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Austrolebias quirogai im Aquarium halten

Einrichtungsbeispiele mit Austrolebias quirogai

Lesezeit: ca. 12 Minuten
Austrolebias quirogai im Aquarium halten (Einrichtungsbeispiele mit Austrolebias quirogai)
Austrolebias quirogai - Bildquelle: Das Bild stammt von der freien Enzyklopädie Wikipedia. Lizenzhinweise: Foto Marcelo Loureiro, Austrolebias quirogai, CC BY-SA 4.0

Haltungsempfehlungen

Um Austrolebias quirogai möglichst artgerecht zu halten, empfehlen wir nachfolgende Bedingungen zu schaffen. Vor allem bei der Angabe zur Mindestgröße bitten wir zu beachten, dass die optimalen Verhältnisse unter Umständen erst in wesentlich größeren Aquarien hergestellt werden können.

  • Wassertemperatur: 18° bis 23°C
  • pH-Wert: 6.0 bis 7.5
  • Gesamthärte: 5° bis 15° dGH
  • Mindestaquariengröße: 40 Liter

Wissenswertes zu Austrolebias quirogai

Austrolebias quirogai ist ein südamerikanischer Saisonfisch, dessen außergewöhnlicher Lebenszyklus eine gezielte und gut geplante Aquarienhaltung verlangt.

Die südamerikanischen Saisonfische der Gattung Austrolebias gehören zu den faszinierendsten Killifischen überhaupt. Austrolebias quirogai ist dabei eine Art, die vor allem für erfahrene Killifischfreunde interessant ist. Nicht spektakuläre Körpergröße oder besonders auffällige Schwarmbildung machen ihren Reiz aus, sondern die hochgradige Anpassung an zeitweise austrocknende Gewässer.

Für eine erfolgreiche Haltung muss deshalb nicht nur das Verhalten der erwachsenen Fische berücksichtigt werden. Ebenso wichtig sind Fortpflanzung, Substratwahl, Eientwicklung und die zeitlich abgestimmte Inkubation der Eier. Wer diese Zusammenhänge versteht, kann Austrolebias quirogai artgerecht pflegen und über Generationen erhalten.

Die wichtigsten Fakten zu Austrolebias quirogai

Merkmal Information
Wissenschaftlicher Name Austrolebias quirogai
Gattung Austrolebias
Familie Rivulidae
Ordnung Cyprinodontiformes
Herkunft Südamerika
Verbreitungsgebiet Uruguay und angrenzender südamerikanischer Raum
Lebensweise Saisonaler Bodenlaicher
Ernährung überwiegend carnivor
Sozialverhalten territorial, besonders die Männchen
Fortpflanzung Eiablage im Bodensubstrat
Besonderheit Eier überdauern die Trockenphase
Haltungsschwerpunkt Artenbecken und gezielte Zucht
Giftigkeit nicht giftig

Herkunft und natürlicher Lebensraum

Austrolebias quirogai stammt aus dem südöstlichen Südamerika und ist insbesondere aus Uruguay bekannt. Die Art besiedelt temporäre Kleingewässer und Überschwemmungsflächen. Solche Lebensräume unterscheiden sich grundlegend von dauerhaft wasserführenden Flüssen oder Seen.

Während niederschlagsreicher Perioden füllen sich flache Senken mit Wasser. Innerhalb kurzer Zeit entwickelt sich dort ein Lebensraum mit zahlreichen kleinen Wirbellosen und anderen Futterorganismen. Für Saisonfische beginnt damit ein Wettlauf gegen die Zeit. Sie müssen wachsen, geschlechtsreif werden und sich vermehren, bevor das Gewässer erneut austrocknet.

Die erwachsenen Fische überleben diese Trockenperiode nicht. Der Fortbestand der Population wird durch Eier gesichert, die im Bodengrund abgelegt wurden. Diese können längere Trockenphasen überstehen. Setzen erneut ausreichende Niederschläge ein, schlüpft eine neue Generation.

Diese natürliche Lebensweise ist der Schlüssel zum Verständnis der Art. Austrolebias quirogai sollte daher nicht einfach wie ein gewöhnlicher kleiner Aquarienfisch behandelt werden.

