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Der Wolf in Tirol und Einrichtungsbeispiele?

Der Wolf in Tirol und Einrichtungsbeispiele?

Anfangs war ich auch total begeistert vom Wolf und dass er den Weg zurück nach Tirol (Nordtirol) gefunden hat. Der Wolf war seit 1882 ganz offiziell in Österreich ausgestorben. Aber nun gibt es wieder welche bei uns und sie wandern vor allem aus Südtirol und Italien ein. Zuerst waren die Kuh-Angriffe auf Hunde bei uns Thema – doch warum? Ich schließe das darauf zurück, dass die Kühe schon lange vor uns wussten, dass der Wolf zurückgekehrt war, denn sonst hätten die Kühe auf Hunde vielleicht nicht so extrem reagiert – doch das ist nur eine Überlegung…

Aber was hat das alles mit Einrichtungsbeispiele.de zu tun??

Ganz einfach – es geht um Natur und wie wir die Habitate “einrichten“ – es ist genauso, wie es bei Aquarien, Terrarien oder Teichen geschieht. Wir richten Lebensräume für unsere Tiere ein und versuchen ihnen einen Lebensraum – so gut als möglich zu errichten und besonders Einrichtungsbeispiele.de zielt auf die optimale Haltung von Tieren in Menschen-Obhut ab!

Letztens habe ich mir den Beitrag von Citizen Conservation weiter angesehen. Der Beitrag ist zwar schon seit zwei Monaten online und ich habe mir anfangs gleich 15 Minuten angesehen/angehört, aber er geht einfach sehr lange… Somit habe ich es unterbrochen und erst später weiter angehört… Heiko Wernig erklärt uns dabei genau, wie Citizen Conservation abläuft und wie die Situation weltweit aussieht. Ja, HALTUNG RETTET ARTEN und wir alle hier tragen dazu bei, dass Arten nicht aussterben, sondern ihnen ein Lebensraum und eine (vorübergehende Über-) Lebens-Möglichkeit bereitgestellt wird.

Was den, ich nenne es “individuellen“ Tierschutz betrifft – ich hatte letztens gerade eine Unterhaltung mit einer Dame, die für ihre Malawi-Buntbarsche Plätze suchte. Sie hat die Tiere gekauft und wollte ein Malawi-Aquarium einrichten. Leider wurde sie falsch beraten und hatte sich Tiere in ihr Becken geholt, die sich untereinander verpaarten und dadurch etliche Mixe entstanden. Sie hat nun sehr viele Tiere, die keiner haben möchte und für die es eigentlich keine Zukunft gibt. Nun versucht sie ein Becken zu bekommen, damit sie die Tiere noch bei sich halten kann…

Ein Thema, das sehr viele Aquarianer betrifft! Sehr, sehr viele betrifft es leider – und ich führe es darauf zurück, dass es einfach am Informations-Austausch und aber auch daran liegt, dass sich neue Aquarianer keine Informationen holen.

Im Malawi-Bereich kenne ich mich leider wenig aus, doch ich weiß von Kollegen, dass leider auch der Malawi-See sehr bedroht wird… Immer mehr! Und da die Arten immer stärker bedroht werden, sollte man einfach darauf achten, dass die Tiere rein erhalten werden und am besten noch mit FUNDORT.

Oft wissen Angestellte in Zoofach-Geschäften immer weniger Bescheid, aber es gibt auch viele Ausnahmen. Da hatte ich letztens mit Norbert Zajac von Zoo Zajac Kontakt – er hat schon Videos zu Arterhaltung online gestellt. Norbert ist für mich seit sehr vielen Jahren ein Begriff und er kennt sich sehr gut aus – man ist also sehr gut beraten, wenn man sein Geschäft aufsucht. Aber nicht nur sein Geschäft – es gibt auch bei uns in Tirol und andernorts Geschäfte, die Fachpersonal haben. Man muss nur suchen bzw. kann man sich solche Informationen auch über einen Aquarien-Verein holen.

Tja, und was hat das jetzt alles wieder mit dem Wolf in Tirol zu tun?

Ganz einfach – wir müssen Lebensräume schützen, aber es steht ein großes ABER dabei, denn Menschen in Tirol haben unser Land für Menschen lebensmöglich gemacht. Es waren und sind die Bauern, die das Land “in Griff“ haben und wir Menschen dürfen und können jetzt auch hier existieren. Ohne Bauern wären viele Orte in diesem Land nicht mehr wirklich für Menschen lebens-möglich. Sie achten auf die Umwelt und darauf, dass die “Berge“ und ihre Natur “im Zaum gehalten werden“. Das wird vielleicht ein Außenstehender nicht so wirklich verstehen, aber wenn man den Vergleich zum Dschungel herstellt – ich denke, da weiß man dann vielleicht, was gemeint ist... Kultur-Landschaft versus richtige Wildnis… An vielen Orten weltweit passiert es leider gerade, dass die Wildnis zerstört wird und als Nutzfläche für den Menschen hergestellt werden soll. Ungeachtet dessen, dass wir auch von genügend wilden Flächen abhängig sind...

Ja, wir müssen auch bei uns in Europa ganz dringend viele Flächen für Wildnis und ihre Tiere und Pflanzen herstellen. Klar, Wölfe oder Bären können nicht überall existieren, doch man muss den Tieren genügend Flächen bieten, wo sie sich erhalten können und gegebenenfalls Wege finden, dass ein Gen-Austausch stattfinden kann.

Die Natur ist nicht nur einzigartig, nein – sie erhält sich besser und schneller, als wir denken oder uns vorgerechnet haben – aber es hängt einfach von uns Menschen ab, z.B. genügend Flächen für einheimische Reptilien, Amphibien und Fische zu schaffen. Und wenn diese Flächen bzw. auch Fluss-Systeme bereitgestellt werden, dann benötigt es ein großes, Ganzes und damit werden auch anderen, größeren Tieren Lebensräume bereitgestellt. Das Ganze könnte man aber auch umgekehrt sehen. Schützt man die Kleinen Arten, schützt man gleichzeitig die größeren. Es kann niemals nur EINE ART gerettet – es werden immer MEHRERE ARTEN gerettet und im Endeffekt wird es immer der Art Mensch zugutekommen, deren Leben erst durch Vielfalt ermöglicht wird.

In diesem Sinne – seht Euch mal die Seiten von Citizen Conservation an:

https://citizen-conservation.org/

Foto:

Leider habe ich im Moment kein Foto eines Wolfes, darum muss ein Foto seines Verwandten herhalten – das ist unser Cavalier King Charles Spaniel “Bella“…

Helga Kury für www.einrichtungsbeispiele.de

Titel: Der Wolf in Tirol und Einrichtungsbeispiele? (Artikel 5435)
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