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Austrolebias melanoorus im Aquarium halten

Einrichtungsbeispiele mit Austrolebias melanoorus

Lesezeit: ca. 12 Minuten
Austrolebias melanoorus im Aquarium halten (Einrichtungsbeispiele mit Austrolebias melanoorus)
Austrolebias melanoorus - Bildquelle: Das Bild stammt von der freien Enzyklopädie Wikipedia. Lizenzhinweise: W.S.Serra, Austrolebias melanoorus, CC BY-SA 4.0

Haltungsempfehlungen

Um Austrolebias melanoorus möglichst artgerecht zu halten, empfehlen wir nachfolgende Bedingungen zu schaffen. Vor allem bei der Angabe zur Mindestgröße bitten wir zu beachten, dass die optimalen Verhältnisse unter Umständen erst in wesentlich größeren Aquarien hergestellt werden können.

  • Wassertemperatur: 18° bis 24°C
  • pH-Wert: 6.0 bis 7.5
  • Gesamthärte: 5° bis 15° dGH
  • Mindestaquariengröße: 40 Liter

Wissenswertes zu Austrolebias melanoorus

Austrolebias melanoorus ist ein faszinierender südamerikanischer Saisonfisch, dessen Lebensweise eng an zeitweise austrocknende Gewässer angepasst ist. Die Art gehört zu den sogenannten annualen Killifischen und unterscheidet sich damit in einem entscheidenden Punkt von vielen anderen bekannten Aquarienfischen: In ihrem natürlichen Lebensraum überdauern nicht die erwachsenen Tiere die Trockenzeit, sondern die im Bodengrund abgelegten Eier. Diese außergewöhnliche Fortpflanzungsstrategie bestimmt auch die Haltung und insbesondere die Zucht im Aquarium.

Für Aquarianer ist Austrolebias melanoorus deshalb weit mehr als ein kleiner, attraktiver Killifisch. Wer sich mit der Art beschäftigt, erhält einen besonders anschaulichen Einblick in die Anpassungsfähigkeit von Fischen an saisonal stark schwankende Lebensräume. Gleichzeitig verlangt die Pflege etwas Spezialwissen, da Temperatur, Ernährung, Sozialstruktur und Fortpflanzungszyklus stärker berücksichtigt werden müssen als bei vielen klassischen Gesellschaftsfischen.

Die wichtigsten Fakten zu Austrolebias melanoorus

Merkmal Information
Wissenschaftlicher Name Austrolebias melanoorus
Gattung Austrolebias
Familie Rivulidae
Ordnung Cyprinodontiformes
Herkunft Südamerika
Lebensweise Annualer Saisonfisch
Lebensraum Temporäre Kleingewässer und Überschwemmungsflächen
Größe Etwa 4 bis 6 cm
Ernährung Überwiegend carnivor
Sozialverhalten Innerartlich teilweise territorial
Fortpflanzung Eierlegender Bodenlaicher
Besonderheit Eier überdauern Trockenperioden im Substrat
Giftigkeit Nicht giftig
Schwierigkeitsgrad Für erfahrene Aquarianer und engagierte Einsteiger in die Killifischhaltung

Herkunft und natürlicher Lebensraum

Austrolebias melanoorus stammt aus dem südlichen Südamerika. Die natürlichen Lebensräume liegen in der gemäßigten bis subtropischen Region des Kontinents und sind durch ausgeprägte jahreszeitliche Veränderungen gekennzeichnet. Charakteristisch sind flache, temporäre Gewässer, Senken, Tümpel und zeitweise überflutete Bereiche.

Solche Biotope können während niederschlagsreicher Perioden vollständig mit Wasser gefüllt sein und eine überraschend vielfältige Tierwelt beherbergen. Sinkt der Wasserspiegel im weiteren Jahresverlauf, schrumpfen die Gewässer zunehmend zusammen, bis sie schließlich vollständig austrocknen können.

Für einen gewöhnlichen Aquarienfisch wäre dieser Lebensraum ungeeignet. Austrolebias melanoorus hat jedoch einen Lebenszyklus entwickelt, der genau auf diese Bedingungen abgestimmt ist. Die Fische wachsen nach Beginn einer neuen Wasserperiode sehr schnell heran, erreichen früh die Geschlechtsreife und beginnen mit der Fortpflanzung. Ihre Eier werden im Bodensubstrat abgelegt.