Gattung und Familie

Die Gattung Austrolebias gehört zur Familie Rivulidae innerhalb der Zahnkärpflingsartigen. Ihre Vertreter werden häufig unter dem Sammelbegriff Killifische geführt. Innerhalb dieser großen Gruppe nehmen die südamerikanischen Saisonfische aufgrund ihrer Fortpflanzungsstrategie eine besondere Stellung ein.

Zur Gattung gehören zahlreiche Arten aus dem südlichen Südamerika. Typisch sind zeitweise austrocknende Lebensräume, eine schnelle Entwicklung der Jungfische und die Ablage widerstandsfähiger Eier im Bodengrund.

Die genaue Artbestimmung ist bei Austrolebias wichtig. Ähnliche Arten können äußerlich vergleichbare Zeichnungsmuster besitzen. Für Erhaltungszuchten sollten deshalb Tiere unterschiedlicher Arten oder Fundortpopulationen niemals unkontrolliert miteinander vermischt werden.

Aussehen und Geschlechtsunterschiede

Austrolebias quirogai besitzt die für viele Saisonfische typische kompakte Körperform. Der Körper wirkt relativ kräftig und ist für das Leben in flachen, strukturreichen Kleingewässern geeignet. Rücken- und Afterflosse liegen vergleichsweise weit hinten und unterstützen kurze, schnelle Schwimmbewegungen.

Besonders interessant ist der Geschlechtsdimorphismus. Ausgewachsene Männchen sind deutlich auffälliger als Weibchen und zeigen eine kontrastreichere Färbung und Zeichnung. Je nach Alter, Stimmung, Beleuchtung und sozialer Situation kann ihre Erscheinung unterschiedlich intensiv wirken.

Weibchen sind wesentlich unauffälliger gefärbt. Ihre zurückhaltende Zeichnung bietet in natürlichen Gewässern eine gute Tarnung. Bei ausgewachsenen Tieren lassen sich die Geschlechter daher meist zuverlässig unterscheiden.

Die Färbung sollte allerdings niemals das einzige Bestimmungsmerkmal darstellen. Gerade bei selten gepflegten Killifischen sind eine gesicherte Herkunft und korrekte wissenschaftliche Bezeichnung entscheidend.

Verhalten im Aquarium

Die geringe Größe darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass Austrolebias quirogai kein typischer friedlicher Gesellschaftsfisch ist. Besonders Männchen können territorial auftreten und Rivalen bedrängen.

Ein gut strukturiertes Aquarium reduziert solche Konflikte erheblich. Pflanzen, Wurzeln, Laub und andere Sichtbarrieren unterbrechen den direkten Blickkontakt. Unterlegene Tiere können sich dadurch zurückziehen.

Für die gezielte Zucht bietet sich die Haltung eines Männchens mit einem oder mehreren Weibchen an. Bei größeren Gruppen muss ausreichend Struktur vorhanden sein. Entscheidend ist weniger die reine Anzahl der Tiere als die Möglichkeit, einander auszuweichen.

Ein dicht besetztes, hell beleuchtetes Gesellschaftsaquarium entspricht den Bedürfnissen dieser Art kaum. Ruhige Bedingungen und eine gezielte Beobachtung der Tiere sind wesentlich geeigneter.

Experten-Tipp: Bei Saisonfischen sollte die Einrichtung vor allem Sichtschutz schaffen. Mehrere kleine, voneinander getrennte Aufenthaltsbereiche reduzieren den dauerhaften sozialen Druck erheblich.

Aquarium und Einrichtung

Für ein Zuchtpaar oder eine kleine Gruppe kann bereits ein Aquarium ab etwa 40 bis 50 Litern geeignet sein. Mehr Grundfläche erleichtert allerdings die Strukturierung und ermöglicht den Weibchen, dominanten Männchen auszuweichen. Bei mehreren Männchen sollte deutlich großzügiger geplant werden.

Eine Abdeckung ist unverzichtbar. Killifische können überraschend gut springen, und selbst kleine Öffnungen stellen ein Risiko dar.

Das Becken sollte eher gedämpft beleuchtet werden. Schwimmpflanzen können Schatten schaffen, während robuste Pflanzen zusätzliche Deckung bieten. Laub und kleinere Wurzeln unterstützen eine naturnahe Struktur.

