menschen dar. Dennoch sollte beim Umgang mit Korallen und Lebendgestein vorsichtig gearbeitet werden, um Verletzungen oder Stresssituationen für die Tiere zu vermeiden.

Vermehrung und Zucht

Die Zucht von Pycnochromis amboinensis im Aquarium ist möglich, aber anspruchsvoll. Die Art zeigt paarbildendes Verhalten, wobei das Männchen ein Revier markiert und das Weibchen die Eier auf eine geschützte Unterlage legt. Die Befruchtung erfolgt extern. Die Larven benötigen nach dem Schlüpfen feinstes Planktonfutter und sehr sauberes Wasser. Aufgrund der komplexen Anforderungen ist die Zucht in professionellen Meerwasseraquarien erfolgreicher als im Heimaquarium, dennoch werden in speziellen Zuchtprogrammen regelmäßig Nachzuchten erzielt.

Mögliche Krankheiten

Wie viele Meerwasserfische kann der Ambon-Riffbarsch anfällig für Parasitenbefall wie Ichthyophthirius multifiliis (weißer Punkt), Cryptocaryon irritans oder Haut- und Kiemenpilze sein. Prävention ist entscheidend: Quarantäne neuer Tiere, stabile Wasserwerte, gute Ernährung und regelmäßige Kontrolle der Tiere helfen, Erkrankungen zu vermeiden. Bei Krankheitsanzeichen wie Farbverlust, auffälligem Kratzen oder vermindertem Appetit sollte sofort reagiert werden, um eine Ausbreitung zu verhindern.

Alternative Bezeichnungen

Neben dem wissenschaftlichen Namen Pycnochromis amboinensis ist die Art unter dem gebräuchlichen Namen Ambon-Riffbarsch bekannt. Manchmal wird sie auch einfach als Blauer Riffbarsch bezeichnet, was jedoch zu Verwechslungen mit anderen blauen Pomacentriden führen kann. In Aquaristikfachkreisen wird meist die Kombination aus wissenschaftlichem und gebräuchlichem Namen verwendet, um die Identifikation zu erleichtern.

FAQs

Ist der Ambon-Riffbarsch für Anfänger geeignet?

Ja, unter Beachtung stabiler Wasserwerte, geeigneter Aquariumgröße und Gruppenhaltung kann diese Art auch von fortgeschrittenen Anfängern gehalten werden.

Wie viele Ambon-Riffbarsche sollten zusammengehalten werden?

Mindestens fünf bis sechs Exemplare, um Stress und Aggressionen zu reduzieren.

Brauchen sie besondere Pflege oder spezielle Fütterung?

Nein, sie sind relativ anspruchslos. Wichtig ist eine abwechslungsreiche Ernährung und ein sauberes Aquarium mit ausreichenden Verstecken.

Wie groß wird der Ambon-Riffbarsch?

Er erreicht etwa 6 bis 8 Zentimeter Körperlänge.

Kann man sie mit anderen Fischen zusammenhalten?

Ja, sie sind überwiegend friedlich, sollten aber nicht mit stark aggressiven Arten oder sehr großen Fischen kombiniert werden.

Fazit

Der Pycnochromis amboinensis, der Ambon-Riffbarsch, ist ein faszinierender und farbenprächtiger Bewohner für das Meerwasseraquarium. Mit seiner lebhaften Schwimmweise, dem auffälligen Blau und Gelb sowie seinem aktiven Sozialverhalten bereichert er jedes Riffbecken. Die Haltung erfordert zwar stabile Wasserwerte, ausreichend Platz und Strukturen, ist aber für engagierte Aquarianer gut machbar. Die Art ist nicht giftig, relativ robust und dank ihrer sozialen Natur ein großartiger Blickfang. Wer auf der Suche nach einem kleinen, attraktiven Riffbarsch für ein artgerechtes Meerwasseraquarium ist, wird mit dem Ambon-Riffbarsch einen pflegeleichten und zugleich faszinierenden Bewohner finden. Besonders die Gruppenhaltung zeigt seine natürlichen Verhaltensweisen und ermöglicht einen Einblick in das soziale Leben dieser schönen Meeresbewohner. Durch ihre Farbintensität und ihre Aktivität trägt Pycnochromis amboinensis maßgeblich zur Lebendigkeit eines Riffaquariums bei.

Haltungsbedingungen

Um Pycnochromis amboinensis (Ambon-Riffbarsch) möglichst artgerecht zu halten, empfehlen wir nachfolgende Bedingungen zu schaffen. Vor allem bei der Angabe zur Mindestgröße bitten wir zu beachten, dass die optimalen Verhältnisse unter Umständen erst in wesentlich größeren Aquarien hergestellt werden können.

  • Wassertemperatur: 24° bis 28°C
  • pH-Wert: 8.1 bis 8.4
  • Mindestaquariengröße: 400 Liter