Wenn das Gewässer austrocknet, sterben die erwachsenen Tiere in der Natur normalerweise ab. Die Eier verbleiben dagegen im feuchten oder zeitweise trockenen Boden. Ihre Entwicklung kann durch Ruhephasen unterbrochen werden. Füllt sich die Senke später erneut mit Wasser, schlüpft eine neue Generation.

Gattung und Familie

Austrolebias melanoorus gehört zur Gattung Austrolebias innerhalb der Familie Rivulidae. Die Gattung umfasst zahlreiche südamerikanische Saisonfische, deren Verbreitungsschwerpunkte unter anderem in Uruguay, Brasilien, Paraguay und Argentinien liegen.

Innerhalb der Killifische nehmen Austrolebias-Arten aufgrund ihrer konsequent annualen Lebensweise eine besondere Stellung ein. Die Gattung ist zudem ausgesprochen vielfältig. Die einzelnen Arten unterscheiden sich hinsichtlich Körpergröße, Zeichnung, Färbung und ökologischer Spezialisierung.

Für Aquarianer ist eine eindeutige Art- und möglichst auch Herkunftszuordnung besonders wichtig. Unterschiedliche Populationen sollten nicht unkontrolliert miteinander gekreuzt werden. Gerade in der spezialisierten Killifischhaltung werden Fundortangaben deshalb häufig über Generationen hinweg zusammen mit den jeweiligen Zuchtstämmen erhalten.

Aussehen und Geschlechtsunterschiede

Austrolebias melanoorus besitzt den für viele bodenorientierte Saisonfische typischen gedrungenen Körperbau. Der Körper ist relativ hoch, während Kopf und Maul kräftig erscheinen. Die Flossen sind so angeordnet, dass sich die Tiere sowohl im freien Wasser als auch unmittelbar über dem Bodengrund sicher bewegen können.

Besonders interessant ist der Geschlechtsdimorphismus. Ausgewachsene Männchen wirken meist kontrastreicher und auffälliger als Weibchen. Je nach Herkunft, Alter, Stimmung und Beleuchtung können Farbintensität und Zeichnung deutlich variieren. Die Körperzeichnung dient nicht ausschließlich der Attraktivität, sondern spielt auch bei Balz und Rivalität zwischen Männchen eine Rolle.

Weibchen erscheinen normalerweise wesentlich zurückhaltender gefärbt. Ihre Tarnzeichnung ist im natürlichen Lebensraum von Vorteil, da sie während der Eiablage regelmäßig den Bodenbereich aufsuchen.

Mit ungefähr 4 bis 6 cm bleibt Austrolebias melanoorus vergleichsweise klein. Die endgültige Größe hängt allerdings von Geschlecht, Ernährung, Temperatur, Aufzuchtbedingungen und Population ab.

Verhalten von Austrolebias melanoorus

Die Art ist kein typischer Schwarmfisch. Insbesondere Männchen können gegenüber Geschlechtsgenossen territorial auftreten. Rivalen präsentieren sich gegenseitig, spreizen ihre Flossen und versuchen, einen bevorzugten Bereich zu behaupten. Bei ungünstiger Besatzstruktur kann aus diesem Imponierverhalten eine ernsthafte Verfolgung entstehen.

Gegenüber Weibchen zeigen geschlechtsreife Männchen häufig ein intensives Balzverhalten. Deshalb sollten Weibchen genügend Rückzugsmöglichkeiten besitzen. Eine strukturierte Einrichtung ist wichtiger als ein dekorativ möglichst offenes Aquarium.

Die Haltung zusammen mit anderen Fischarten ist grundsätzlich nicht das eigentliche Ziel bei Austrolebias melanoorus. Ein Artenaquarium ermöglicht eine wesentlich bessere Kontrolle über Fütterung, Sozialverhalten und Fortpflanzung. Außerdem verhindert es, dass langsam fressende Tiere bei der Nahrungsaufnahme benachteiligt werden.

Experten-Tipp: „Bei annualen Killifischen sollte das Aquarium nicht nach optischer Wirkung, sondern nach Rückzugsmöglichkeiten geplant werden. Sichtbarrieren zwischen rivalisierenden Männchen reduzieren den dauerhaften sozialen Stress erheblich.“

Haltung im Aquarium

Obwohl Austrolebias melanoorus klein bleibt, sollte das Aquarium genügend Grundfläche bieten. Für eine kleine Zuchtgruppe ist ein Becken ab ungefähr 40 bis 60 Litern sinnvoll. Werden mehrere Männchen gemeinsam gepflegt, ist zusätzliche Fläche von Vorteil. Entscheidend ist weniger die Beckenhöhe als eine gute Strukturierung.