Für die Fortpflanzung ist ein geeignetes Laichsubstrat entscheidend. Häufig wird ein herausnehmbarer Behälter mit geeignetem faserigem Substrat eingesetzt. Dadurch können die Eier kontrolliert entnommen und inkubiert werden, ohne den gesamten Aquarienboden bearbeiten zu müssen.

Eine starke Strömung ist nicht erforderlich. Die natürlichen Lebensräume sind überwiegend stehende oder nur schwach bewegte Gewässer. Eine sanfte Filterung, beispielsweise über einen Schwammfilter, ist daher zweckmäßig.

Wasserwerte und Temperatur

Austrolebias quirogai sollte nicht dauerhaft unter tropisch warmen Bedingungen gepflegt werden. Eine Temperatur von ungefähr 18 bis 23 °C ist für die Haltung sinnvoll, wobei kurzfristige natürliche Schwankungen gut zum Charakter der Herkunftsgewässer passen. Dauerhaft deutlich höhere Temperaturen können Stoffwechsel und Alterungsprozess beschleunigen.

Geeignet ist weiches bis mittelhartes Wasser. Ein pH-Wert im ungefähr neutralen bis leicht sauren Bereich von etwa 6,0 bis 7,5 ist ein praktikabler Orientierungsrahmen. Entscheidend sind stabile, saubere Bedingungen und eine Anpassung an die Wasserverhältnisse, unter denen der jeweilige Zuchtstamm bereits gepflegt wurde.

Regelmäßige Teilwasserwechsel sind wichtig. Saisonfische leben zwar natürlicherweise in kleinen Gewässern, daraus darf aber nicht geschlossen werden, dass sie schlechte Wasserqualität vertragen.

Ernährung und Fütterung

Austrolebias quirogai ernährt sich überwiegend von tierischer Nahrung. Hochwertiges Lebendfutter ist deshalb besonders empfehlenswert. Artemia, kleine Wasserflöhe, Cyclops, Mückenlarven und vergleichbare Futterorganismen fördern Kondition und Fortpflanzungsbereitschaft.

Frostfutter kann die Ernährung ergänzen. Trockenfutter wird von manchen Zuchtstämmen angenommen, sollte jedoch nicht automatisch als alleinige Ernährung betrachtet werden.

Abwechslungsreiche Fütterung ist besonders für Weibchen während intensiver Laichphasen wichtig. Die Produktion zahlreicher Eier erfordert erhebliche Energiereserven.

Überfütterung muss dennoch vermieden werden. Futterreste belasten kleine Zuchtaquarien schnell. Mehrere angemessene Portionen sind günstiger als große Futtermengen, die teilweise liegen bleiben.

Giftigkeit

Austrolebias quirogai ist nicht giftig und besitzt keine für Menschen gefährlichen Giftorgane. Auch für andere Aquarienbewohner geht von der Art keine Giftwirkung aus.

Die Frage nach der Giftigkeit spielt deshalb bei Haltung und Pflege praktisch keine Rolle. Die üblichen hygienischen Maßnahmen beim Arbeiten am Aquarium reichen aus.

Vermehrung und Zucht

Die Fortpflanzung ist der spannendste Teil der Haltung. Austrolebias quirogai ist ein saisonaler Bodenlaicher. Das Paar taucht bei der Eiablage in geeignetes Substrat ein beziehungsweise dringt teilweise hinein. Die Eier werden dadurch im Boden deponiert.

Im Aquarium lässt sich dieses Verhalten mit einem Laichbehälter nachbilden. Das Substrat wird regelmäßig kontrolliert und anschließend mitsamt den Eiern zur Inkubation entnommen.

Es darf während dieser Phase nicht vollständig austrocknen. Gleichzeitig soll es nicht nass gelagert werden. Bewährt hat sich ein nur leicht feuchter Zustand. Die Eier entwickeln sich während der Lagerung weiter, wobei die Entwicklung nicht bei jedem Ei vollkommen synchron ablaufen muss.

Die erforderliche Inkubationsdauer hängt von Temperatur, Feuchtigkeit und Entwicklungszustand der Eier ab. Deshalb ist eine starre Tageszahl weniger sinnvoll als eine regelmäßige Kontrolle.

