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Algen im Aquarium – was tun?

Fische sind beliebte Haustiere in Deutschland: Ein Aquarium im Wohnzimmer kann Ruhe und Gelassenheit in das hektische Alltagsleben bringen. Rund 3,5 Millionen Menschen besaßen im Jahr 2013 in Deutschland ein Aquarium. Doch was tun, wenn die Sicht auf die kleinen Fischchen von unerwünschten „Mitbewohnern“, nämlich einer großen Menge Algen, verdeckt wird?

Übermäßiger Algenbefall kann schädlich sein

Algen sind prinzipiell unabdingbar für unseren Lebenskreislauf: Sie binden schädliches CO2 und stellen dafür per Fotosynthese Sauerstoff her. Ganz nebenbei dienen sie auch für uns Menschen als wertvolles Lebens- oder Nahrungsergänzungsmittel und kommen als natürliches Kosmetikprodukt zum Einsatz. Doch im Aquarium kann der Algenwuchs binnen kurzer Zeit Überhand nehmen – ein Problem, das beinahe jeder Besitzer eines Aquariums nur zu gut kennt. In geringen Mengen sind Algen in jedem Aquarium notwendig. Die oft mikroskopisch kleinen Pflanzen sorgen auch hier für den notwendigen Sauerstoffgehalt und sind für den Abbau schädlicher Stoffe im Wasser zuständig. Allerdings werden Algen zum Problem, wenn sie sich so rasant vermehren, dass das biologische Gleichgewicht im Aquarium gestört wird. Dies schadet den Lebewesen, die dort existieren vor allem dann, wenn es sich um Blaualgen handelt, die eigentlich keine Algen, sondern Cyanobakterien sind. Pflanzen werden verdrängt und können ihre Aufgaben nicht mehr ausreichend wahrnehmen. Fische, Krebse ode Schnecken schweben im schlimmsten Fall in Lebensgefahr. Eine übermäßige Algenvermehrung findet immer dann statt, wenn direktes Sonnenlicht auf das Aquarium scheint oder das Wasser sehr nährstoffreich ist. Dann ist für den Besitzer dringender Handlungsbedarf geboten. Für die Bekämpfung von Algenpflanzen gibt es unterschiedliche Methoden.

Natürliche Algenbekämpfung durch nützliche Aquarientiere

Die wohl schonendste Art der Algenbekämpfung erfolgt durch algenfressende Tiere. Garnelen oder bestimmte Schneckenarten fressen gern Algen. Auch die siamesische Rüsselbarbe wird regelmäßig zur Algenbeseitigung empfohlen. Allerdings sollten die Tiere nicht eigens dafür angeschafft und danach im schlimmsten Fall wieder „abgeschafft“ werden. Diese Lösung ist also nur etwas für echte Liebhaber der Aquaristik und ihrer Lebewesen. Die Ansprüche der Tiere an ihren Lebensraum müssen vom Aquarianer erfüllt werden. Zudem muss das Aquarium natürlich groß genug für zusätzliche Bewohner sein. Sind die Algen bereits zu fest an der Scheibe angewachsen, können auch die Tiere keine Wunder mehr vollbringen.

Algenentfernung mit Chemie oder Wasserdampf

Eine chemische Algenbeseitigung ist ebenfalls möglich. Hier eignen sich beispielsweise Corega Tabs oder auch Reiniger auf Chlorbasis. Allerdings müssen die gereinigten Oberflächen anschließend wieder sehr gründlich abgespült werden. Eine chemische Reinigung ist nur bei älterem und schwerem Algenbefall nötig. In leichteren Fällen können Algen noch per Hand abgeschabt werden. Dazu gibt es im Handel spezielle Algenschaber, mit denen die Pflanzen schonend entfernt werden können, ohne die Scheibe des Aquariums zu beschädigen. Schwieriger wird es auf unebenen Oberflächen wie etwa Wurzeln. Hier empfiehlt es sich, die Algen mit Hilfe eines Dampfreinigers zu beseitigen. Dampfreiniger sind wahre Allroundtalente im Haushalt und entfernen hartnäckige Verschmutzungen mittels Wasserdampf und ohne Chemie. Am wichtigsten ist es, rechtzeitig einem neuen Algenbefall vorzubeugen, um gar nicht erst zu harten Mitteln greifen zu müssen.

Titel: Algen im Aquarium – was tun?
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