Wurzeln, Laub, feine Pflanzen und dichte Pflanzenbestände schaffen Verstecke. Schwimmpflanzen können das Licht dämpfen und vermitteln den Fischen zusätzliche Sicherheit. Bereiche mit Javamoos oder ähnlich fein strukturierten Pflanzen eignen sich ebenfalls hervorragend als Deckung.

Ein gut schließender Deckel ist wichtig. Killifische können erstaunlich gut springen, insbesondere wenn sie erschrecken oder innerhalb der Gruppe verfolgt werden.

Für die eigentliche Fortpflanzung sollte zusätzlich ein geeigneter Laichbehälter mit einem grabfähigen Substrat angeboten werden. Dadurch lässt sich das Laichmaterial später gezielt entnehmen.

Wasserwerte und Temperatur

Austrolebias melanoorus sollte nicht dauerhaft zu warm gehalten werden. Ein Temperaturbereich von ungefähr 18 bis 24 Grad Celsius eignet sich für die Aquarienhaltung, wobei Werte im Bereich um 20 bis 22 Grad häufig einen guten Kompromiss darstellen. Dauerhaft hohe Temperaturen können Stoffwechsel und Alterungsprozess beschleunigen.

Beim pH-Wert ist ein leicht saures bis neutrales Milieu günstig. Ungefähr pH 6,0 bis 7,5 kann bei stabilen Bedingungen funktionieren. Weiches bis mittelhartes Wasser ist grundsätzlich geeignet. Entscheidend sind weniger exakt eingehaltene Einzelwerte als sauberes, schadstoffarmes und stabiles Wasser.

Regelmäßige Teilwasserwechsel sind empfehlenswert. Gleichzeitig sollte vermieden werden, die Tiere durch starke Temperatur- oder Wasserwertschwankungen unnötig zu belasten.

Eine kräftige Strömung ist nicht erforderlich. Die natürlichen Habitate sind häufig flach und vergleichsweise strömungsarm. Der Filter sollte deshalb zuverlässig arbeiten, ohne das gesamte Aquarium in ein stark bewegtes Strömungsbecken zu verwandeln.

Ernährung und Fütterung

Austrolebias melanoorus ernährt sich überwiegend tierisch. In der Natur stehen kleine Krebstiere, Insektenlarven, Würmer und andere wirbellose Organismen auf dem Speiseplan.

Im Aquarium sind Lebend- und Frostfuttersorten besonders geeignet. Artemia, Cyclops, Wasserflöhe, Mückenlarven und kleine Würmer sorgen für eine abwechslungsreiche Ernährung. Hochwertiges Frostfutter erleichtert die regelmäßige Versorgung.

Trockenfutter kann von einzelnen Tieren angenommen werden, sollte aber nicht automatisch als alleinige Ernährung betrachtet werden. Gerade für Kondition und Zucht sind abwechslungsreiche tierische Futtermittel vorteilhaft.

Da Saisonfische genetisch auf eine schnelle Entwicklung eingestellt sind, besitzen sie einen aktiven Stoffwechsel. Das bedeutet jedoch nicht, dass unbegrenzt gefüttert werden sollte. Überfütterung belastet Wasser und Tiere gleichermaßen.

Giftigkeit

Austrolebias melanoorus ist nicht giftig und stellt bei normalem Umgang keine Gefahr für den Menschen dar. Weder Haut noch Flossen besitzen bekannte Giftorgane.

Wie bei allen Aquarienarbeiten gelten dennoch die üblichen hygienischen Grundregeln. Nach Arbeiten im Aquarium sollten die Hände gewaschen werden, insbesondere wenn kleinere Hautverletzungen vorhanden sind. Dies hat nichts mit einer besonderen Giftigkeit der Art zu tun, sondern gehört zur allgemeinen Aquarienhygiene.

Vermehrung und Zucht

Die Zucht ist der faszinierendste Aspekt bei der Haltung von Austrolebias melanoorus. Als annualer Bodenlaicher verfolgt die Art eine Fortpflanzungsstrategie, die sich grundlegend von der vieler bekannter Aquarienfische unterscheidet.