Sind ausreichend entwickelte Embryonen erkennbar, wird das Substrat mit geeignetem Wasser aufgegossen. Der simulierte Beginn der Regenzeit löst den Schlupf aus. Nicht geschlüpfte Eier können erneut inkubiert und zu einem späteren Zeitpunkt nochmals aufgegossen werden.

Experten-Tipp: Laichsubstrat verschiedener Zuchtansätze sollte immer getrennt und mit Datum, Art und Stamm gekennzeichnet werden. Das verhindert Verwechslungen und ermöglicht später Rückschlüsse auf erfolgreiche Inkubationszeiten.

Aufzucht der Jungfische

Nach dem Schlupf beginnt eine entscheidende Phase. Jungfische saisonaler Arten müssen vergleichsweise schnell wachsen. Geeignetes Futter muss deshalb unmittelbar verfügbar sein.

Frisch geschlüpfte Artemia-Nauplien gehören zu den wichtigsten Aufzuchtfuttermitteln. Sind einzelne Jungfische beim Schlupf noch zu klein, können zunächst feinere Futterorganismen erforderlich sein.

Gute Wasserhygiene ist während der Aufzucht besonders wichtig. Häufige kleine Wasserwechsel und eine sparsame, aber regelmäßige Fütterung verhindern starke organische Belastungen.

Mit zunehmendem Wachstum sollten Größenunterschiede beobachtet werden. Sehr unterschiedliche Jungfischgrößen können dazu führen, dass kleinere Tiere beim Futter dauerhaft benachteiligt werden.

Lebenserwartung und saisonaler Lebenszyklus

Die vergleichsweise kurze Lebensspanne von Saisonfischen ist keine Folge grundsätzlich schlechter Haltung, sondern Bestandteil ihrer biologischen Strategie. Ihr gesamter Lebenszyklus ist darauf ausgerichtet, die wasserführende Phase temporärer Gewässer auszunutzen.

Im Aquarium entfällt zwar das tatsächliche Austrocknen des Lebensraums, die genetisch verankerte Lebensstrategie bleibt jedoch bestehen. Die Tiere wachsen schnell, erreichen früh die Geschlechtsreife und investieren viel Energie in die Fortpflanzung.

Eine eher moderate Temperatur kann dazu beitragen, einen unnötig beschleunigten Stoffwechsel zu vermeiden. Dennoch sollte nicht versucht werden, die Art durch ungeeignet niedrige Temperaturen künstlich möglichst lange am Leben zu halten.

Mögliche Krankheiten und Gesundheitsprobleme

Austrolebias quirogai kann grundsätzlich von typischen Erkrankungen der Süßwasserfische betroffen sein. Dazu gehören bakterielle Infektionen, Pilzerkrankungen, Hautparasiten und andere parasitäre Probleme.

Häufiger als eine spezifische Erkrankung sind Haltungsfehler problematisch. Belastetes Wasser, dauerhaft zu hohe Temperaturen, Stress durch aggressive Artgenossen oder eine einseitige Ernährung können die Widerstandskraft vermindern.

Auch die Zucht erfordert Hygiene. Verunreinigtes Laichsubstrat kann die Entwicklung der Eier beeinträchtigen. Verpilzte oder abgestorbene Eier sollten bei Kontrollen erkannt werden.

Medikamente sollten niemals vorbeugend eingesetzt werden. Bei Krankheitsanzeichen muss zunächst geprüft werden, ob Wasserqualität, Temperatur, Ernährung oder sozialer Stress als Ursache infrage kommen.

Vergesellschaftung

Für Austrolebias quirogai ist ein Artenbecken meist die sinnvollste Lösung. Dort können Verhalten, Fütterung und Fortpflanzung wesentlich genauer kontrolliert werden.

Eine Vergesellschaftung mit anderen Arten ist zwar nicht grundsätzlich ausgeschlossen, bietet aber kaum Vorteile. Lebhafte Fische können die Tiere beim Fressen bedrängen, während andere Bodenbewohner das Laichgeschehen stören können.

Besonders problematisch ist die gemeinsame Haltung verschiedener Austrolebias-Arten. Neben Konkurrenz besteht die Gefahr von Verwechslungen und möglicherweise unerwünschten Kreuzungen. Für ernsthafte Erhaltungszuchten sollten Arten und dokumentierte Stämme konsequent getrennt bleiben.

