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Fische im Gartenteich – Füttern oder sich selbst überlassen?

Lesezeit: ca. 4 Minuten
Fische im Gartenteich – Füttern oder sich selbst überlassen?
Fische im Gartenteich – Füttern oder sich selbst überlassen? - Foto 1

Fische im Gartenteich werden üblicherweise durch Menschen eingesetzt, was uns vor die Verantwortung stellt auch angemessen für sie zu sorgen. Doch was bedeutet dies in Bezug auf die Fütterung? Ist es möglich einen Teich so anzulegen, dass die Fische darin – so wie es auch in ihrer natürlichen Umgebung der Fall wäre – genug zu fressen finden und nicht gefüttert werden müssen?

Wie ernähren sich Fische in ihrem natürlichen Lebensraum?

Um diese Frage zu beantworten, müssen wir erst einmal auf den natürlichen Lebensraum der Fische blicken. Dort ernähren sie sich von dem, was ihre Umgebung bietet, und passen sich den saisonalen Gegebenheiten an. Zu ihrer natürlichen Nahrung zählen:

  • Kleinstlebewesen (Zooplankton): Eine wichtige Nahrungsquelle für viele Fischarten, insbesondere für Jungfische.
  • Insekten und deren Larven: An der Wasseroberfläche oder im Sediment lebende Insekten sind eine willkommene Proteinquelle.
  • Algen und Pflanzenreste: Besonders friedliche Arten wie Goldfische schätzen pflanzliche Nahrung.
  • Detritus: Organisches Material, das sich am Boden des Gewässers ansammelt.

Die Vielfalt an Nahrungsquellen sorgt dafür, dass Fische in natürlichen Gewässern meist gut versorgt sind. Diese Lebensweise kann jedoch nicht so ohne weiteres auf einen künstlich angelegten Gartenteich übertragen werden.

Welche Bedingungen müssen erfüllt sein, damit Fische im Teich ausreichend Nahrung finden?

Ein naturnaher Gartenteich kann vielen Fischarten eine ausgewogene Ernährung ermöglichen, jedoch hängt dies von verschiedenen Faktoren ab:

Fische im Gartenteich – Füttern oder sich selbst überlassen?
Fische im Gartenteich – Füttern oder sich selbst überlassen? - Foto 2
  • Teichgröße und Tiefe: Je größer der Teich, desto stabiler ist das Ökosystem. Ein Teich ab etwa 10 Quadratmetern und einer Tiefe von mindestens 1,2 Metern bietet ausreichend Platz für die Entwicklung von natürlichen Nahrungsquellen wie Insektenlarven und Wasserpflanzen.
  • Pflanzenreichtum: Ein gut bepflanzter Teich schafft Lebensräume für Kleinstlebewesen, die wiederum Fischen als Nahrung dienen. Schwimm- und Unterwasserpflanzen tragen außerdem zur Wasserqualität bei.
  • Wenig Besatzdruck: Eine Überbesetzung des Teichs mit Fischen reduziert die verfügbaren Nahrungsquellen pro Tier. Eine Faustregel besagt, dass pro 1.000 Liter Teichvolumen nur etwa 1-2 mittelgroße Fische (z. B. Goldfische) gehalten werden können, ohne dass eine Zufütterung notwendig wird. 
  • Intakte Mikrofauna: Schnecken, Würmer und Wasserinsekten spielen eine zentrale Rolle im Nahrungskreislauf eines Teichs. Ihr Bestand sollte durch natürliche oder kontrollierte Maßnahmen erhalten bleiben.

Woran erkennt man, dass Fische nicht genug Nahrung haben?

Auch wenn die Fische sich zuverlässig selbst versorgen, sollten sie genau im Auge behalten werden, um eventuelle Anzeichen dafür, dass die Ernährung um Teich nicht ausreicht, schnell zu bemerken:

  • Gesteigerte Unruhe: Die Fische wirken hektisch und durchsuchen permanent den Teichboden oder die Wasseroberfläche nach Nahrung.
  • Abmagerung:  Eine deutlich sichtbare Abnahme des Körperumfangs, insbesondere bei Goldfischen, Koi oder anderen breiter gebauten Arten, ist ein klares Warnsignal.
  • Verändertes Verhalten: Manche Fische versuchen, Wasserpflanzen oder andere Teichbewohner anzuknabbern, obwohl dies nicht zu ihrem normalen Fressverhalten gehört.
  • Farbverlust: Bei längerem Nahrungsmangel können die Farben der Fische verblassen, da wichtige Nährstoffe für die Pigmentbildung fehlen.

Wer solche Anzeichen beobachtet, sollte prüfen, ob der Teich genügend natürliche Nahrung bietet, und bei Bedarf gezielt und moderat zufüttern.

Welche Probleme bringt das Füttern mit sich?

Eine gezielte Fütterung kann notwendig werden, wenn der Teich nicht genug natürliche Nahrung bietet, zum Beispiel in kleinen Teichen oder bei starkem Fischbesatz. Doch das Füttern bringt neue Herausforderungen mit sich: 

Durch die Fütterung gelangen zusätzliche Nährstoffe in den Teich, was schnell zur Bildung von Algen und zum Sinken der Wasserqualität führen kann. Bei einer regelmäßigen Fütterung ist ein Filtersystem nahezu unumgänglich.

Zusammenfassend:

Ob Fische im Gartenteich gefüttert werden müssen, hängt stark von den Bedingungen im Teich ab. Ein ausreichend großer, naturnah gestalteter Teich kann genügend natürliche Nahrungsquellen bieten, sodass eine Fütterung nicht notwendig ist. 

Wer sich also entscheidet Fische so nah an ihrer natürlichen Lebensweise wie möglich zu halten, sollte sich aber auch bewusst sein, dass vor allem die Teichgröße und die Besatzdichte eine große Rolle spielt. 

Fische im Gartenteich – Füttern oder sich selbst überlassen?
Fische im Gartenteich – Füttern oder sich selbst überlassen? - Foto 3

 

Autorin: Caroline Haller für www.einrichtungsbeispiele.de

Autor*in: Tom

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Tom ist Administrator*in von EB und stellt 12 Beispiele vor.

In den Bereichen Malawisee, Tanganjikasee, Victoriasee, West- / Zentralafrika, Südamerika, Mittelamerika, Asien/Australien, Gesellschaftsbecken, Wasserchemie, Fragen zu einrichtungsbeispiele.de steht er/sie den Usern bei Fragen kompetent als Anspechpartner zur Seite.

Titel: Fische im Gartenteich – Füttern oder sich selbst überlassen? (Artikel 6623)

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