Zur Eiablage wird ein ausreichend tiefer Behälter mit geeignetem Laichsubstrat angeboten. Häufig werden dafür vorbereitete Substrate verwendet, die Feuchtigkeit speichern und von den Fischen durchwühlt werden können. Das Paar taucht während des Laichvorgangs teilweise in das Substrat ein und legt dort die Eier ab.

Anschließend wird das Laichsubstrat entnommen. Überschüssiges Wasser wird vorsichtig entfernt, ohne das Material vollständig auszutrocknen. Es muss während der Lagerung eine geeignete Restfeuchtigkeit behalten.

Die Eier durchlaufen während ihrer Entwicklung Ruhephasen, die als Diapausen bezeichnet werden. Die notwendige Lagerdauer kann erheblich variieren und hängt unter anderem von Temperatur, Feuchtigkeit, Population und Entwicklungszustand der Eier ab. Deshalb sollte nicht ausschließlich nach einem festen Kalender gearbeitet werden.

Sind ausreichend entwickelte Embryonen vorhanden, wird das Substrat wieder mit geeignetem Wasser übergossen. Unter passenden Bedingungen schlüpfen die Jungfische häufig innerhalb relativ kurzer Zeit.

Experten-Tipp: „Laichsubstrat sollte nicht nach einer starren Anzahl von Wochen aufgegossen werden. Eine regelmäßige Kontrolle der Eientwicklung ist zuverlässiger, weil Temperatur und Restfeuchtigkeit die Entwicklungsdauer deutlich beeinflussen.“

Aufzucht der Jungfische

Frisch geschlüpfte Jungfische müssen unmittelbar ausreichend Nahrung finden. Geeignetes kleines Lebendfutter ist deshalb bereits vor dem Aufgießen des Laichsubstrats vorzubereiten.

Je nach Größe der Jungfische können zunächst sehr kleine Futterorganismen notwendig sein. Sobald Artemia-Nauplien bewältigt werden, sind sie ein besonders wertvolles Aufzuchtfutter. Mehrere kleine Fütterungen pro Tag unterstützen das schnelle Wachstum.

Gleichzeitig ist eine gute Wasserhygiene entscheidend. Futterreste dürfen sich nicht dauerhaft ansammeln. Kleine, vorsichtige Wasserwechsel sind besser als seltene massive Veränderungen.

Die Jungfische wachsen für einen Killifisch ausgesprochen schnell. Diese rasche Entwicklung ist Teil ihrer natürlichen Anpassung, denn in freier Natur steht ihnen nur ein begrenztes Zeitfenster bis zum erneuten Austrocknen des Lebensraums zur Verfügung.

Mögliche Krankheiten und Gesundheitsprobleme

Austrolebias melanoorus gilt bei passenden Bedingungen nicht als grundsätzlich krankheitsanfällig. Probleme entstehen überwiegend durch ungünstige Haltungsbedingungen, schlechte Wasserhygiene, einseitige Ernährung oder dauerhaften sozialen Stress.

Bakterielle Infektionen können sich durch Flossenschäden, Hautveränderungen, Apathie oder Fressunlust bemerkbar machen. Auch Pilzinfektionen können auftreten, insbesondere nach Verletzungen. Parasitäre Erkrankungen sind ebenfalls möglich.

Ein wichtiger Faktor ist die relativ kurze natürliche Lebensspanne annualer Arten. Nachlassende Aktivität bei älteren Tieren muss deshalb nicht zwangsläufig auf eine Krankheit hindeuten. Saisonfische besitzen einen biologischen Lebensrhythmus, der nicht mit dem langlebiger Aquarienfische vergleichbar ist.

Vorbeugend wirken abwechslungsreiche Ernährung, stabile Wasserqualität, moderate Temperaturen und eine passende Gruppenzusammensetzung. Neue Tiere sollten aufmerksam beobachtet werden, bevor sie mit einem bestehenden wertvollen Zuchtstamm zusammengebracht werden.

Alternative Bezeichnungen

Im deutschsprachigen Aquaristikhandel besitzt Austrolebias melanoorus keinen so fest etablierten deutschen Trivialnamen wie viele verbreitete Zierfische. Häufig wird deshalb schlicht der wissenschaftliche Artname verwendet.

Daneben sind Bezeichnungen wie Saisonfisch, annualer Killifisch oder südamerikanischer Bodenlaicher gebräuchlich. Diese Begriffe beschreiben allerdings größere ökologische beziehungsweise aquaristische Gruppen und sind keine eindeutigen Artnamen.