Alternative Bezeichnungen

Im deutschsprachigen Aquarienhobby existiert für Austrolebias quirogai keine überall etablierte deutsche Bezeichnung. Am zuverlässigsten ist daher die Verwendung des wissenschaftlichen Namens.

Gelegentlich werden allgemeine Begriffe wie Saisonfisch, südamerikanischer Saisonfisch oder Killifisch verwendet. Diese Bezeichnungen beschreiben jedoch eine größere ökologische beziehungsweise aquaristische Gruppe und sind keine eindeutigen Artnamen.

Bei Tieren aus dokumentierten Fundorten sollte zusätzlich die jeweilige Fundort- oder Stammbezeichnung erhalten bleiben. Sie besitzt insbesondere für langfristige Erhaltungszuchten einen hohen Wert.

Häufig gestellte Fragen

Ist Austrolebias quirogai für Anfänger geeignet?

Die Art ist eher für Aquarianer geeignet, die bereits Erfahrung mit Killifischen oder gezielter Fischzucht besitzen. Die Haltung erwachsener Tiere ist nicht außergewöhnlich kompliziert, doch Inkubation, Schlupf und Jungfischaufzucht erfordern spezielles Wissen.

Muss das Aquarium jedes Jahr austrocknen?

Nein. Für die Haltung der erwachsenen Tiere muss das Aquarium nicht trockengelegt werden. Entscheidend ist die separate Behandlung des Laichsubstrats, mit der die natürliche Trockenperiode für die Eier nachgebildet wird.

Kann Austrolebias quirogai dauerhaft warm gehalten werden?

Dauerhaft hohe tropische Temperaturen sind nicht empfehlenswert. Eine moderate Haltung um etwa 18 bis 23 °C entspricht den Ansprüchen besser und verhindert eine unnötige Beschleunigung des Stoffwechsels.

Welche Aquariengröße ist empfehlenswert?

Für ein Paar oder eine kleine Zuchtgruppe sind ungefähr 40 bis 50 Liter ein sinnvoller Ausgangspunkt. Mehr Platz ist besonders bei mehreren Männchen von Vorteil, da zusätzliche Rückzugsmöglichkeiten geschaffen werden können.

Ist Austrolebias quirogai aggressiv?

Vor allem Männchen können untereinander territorial und streitlustig sein. Mit ausreichender Struktur, Sichtbarrieren und passender Gruppenzusammensetzung lassen sich Konflikte deutlich reduzieren.

Warum werden die Eier trocken inkubiert?

Die Inkubation ahmt den natürlichen Jahreszyklus temporärer Gewässer nach. In der Natur verschwinden die erwachsenen Fische mit dem Austrocknen des Gewässers, während ihre Eier im Bodengrund die Trockenperiode überstehen.

Kann die Art im Gesellschaftsaquarium gepflegt werden?

Eine Vergesellschaftung ist theoretisch möglich, ein spezielles Artenbecken ist jedoch deutlich empfehlenswerter. Es erleichtert kontrollierte Fütterung, Beobachtung und vor allem die Zucht.

Fazit

Austrolebias quirogai ist ein hoch spezialisierter südamerikanischer Saisonfisch, dessen besonderer Reiz weit über sein äußeres Erscheinungsbild hinausgeht. Seine gesamte Biologie ist an temporäre Gewässer und deren regelmäßiges Austrocknen angepasst.

Im Aquarium benötigt die Art ein gut strukturiertes, abgedecktes Becken, moderate Temperaturen, sauberes Wasser und eine abwechslungsreiche Ernährung mit hohem Anteil tierischer Nahrung. Noch wichtiger ist das Verständnis ihrer Fortpflanzungsstrategie. Die Eier werden im Substrat abgelegt, außerhalb des eigentlichen Aquariums feucht inkubiert und nach entsprechender Entwicklung durch das Aufgießen wieder zum Schlupf gebracht.

Damit eignet sich Austrolebias quirogai besonders für Aquarianer, die sich intensiv mit der Biologie ihrer Pfleglinge beschäftigen möchten. Wer Fortpflanzung und saisonalen Lebenszyklus konsequent berücksichtigt, erlebt bei dieser Art eine Form der Aquaristik, bei der Haltung, Zucht und langfristige Bestandserhaltung unmittelbar miteinander verbunden sind.