Gerade bei Austrolebias ist die Verwendung des wissenschaftlichen Namens sinnvoll, weil zahlreiche nahe verwandte und äußerlich teilweise ähnliche Arten existieren.

Häufig gestellte Fragen

Ist Austrolebias melanoorus für Anfänger geeignet?

Für absolute Aquaristik-Einsteiger ist die Art nur eingeschränkt empfehlenswert. Die normale Pflege ist nicht außergewöhnlich schwierig, doch die Fortpflanzungsbiologie erfordert Kenntnisse über Bodenlaicher, Eilagerung und Jungfischaufzucht. Engagierte Einsteiger in die Killifischhaltung können sich jedoch gut einarbeiten.

Wie groß wird Austrolebias melanoorus?

Ausgewachsene Tiere erreichen ungefähr 4 bis 6 cm. Männchen und Weibchen unterscheiden sich neben ihrer Färbung auch etwas hinsichtlich Körperbau und Erscheinungsbild.

Kann Austrolebias melanoorus im Gesellschaftsaquarium leben?

Eine Vergesellschaftung ist theoretisch möglich, ein Artenbecken ist jedoch wesentlich zweckmäßiger. Dort lassen sich Sozialstruktur, Ernährung und Fortpflanzung gezielter kontrollieren.

Warum werden die Eier trocken gelagert?

Die Lagerung bildet den natürlichen saisonalen Zyklus nach. In der Natur befinden sich die Eier während der Trockenzeit im Bodengrund des ausgetrockneten Gewässers. Ihre Entwicklung ist genau an diese wechselnden Bedingungen angepasst.

Wie alt wird Austrolebias melanoorus?

Als annualer Saisonfisch besitzt die Art eine vergleichsweise kurze Lebensspanne. Unter Aquarienbedingungen können Tiere länger leben als in manchen natürlichen Habitaten, dennoch sollte man Austrolebias nicht mit langlebigen Zierfischarten vergleichen.

Müssen die Fische zwingend mit Lebendfutter ernährt werden?

Lebendfutter ist ausgesprochen empfehlenswert, besonders für Zuchttiere und Jungfische. Abwechslungsreiches Frostfutter kann einen großen Teil der Ernährung übernehmen. Eine ausschließlich auf gewöhnlichem Trockenfutter beruhende Ernährung ist dagegen weniger ideal.

Kann man mehrere Männchen zusammen halten?

Das ist bei ausreichendem Platz, guter Strukturierung und geeigneter Gruppengröße möglich. Da Männchen territorial reagieren können, müssen Rückzugsmöglichkeiten und Sichtbarrieren vorhanden sein. Bei starker Aggression müssen einzelne Tiere gegebenenfalls getrennt werden.

Fazit

Austrolebias melanoorus ist ein außergewöhnlicher Killifisch für Aquarianer, die sich intensiver mit natürlichem Verhalten und Fortpflanzungsbiologie beschäftigen möchten. Seine Attraktivität entsteht nicht allein durch das Erscheinungsbild, sondern vor allem durch den faszinierenden Lebenszyklus.

Ein gut strukturiertes Artenaquarium, moderate Temperaturen, sauberes Wasser, abwechslungsreiches tierisches Futter und eine durchdachte Gruppenzusammensetzung bilden die Grundlage einer erfolgreichen Haltung. Besonders spannend wird die Pflege durch die Zucht: Eiablage im Bodensubstrat, Trockenphase, Diapause und anschließendes Aufgießen machen unmittelbar nachvollziehbar, wie konsequent Austrolebias melanoorus an temporäre Gewässer angepasst ist.

Wer diese Besonderheiten berücksichtigt und nicht versucht, den Saisonfisch wie einen gewöhnlichen Gesellschaftsaquarienbewohner zu behandeln, findet in Austrolebias melanoorus eine anspruchsvolle, aber ausgesprochen interessante Art. Gerade die Verbindung aus überschaubarer Körpergröße, ausgeprägtem Verhalten und außergewöhnlicher Fortpflanzungsstrategie macht diesen südamerikanischen Killifisch zu einem bemerkenswerten Pflegling für spezialisierte Aquarianer.

Verwandte Arten

  • Austrolebias adloffi

    Bei Austrolebias adloffi (Gebänderter Fächerfisch) handelt es sich um einen Süßwasserfisch aus der Familie der Zahnkärpflinge (Cyprinodontiformes), der ursprünglich aus Südamerika stammt. Dort ist er in zeitweilig austrocknenden Wasserstellen in der Provinz Santa Catarina im Südosten Brasiliens und in Uruguay zu finden. Es handelt sich um einen saisonalen Killifisch.