Verwandte Arten

  • Austrolebias adloffi

    Bei Austrolebias adloffi (Gebänderter Fächerfisch) handelt es sich um einen Süßwasserfisch aus der Familie der Zahnkärpflinge (Cyprinodontiformes), der ursprünglich aus Südamerika stammt. Dort ist er in zeitweilig austrocknenden Wasserstellen in der Provinz Santa Catarina im Südosten Brasiliens und in Uruguay zu finden. Es handelt sich um einen saisonalen Killifisch.

  • Austrolebias arachan

    Austrolebias arachan ist ein faszinierender Saisonfisch aus Uruguay, dessen ungewöhnlicher Lebenszyklus ihn zu einer Besonderheit in der Aquaristik macht.

  • Austrolebias bellottii

    Bei Austrolebias bellottii (Blauer Fächerfisch) handelt es sich um einen Süßwasserfisch aus der Familie der Rivulidae, der ursprünglich aus Südamerika stammt. Dort ist er in zeitweilig austrocknenden Wasserstellen im Einzugsgebiet des unteren Rio Paraná und Rio Uruguay zu finden. Es handelt sich um einen saisonalen Killifisch.

  • Austrolebias charrua

    Bei Austrolebias charrua handelt es sich um einen Süßwasserfisch aus der Familie der Rivulidae, der ursprünglich aus Südamerika stammt. Dort ist er in zeitweilig austrocknenden Wasserstellen im Einzugsgebiet des Laguna dos Patos in Süd-Brasilien zu finden. Es handelt sich um einen saisonalen Killifisch.

  • Austrolebias cheradophilus

    Bei Austrolebias cheradophilus handelt es sich um einen Süßwasserfisch aus der Familie der Rivulidae, der ursprünglich aus Südamerika stammt. Dort ist er in zeitweilig austrocknenden Wasserstellen in Uruguay zu finden. Es handelt sich um einen saisonalen Killifisch.

  • Austrolebias cinereus

    Bei Austrolebias cinereus handelt es sich um einen Süßwasserfisch aus der Familie der Rivulidae, der ursprünglich aus Südamerika stammt. Dort ist er in zeitweilig austrocknenden Wasserstellen im La Plata Flussbecken in Uruguay zu finden. Es handelt sich um einen saisonalen Killifisch.

  • Austrolebias elongatus

    Bei Austrolebias elongatus handelt es sich um einen Süßwasserfisch aus der Familie der Zahnkärpflinge (Cyprinodontiformes), der ursprünglich aus Südamerika stammt. Dort ist er in zeitweilig austrocknenden Wasserstellen der Pampas im Süden von Argentinien zu finden. Es handelt sich um einen saisonalen Killifisch.

  • Austrolebias juanlangi

    Bei Austrolebias juanlangi handelt es sich um einen Süßwasserfisch aus der Familie der Rivulidae, der ursprünglich aus Südamerika stammt. Dort ist er in zeitweilig austrocknenden Wasserstellen in der Lagoa dos Patos und im Einzugsgebiet des Rio Uruguay zu finden. Es handelt sich um einen saisonalen Killifisch.

  • Austrolebias luteoflammulatus

    Bei Austrolebias luteoflammulatus handelt es sich um einen Süßwasserfisch aus der Familie der Rivulidae, der ursprünglich aus Südamerika stammt. Dort ist er in zeitweilig austrocknenden Wasserstellen in Uruguay und Brasilien zu finden. Es handelt sich um einen saisonalen Killifisch.

  • Austrolebias nigripinnis

    Bei Austrolebias nigripinnis (Schwarzer Fächerfisch) handelt es sich um einen Süßwasserfisch aus der Familie der Zahnkärpflinge (Cyprinodontiformes), der ursprünglich aus Südamerika stammt. Dort ist er in zeitweilig austrocknenden Wasserstellen in der Grasebene Südbrasiliens, Uruguays bis nach Argentinien zu finden. Es handelt sich um einen saisonalen Killifisch.

  • Austrolebias reicherti

    Bei Austrolebias reicherti handelt es sich um einen Süßwasserfisch aus der Familie der Rivulidae, der ursprünglich aus Südamerika stammt. Dort ist er in zeitweilig austrocknenden Wasserstellen iin Uruguay zu finden. Es handelt sich um einen saisonalen Killifisch.

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