  • Austrolebias arachan

    Austrolebias arachan ist ein faszinierender Saisonfisch aus Uruguay, dessen ungewöhnlicher Lebenszyklus ihn zu einer Besonderheit in der Aquaristik macht.

  • Austrolebias bellottii

    Bei Austrolebias bellottii (Blauer Fächerfisch) handelt es sich um einen Süßwasserfisch aus der Familie der Rivulidae, der ursprünglich aus Südamerika stammt. Dort ist er in zeitweilig austrocknenden Wasserstellen im Einzugsgebiet des unteren Rio Paraná und Rio Uruguay zu finden. Es handelt sich um einen saisonalen Killifisch.

  • Austrolebias charrua

    Bei Austrolebias charrua handelt es sich um einen Süßwasserfisch aus der Familie der Rivulidae, der ursprünglich aus Südamerika stammt. Dort ist er in zeitweilig austrocknenden Wasserstellen im Einzugsgebiet des Laguna dos Patos in Süd-Brasilien zu finden. Es handelt sich um einen saisonalen Killifisch.

  • Austrolebias cheradophilus

    Bei Austrolebias cheradophilus handelt es sich um einen Süßwasserfisch aus der Familie der Rivulidae, der ursprünglich aus Südamerika stammt. Dort ist er in zeitweilig austrocknenden Wasserstellen in Uruguay zu finden. Es handelt sich um einen saisonalen Killifisch.

  • Austrolebias cinereus

    Bei Austrolebias cinereus handelt es sich um einen Süßwasserfisch aus der Familie der Rivulidae, der ursprünglich aus Südamerika stammt. Dort ist er in zeitweilig austrocknenden Wasserstellen im La Plata Flussbecken in Uruguay zu finden. Es handelt sich um einen saisonalen Killifisch.

  • Austrolebias elongatus

    Bei Austrolebias elongatus handelt es sich um einen Süßwasserfisch aus der Familie der Zahnkärpflinge (Cyprinodontiformes), der ursprünglich aus Südamerika stammt. Dort ist er in zeitweilig austrocknenden Wasserstellen der Pampas im Süden von Argentinien zu finden. Es handelt sich um einen saisonalen Killifisch.

  • Austrolebias juanlangi

    Bei Austrolebias juanlangi handelt es sich um einen Süßwasserfisch aus der Familie der Rivulidae, der ursprünglich aus Südamerika stammt. Dort ist er in zeitweilig austrocknenden Wasserstellen in der Lagoa dos Patos und im Einzugsgebiet des Rio Uruguay zu finden. Es handelt sich um einen saisonalen Killifisch.

  • Austrolebias luteoflammulatus

    Bei Austrolebias luteoflammulatus handelt es sich um einen Süßwasserfisch aus der Familie der Rivulidae, der ursprünglich aus Südamerika stammt. Dort ist er in zeitweilig austrocknenden Wasserstellen in Uruguay und Brasilien zu finden. Es handelt sich um einen saisonalen Killifisch.

  • Austrolebias nigripinnis

    Bei Austrolebias nigripinnis (Schwarzer Fächerfisch) handelt es sich um einen Süßwasserfisch aus der Familie der Zahnkärpflinge (Cyprinodontiformes), der ursprünglich aus Südamerika stammt. Dort ist er in zeitweilig austrocknenden Wasserstellen in der Grasebene Südbrasiliens, Uruguays bis nach Argentinien zu finden. Es handelt sich um einen saisonalen Killifisch.

  • Austrolebias queguay

    Austrolebias queguay ist ein seltener südamerikanischer Saisonfisch, dessen erfolgreiche Haltung eng mit seinem natürlichen Lebenszyklus verknüpft ist.

  • Austrolebias quirogai

    Austrolebias quirogai ist ein südamerikanischer Saisonfisch, dessen außergewöhnlicher Lebenszyklus eine gezielte und gut geplante Aquarienhaltung verlangt.

  • Austrolebias reicherti

    Bei Austrolebias reicherti handelt es sich um einen Süßwasserfisch aus der Familie der Rivulidae, der ursprünglich aus Südamerika stammt. Dort ist er in zeitweilig austrocknenden Wasserstellen iin Uruguay zu finden. Es handelt sich um einen saisonalen Killifisch.

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